Was die INSM zu einem “kritischen” FR-Artikel zu sagen hat: Hier der ganze Wortlaut

Autorenkasten zum Artikel der Frankfurter RundschauDie Frankfurter Rundschau hat heute in Auszügen einen Leserbrief der INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer und Dieter Rath veröffentlicht. Diese reagieren damit auf einen Artikel aus der FR vom 9. Januar, in dem die Autoren Magnus-Sebastian Kutz und Sabine Nehls von einer angeblich “perfiden Kampagnenfähigkeit” der von Arbeitgeberverbänden getragenen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft sprechen.

Autorin Nehls, die laut FR “seit Jahren” die Arbeit der INSM analysiert, war bis 2005 “Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit/ Pressesprecherin” der gewerkschaftseigenen Hans-Böckler-Stiftung und von 1988 bis 2001 “Pressesprecherin des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)”.

Lesen Sie hier den Leserbrief der INSM-Geschäftsführung im kompletten Wortlaut.

Die größten Kritiker der Elche sind meistens selber welche. Das trifft auch auf Magnus-Sebastian Kutz und Sabine Nehls zu, die in der Frankfurter Rundschau vom 9. Januar der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) vorwerfen, sie würde in ihrer Öffentlichkeitsarbeit ihre Herkunft verbergen und gleichsam under cover agieren. Verdeckt agiert dagegen Sabine Nehls, denn sie verschweigt als angeblich „wissenschaftliche“ Autorin, dass sie lange Jahre Pressesprecherin des Deutschen Gewerkschaftsbundes und bis vor kurzem der Hans-Böckler-Stiftung war. Um einen Artikel, der tendenziös über die arbeitgebernahe INSM herzieht, richtig einordnen zu können, sollte der Leser schon über den politischen Hintergrund der Autoren informiert werden. Nehls under-cover-Vorwurf fällt somit auf sie selbst zurück.

Die INSM hat dagegen überhaupt kein Interesse daran, dass sie oder ihre Berater nicht als solche in der Öffentlichkeit auftreten. Nehmen wir naheliegenderweise die Frankfurter Rundschau: Am 3. Juli 2006 schrieb Club of Rome-Vizepräsident Eberhard von Koerber einen Gastbeitrag in der FR. Es freute uns, dass die FR darauf hinwies, dass von Koerber die Ziele der INSM unterstützt. Anders am 10. Oktober 2006. Da berichtete die FR über eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Streitfall Wachstum“ in Berlin, erwähnte aber leider mit keinem Wort den Veranstalter: nämlich die INSM. Aber so ist das nun mal: Was im Blatt steht, entscheiden die Redakteure. Uns nun aber, wie Frau Nehls es tut, vorzuwerfen, wir würden die Urheberschaft unserer Aktionen verbergen, verkennt die normalen journalistischen Abläufe.

Von Journalisten scheint Nehls insgesamt wenig zu halten. Sie wirft den Medien pauschal vor, Studien der INSM nicht „kritisch zu bewerten“, und zitiert als scheinbaren Beweis „300 Zeitungen und Presseagenturen“, die über das regionale Standort-Ranking der INSM im letzten November berichteten. 300 Zeitungsredaktionen, in denen nur unkritische Journalisten sitzen? Wer glaubt das denn? Kann es nicht einfach so sein, dass die Ergebnisse unserer Studien interessant und berichtenswert sind?

Max A. Höfer, Dieter Rath
Geschäftsführer der INSM
11.1.2007