Monatsarchiv für Dezember 2007

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Makram El-Shagi

Sonntag, den 30. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Makram El-Shagi, der ab Seite 123 über „Korruption, Wachstum und institutionelle Entwicklung“ schreibt:

„Die Analyse der Korruption steht im Mittelpunkt des Beitrages von Makram El-Shagi von der Universität Mannheim. El-Shagi diskutiert die institutionellen Voraussetzungen, um Korruption zu verhindern, und analysiert die Wechselwirkungen zwischen politischer Korruption, der institutionellen Entwicklung – verstanden als Rahmenbedingung für die Politikgestaltung – und dem Einkommen. Eine Erhöhung des Volkseinkommens, so die Untersuchung, kann, wenn sie nicht durch eine entsprechend positive institutionelle Entwicklung begleitet wird, langfristig sogar negative Folgen haben. Korruptionswillige Politiker können bei erhöhtem Volkseinkommen aufgrund der verbesserten Zahlungsfähigkeit der Bürger und des Umsatzes der Wirtschaft ein höheres Einkommen aus Korruption erzielen, ohne dabei proportional höheren Risiken ausgesetzt zu sein. Langfristig kommt es bei einer solchen Entwicklung daher zu verstärkter Korruption, die nicht nur das Wirtschaftswachstum begrenzt, sondern auch zur weiteren Erosion der institutionellen Rahmenbedingungen beiträgt. El-Shagi kommt somit ebenfalls zu dem Schluss, dass die Förderung einer demokratischen Entwicklung und des Aufbaus rechtsstaatlicher Institutionen zentrale Entwicklungsvoraussetzungen sind.“

Zitate aus „Korruption, Wachstum und institutionelle Entwicklung“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Wirtschaftspolitik ist sicherlich die Grundvoraussetzung für solides Wachstum. Aber die institutionelle Entwicklung wiederum ist die zentrale Voraussetzung, um eine Wachstums fördernde Wirtschaftspolitik nachhaltig zu gewährleisten. Die Förderung einer demokratischen Entwicklung und des Aufbaus rechtsstaatlicher Institutionen ist daher nicht nur wegen des grundsätzlichen Rechtes der Menschen auf Selbstbestimmung relevant, sondern auch, um die ökonomische Entwicklung anzukurbeln.“

„Daher sollte Entwicklungshilfe – auch die internationaler Organisationen wie des IWF – verstärkt auf eine Unterstützung der institutionellen Entwicklung abstellen. Denn die Gefahr, dass Finanzhilfe und an sich gut gemeinte wirtschaftspolitische Vorschläge, die keine nachhaltige Verbesserung der Institutionen gewährleisten, im Eigeninteresse der Politiker pervertiert werden können und dann mehr schaden als nutzen, ist kaum auszuschließen.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Makram El-Shagi, geboren 1979, ist Assistent am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim, wo er im Bereich internationale Wirtschaftsbeziehungen forscht. Er erhielt den Südwestmetall- Förderpreis 2004 für die beste Dissertation an der Universität Mannheim. 2001 war er mit 21 Jahren jüngster Absolvent seines Jahrganges. El-Shagis Forschungsinteresse gilt der Neuen Ökonomie sowie der institutionellen Korruption.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: der Dalai Lama

Freitag, den 28. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über den Dalai Lama, der ab Seite 309 über „Ideale sind der Motor des Fortschritts“ schreibt:

„Der Dalai Lama plädiert dafür, dass die steigende Verflechtung durch Globalisierung, Wachstum und Fortschritt auch dazu genutzt wird, das Verantwortungsbewusstsein für andere Menschen auf der Welt zu schärfen. Die Chance besteht darin, dass in einer Weltwirtschaft, die immer stärker miteinander verschmilzt, die Bedeutung von Staatsgrenzen schwindet und sogar befeindete Staaten zur Kooperation gezwungen sind, etwa in der Nutzung von gemeinsamen natürlichen Ressourcen. Allerdings weist der Dalai Lama auch auf die Risiken eines ungezügelten Strebens nach materiellem Wohlstand hin: »Die Gier nach endlichen Dingen kann nie wirklich befriedigt werden«, und sie schaffe gleichzeitig die Grundlage für Neid und Unzufriedenheit. Dass Reichtum per se nicht glücklich macht, würde wohl niemand leugnen. Allerdings schließt der Dalai Lama daraus nicht, dass man dem technischen und wissenschaftlichen Fortschritt abschwören, sondern sich vielmehr der globalen Verantwortung bewusst werden sollte. Unter globaler Verantwortung versteht er die Einsicht, dass alle Handlungen weit reichende, ja universelle Konsequenzen haben und fordert eine Haltung, die vom Respekt für andere Menschen geprägt ist. Die Chancen des Wachstums entstehen in Verbindung mit dem globalen Verantwortungsgefühl, denn die Anteilnahme am Leben anderer Menschen ist die Grundlage für ein solidarisches und gerechtes Handeln.“

Zitate aus dem Aufsatz „Ideale sind der Motor des Fortschritts“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Die Weltwirtschaft verschmilzt immer mehr zu einer Einheit und unterschiedliche Nationen hängen immer stärker voneinander ab.“

„Ähnlich wie bei globalen Umweltproblemen, die nicht auf rein nationaler Ebene gelöst werden können, verschwindet auch für die moderne Wirtschaft die Bedeutung von Staatsgrenzen.“

„Die Entwicklung der Europäischen Union ist ein Beispiel dafür, wie aus einem kleinen Handelsabkommen so etwas wie ein Staatenbund geworden ist. Ähnliche, wenn auch nicht so stark vertiefte Organisationen finden sich auf der ganzen Welt. Diese Bündnisse sind ein Beweis für das Bemühen der Menschen, sich zum allgemeinen Wohl zusammenzuschließen sowie für den Wunsch der Gesellschaft, sich unentwegt fortzuentwickeln.“

„Unsere moderne Weltgemeinschaft mit ihren Vor- und Nachteilen ist das Resultat vieler verschiedener Faktoren; deshalb würde man einem Trugschluss verfallen, wenn man die Lösung unserer Probleme in einer Ablehnung des materiellen und technischen Fortschritts sehen würde.“

„Die Chancen des Wachstums entstehen dann, wenn wirtschaftlicher Wettbewerb, technologischer Fortschritt und Wohlstand im Kontext einer globalen Verantwortung entstehen, die wiederum eine Basis für solidarisches Engagement und für gerechtes Handeln schaffen.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Seine Heiligkeit der XIV. Dalai Lama wurde 1935 in der tibetischen Provinz Amdo geboren und im Alter von vier Jahren inthronisiert. Seitdem ist der buddhistische Mönch zugleich das geistliche und politische Oberhaupt der Tibeter. In Zeiten der Globalisierung und des wirtschaftlichen Wachstums sind nicht nur einzelne Staaten, sondern auch Menschen immer stärker miteinander verbunden. Der Dalai Lama verfolgt mit seiner Idee der globalen Verantwortung das Ziel, dieses menschliche Miteinander positiv zu gestalten und der Globalisierung ein menschliches Gesicht zu verleihen. Für seinen unermüdlichen Einsatz für Gerechtigkeit, Völkerverständigung und Menschenrechte wurde er 1989 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Gavin Cameron, Nicholas Fawcett, Rosa Fernandez

Mittwoch, den 26. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Gavin Cameron, Nicholas Fawcett, Rosa Fernandez, die ab Seite 73 zum Thema „Der Wirtschaftsstandort Europa: Über die Lissabon-Strategie hinaus“ schreiben:

„Gavin Cameron, Nicholas Fawcett und Rosa Fernandez von der Oxford University gehen ebenfalls vom Vergleich zwischen Europa und dem US-amerikanischen Wachstum aus und diagnostizieren einen relativen Verlust an Produktivität in den großen EU-Ländern. Die Autoren argumentieren, dass ein unflexibler Arbeitsmarkt, die schwache Einbindung bestimmter Altersgruppen sowie eine niedrige Quote arbeitstätiger Frauen die Gesamtleistung der europäischen Wirtschaft drücke. »Das Arbeitsangebot in Europa ist nicht von schlechter Qualität, doch wird es keinesfalls optimal genutzt.« Wenige Steueranreize für Unternehmer sowie die starke Positionierung von Arbeitnehmerverbänden wirken sich ebenfalls nachteilig auf die Wachstumsentwicklung der EU aus. Erst eine Reform der starren, institutionellen Rahmenbedingungen sowie eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes könne die wirtschaftliche Situation Europas konsolidieren: »Westeuropa sollte sich auf die wachsende Auslastung seiner Arbeitsressourcen konzentrieren und außerdem auf die Steigerung des Wettbewerbs und die Förderung des Unternehmertums«, so die Wissenschaftler.“

Zitate aus „Der Wirtschaftsstandort Europa: Über die Lissabon-Strategie hinaus“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„In der Summe ist es eher unwahrscheinlich, dass die europäische Strategie für Wachstum und Beschäftigung in naher Zukunft greifbare Vorteile bringen wird. Eine Steigerung der Flexibilität der europäischen Wirtschaft ist jedoch eine äußerst wichtige Aufgabe für die Politik, und zwar nicht nur deshalb, weil es einen einfachen Zusammenhang zwischen der Auslastung der Arbeitsressourcen und der Steigerung der Produktivität gibt, sondern weil ein gemeinsamer Satz an institutionellen Merkmalen Europas Leistung in beiden Bereichen gleichzeitig schmälern könnte, statt dass ein Bereich zu unterdurchschnittlichen Ergebnissen im anderen führt.“

„Das Arbeitsangebot in Europa ist nicht von schlechter Qualität, doch wird es keinesfalls optimal genutzt.“

„Westeuropa sollte sich auf die wachsende Auslastung seiner Arbeitsressourcen konzentrieren und außerdem auf die Steigerung des Wettbewerbs und die Förderung des Unternehmertums.“

„Arbeitsmarktflexibilität in Bezug auf Partizipation und Auslastung wird schnellere und passgenauere Reaktionen auf veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen ermöglichen.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren: Gavin Cameron (1969–2007), war Professor für Makroökonomik an der Oxford University und einer der vielversprechendsten Nachwuchswissenschaftler im führenden Fachbereich der renommierten Institution. Kurz vor Erscheinen des Buches starb Gavin Cameron mit nur 38 Jahren an den Folgen einer Mukoviszidose-Erkrankung. Cameron erlangte in seiner kurzen Laufbahn internationales Ansehen. Sein Forschungsgebiet lag insbesondere in Untersuchungen der Bedeutung und Rolle von Forschungs- und Entwicklungsprozessen beim Wirtschaftswachstum. Darüber hinaus nahm er zahlreiche beratende Tätigkeiten für politische und wirtschaftliche Institutionen wahr. Cameron verfasste den Beitrag zu Chancen des Wachstums gemeinsam mit Rosa Fernandez und Nicholas Fawcett. Rosa Fernandez ist Research Fellow am Centre on Skills, Knowledge and Organisational Performance an der Oxford University und Spezialistin der ökonomischen Arbeitsmarktanalyse. Nicholas Fawcett ist Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Department of Economics an der Oxford University.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: David B. Audretsch

Montag, den 24. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über David B. Audretsch, der ab Seite 91 über „Die Entrepreneurial Society im Zeitalter der Globalisierung“ schreibt: „Der Beitrag von David B. Audretsch betont die Bedeutung von »Entrepreneurship«, um Beschäftigung, Wachstum und somit auch gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu schaffen. Eine allein kapitalorientierte Wirtschaftspolitik, so Audretsch, sichert kein langfristiges Wachstum. Aber auch die Investition in Wissen und Forschung allein ist hierfür kein Garant. »Es bedarf mehr als Investition in Wissen, Bildung und Humankapital. Die neuen Ideen müssen auch ihren Weg in den Markt an dem Ort ihrer Entstehung finden, um dort Beschäftigung und Wachstum zu schaffen.« Der Ökonom vom Max-Planck-Institut für Ökonomik in Jena sieht im Entrepreneurship die fehlende Verbindung zwischen kreativen Ideen und ihrer kostenintensiven Markteinführung. Um Wachstum zu sichern, sei es notwendig, wirtschaftspolitisch so umzudenken, dass die grundlegenden politischen, rechtlichen und ideellen strukturellen Voraussetzungen für eine neue Entrepreneurial Society geschaffen werden.“

Zitate aus „Die Entrepreneurial Society im Zeitalter der Globalisierung“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):
„Entrepreneurship ist … ein Weg, neue Arbeitsplätze zu schaffen, die im Zuge der voranschreitenden Globalisierung zuvor verloren gingen, da Entrepreneurship insbesondere dazu beiträgt, bislang ungenutzte Potenziale aus Investitionen in Wissen, Universitäten, Bildung und Forschungsinstitute zu vermarkten.“

„Europäischen Politikern wurde bewusst, dass die zielorientierte politische Unterstützung einer Entrepreneurial Society durch geeignete Rahmenbedingungen zur Entstehung prosperierender Regionen wie München, Helsinki, Stockholm oder Randstad (die Region zwischen Rotterdam und Amsterdam) beiträgt.“

„Europa verfügt bereits über eine Vielzahl von Grundvoraussetzungen für eine Entrepreneurial Society. Dazu zählt ein umfassendes Angebot an hoch gebildeten und qualifizierten Arbeitern sowie die Existenz von Forschungsinstituten auf Weltklasseniveau, aber auch die lange Tradition der Kooperation zwischen Regierung, Industrie und Arbeiterschaft als Garant für sozialen Frieden. Darüber hinaus verkörpern Deutschland und ganz Europa seit der Aufklärung jene Tugenden, die für eine auf Kreativität und Innovationen basierende Entrepreneurial Economy unerlässlich sind: Kreativität, Originalität und Unabhängigkeit.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: David Bruce Audretsch, geboren 1954, ist Direktor des Fachbereichs »Entrepreneurship, Growth and Public Policy« des Max-Planck-Instituts für Ökonomik in Jena. Audretsch gelangte durch seine Entrepreneurship- Forschung zu internationalem Renommee. Seine Forschungen konzentrieren sich auf die Verbindungen zwischen Unternehmertum, Regierungspolitik, Innovation, wirtschaftlicher Entwicklung und globaler Wettbewerbsfähigkeit.

Das INSM-Buch:
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INSM-Botschafter von Koerber im Weihnachts-Interview der WELT

Montag, den 24. Dezember 2007

INSM-Botschafter Eberhard von Koerber im Gespräch mit der Tageszeitung Die WELTZu Weihnachten veröffentliche die Tageszeitung DIE WELT ein Interview  mit dem Co-Präsidenten des Club of Rome, Dr. Eberhard von Koerber, Botschafter der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft). Themen waren unter anderem:

Nachhaltiges Wachstum – Zitat von Koerber:

“Wir müssen uns von der Vorstellung verabschieden, dass entwickelte Volkswirtschaften dauerhaft mit über drei, vier oder fünf Prozent im Jahr wachsen. Selbst wenn die Bevölkerung stagniert, können wir auf eine Verbesserung der Wertschöpfung durch Innovation und Qualität setzen. Damit sind Wachstumsraten von um die zwei Prozent zu erreichen.”

Zur WELT-Frage, ob langfristig angesichts von mehr Älteren und Rentnern mit einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung zu rechnen sei, erklärte INSM-Botschafter von Koerber:

“Wenn wir nichts unternehmen, schon. Wir sollten künftig alle deutlich länger arbeiten als bisher. Die Jungen müssen früher ins Arbeitsbeben einsteigen und die Älteren länger dabei bleiben. Warum sollte auch jemand mit fünfundsechzig oder siebzig Jahren kein guter Ingenieur mehr sein? Für die immer weniger Berufe mit harter körperlicher Arbeit müssen natürlich andere Regeln gelten.”

Klimaschutz – Zitat von Koerber:

“… die Menschen müssen Opfer bringen. Wir können den C02-Ausstoß durch neue Technologien und Einsparungen erheblich eindämmen, wir können von fossilen Brennstoffen auf alternative Energien und Kernkraft umstellen. Dazu brauchen wir enorme Investitionen, Veränderungen im Konsumverhalten und Technikakzeptanz, aber es ist möglich.”

Hohe Manager-Abfindungen – Zitat von Koerber:

“Es ist schwer einsehbar, dass Millionen von Menschen ohne weiteres gekündigt werden können und einige wenige nach schlechter Leistung große Abschiedsgeschenke bekommen. Das ist eine soziale Provokation, schafft Unfrieden in der Gesellschaft und im Unternehmen sowie Zweifel am System.”

Von Koerber verwies in diesem Zusammenhang auf die Aufsichtsräte in den Unternehmen: “Die Manager machen das ja auch bisher nicht unter sich allein aus. Es stimmen immer die Aufsichtsräte zu, in denen auch Arbeitnehmer-Vertreter sitzen. Diese Aufsichtsräte müssen stärker als bisher die sozialen Folgen ihrer Entscheidungen im Blick haben. Dazu wird die aktuelle öffentliche Diskussion beitragen.”

Die WELT sieht von Koerber als “Vorkämpfer für Moral in der Wirtschaft”. Artikel-Zitat:

“Eberhard von Koerber gehörte über Jahrzehnte zu den schillernden Figuren in der deutschen Wirtschaft. Der studierte Jurist stieg vom Assistenten des BMW-Chefs Eberhard von Kuenheim bis in den Vorstand des Autobauers auf. Von dort wechselte er zum schweizerischen Elektrokonzern BBC, der bald mit der schwedischen Asea-Gruppe zu ABB verschmolz. Nach Stationen als Chef der deutschen ABB-Tochter übernahm er im Konzern die Verantwortung für Europa, den Mittleren Osten und Afrika. Heute leitet der 69-Jährige seine eigene Gesellschaft für lndustrieberatung und Vermögensverwaltung in Zürich. Von Koerber engagiert sich zudem ehrenamtlich für das Thema Moral in der Wirtschaft. Seit 2000 ist er Vizepräsident des Club of Rome. Er ist Mitbegründer und Vizepräsident des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik und Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.”

Das WELT-Interview mit INSM-Botschafter von Koerber fand statt aus Anlass der Präsentation des INSM-Buches Chancen des Wachstums.  Darüber schreibt das Blatt folgendes:

“Ganz ohne Wachstum geht es nicht, findet sogar der Dalai Lama. Es wäre ein Trugschluss, „wenn man die Lösung unserer Probleme in einer Ablehnung des materiellen und technischen Fortschritts sehen würde“, schreibt der Friedensnobelpreisträger. Sein Beitrag zu den ethischen Grundlagen des weltweiten Wachstums ist in dem, Buch „Chancen des Wachstums“ zu finden, dass die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) initiiert hat. Die renommierte Ökonomin Beatrice Weder di Mauro stellte als Herausgeberin 16 Beiträge von internationalen Experten der Wirtschaft, Politik und Soziologie zu einem Projekt zusammen, dass sich mit allen Facetten des Weltwirtschaftswachstums und seinen Folgen befasst. Das Buch zeigt, wie sich Industrie- und Schwellenländer in Zeiten der Globalisierung ethisch verhalten und dennoch wachsen können. Prominente Persönlichkeiten wie der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, oder der Co-Präsident des Club of Rome, Eberhard von Koerber, diskutieren aktuelle Themen wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit, die spätestens seit der Klimakonferenz auf Bali in aller Munde sind.”

Heiner Brand spricht im FAZ-Interview über sein INSM-Engagement

Samstag, den 22. Dezember 2007

“Haben Sie in diesem Jahr lernen müssen, „nein“ zu sagen?”, fragt heute die Frankfurter Allgemeine Zeitung den Handballbundestrainer Heiner Brand. Antwort des Mannes aus Gummersbach, der zuerst als Spieler und in diesem Jahr auch als Trainer Weltmeister wurde: “Ja, mit Sicherheit. Obwohl ich versucht habe, so viele Termine wie möglich wahrzunehmen.” Brand gehört INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft): Heiner Brand sieht hier die Wurzeln von Ludwig Erhardnach Einschätzung des FAZ-Interviewers zu den “beliebtesten Deutschen”. Ob er denn nun auch für politische Bewegungen interessant geworden sei, will das Blatt wissen. Antwort Heiner Brand: “Ich habe nur bei einer Kampagne mitgemacht, bei der „Initiative neue soziale Marktwirtschaft“, die die Ideen von Ludwig Erhard verkörpert. Sonst halte ich mich jedoch mit politischem Engagement zurück.”

Brand machte in dem Interview deutlich, dass er “grundsätzlich interessiert” sei, “wenn es um Menschenrechte geht”.

Das komplette Interview steht heute im Sportteil der F.A.Z. Im Internet ist eine gekürzte Fassung des FAZ-Inzterviews hier zu finden.

Das INSM-Engagement von Heiner Brand:

In einer Anzeige der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hatte sich der Handballweltmeister für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland stark gemacht. Brand fordert einen “Masterplan” für den Reformprozess in der Politik. Nur mit einer stimmigen Gesamtstrategie seien Erfolge möglich. Dies gelte im Sport wie in der Politik. Die Anzeige der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft mit Handballweltmeister Heiner Brand finden Sie hier.

P. S. Die deutschen Sportjournalisten haben Heiner Brand und sein Team am Wochenende als “Mannschaft des Jahres” ausgezeichnet.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Daron Acemoglu

Samstag, den 22. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Daron Acemoglu, der ab Seite 111 über „Wachstum für alle?“ schreibt:

„Daron Acemoglu vom Massachusetts Institute of Technology unterstreicht die fundamentale Bedeutung von Institutionen für die Wachstumsdynamik von Ländern und zeigt, dass Unterschiede im Grad der wirtschaftlichen Entwicklung zwischen verschiedenen ehemaligen Kolonien auf unterschiedliche institutionelle Rahmenbedingungen zurückzuführen sind. Er geht sogar einen Schritt weiter und fragt: »Wenn bestimmte Institutionen – etwa die Institution sicherer Verfügungsrechte – mehr Wachstum und einen höheren Lebensstandard ermöglichen, warum sollte eine Gesellschaft dann überhaupt Institutionen wählen, die dieses Ziel verhindern?« Acemoglu führt die Blockierung der Wachstumsdynamik auf den Einfluss wirtschaftlicher und politischer Eliten zurück, die die Einführung neuer Technologien abwehren, weil sie den Eintritt neuer Marktteilnehmer verhindern möchten. Er sieht eine besondere Rolle in der Konsolidierung demokratischer Staatsstrukturen, die sich in der Vergangenheit als Motor für Innovationen, Investitionen und Unternehmertum und zur gesamtwirtschaftlichen Stärkung eines Landes bewährt hätten.“

Zitate aus dem Aufsatz „Wachstum für alle?“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Der Trend zu einer stärkeren Demokratisierung in der Weltwirtschaft ist bemerkenswert.“

„Soweit die Demokratie der beste Garant für Institutionen ist, die den Prozess der schöpferischen Zerstörung begünstigen, steigt mit dem Trend zur Demokratisierung auch die Wahrscheinlichkeit einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung. Wenn es vielen der noch jungen Demokratien gelingt, sich zu stabilisieren, werden wahrscheinlich auch geeignete Regeln und Institutionen, die den Prozess der schöpferischen Zerstörung fördern, folgen. In diesem Fall versprechen die politischen Entwicklungen der vergangenen 25 Jahre ein breiter gestreutes Wachstum der Weltwirtschaft.“

„Die heute stattfindende Globalisierung ist mit den Integrationsprozessen in der Marktstruktur gegen Ende des 19. Jahrhunderts vergleichbar. Noch wichtiger: Der Motor des heutigen Wachstums sind die neuen Technologien, so wie es im 19. Jahrhundert die neuen industriellen Techniken waren. Aber im 19. Jahrhundert gab es nur wenige Gesellschaften, in denen geeignete Institutionen vorhanden waren, um diese neuen Techniken zu nutzen.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor:

Daron Acemoglu, geboren 1967, hat den Charles P. Kindleberger-Lehrstuhl für angewandte Ökonomik am Massachusetts Institute of Technology inne. 2005 wurde ihm die John Bates Clark Medal für junge Nachwuchswirtschaftswissenschaftler verliehen. Acemoglu promovierte an der London School of Economics. Sein Forschungsbereich liegt in der Politischen Ökonomie, der Entwicklungsökonomik, der Wachstumstheorie und der Arbeitsmarktökonomik. Sein Spezialgebiet ist die Analyse des Einflusses institutioneller Rahmenbedingungen auf die wirtschaftliche Entwicklung. In den letzten Jahren erregte er Aufsehen durch seine öffentlich ausgetragene Kontroverse mit Jeffrey Sachs.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Newsletter INITIATIVE EXPRESS erschienen

Donnerstag, den 20. Dezember 2007

INSM-Newsletter INITIATIVE EXPRESS: Hier downloadenDer aktuelle INITIATIVE EXPRESS, Newsletter der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) ist erschienen. Er informiert über die Aktivitäten, Events, Podien und Studien  der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in den Monaten Oktober, November und Dezember. Themen sind unter anderem:

- das INSM-Buch Chancen des Wachstums, das die Wirtschaftsweise Professor Beatrice Weder di Mauro in Berlin vorgestellt hat,
- das Sachbuch Globalisierung verstehen,
- Studien zu verschiedenen Themen im Reformdiskurs – zum Beispiel ein Ranking der Gründerförderung in Deutschland,
- die VI-Ludwig-Erhard-Lecture  mit Nobelpreisträger Edmund Phelps,
- der Sportpresseballl 2007,
- ein vielbeachteter Auftritt der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) mit dem Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach auf der Berliner Verwaltungsfachmesse “Moderner Staat 2007″, bei der das INSM-Buch Deutschland zum Selbermachen vorgestellt wurde.

INSM-Newsletter INITIATIVE EXPRESS zum PDF-Download.

INSM-Ludwig-Erhard-Lecture mit Professor Edmund Phelps: Doku erschienen

Montag, den 17. Dezember 2007

INSM mit Professor Edmund Phelps downloaden">INSM-Ludwig-Erhard-Lecture: Dokumentation zum Download35 Seiten kompaktes Know-how eines Wirtschaftsnobelpreisträgers: Die Dokumentation der VI. Ludwig-Erhard-Lecture der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) mit Professor Edmund Phelps ist erschienen. Sie kann über info@insm.de kostenlos bestellt werden. In dieser Dokumentation finden Sie die Rede des US-Ökonomen auf deutsch und englisch nebeneinander zum Vergleichen. Sie steht auch online auf www.insm.com, dem internationalen Portal der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

Hier finden Sie das Dokument auch als PDF INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) - die Dokumentation">zum Download.

Schweizer Zeitungen über das INSM-Buch “Chancen des Wachstums”

Montag, den 17. Dezember 2007

So sieht die Neue Zürcher Zeitung den Inhalt des INSM-Buches “Chancen des Wachstums”: “Das Buch beginnt mit einem historischen Rückblick. Nur selten ist die Stellte das INSM-Buch in Berlin vor: Beatrice Weder di MauroWeltwirtschaft so stürmisch gewachsen wie in den vergangenen sieben Jahren, besonders die Schwellenländer entwickelten sich rasant. Im historischen Rückblick ist das ein Sonderfall. Nach 1800 Jahren Stillstand liess erst die industrielle Revolution vor 200 Jahren in den heutigen Industrieländern die Wachstumskurve und die Pro-Kopf-Einkommen emporschnellen. In Afrika hingegen hat sich der Wohlstand in diesem Zeitraum kaum gemehrt. Das Buch reflektiert die Ursachen dieser Entwicklung und die Vereinbarkeit von Wachstum und Nachhaltigkeit.”

Die Schweizer Zeitung Der Bund zitiert die Hausgeberin Betraice Weder di Mauro (Foto) mit den Worten: “Ich habe selbst nicht daran geglaubt, dass wir den Dalai Lama für unsere Anliegen gewinnen. Doch die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hat gute Überzeugungsarbeit geleistet.”

Lesen Sie hier ein Zitat des Dalai Lama aus dem Buch der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft).

INSM-WiWo-Merkelmeter: ALG I-Verlängerung, Mindestlohn, Erbschaftssteuer – “Einheitsfront des Rückschritts”

Sonntag, den 16. Dezember 2007

INSM-Berater Professor Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW)Hart geht IW-Direktor Professor Michael Hüther im neunten Merkelmeter von INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) und WirtschaftsWoche mit der Großen Koalition ins Gericht. Die wissenschaftliche Analyse des Gesetzgebungsprozesses der Großen Koalition im zweiten Halbjahr 2007 lässt den Ökonomen zu dem Schluss kommen, dass hier aktuell eine Einheitsfront des Rückschritts regiert. Vor allem arbeitsmarktpolitisch habe das Kabinett Merkel-Steinmeier Entscheidungen getroffen, die im kommenden Jahr Wachstum und Beschäftigung kosten werden, glaubt INSM-Berater Hüther.

Konkret nennt er hier die längere Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I für Ältere, die Mindestlöhne und neue teure Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wie den “Kommunal-Kombi”. Harte Kritik übt Hüther im neunten INSM-WiWo-Merklmeter auch am Entwurf der Erbschaftssteuerreform. Er werde durch bürokratische Auflagen die Unternehmensnachfolge erschweren. Hüther wünscht sich hier, dass die Große Koaltion in Berlin den Mut ihrer österreichischen Amtskollegen aufbringt und die Erbschaftssteuer kurzerhand abschafft.

Ansonsten glaubt er, dass sich die Koalition “aktuell auf dem Aufschwung des Jahres 2007 ausruht”. INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer kommt zu folgendem Fazit: “Durch politische Passivität und Fehlentscheidungen setzt diese Koalition Wachstum und weitere Besserung auf dem Arbeitsmarkt aufs Spiel.

In Zusammenhang mit der Verlängerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I für Ältere wirft Hüther der Großen Koalition „geschönte Rechnungen“ vor. Sie habe die Kosten für eine längere Bezugsdauer von ALG I mit 800 Millionen Euro angegeben. Der Kölner Ökonomen geht aber von 1,1 bis 3 Milliarden Euro Mehrkosten aus.

In Zusammenhang mit den im Postgewerbe beschlossenen Mindestlöhnen warnt Professor Hüther davor, dass nun “eine Lawine von Forderungen nach staatlicher Lohnkontrolle ausgelöst wird, was am Ende den hunderttausendfachen Verlust von Arbeitsplätzen bedeuten könnte”.

Für “wirklichkeitsfremd” hält Hüther die bürokratischen Regelungen der Erbschaftssteuerreform.

Gepunktet hat die Koalition immerhin damit, dass sie den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung auf 3,3 Prozent senken wird. Das bringt mehr Netto und senkt die Arbeitskosten, was wiederum neue Jobchancen bringt.

Unterm Strich ist die Gesamtwertung der Politikanalyse aber von 4,2 auf 3,1 von 100 theoretisch möglichen Punkten gefallen. Die Studie Merkelmeter erstellen Ökonomen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) seit der Bundestagswahl exklusiv für die INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) und das Magazin WirtschaftsWoche.

Mehr zum neuen INSM-WiWo-Merkelmeter lesen Sie auf www.insm-merkelmeter.de und in der neuen WirtschaftsWoche, die ab Montag, 17. Dezember 2007, erhältlich ist.

Die Pressemitteilung zum neunten  INSM-Wiwo-Merkelmeter finden Sie hier.

Das wissenschaftliche Papier zum Download.

In einer INSM-Studie zur 58er- und zur 63er-Regelung fordert Arbeitsmarktexperte: Schafft das ganz ab!

Sonntag, den 16. Dezember 2007

IZA-Institut zur Zukunft der ArbeitEnde vergangener Woche hat der Bundestag über das Nachfolgegesetz zur so genannten 58er-Regelung beraten. Dieses Mitte der 80er Jahre eingeführte Gesetz ermöglichte es Arbeitslosen, die älter als 58 Jahre alt sind, auch dem Beruf auszusteigen, ohne den Anspruch auf Arbeitslosengeld zu verlieren. Betroffene mussten sich im Gegenzug verpflichteten, frühestmöglich in Rente zu gehen. So verschwanden sie aus der Arbeitslosenstatistik.

Da die Regelung zum Jahresende ausläuft, arbeitet die Politik an einem Nachfolgegesetz, der 63er-Regelung. Im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hat das Institut zur Zukunft der Arbeit nun erstmals ermittelt, was diese Regelungen den Steuer- und Abgabenzahler Kosten und welche Folgen sie für den Arbeitsmarkt haben. Das Ergebnis der Studie fiel so aus, dass IZA-Direktor Dr. Hilmar Schneider die komplette Abschaffung der Regelungen fordert.    

Begründung: Die bis dato geübte Praxis der Frühverrentung von Arbeitslosen beziffert das IZA auf mindestens 850 Millionen Euro pro Jahr. Dieses Geld werde im Wesentlichen aus den Sozialkassen aufgebracht und treibe die Lohnzusatzkosten in die Höhe – dadurch gingen Jobs bis zu 310.000 Jobs verloren, so das Institut.

Mit Abstrichen gelte das auch für die neue „63er-Regelung“. Sie ist im Vergleich zum alten Gesetz zwar eine halbe Milliarde günstiger, aber: Je nach Szenario verbleiben damit aber immer noch erhebliche Kosten, so das IZA.

Hier finden Sie mehr zur INSM-IZA-Studie: Pressemitteilung, INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft)">Executive Summary zur IZA-Studie im Auftrag der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft).

Ole von Beust hält seinen INSM-WiWo-Pokal in Ehren

Samstag, den 15. Dezember 2007

INSM-Pokal hat laut WELT einen Ehrenplatz in Ole von Beusts Büro“Politik privat: Bürgermeister Ole von Beust zeigt die Erinnerungsstücke, die er in seinem Dienstzimmer gesammelt hat.” In ihrer Samstagsausgabe berichtet die Tageszeitung DIE WELT über einen Besuch im Büro des Hamburger Bürgermeisters Ole von Beust. Zitat aus dem Bericht:
“Lobhudelei mag von Beust aber nicht. Als die Hamburger CDU dem Bürgermeister zum 50. Geburtstag eine riesengroße Party geben wollte, sagte der Bürgermeister ab. Er wolle kein “Personalgetüddel”. Obgleich es schon Ehrungen gibt, über die er sich freut. So zum Beispiel, als er von der Inititiative Neue Soziale Marktwirtschaft und vom Magazin “WirtschaftsWoche” den Titel Bürgermeister des Jahres 2004 für seine Reformfreudigkeit verliehen bekam. Der Pokal aus schwarzem Schiefer mit einer aufgesetzten Großstadtsilhouette aus Aluminium steht heute noch in dem eben erwähnten Regal.”

Mehr zum Großstadtranking 2004 von INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) und Wiwo erfahren Sie hier.

Das akuelle INSM-WiWo-Städteranking finden Sie hier.

P.S: Das INSM-WiWo-Städteranking wird erstellt durch Wissenschaftler der Institut der deutschen Wirtschaft Consult GmbH.

Weitere Rankings der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft)

Auf den unterschiedlichsten Feldern sorgt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) durch wissenschaftlich fundierte Studien für mehr Transparenz.

Allensbach-Umfrage: Was die Menschen in Deutschland über Globalisierung denken

Freitag, den 14. Dezember 2007

Was denken die Menschen über die Globalisierung? Infografik aus dem neuen INSM-Sachbuch “Globalisierung verstehen”. Der Band ist am Kiosk und im Buchhandel sowie über amazon.de erhältlich. Mehr Informationen gibt es hier.

Globalisierung verstehen: Hier bestellen">INSM-Sachbuch <a href=Globalisierung verstehen: Allensbach-Umfrage" />

INSM-Buch Chancen des Wachstums on Air

Freitag, den 14. Dezember 2007

INSM-Buch Chancen des Wachstums - hier bestellenIn einem Radiobeitrag hat sich der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) mit dem INSM-Buch “Chancen des Wachstums” beschäftigt. 

Zitat aus dem Bericht:  ” interessant ist das Buch …, weil es viele unterschiedliche Perspektiven bietet. So schreibt der Dalai Lama über Ethik und Wachstum, dass Wohlstand glücklich machen kann, so lange jeder einzelne bereit ist, Verantwortung für die Mitmenschen und die Umwelt zu übernehmen.”

 Lesen Sie mehr über die Vorstellung des Buches durch Professor Beatrice Weder di Mauro, Angehörige des Rats der Wirtschaftsweisen, und Dr. Eberhard von  Koerber, Co-Präsident des Clubs of Rome und INSM-Botschafter. Hier geht es zum Statement von Eberhard von Koerber.

INSM-Buch Chancen des Wachstums: Statement von Eberhard von Koerber

Freitag, den 14. Dezember 2007

INSM-Pressetermin in Berlin: Eberhard von Koerber stellt das Buch Chancen des Wachstums v orINSM-Tagebuch dokumentiert in Auszügen das Statement von Eberhard von Koerber, Co-Präsident des Clubs of Rome, zur Präsentation des Buches “Chancen des Wachstums” der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft in Berlin. Das Statement stand unter der Überschrift: Chancen oder neue Grenzen des Wachstums? Verträgliches Wachstum für das 21. Jahrhundert.  

Zitate Eberhard von Koerber, Co-Präsident des Club of Rome und Botschafter der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

“Dieser Tage erleben wir dass die Debatte um Klima- und Unweltschutz am Abendbrottisch der Durchschnitts-Familie angekommen ist. Der Klima-Gipfel in Bali wird mit internationalen “Licht-aus”-Aktionen, wie am vergangenen Wochenende von vielen Menschen intensiv verfolgt.
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So stehen wir vor der zentralen Frage, ob und wie heute auf globaler Ebene Wachstum, Klimaschutz, Ressourceneffizienz und sozialer Ausgleich miteinander verbunden werden können.
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Wozu brauchen wir Wachstum?  Wir brauchen Wachstum weil die Welt nicht fertig ist. Sie ist geprägt von konstantem Wandel, von Erneuerung und Entwicklung. Menschen streben nach Einkommen und materieller Sicherheit. Entwicklungs- und Schwellenländer streben nach materiellem Wohlstand, wollen zu den Industrieländern aufschließen und sie, wie am Beispiel Chinas sichtbar, überholen. Die großen Volkswirtschaften Europas, allen voran Deutschland und Frankreich, streben nach geringerer Arbeitslosigkeit durch mehr Aufträge und damit mehr Beschäftigung. Der globale Klimawandel und regionale Rohstoffabhängigkeiten machen neue Anstrengungen für eine langfristig stabile wirtschaftliche Entwicklung notwendig.

Unter den Möglichkeiten, die nötigen Ressourcen für diesen Wandel bereit zu stellen, kommt dem Wachstum eine herausragende Rolle zu. Alle Versuche, Wohlstand ohne Wachstum zu mehren oder die Gewinne aus Wachstum über ein gewisses, allgemein akzeptiertes Maß hinaus umzuverteilen, haben bisher immer in Misserfolgen, oft in Katastrophen geendet.

Das Streben nach Wachstum und damit Wohlstand ist an sich nichts Verwerfliches. Es ist Teil des “persuit of happiness”, des Strebens nach Glück, … In Deutschland machte Ludwig Erhard das Ergebnis dieses Strebens nach Wachstum zum Slogan: “Wohlstand für Alle”.

Das alles ist aber kein Plädoyer für Wachstum um jeden Preis. Es wäre unsinnig und verwerflich, Wachstum auf Kosten von unmenschlichen Arbeitsbedingungen in Niedriglohnländern zu erzielen. Genauso grenzt es an Ausbeutung, wenn in den Industrieländern für Vollzeitarbeit mancherorts Löhne unter Sozialhilfeniveau gezahlt werden.
(…)  
Schon 1972, vor über 35 Jahren, versuchte der Club of Rome, die Wechselwirkungen von Wachstum, Wohlstand und Ressourcenverbrauch in einem komplexen, systemischen Regelkreislauf darzustellen. Ergebnis dieses Experiments war der Report “Die Grenzen des Wachstums” (engl. “Limits to Growth”).

Schon die “Grenzen des Wachstums” wiesen auf die Gefahr einer drohenden Erderwärmung in Verbindung mit steigenden CO2-Emissionen hin. Was die Verfasser von Limits to Growth 1972 aufgrund ungenauer Messergebnisse und fehlender Vorhersagemodelle nur vermuten konnten, ist seit dem vergangenen Jahr im Report des Wirtschaftsberaters der britischen Regierung, Nicholas Stern klar nachzulesen: die Erderwärmung wird mindestens 5 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung kosten, wenn nicht unverzüglich gegengelenkt wird.

Die Klimaerwärmung ist damit ein Hauptrisiko für langfristiges und stabiles globales Wachstum.
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Schnelles Handeln in Sachen Klimaschutz und Ressourcenverbrauch ist also nötiger denn je.
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In der aktuellen Umweltdebatte müssen wir aber aufpassen, die positiven Effekte des Wachstums nicht zu kurz kommen zu lassen: Im Jahr 2003 lebten in Asien noch immer 621 Millionen Menschen in extremer Armut (=weniger als 1 US-Dollar pro Tag), dennoch waren das nach Angaben der Asian Development Bank 300 Millionen Menschen weniger als noch 1990. Kaum jemand würde allen Ernstes behaupten, das diese Entwicklung auf westlicher Entwicklungshilfe beruht. Vielmehr wird sie von der Dynamik der Globalisierung getragen. Die Weltbank sagt voraus, dass das globale pro-Kopf Einkommen von heute 4.800 US-Dollar auf 11.000 im Jahr 2030 klettern wird. All dies sind Symptome dafür dass die Globalisierung in den vergangenen Jahren noch an Tempo gewonnen hat und weiter gewinnen wird.
(…)
Umso wichtiger wird es für Länder wie Deutschland, sich auf die eigenen Kompetenzen zu besinnen: hervorragende Bildung, gute Infrastruktur, führende Wettbewerbspositionen in vielen Bereichen von Wissenschaft und Technologie.

Insbesondere ist Deutschland heute Weltmarktführer im Bereich der Umwelttechnologie und der alternativen Energien. Technologische Innovationen und komplexes Systemwissen gewinnen für Länder wie Deutschland immer mehr an Bedeutung, denn vor allem sie generieren high-tech Produkte und hoch spezialisierte Dienstleistungen mit hohem Mehrwert und Wachstumspotenzial. Der viel zitierte Ausspruch von Bundspräsident Horst Köhler kann kaum oft genug wiederholt werden: Wir müssen um so viel besser sein wie wir teurer sind.

Weltweit gilt: Wer keinen Anteil am Wachstum hat, der bremst Veränderungen und hat kein Interesse an wirtschaftlicher Freiheit. Wachstum kann und muss deshalb auch sozial sein und die Teilhabe vieler am Wohlstand sichern.
(…)
Die to-do-Liste für die globalen Wachstumsgestalter ist lang. Immer aber werden einige wenige Prioritäten ganz oben stehen: An Klimaschutz und Ressourcenschonung etwa werden wir in noch weit längeren Zeithorizonten denken müssen – hier wird unser Handeln von heute erst in 30, 50 oder 100 Jahren seine volle Wirkung entfalten – im positiven wie im negativen Sinne.

Die Chancen des Wachstums bedingen die Einsicht in die Grenzen des Wachstums.

Dieses Statement hielt INSM-Botschafter Eberhard von Koerber zur Vorstellung des Buches “Chancen des Wachstums”. Mehr zu diesem Buch und zur Pressekonferenz der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) finden Sie hier oder auf amazon.de.

Lesen Sie mehr Fakten rund um die Globalisierung im aktuellen Infoband ”Globalisierung verstehen”.  

INSM tritt in Infoband zur Globalisierung mit Fakten gegen Vorurteile an

Donnerstag, den 13. Dezember 2007

INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft)">INSM-Sachbuch “Globalisierung verstehen”: Fakten gegen Vorurteile„Wir werden nicht gegen die Globalisierung, sondern nur mit ihr erfolgreich sein.“ Das sagt Bundespräsident Horst Köhler und wirbt für einen Vernunft gesteuerten Umgang mit den Entwicklungen einer zunehmenden weltweiten wirtschaftlichen Vernetzung, der auch den Blick auf die enormen Chancen, die für alle darin liegen, nicht verstellt. Köhler hat das Schlusswort im neuen Infoband Globalisierung verstehen, den die INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) jetzt veröffentlicht.  

Globalisierung verstehen liefert Argumente für alle, die sich in der die sich in der Debatte um die zunehmende weltweite Vernetzung von Fakten und nicht von Vorurteilen leiten lassen wollen.

Das im Heinrich Bauer-Verlag erschienene INSM-Buch beleuchtet mit vielen wissenschaftlich fundierten - gleichwohl allgemein verständlichen - Beiträgen Fragen, die sich die Menschen im Zeitalter der weltweiten Vernetzung stellen:

- Wandern unsere Jobs ins Ausland ab?
- Wer gewinnt vom freien Welthandel?
- Überholen uns China und Indien?
- Wie viel Wohlstand bringt uns die Globalisierung?
- Bekommen wir die Umweltprobleme in den Griff?
- Welche Chancen bringt uns die Globalisierung?

Volkswirte des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) geben allgemein verständliche Antworten auf solche Fragen. 

Zahlreiche prominente Gastautoen runden das auf 196 gezeichnete umfassende Bild über die Entwicklungen der Globalisierung ab – darunter sind Autoren wie Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts, der aus Indien gebürtige US-Ökonom Jagdish Bhagwati, Jeffrey Sachs, UN-Sonderbeauftragter für die Millennium Development Goals.

Der INSM-Infoband entstand in Kooperation mit der International Chamber of Commerce (ICC Deutschland) sowie den Zeitschriften Geldidee und Wertpapier des Heinrich-Bauer-Verlages. Der Band ist am Kiosk und im Buchhandel sowie über amazon.de erhältlich. (ISBN 978-3-87748-663-4).

INSM-Zitat des Tages: der Dalai Lama und die Globalisierung

Donnerstag, den 13. Dezember 2007

“Die Weltwirtschaft verschmilzt immer mehr zu einer Einheit, und unterschiedliche Nationen hängen immer stärker voneinander ab. Ähnlich wie bei globalen Umweltproblemen, die nicht auf rein nationaler Ebene gelöst werden können, verschwindet für die moderne Wirtschaft die Bedeutung von Staatsgrenzen. Und so kommt es, dass sogar befeindete Staaten dazu gezwungen sind, miteinander zu kooperieren, wenn es um die gemeinsame Nutzung der Ressourcen dieser Erde geht. … Die Entwicklung der Europäischen Union ist ein Beispiel dafür, wie aus einem kleinen Handelsabkommen so etwas wie ein Staatenbund geworden ist. … Diese Bündnisse sind ein Beweis für das Bemühen der Menschen, sich zum allgemeinen Wohl zusammenzuschließen sowie für den Wunsch der Gesellschaft, sich unentwegt fortzuentwickeln.”  

Diese Gedanken zur Globalisierung schreibt der Dalai Lama im Buch Chancen des Wachstums – herausgegeben von der Initiative Neue Soziale Markwirtschaft (INSM).

Mehr zum Thema Globalisierung im INSM-Tagebuch.

Der Dalai Lama, der Vizepräsident des Club of Rome und das INSM-Buch Chancen des Wachstums

Mittwoch, den 12. Dezember 2007

INSM-Buch Chancen des WachstumsDie Ökonomin Beatrice Weder die Mauro, Mitglied im Rat der Wirtschaftsweisen, und Eberhard von Koerber, Vizepräsident des Club of Rome, stellten heute das INSM-Buch “Chancen des Wachstums” in Berlin vor. Dieses Sachbuch der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) zeigt, dass weltweites Wirtschaftswachstum keinen unlösbaren Gegensatz zu einer nachhaltigen Politik darstellt, die auch dem Schutz der Umwelt gebührend berücksichtigt.

16 international renommierte Experten aus Gesellschaft, Politik und Wissenschaft beschrieben in diesem Buch auf Einladung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) Perspektiven für den Wohlstand von morgen und suchen Antworten auf die Frage: Wie kann eine bessere wirtschaftliche, politische, ethische und ökologische Zukunft der Menschheit ausehen? Herausgeberin des Buches ist die Wirtschaftsprofessorin Beatrice Weder di Mauro, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Wirtschaftsweise).

Stellte das INSM-Buch in Berlin vor: Beatrice Weder di MauroZur Vorstellung des INSM-Buches „Chancen des Wachstums“ in Berlin erklärte die Professorin, welche Strategien Industrieländer verfolgen sollten, um nachhaltiges Wachstum zu erreichen: Länder wie die Bundesrepublik fänden “Wachstumschancen über eine hohe Innovationsdynamik sowie über flexible und anpassungsfähige Güter-, Arbeits- und Kapitalmärkte”.

INSM-Botschafter Eberhard von Koerber, Co-Präsident des Club of Rome, sprach bei der Präsentation den ersten weltweit debattierten Report des Club of Rome an. Damals war von “Grenzen des Wachstums” die Rede. Von Koerber: „Heute sehen wir an Phänomenen wie dem Klimawandel und den stetig steigenden Preisen für natürliche Ressourcen, dass sich die Annahmen des Club of Rome bewahrheiten.” Auf einem Planeten mit beschränkten Ressourcen könne es kein grenzenloses auf den Konsum zentriertes Wachstum geben. Für wichtig hält von Koerber, “eine weitsichtige Politik für ressourcenschonendes, qualitatives Wachstum”. Der Klimaschutz sei dabei eine besondere Herausforderung.

Lesen Sie hier das ganze Statement von Eberhard von Koerber zur Präsentation des INSM-Buches “Chancen des Wachstums”.

INSM-Botschafter Eberhard von Koerber, Vizepräsident des Club of RomeWeitere Autoren des INSM-Buches “Chancen des Wachstums” sind der Dalai Lama, Nobelpreisträger Joseph Stiglitz, Liberias Staatspräsidentin Ellen Johnson Sirleaf, der UNEP-Chef Achim Steiner sowie der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet.

Das INSM-Buch erscheint im Campus Verlag und ist ab sofort über Amazon bestellbar.

INSM-Forsa-Umfrage zur Generationengerechtigkeit: Überwältigende Mehrheit für Schuldenabbau

Freitag, den 7. Dezember 2007

„Die demographische Entwicklung stellt den Generationenvertrag in der Sozialversicherung auf eine harte Probe. Heute steht noch die Mehrheit der Deutschen hinter dem Prinzip, nach dem die Jungen für die Alten zahlen, aber der Zuspruch sinkt.“ So fasste die Frankfurter Allgemeine Zeitung das Ergebnis einer Forsa-Umfrage zusammen, die die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und das Freiburger Forschungszentrums für Generationenverträge (FZG) am Donnerstag in Berlin vorstellten.

Weitere Ergebnisse der INSM-Forsa-Befragung:

- 87 Prozent der Bürger halten es für sinnvoll, alle Gesetze vor ihrer Verabschiedung daraufhin zu überprüfen, welche Folgen sie für künftige Generationen haben.
- Zwei Drittel aller der 1000 Befragten halten den Generationenvertrag – das Prinzip „Jung zahlt für alt“ – grundsätzlich für gerecht.
Allerdings lässt das Ergebnis der INSM-Forsa-Umfrage erwarten, dass die Zustimmung zum Generationenvertrag in Zukunft sinken wird. Jeder Zweite, der diesen Vertrag heute noch für gerecht hält, glaubt, dass dies im Jahr 2030 nicht mehr der Fall sein wird. Dann haben voraussichtlich zwei Erwerbstätige einen Rentner zu versorgen. Heute liegt das Verhältnis noch bei drei zu eins.

Mit überwältigender Mehrheit fordern die Bürger den Abbau öffentlicher Schulden. 85 Prozent der Befragten sagen, dass der Schuldenabbau mir Rücksicht auf kommende Generationen vorangetrieben werden muss.

Relativ am wenigsten konnten sich Anhänger der Linkspartei für den Schuldenabbau erwärmen. Allerdings sind auch am roten Ende des politischen Spektrums noch drei Viertel aller Befragten dafür.

Und was meinen die Bürger zur Rente mit 67? Nur 27 Prozent sind der Auffassung, dass sie helfen wird, die Belastung der Jüngeren zu verringern, 69 Prozent glauben das nicht.

Hier finden Sie die Forsa-Umfrage im Auftrag der INSM-Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft als PDF zum Download.

INSM-Termin zur Generationengerechtigkeit: Von links INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer, Bernd Raffelhüschen, Laurence Kotlikoff, Sigbjörn Johnson

INSM-Termin zur Generationengerechtigkeit: INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer, der Freiburger Demografie-Experte Bernd Raffelhüschen, Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus, der US-Ökonom Laurence Kotlikoff, Norwegens Ex-Finanzminister Sigbjörn Johnson (von links).