Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM): Weitere Reaktionen der Landesministerien

Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann sieht sich durch INSM-Bildungsmonitor bestätigt“Gut aufgestellt” fühlt sich Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann im “bundesweiten Vergleich” des vierten INSM-Bildungsmonitors. Sein Land  hat in diesem bildungsökonomischen Bundesländervergleich Platz 6 belegt. Minister Busemann: “Gegenüber dem Bildungsmonitor 2004 konnten wir um 10,6, gegenüber 2006 um 3,4 Punkte in der Bewertungsskala zulegen.” Besonders positiv ausgewirkt habe sich im Bereich der beruflichen Bildung die rückläufige Zahl der vorzeitig aufgelösten Ausbildungsverträge von noch rund 15.600 im Jahr 2002 auf 11.700 im Jahr 2005, was unter anderem auch auf die Neugestaltung der Hauptschule zurückzuführen sei. “Auch die Rückstellungen vom Schulbesuch sind im Zusammenhang mit der Sprachförderung vor der Einschulung deutlich zurückgegangen. Die Bildungschancen ausländischer Kinder und Jugendlicher sind besser geworden, aber noch nicht gut genug. Daran müssen wir weiter arbeiten”, so Busemann.

Berlíns BIldungssenator Zöllner zum INSM-Bildungsmonitor„Anlass zur Freunde, aber nicht zum Übermut“ sieht Berlins Bildungssenator Jürgen Zöllner. Berlin hatte beim INSM-Bildungsmonitor Platz 7 belegt. In der Rangliste der Bildungssysteme war Berlin vom 13. Platz 2004 auf den siebten Rang geklettert.

“Hamburgs Wissenschaft klar im Aufwärtstrend”, heißt es in einer Reaktion der Behörde für Wissenschaft und Forschung der Freien und Hansestadt Hamburg, die im INSM-Bildungsmonitor Platz 8 belegt hatte. Das Bildungssystem des Stadtstaates überzeuge “mit einem hohen Beitrag zur akademischen Ausbildung, einer guten Förderstruktur sowie einem hohen Internationalisierungsgrad” und habe sich in den vergangenen Jahren nachhaltig verbessert. Zitat: “Die von der Studie bescheinigte gute Förderung in Hamburg sowie die Steigerung der hiesigen Bildungsausgaben resultiert im Jahr 2005 in einem Zuwachs der Abschlussjahrgänge. Die Hansestadt legt nacHamburg punktet im INSM-Bildungsmonitor im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereichh den Studienergebnissen aber auch bei den Absolventen überdurchschnittlich zu.” Aufholbedarf bestehe für Hamburg laut aktueller INSM-Studie “allerdings im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich.” Hamburgs Bildungssenator Jörg Dräger: “Die Studie zeigt, dass wir im Bereich der Absolventen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich unsere bisherigen Anstrengungen zum Ausbau fortsetzen müssen. Neben diversen Forschungseinrichtungen wie beispielsweise in der Nanotechnologie und in der Klimaforschung unterstützenden wir auch die Nacht des Wissens, um junge Hamburgerinnen und Hamburger für die Naturwissenschaften zu begeistern.”

Hessen (Platz 10 beim INSM-Bildungsmonitor) sieht die dortige Kultusministerin Karin Wolff als eine “der dynamischsten Bildungsregionen in Deutschland”. Wolf: “Ich freue mich, dass uns schwarz auf weiß eine massive Verbesserung im Bildungswesen bescheinigt wird. Außer uns hat nur noch ein Bundesland einen so gewaltigen Sprung nach vorn gemacht.” Damit untermauere der vierte Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) “die positive Entwicklung im hessischen Schulwesen”.

Platz 11 belegte Schleswig-Holstein im INSM-Bildungsmonitor. “Die Ergebnisse der Studie bestätigen, dass wir den aktuellen Bildungsherausforderungen mit den richtigen Konzepten begegnen”, so der Kommentar von Bildungsstaatssekretär Wolfgang Meyer-Hesemann und Wissenschafts-Staatssekretär Jost de Jager. Es zahle sich aus, “dass unsere Grundschulen seit Jahren mit einer Eingangsphase arbeiten, die den individuellen Voraussetzungen der Kinder gerecht wird”, so Meyer-Hesemann. In der Eingangsphase können die erste und zweite Klasse in ein bis drei Jahren durchlaufen werden. “Ein hervorzuhebendes positives Ergebnis der Studie ist auch, dass die Habilitations- und Promotionsquoten in Schleswig-Holstein zu den höchsten in Deutschland zählen”, so de Jager. 
Weiter heißt es in der Mitteilung des Ministerium für Bildung und Frauen Schleswig-Holstein: “Die Bereiche, in denen Schleswig-Holstein laut Bildungsmonitor (Datengrundlage: 2005) nicht so gut abschneidet, werden bereits mit viel Elan angegangen. Im Handlungsfeld “Internationalisierung” etwa sei der Fremdsprachenunterricht an den Grundschulen deutlich ausgeweitet worden. Neben der 3. wird zum neuen Schuljahr auch in der 4. Klassenstufe flächendeckend Englischunterricht eingeführt. Das Thema “Internationalisierung” soll wie das Thema “Absolventenquote” Gegenstand der Verhandlungen mit den Hochschulen zu den nächsten Zielvereinbarungen sein, die in diesem Herbst beginnen.”

Brandenburgs Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, deren Land im bildungsökonomischen Bundesländervergleich der INSM mit Platz 12 abgeschnitten hatte, betonte in ihrer Stellungnahme zur Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Fortschritte im Hochschulsektor: „Insgesamt hat sich laut Bildungsmonitor der brandenburgische Hochschulbereich weiter verbessert und liegt nun – nach Platz 14 und 12 in den Jahren 2004 und 2005 – bereits auf Platz 8 und erstmals hinsichtlich der Punktzahl über dem Länderdurchschnitt. Noch deutlicher sind die Fortschritte im Bereich der ‚Technologischen Leistungsfähigkeit’, wo Brandenburg im Ranking einen Sprung von Platz 15 auf Platz 5 machen konnte. Dies beweist, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so die Ministerin.
Zudem dokumentiere die Untersuchung, dass es Brandenburg gelungen sei, “die Leistungsfähigkeit seines Bildungssystems deutlich zu steigern. Im Vergleich zu 2005 legte das Land bei der Bewertung um drei Punkte zu (Durchschnitt: 1,4 Punkte). Erfreulich sind insbesondere die Ausbildungswerte der technischen und naturwissenschaftlichen Fächer (MINT) in Brandenburg. Auf 100 im Land tätige Forscher kommen pro Jahr 17 neue MINT-Akademiker. Darüber hinaus erfolgt auch die Hälfte aller Habilitationen und Promotionen im Land in diesen für die Innovationskraft wichtigen Disziplinen. Brandenburg leistet damit einen relativ großen Beitrag, den Forschermangel in Deutschland zu beheben“, so die Verfasser der Studie. 

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen verwies darauf, dass der INSM-Bildungsmonitor 2007, in dem das Land Platz 15 belegt hat, Defizite der Vergangenheit widerspiegele. Zitat aus der Stellungnahme: “Die Studie, die Nordrhein-Westfalen eine noch vergleichsweise geringe Dynamik in der Bildungspolitik attestiert, bezieht sich also auf Ergebnisse der alten rotgrünen Landesregierung. Sie nimmt die Bereiche frühkindliche Bildung, Schule und Hochschule in den Blick. Die Landesregierung unter Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat die Defizite in all diesen Bereichen erkannt und steuert mit massiven Investitionen in die Bildung gegen.”