Olaf Scholz, Raffelhüschen, Rürup und die Rente mit 67
Donnerstag, den 29. November 2007
29. November im Deutschen Bundestag, Auftakt-Rede des neuen Bundesministers für Arbeit und Soziales, Olaf Scholz, anlässlich der 2. und 3. Lesung des Haushalts Arbeit und Soziales. Scholz äußert sich auch zur Rente mit 67, die sein Amtsvorgänger Franz Müntefering gegen viele Widerstände auch in der eigenen Partei auf den Weg gebracht hat.
“Auftrag ausgeführt! Wir haben unser Ziel erreicht. Das Rentensystem steht wieder auf stabileren Füßen”, erklärte Scholz dazu. Forderungen, die Menschen über das 67. Lebensjahr hinaus arbeiten zu lassen, erteilte er eine Absage und berief sich dabei unter anderem auf den INSM-Berater Professor Bernd Raffelhüschen. Scholz: ”Alle Experten – von Rürup bis Raffelhüschen – sagen uns, dass wir mit der Rente mit 67 unsere Hausaufgaben gemacht haben.” Nach Auffassung des neuen Arbeitsministers werde damit die Statik des Rentensystems nicht nur stabilisiert, “wir verbessern sie sogar”. Natürlich, so Scholz, gebe “es noch Felder und Aufgaben, die wir beackern müssen”.
Eine dieser Baustellen für die Berliner Politik hat der von Arbeitsminister Scholz angesprochene Raffelhüschen am 20. November in einem n-tv-Interview über Themen der Sozialen Sicherung benannt. Der Freiburger Demografie-Experte bestätigte dem Nachrichtensender, dass die Gesetzliche Rentenversicherung in ihrer jetzigen Form sicher sei. “Jetzt haben wir im Grunde genommen in Deutschland eine Basisrente beschlossen. Auf diese Basisrente kann man sich verlassen.”
Allerdings sei “das Unbehagen der Bevölkerung gegenüber den sozialen Sicherungssystemen berechtigt, wenn es um die Gesundheit und die Pflege geht”, erklärte Raffelhüschen und verwies damit auf ungelöste Probleme im Gesundheitssystem und der Gesetzlichen Pflegeversicherung. Wörtlich erklärte er: “Bei der Kranken- und Pflegeversicherung stehen wir vor der Wahl, ob wir dort denselben Weg wie bei der Rentenversicherung – mehr Eigenbeteiligung, mehr Eigenvorsorge – gehen wollen, oder ob wir in eine Art staatliche Rationierungsmedizin gehen wollen. Diese
Entscheidung ist noch längst nicht getroffen. In diesem Bereich haben wir alle Entscheidungen erst einmal vertagt, weil wir uns da nicht rantrauen.”
Info: So wurde die Rente mit 67 im INSM-Merkelmeter, der wissenschaftlichen Politikanalyse der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), bewertet.

Tausende Zuschauer und Experten kamen am 28. November zur Verwaltungsfachmesse „Moderner Staat 2007“ in Berlin, um sich Vorträge, Podien und Projektporträts über Visionen und Strategien von modernen und bürgerfreundlichen Verwaltungen vorstellen zu lassen. Eins dieser Podien wurde veranstaltet von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Es stand unter dem Motto “Ideen statt Rotstift – Kommunen entdecken den Bürger”. Dabei wurde das INSM-Buch “Deutschland zum Selbermachen” präsentiert. Es stellt 22 Beispiele bürgerschaftlichen Engagements vor, die 



Roland Berger ist der bekannteste deutsche Unternehmensberater. An diesem Donnerstag wird er 70. Noch in diesem Jahr wird seine Unternehmensberatung, die Roland Berger Strategy Conultants mit Hauptsitz in München, 40 Jahre alt. Grund genug für die Süddeutsche Zeitung, Roland Berger, den heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden des Unternehmens, zum Interview zu bitten.
Ergänzung vom 10. Dezember 2007: In einem Interview erzählt Roland Berger über seine Schulzeit und darüber, wie er zu seiner Entscheidung gekommen ist, Unternehmensberater zu werden. Nicht der Masse hinterherlaufen - so sein Credo. Hier geht es zum 


Die Braunschweiger Zeitung befasste sich an diesem Wochenende mit dem INSM-Buch “Deutschland zum Selbermachen”, das 22 Fälle bürgerschaftlichen Engagements vorstellt. In einem Leitartikel stellt sie das Beispiel des pensionierten Geschichts-Lehrer Ernst Zöpfgen aus Braunschweig heraus, der an der Spitze von mehr als 100 ehrenamtlichen Mitstreitern “das herausragende Museum im Altstadtrathaus gerettet” hat.
In einem Kommentar beschäftigt sich gestern die Sindelfinger / Böblinger Zeitung mit den Standortstärken und -schwächen des Landeskreises Böblingen und spricht dabei das
“Deutschland erlebt gewiss einen hübschen Aufschwung. Aber lassen Sie sich bloß nicht blenden: Die guten Zahlen ändern nichts daran, dass es fundamental an wirtschaftlicher Dynamik gebricht.” Das sagte Wirtschaftsnobelpreisträger Edmund S. Phelps in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Das Interview war im Umfeld der jüngsten
“29:24-Gefühl” für alle – so überschreibt das Nachrichtenmagazin Focus eine Meldung über Heiner Brand und seine Beteiligung am INSM-Buch “Deutschland zum Selbermachen”. Zitat:
Globalisierung
Chancen des Wachstums. Globale Perspektiven für den Wohlstand von morgen
Deutschlands wahre Superstars
Deutschland zum Selbermachen
Und so berichtete die Nachrichtenagentur AP: “Es war nicht das erste Mal, dass auf dem Sportpresseball die Auszeichnung “Sportler mit Herz” vergeben wurde. Doch dass die gewiss nicht kleine Bühne der Alten Oper in Frankfurt kaum ausreicht, um alle Geehrten zu fassen, hatte es vor diesem Samstagabend noch nicht gegeben. Und erst recht nicht, dass dabei neben Sportgrößen wie Rudi Altig, Anke Huber, Christa Kinshofer, Rosi Mittermeier, Christian Neureuther, Sven Otke, Axel Schulz und Toni Schumacher – Künstler wie Art Brauss, Günther Maria Halmer und Gundis Zambo sowie Politiker wie Laurenz Meyer standen. Des Rätsels Lösung: Sie alle gehören dem “Eagles Charity Golf Club” an, der seit elf Jahren Golfturniere mit Prominenten veranstaltet, um mit dem Erlös Kindern in Not zu helfen. Neun Millionen
Ludwig Erhards Idee hat Herz
Viele Sportler stehen mit ihrem Lebenslauf, mit ihrem persönlichen Einsatz, ihrer Leistungsbereitschaft und ihrem Erfolg für das, was auch wir einer breiten Öffentlichkeit vermitteln möchten: Nur Leistungsbereitschaft und hartes Training führen zum Erfolg. Dafür stehen auch Persönlichkeiten wie Heiner Brand oder Ulrike Nasse-Meyfarth, Birgit Fischer oder Luan Krasniqi. Sie alle haben in der Vergangenheit gekämpft, gesiegt, aber auch Niederlagen eingesteckt und danach weiter an sich gearbeitet.
Die fünf Wirtschaftsweisen fordern die Koalition Merkel-Müntefering in ihrem aktuellen Jahresgutachten auf, den Reformkurs fortzusetzen. Die Top-Ökonomen vermissen nach einem Bericht des Handelsblattes “eine klare wirtschaftspolitische Strategie der Regierung” und warnen davor, dass die Politik nun die hart erarbeitete Reformdividende leichtfertig wieder verspielen könnte. Es dürfe nach Auffassung des von Professor Bert Rürup geführten Gremiums keinen Roll-Back in der 

Daten zum Buch: “Deutschlands wahre Superstars”
Mit einer heute bundesweit verbreiteten Anzeige hat sich die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in die andauernde Debatte um ein Zurückdrehen der im Rahmen der