Monatsarchiv für März 2007

Das INSM-Regionalranking und der Klimaschutz – Bericht aus der Region

Donnerstag, den 29. März 2007

Hier geht es zur Internetseite mit allen Ergebnissen des INSM-RegionalrankingsDie Vor-Ort-Diskussion über Konsequenzen aus dem Regionalranking der INSM hält an. Die Südostbayerische Rundschau (Bad Reichenhall) berichtet über einen Termin der Solidargemeinschaft Berchtesgadener Land. Deren Vorsitzender, Wolfgang Stäblein, macht sich unter Verweis auf das Abschneiden des Berchtesgadener Landes dafür stark, Einkäufe in der Region zu tätigen. Hier geht es zum Bericht.

Profil des Kreises Berchtesgadener Land, ausführlicher Fact Sheet mit allen Indikatoren

Weitere Resonanz.

Pressemeldung zum INSM-Regionalranking.

Mehr Problemwusstsein in der Politik? Tietmeyer sieht Hoffnungszeichen für Deutschland

Donnerstag, den 22. März 2007

Professor Dr. Hans Tietmeyer, Vorsitzender des Kuratoriums der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, INSMDer frühere Bundesbankpräsident Professor Dr. Hans Tietmeyer sieht Hoffnungszeichen für Deutschland und lobt erste aus seiner Sicht richtige Ansätze der Bundesregierung für mehr Wachstum und Beschäftigung. Einige Reformen begännen zu wirken, sagte er in einem Online-Interview, das ab sofort auf seiner Website veröffentlicht ist. Tietmeyer machte deutlich, dass er den Eindruck habe, dass die deutsche Politik die Probleme erkannt habe und sich Ihnen zu stellen beginne. Allerdings mahnte der INSM-Kuratoriumsvorsitzende weitere Strukturreformen vor allem am Arbeitsmarkt und in der Sozial- sowie Finanzpolitik an, damit Deutschland nicht nur ein konjunkturelles Zwischenhoch, sondern einen nachhaltigen Aufschwung erleben kann. Wörtlich sagte der frühere Bundesbankpräsident: “Die Entwicklung geht sicher in die richtige Richtung. Zufrieden sein können wir aber natürlich erst dann, wenn wir ein nachhaltiges eigendynamisches Wachstum bekommen, weil nur das dafür sorgen kann, dass sich auch die Lage am Arbeitsmarkt nachhaltig bessert. Wir brauchen nicht nur für ein oder zwei Jahre, sondern über längere Zeit ein Wachstum, das deutlich über 2 Prozent liegen sollte.” 

Die aktuell positive Entwicklung beim Wachstum sei nicht allein der Unterstützung durch eine boomende Weltkonjunktur zu verdanken, sondern auch das Ergebnis ”hausgemachter Impulse”.

Tietmeyer: “Die Entwicklung bei uns ist durch drei positive Faktoren beeinflusst worden. Erstens: die erfolgreiche Sanierung und Restrukturierung vieler Unternehmen in den letzten Jahren. Zweitens war die Lohnentwicklung in Deutschland in den letzten Jahren insgesamt erfreulicherweise zurückhaltend; das hat die internationale Wettbewerbssituation der deutschen Wirtschaft verbessert. Die Lohnzurückhaltung wird als eine Hauptursachen für den Aufschwung auch im aktuellen IfW-Gutachten ausdrücklich gewürdigt. Drittens wirken sich auch die bisherigen Reformen inzwischen positiv aus. Sie müssen aber noch weitergeführt werden. “ 

Auf die Frage, welche Reformen am stärksten im Sinne von mehr Wachstum und Beschäftigung gewirkt hätten, antwortete der frühere Bundesbankpräsident: “Wichtig waren und sind die Reformen der Alterssicherung – Stichwort Riester und Rente mit 67. Wichtig waren auch die unter der Überschrift Hartz eingeleiteten Reformen bei der Arbeitslosenversicherung und Arbeitslosenhilfe. Erste Anstrengungen erkenne ich auch beim längerfristigen Abbau von Subventionen. Insgesamt bleibt bei den Reformen aber noch vieles mehr zu tun.”
Interview-Druckfassung.

1 x 1 der Marktwirtschaft: INSM-Broschüre zum Durchblicken – von “Börse” über “Globalisierung” bis “Unternehmensgewinne”

Mittwoch, den 21. März 2007

Titelseite der INSM-Broschüre Die mit Förderung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) entstandene Broschüre  „Das kleine 1 x 1 der Sozialen Marktwirtschaft“ richtet sich an Leser, die mit dem Thema Wirtschaft bisher noch wenig vertraut sind. Auf unterhaltsame und allgemein verständliche Weise wird erklärt, wie die Soziale Marktwirtschaft funktioniert und wie Wettbewerb zum Nutzen aller wirkt.
Das Heft thematisiert anschaulich und kompakt die aktuellen Probleme in unserem Wirtschafts- und Sozialsystem und zeigt auf, was mehr Wachstum und Beschäftigung entgegensteht. Thematisiert werden auch Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland und die in der Öffentlichkeit oft umstrittenen Gewinne der Unternehmen. Aktien und Börse sind Thema eines Erklärstücks.
Zum Schluss widmet der Autor auch der Globalisierung ein Kapitel. Es soll Mut machen, sich auf die neuen Herausforderungen einzulassen: Denn die grenzüberschreitende Freiheit eröffnet neue wirtschaftliche Chancen – vor allem für jene Menschen, die die Zukunft mit Eigeninitiative und dem Glauben an die eigene Leistung optimistisch angehen.

Hier gelistet oder hier bestellen.  

Weltweites Wirtschaften – mehr dazu im INSM-Tagebuch.

Merkelmeter Nummer 7: Berliner Baby Steps lassen keine größeren Sprünge zu

Samstag, den 10. März 2007

Hier geht es zur Merkelmeter-WebsiteDie Bundesregierung hat im ersten Quartal zwar Boden gut gemacht, doch ihr Reformtempo ist nach wie vor zu zaghaft. Das dokumentiert das nun vorgelegte 7. Merkelmeter - die Dauerstudie, mit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, INSM, und WirtschaftsWoche seit der Wahl den Gesetzgebungsprozess von Merkel, Müntefering & Co. wissenschaftlich analysieren und bewerten lassen. Das aktuelle INSM-WiWo-Merkelmeter ist  seit November 2006 insgesamt um 2,3 Prozentpunkte auf einen Gesamtwert von 6,9 Prozent gestiegen. Es legte vor allem im Einzelbereich “Steuern und Finanzen” stark zu. Eine Ursache dafür ist neben der Besserung beim Staatsdefizit der aktuelle Gesetzentwurf der Unternehmenssteuerreform 2008, der am 14. März im Bundeskabinett beraten wird. “Die Reform bringt unterm Strich eine Standortverbesserung, doch die Besserung bei Staatsdefizit hat die Bundesregierung vor allem der guten Konjunktur zu verdanken. Sie ist nicht selbst in erster Linie Motor dieser positiven Entwicklung”, sagt Kölner Ökonom Professor Michael Hüther, dessen Institut die Dauerstudie Merkelmeter im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Wirtschafts-Woche seit der Bundestagswahl 2005 erstellt. Lesen Sie mehr auf der Website www.merkelmeter.de. Den ausführlichen Bericht zum 7. Merkelmeter von WirtschaftsWoche und Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft finden Sie hier. Kompakt sind zentrale Inhalte in einer Presseinformation zusammengefasst.

Merkelmeter in Newsaktuell und auf dieser Website.

Wissenschaftliches Hintergrundpapier: Wie das Merkelmeter erstellt wird. Rückfragen zum Projekt: Carsten Seim.

Schattenwirtschaftsexperte auf INSM-Pressekonferenz: Mehrwertsteuererhöhung erhöht auch die Schwarzarbeit

Donnerstag, den 8. März 2007

professor-schneider-insm-pk-zur-schwarzarbeit.jpgAuf einer Pressekonferenz der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft in Berlin hat der Schattenwirtschaftsexperte Professor Friedrich Schneider (Universität Linz) die Mehrwertsteuererhöhung für den Anstieg der Schwarzarbeit in Deutschland verantwortlich gemacht. Für dieses Jahr erwartet er “einen leichten Anstieg der Schattenwirtschaft auf 349 Mrd. Euro”.

Eine TNS Emnid-Umfrage im Auftrag der INSM zeigt, dass mehr als 20 Prozent der Deutschen im vergangenen Jahr an der Steuer vorbei gearbeitet hat. Rund 13 Millionen Menschen sind nach dieser Stude in Deutschland Nebenerwerbsschwarzarbeiter. Rund ein Viertel aller 1000 Befragten sieht Schwarzarbeit als Kavaliersdelikt, und jeder Fünfte schätzt das Risiko erwischt zu werden trotz intensiver Kontrollen der Schwarzarbeit als gering ein.

Die INSM plädiert für Bürokratieabbau, um Jobs aus der Schattenwirtschaft in die offizielle Wirtschaft zu verlagern. Auf diese Weise könnten rund 500 000 legale Arbeitsplätz entstehen.

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INSM-Umfrage zum Weltfrauentag: Frauen sind ehrlicher bei der Steuer und arbeiten weniger schwarz

Mittwoch, den 7. März 2007

Bei der Steuermoral hängen Frauen die Männer ab. Sie sind nach einer zum Weltfrauentag veröffentlichten TNS Emnid-Umfrage im Auftrag der INSM seltener bereit, Steuern zu hinterziehen. Nur jede siebente Frau nimmt es bei der Steuerklärung nicht so genau, bei den Männern ist es jeder Vierte. Außerdem: Männer ergreifen nach dieser Stude fast doppelt so häufig wie Frauen die Gelegenheit, schwarz zu arbeiten, wenn sich die Chance bietet, ein paar schnelle Euro an Steuer- und Sozialkassen vorbei in die eigene Tasche zu wirtschaften. Dominik Enste, Wirtschaftsethiker am Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), erklärt den “weibliche Ehrlichkeits-Vorsprung sozioökonomisch”: „Frauen waren und sind die Aktiveren, wenn es um Familiensozialisation und Erziehung geht. In dieser Rolle setzen sie die moralischen Standards und sind an deren Einhaltung interessiert.“ Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März hatte das Institut TNS Emnid im Auftrag der INSM mehr als 1000 Menschen befragt, um Unterschiede zwischen Männern und Frauen herauszuarbeiten.