INSM-Forsa-Umfrage zur Generationengerechtigkeit: Überwältigende Mehrheit für Schuldenabbau
„Die demographische Entwicklung stellt den Generationenvertrag in der Sozialversicherung auf eine harte Probe. Heute steht noch die Mehrheit der Deutschen hinter dem Prinzip, nach dem die Jungen für die Alten zahlen, aber der Zuspruch sinkt.“ So fasste die Frankfurter Allgemeine Zeitung das Ergebnis einer Forsa-Umfrage zusammen, die die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und das Freiburger Forschungszentrums für Generationenverträge (FZG) am Donnerstag in Berlin vorstellten.
Weitere Ergebnisse der INSM-Forsa-Befragung:
- 87 Prozent der Bürger halten es für sinnvoll, alle Gesetze vor ihrer Verabschiedung daraufhin zu überprüfen, welche Folgen sie für künftige Generationen haben.
- Zwei Drittel aller der 1000 Befragten halten den Generationenvertrag – das Prinzip „Jung zahlt für alt“ – grundsätzlich für gerecht.
- Allerdings lässt das Ergebnis der INSM-Forsa-Umfrage erwarten, dass die Zustimmung zum Generationenvertrag in Zukunft sinken wird. Jeder Zweite, der diesen Vertrag heute noch für gerecht hält, glaubt, dass dies im Jahr 2030 nicht mehr der Fall sein wird. Dann haben voraussichtlich zwei Erwerbstätige einen Rentner zu versorgen. Heute liegt das Verhältnis noch bei drei zu eins.
Mit überwältigender Mehrheit fordern die Bürger den Abbau öffentlicher Schulden. 85 Prozent der Befragten sagen, dass der Schuldenabbau mir Rücksicht auf kommende Generationen vorangetrieben werden muss.
Relativ am wenigsten konnten sich Anhänger der Linkspartei für den Schuldenabbau erwärmen. Allerdings sind auch am roten Ende des politischen Spektrums noch drei Viertel aller Befragten dafür.
Und was meinen die Bürger zur Rente mit 67? Nur 27 Prozent sind der Auffassung, dass sie helfen wird, die Belastung der Jüngeren zu verringern, 69 Prozent glauben das nicht.
Hier finden Sie die Forsa-Umfrage im Auftrag der INSM-Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft als PDF zum Download.

INSM-Termin zur Generationengerechtigkeit: INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer, der Freiburger Demografie-Experte Bernd Raffelhüschen, Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus, der US-Ökonom Laurence Kotlikoff, Norwegens Ex-Finanzminister Sigbjörn Johnson (von links).
Am 10. Dezember 2007 um 21:07 Uhr
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