Auch Kanzlerinnen machen Urlaub – aber nicht ohne ein Wort zum Mindestlohn
Heute trat Bundeskanzlerin Angela Merkel zum letzten Mal vor Antritt ihres Urlaubes vor die Berliner Presse und sagte laut Welt-online um 13:15 Uhr den Satz: “Wir sind der Meinung, dass ein einheitlicher, flächendeckender Mindestlohn zur Vernichtung von Arbeitsplätzen führen würde.” Weiter erklärte die Kanzlerin Agenturberichten zufolge, dass auch gering bezahlte Arbeit wichtig sei. Über das Arbeitslosengeld II, so Merkel, gebe es bereits ein Mindesteinkommen. Deshalb sei es besser, “die Menschen” auch mit Niedriglöhnen “teilhaben zu lassen am Erwerbsleben”. Merkel machte erneut deutlich, dass sie gegen die Aufnahme der Zeitarbeit ins Entsendegesetz sei. Diese Branche sei ein «Flexibilitätsinstrument in unserer Arbeitswelt”.
Unabhängig von Angela Merkels Urlaub wird die koalitionsinterne Debatte um den gesetzlichen Mindestlohn weitergehen, schätzen Medienbeobachter ein. “Der Krampf geht weiter”, titelte dazu das Nachrichtenmagazin Focus Anfang der Woche. Lesen Sie Auszüge des Focus-Berichtes im INSM-Tagebuch.
Wissenschaftlich fundierte Informationen zum Gesetzlichen Mindestlohn finden Sie auf der Webseite Einstieg in Arbeit, ein online-Angebot der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft).