Weiteres Interview zur INSM-Erhard-Lecture in Berlin: Professor Phelps in DIE WELT
Was die interantionale Wettbewerbsfähigkeit angeht, habe sich “vor allem Deutschland” stark verbessert. Das sagte Wirtschaftsnobelpreisträger Edmund Phelps in einem Interview mit der Tageszeitung DIE WELT. Das Gespräch fand statt aus Anlass des Deutschland-Besuchs von Professor Phelps zur VI. Ludwig-Erhard-Lecture der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Berlin.
“Ich war überrascht, dass sich der wirtschaftliche Aufschwung hier erst seit kurzem bemerkbar macht. Damit hätte ich schon etwas früher gerechnet”, sagte der Professor, der an der New Yorker Columbia-University unterrichtet. Die Chancen, dass die Weltwirtschaft weiter wächst, hält Phelps für “nicht schlecht”. Vieles werde natürlich davon abhängen, “wie sich die Immobilienkrise in den USA weiterentwickeln” werde. Das, so Phelps, “ist ein großes Risiko, das ich mit Sorge verfolge”. Dennoch rechnet der Nobelpreisträger nicht damit, “dass die Wirtschaft in den USA einbricht”. Sie werde lediglich etwas langsamer wachsen. Das aber werde “die Weltkonjunktur nicht stark bremsen”.
Phelps´ Empfehlung für Deutschland: Der Finanzsektor hierzulande müsse “sich besser aufstellen”: “In Deutschland bekommen immer noch die Kunden am leichtesten einen Kredit, die der Bank schon seit Jahren bekannt sind. Junge Leute, die mit einer Geschäftsidee kommen, haben es dagegen unverhältnismäßig schwerer, das notwendige Geld für die Umsetzung zu bekommen.”
Lesen Sie hier mehr über den Berliner Auftritt von Professor Edmund S. Phelps auf Einladung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).