INSM-Umfrage: Höhere Preise durch Mindestlohn? Nein danke!

BILD berichtet über die INSM-Expertise zum Mindestlohn “Mindestlohn  macht Friseur und Urlaub teurer.” Das berichtet heute die BILD-Zeitung unter Berufung auf eine Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Nach Einschätzung von Experten würde ein gesetzlicher Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde Waren und Dienstleistungen bis zu 40 Prozent verteuern. Das würden die Deutschen nicht hinnehmen, obwohl sie grundsätzlich mehrheitlich für eine staatlich festgelegte Lohnuntergrenze sind. So das Ergebnis einer Befragung des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung und TNS emnid für die INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft).

Die zu erwartenden Preissteigerungen hatte das ifo-Institut exklusiv für die INSM ermittelt. Die Umfrage von TNS emnid ergab darüber hinaus, dass die Konsumenten in Deutschland dann weniger heimische Waren kaufen und stattdessen auf das Warenangebot anderer Länder ausweichen würden.

Im Einzelnen würde ein gesetzlicher Mindestlohn nach der aktuellen ifo-Analyse für die INSM wie folgt auf die Preise durchschlagen:

Fernseher und beispielsweise auch ein Urlaub an der deutschen Ostsee würden bis zu 15 Prozent teurer, Waschmaschinenpreise würden bis zu 20 Prozent zulegen, Kosmetik wäre um bis zu 25 Prozent kostspieliger, ein Friseurbesuch würde bis zu 40 Prozent mehr kosten. Die flankierende TNS emnid-Umfrage ergab, dass die Deutschen solche Preissteigerungen mit Mehrheiten von 55 Prozent bis 69 Prozent nicht zu bezahlen bereit wären.

Deutsche Anbieter hätten nach Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns vielfach das Nachsehen, gab INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer zur Vorstellung der Studienergebnisse zu bedenken. “Ein Mindestlohn von 7,50 Euro erhöht die Schwarzarbeit bei Dienstleistungen, schwächt deutsche Hersteller und begünstigt ausländische Produkte”, ergänzte Gernot Nerb, zuständiger Projektleiter beim ifo-Institut.

Fazit: Ein gesetzlicher Mindestlohn schadet dem Standort Deutschland.

Ergebnisse der INSM-tns emnid-Umfrage zum Mindestlohn.

P.  S. Zu den vehementen Befürwortern eines Mindestlohns zählt die Linkspartei. In einem Interview mit der Zeitung DIE WELT (Februar 2008) hatte der Linkspartei-Europa-Abgeordnete André Brie jedoch selbst eingeräumt, dass  der von seiner Partei geforderte noch höhere Mindestlohn “in einer wirtschaftsschwachen Region” wie Mecklenburg-Vorpommern “nur in wenigen Branchen verkraftbar” sei. “Bestimmt nicht im Friseurhandwerk und im Wachgewerbe”, so Brie dem WELT-Interview zufolge. “Simple Parolen lösen das Problem jedenfalls nicht”, so der linke MdEP damals.

Mehr zum Thema Mindestlohn finden Sie auf dem INSM-Portal www.einstieg-in-arbeit.de.

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