3 Millionen Arbeitslose: INSM-Aktion mit Wolfgang Clement, Transparent und Fassadenkletterer

INSM-Aktion mit Wolfgang Clement: nur noch 3 Millionen ArbeitsloseZitat aus einem heute veröffentlichten Gutachten des Instituts zur Zukunft der Arbeit im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM): “Wenn die gegenwärtige Erholung am Arbeitsmarkt im bisherigen Tempo fortschreitet, dürfte die Zahl der Arbeitslosen Mitte Oktober 2008 erstmals seit 1992 wieder die Schwelle von 3 Millionen unterschreiten. Zwar zeigt die Konjunktur erste Schwächezeichen, doch am Arbeitsmarkt sind diese bislang kaum zu spüren. Erstmals seit mehr als 30 Jahren ist es in der aktuellen Konjunkturphase auch gelungen, die sogenannte Sockelarbeitslosigkeit zu senken.”

Initiative-Termin: Fassadenkletter im Gespräch mit Wolfgang ClementAus diesem Anlass fand heute in Berlin, Unter den Linden, eine Aktion statt. Ex-Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement und Professor Klaus Zimmermann, Chef des IZA, enthüllten an einem Baugerüst ein Transparent der INSM. Es soll auf die erreichten Erfolge am Arbeitsmarkt aufmerksam machen. Noch im Jahr 2005 hatte die Arbeitslosigkeiten die 5 Millionen-Marke erreicht. Nun wird sie voraussichtlich unter 3 Millionen sinken. Ein Fassadenkletterer bei der INSM-AktionEin Fassadenklettererstrich bei der INSM-Aktion die “3″ auf dem Transparent durch und malte ein “2″ darunter. Symbol für die Hoffnung auf weitere Besserung am Arbeitsmarkt.

Clement verwies bei dem INSM-Termin darauf, dass die Beschäftigungserfolge ein Resultat konsequenter Reformen (Agenda 2010) sind. Erneut warnte der SPD-Politiker davor, vom Reformkurs abzuweichen.(Clement hatte dies bereits im September bei einem INSM-Termin in Berlin getan.) Wörtlich erklärte der frühere Bundeswirtschaftsminister heute: „Gerade dann zu bremsen, wenn der Weg frei wird, macht keinen Sinn. Die Agenda-Politik muss weiter- und nicht zurückgedreht werden.“ Dies sei vor dem Hintergrund einer weltweiten Konjunkturabühlung wichtiger denn je.

Die aktuelle Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat historische Dimensionen. Zuletzt berzeichnete die Arbeitslosenstatistik 1992 eine “zwei” vor dem Komma.

Wolfgang Clement beim INSM-TerminVor allem auch Ältere schaffen heute wieder den Einstieg in Arbeit. Seit 2003, dem Auftaktjahr der Hartz-Reformen, ist der Beschäftigtenanteil unter den 55-64-jährigen von knapp 40 auf heute 52 Prozent gewachsen. In absoluten Zahlen betrachtet heißt das: Mehr als eine Million Menschen haben wieder einen Job. Seit 2005, so IZA-Chef Zimmermann beim heutigen Pressetermin der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, “sind mehr als 1,5 Millionen sozialversicherungspflichtige Jobs neu entstanden“

Hier finden Sie das Bild von der INSM-Aktion in druckfähiger Auflösung.

Hier finden Sie die zugrunde liegende IZA-Studie im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft zum Download.

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