Archiv der Kategorie 'Bildung'

Zahlreiche regionale und überregionale Zeitungen haben über das INSM-Städteranking berichtet. Hier eine kleine Auswahl

Montag, den 8. September 2008

INSM-Städteranking 2008München oben, Berlin ganz unten” titelt die Berliner Morgenpost über das Abschneiden der Bundeshauptstadt im Städtevergleich von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WiWo. Weiter bemerkt das Blatt: „Knapp 20 Städte- Vergleichsstudien mit Berücksichtigung Berlins gab es allein im vergangenen Jahr, nun ist eine  erschienen, die Standortfaktoren bewertet. Die traurige Bilanz der des “Großstadt-Rankings 2008” der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der “WirtschaftsWoche”: Berlin belegt bei 50 untersuchten deutschen Städten den letzten Platz.“

Auch die BILD macht das schlechte Abschneiden der Hauptstadt beim Städteranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zum Thema und verknüpft sogleich ihre Schlagzeile  „Berlin schlechteste Wirtschafts-Stadt Deutschlands“ mit der Frage an den Berliner Wirtschaftssenator: „Warum, Senator Wolf?“

„Stärkste Einkommensentwicklung, hohe Realsteuerkraft und viele Hochqualifizierte: So das Ergebnis für die Stadt Bonn. Sie liegt im Großstadtranking 2008 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Wirtschaftswoche weit vorn. Von insgesamt 50 getesteten Städten (die größten in Deutschland) belegt Bonn  Platz 11 im Gesamt-Classement“ schreibt der Express über das Städteranking 2008 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Der Positiv-Trend der Studie sei die Tatsache, dass sich die Schere zwischen den führenden und den strukturschwachen Städten schließe.

Hamburg befinde sich in beiden Bewertungen des Städteranking 2008 der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) nicht unter den  zehn Besten, schreibt das Hamburger Abendblatt und erkennt aber an: „In einem dritten Ranking, in dem es um das jetzige Leistungsniveau der Städte geht, belegt Hamburg den 9. Platz vor Nürnberg.“

„Im Wettstreit der bundesdeutschen Großstädte kann sich Hannover offenbar sehr gut behaupten. Dies belegt die Rangfolge der Initiative Neue soziale Marktwirtschaft (INSM), die Niedersachsens Landeshauptstadt auf Rang 15 von 50 Kommunen gesetzt hat“, kommentiert die Hannoversche Allgemeine die INSM-Städte-Studie. Schmerzhaft für die Landeshauptstadt sei die Untersuchung im Bereich Dynamik. Hier habe Hannover im vergangenen Jahr auf Platz 10 gelegen, dieses Jahr sei es nur Platz 17.

Die Rheinische Post sieht aufgrund des guten Abschneidens Düsseldorfs im INSM-Großstadtranking schon die 600.000-Einwohner-Marke fallen. Die Stadt belege in mehreren Studien zur Lebensqualität Spitzenplätze. „Die neue Studie der Initiative neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) führt Düsseldorf auf Platz 5. Viele ökonomische, soziale, arbeitsmarkttechnische und demografische Daten untermauern die von Experten anerkannte Studie.“ Wer irgendwo in der Welt richtig gut leben wolle, solle nach Düsseldorf ziehen folgert die Zeitung.

München hat es in einer weiteren Studie auf den Spitzenplatz geschafft“ schreibt die Süddeutsche Zeitung zum Ergebnis des Städteranking 2008 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). „Beim Niveau liegt München auf Platz eins, ebenso in einer kombinierten Tabelle der beiden Größen. Bei der Entwicklung liegt die Stadt allerdings nur auf Platz elf – in dieser Tabelle liegen die ostdeutschen Städte Dresden und Leipzig vorn.“

„Nur optisch Spitze“ titelt Der Tagesspiegel in Hinblick auf das Ergebnis Berlins im INSM-Städteranking und fragt: „Was läuft schief in der Hauptstadt?“ Die größte Stadt Deutschlands bleibe das größte wirtschaftliche Sorgenkind der Republik, weil die Wirtschaft nicht richtig anspringe und so viel Menschen wie nirgendwo in Deutschland ohne Arbeit oder auf staatliche Hilfe angewiesen seien.

Ähnlich denkt die tageszeitung wenn sie in ihrer Überschrift zum Artikel über das Großstadtranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) schreibt: „Wieder mal Letzter.“ Und weiter: „Als Berliner Schwächen charakterisiert die Untersuchung unter anderem, dass 2007 nur 45,7 Prozent der Einwohner zwischen 15 und 65 Jahren erwerbstätig waren (Durchschnitt der untersuchten Städte: 54,7 Pozent), dass der Anteil der ALG-II-Empfänger bei 13,4 Prozent lag (8,8 Prozent) und dass die Arbeitslosenquote mit 17,9 Prozent ebenfalls weit über dem Durchschnitt von 12,8 Prozent lag.“

„Das Ruhrgebiet kann von Sachsen lernen“ titelt Die Welt und fasst damit das Ergebnis der neuen Städte-Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zusammen. „Leipzig kommt! So lautete lange Zeit der Werbespruch der sächsischen Stadt. Das klang gut, doch schwang die  Botschaft mit, dass Leipzig immer noch ein gutes Stück Weg vor sich hatte.“ Im Ranking von 50 deutschen Großstädten, das die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und die Zeitschrift “Wirtschaftswoche” nun vorstellten, sei Leipzig aber in wirtschaftlicher Hinsicht längst nicht mehr nur im Kommen.

Frankfurt ist einer aktuellen Rangliste zufolge eine der drei wirtschaftlich erfolgreichsten Städte Deutschlands“, schreibt Frankfurter Rundschau Online zur INSM-Großstadtstudie und weiter: „Frankfurt punktete vor allem mit vergleichsweise hoher Kaufkraft sowie beim Thema Standortqualität, bei dem beispielsweise Gewerbesteuersätze, Arbeitskosten, Mieten und die Qualität der Kommunalverwaltung berücksichtigt wurden. Weniger gut wurde unter anderem die Lage auf dem Arbeitsmarkt beurteilt: Dabei reichte es für die Bankenmetropole nur für Platz 18.“

heute.de schreibt zum Städteranking 2008 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM): „Die Münchner können zwar kein Hochdeutsch, dafür aber Wirtschaftskraft entfalten. Zum fünften Mal in Folge hat München sich als Stadt mit der größten Wirtschaftskraft in Deutschland behauptet.“ Überraschend sei: Auch Teile Ostdeutschlands hätten gut abgeschnitten.

“Versetzung gefährdet!” INSM-Merkelmeter ist ein Jahr vor der Bundestagswahl ein blauer Brief für die Bundesregierung

Sonntag, den 7. September 2008

INSM-Berater Professor Dr. Michael Hüther: Regierungsanalyse ein Jahr vor der WahlSeit Donnerstag steht ein Bundestagswahltermin im Raum. Nach bisherigem Stand werden die Macht-Karten im politischen Berlin neu gemischt. Gut ein Jahr vor der Wahl präsentieren Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche die zehnte Auflage der IW-Politik-Analyse “Merkelmeter“. In seiner Zusammenfassung des wissenschaftlichen Endberichtes der Studie findet Professor Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) deutliche Worte für den aktuellen Gesetzgebungsprozess der Großen Koalition. Hüther:  

“Die Koalition hat seit Jahresanfang den Rückwärtsgang eingelegt und damit bedauerlicherweise ihren bereits im Sommer eingeleiteten Roll Back fortgesetzt. Und das mitten in einer sehr sensiblen weltwirtschaftlichen Phase, in der wir Abschied von ro-busten Wachstumsraten nehmen müssen. Damit setzt die Koalition durchaus achtbare  Erfolge aus ihrer ersten Halbzeit aufs Spiel.”
“Die Negativliste der politischen Eigentore” werde angeführt “durch die Mindestlohnplä-ne”: “Diese hat die Große Koalition in jüngster Zeit noch einmal in unseliger Weise verschärft. Die Debatte erinnert mich zuweilen an einen politischen Talentschuppen – vor allem das nun geplante Mitspracherecht aller Bundesländer, was die Höhe des Mindestlohns angeht”, so der Kölner Ökonom. 

Als zweites “Eigentor” der Koalition bezeichnet Hüther die “schwarz-rote Renten-Willkür”: “Völlig ohne Not nimmt die Große Koalition die unter Rot-Grün und Schwarz-Rot durchgesetzte Sanierung der gesetzlichen Rentenversicherung (Riester-Faktor,  Nachhaltigkeitsfaktor, Rente mit 67) teilweise zurück: Sie hat zum Sommer dieses Jahres außerplanmäßig die Rente erhöht und wird dies im kommenden Sommer als Wahlgeschenk für die Generation 60 plus noch einmal tun.” Dies sei aus zwei Gründen ein “unseliges Signal”:
1. “Die schwarz-rote Rentenwillkür verunsichert Investoren, die bei Standortentscheidungen stets auch mit in ihre Bewertung einfließen lassen, wie zuverlässig der politische Rahmen in einem Land ist, wo sie sich mit ihrem Unternehmen niederlassen möchten.”
2. “Merkels erklärtes Ziel, die Sozialversicherungsbeiträge auf unter 40 Prozent zu senken, rückt mit dieser Entscheidung in noch weitere Ferne.”

Hüthers Fazit nach drei Regierungsjahren:  

Drei große Ziele hatte sich die Bundesregierung zum Antritt im Herbst 2005 gesetzt:

  • Sie wollte die Lohnzusatzkosten senken – das wird sehr wahrscheinlich nicht gelingen!
  • Sie wollte den Haushalt konsolidieren – hier liegt sie ganz gut im Rennen.
  • Sie wollte das Land schließlich von bürokratischen Fesseln befreien. Mit dem Normenkontrollrat ist sie auf dem Papier ambitioniert gestartet, doch auch gut zwei Jahre danach gibt es nicht einmal einen verbindlichen Plan zum umfassenden Bürokratieabbau.

“Bei zwei von drei Zielen ist allenfalls ein Mangelhaft zu vergeben, bei einem Ziel vielleicht ein Befriedigend. Gesamtnote: Nicht immer Ausreichend – Versetzung gefährdet. Das zehnte INSM-WiWo-Merkelmeter ist ein blauer Brief für die Bundesregierung, Lektüre empfohlen. Noch ist Zeit zum Nachsitzen”, so Hüther abschließend.

INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer forderte die Bundesregierung zur Vorstellung des zehnten INSM-WiWo-Merkelmeters auf, „im Endspurt ein Jahr vor der Bundestagswahl den Rückwärtsgang herauszunehmen“: Deutschland brauche jetzt “eine Agenda 2020, und die Große Koalition hat eigentlich alle Mehrheiten, die sie dafür braucht“.

Alle Ergebnisse der INSM-WiWo-Politik-Analyse, durchgeführt vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), finden Sie hier.

Die INSM-Pressemeldung zur zehnten Auflage des Merkelmeters von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche.

Zehntes INSM-WiWo-Merkelmeter: der wissenschaftliche Endbericht.

Für München scheint im neuen INSM-WiWo-Städteranking erneut die Sonne. Aber im Osten geht sie auf!

Freitag, den 5. September 2008

INSM-Städteranking 2008: Hier geht es zur WebseiteMetropolen aus zwei Freistaaten führen das fünfte wissenschaftliche Städteranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche an. Die bayerische Landeshauptstadt München steht im Vergleich von 50 Großstädten beim absoluten Niveau von Wohlstand und Wirtschaftskraft unangefochten an der Spitze. Dresden, Hauptstadt des Freistaates Sachsen, ist Dynamiksieger dieses Rankings der INSM und der WiWo. Keine Stadt in Deutschland hat sich in den vergangenen fünf Jahren so gut entwickelt wie Elbflorenz. Unter den Top Ten der Wirtschaftsdynamik sind insgesamt drei Städte aus Sachsen zu finden. Platz 2 belegt Leipzig, den zehnten Rang Chemnitz.

Im Osten geht mancherorts die Sonne auf, so die aktuelle von Wissenschaftlern der IW Consult GmbH erstellte Expertise. Vor allem Dresden und Leipzig bezeichnen hohe Wachstumsrate – mit positiven Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt. Auch in Chemnitz stieg der Wohlstand stark. WiWo-Vizechefredakteur Michael Inacker begröndete diesen Positivtrend Ost heute vor Journalisten wie folgt: “Ostdeutsche Städte profitieren überwiegend von einer gelungenen Mischung aus attraktiven Arbeitskosten und hohen Investitionsquoten.”

Ein weiterer Trend des INSM-WiWo-Rankings: “Zumindest bei den Großstädten findet kein Auseinanderdriften von oben und unten statt”, so INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer heute bei der Pressekonferenz in Berlin.

Bildung ist der Einstieg in den Aufstieg. So ähnlich hat es Bundeskanzlerin Angela Merkel jüngst mehrfach formuliert. Diesen Zusammenhang belegt auch das INSM-WiWo-Städteranking 2008. Die Top 10-Städte des Dynamik-Rankings haben bei allen Bildungsindikatoren deutlich bessere Werte als die Städte auf den hinteren Rängen.

INSM-WiWo-Städteranking 2008: Die Top-Ten im Gesamtranking
Diese Rangliste ist zusammengesetzt aus den Ergebnissen beim absoluten Niveau und der Performance bei der Wirtschaftsdynamik.

1 München
2 Münster
3 Frankfurt
4 Karlsruhe
5 Düsseldorf
6 Stuttgart
7 Mannheim
8 Wiesbaden
9 Dresden
10 Braunschweig

INSM-WiWo-Städteranking 2008: Die Top Ten beim Niveau
Dieses Ranking vergleicht den Ist-Zustand.

1 München
2 Frankfurt
3 Stuttgart
4 Düsseldorf
5 Karlsruhe
6 Wiesbaden
7 Münster
8 Mainz
9 Hamburg
10 Nürnberg

INSM-WiWo-Städteranking 2008: Die Top-Ten bei der Wirtschaftsynamik
Dieses Ranking vergleicht, wie sich die Wirtschafts-, Wohlstands-, Arbeitsmarktindikatoren in der Zeit von 2002 bis 2007 (überwiegend) entwickelt haben.

1 Dresden
2 Leipzig
3 Saarbrücken
4 Münster
5 Mannheim
6 Braunschweig
7 Karlsruhe
8 Kassel
9 Osnabrück
10 Chemnitz

Alle Ergebnisse des fünften wisenschaftlichen Städterankings von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche finden Sie auf www.insm-staedteranking.de.

INSM-Bildungsmonitor: Weitere Reaktionen von Kultuspolitikern und -ministern

Freitag, den 29. August 2008

Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider reagierte auf Kritik aus der Opposition nach Erscheinen der Ergebnisse des Bildungsmonitors 2008 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM): “Die Unterstellung, Bayerns Ausbau der Ganztagsschulversorgung fände nur auf dem Papier statt, dokumentiert die Unkenntnis der FDP. Gerade der Ausbau der Ganztagsschulen ist für uns in Bayern von zentraler Bedeutung und wird auch in der Zukunft von uns mit Nachdruck verfolgt.” Zudem investiere Bayern am meisten Geld pro Schüler in die schulische Bildung wie der INSM-Bildungsmonitor 2008 zeige, so das Ministerium weiter. “Es ist für mich als Bildungsminister schon ein mehr als zweifelhaftes Vorgehen des SPD-Politikers Pfaffmann, aus parteitaktischen Gründen die Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler schlecht zu reden” weißt Schneider die Kritik der Opposition zurück.

Sieht INSM-Studie als Anstoß für Verbesserungen: Berlins Bildungssenator Jürgen ZöllnerBerlins Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner zur Expertise der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft: „Ich freue mich, dass der Bildungsmonitor 2008 unsere Anstrengungen für eine familiengerechte Politik würdigt. Wir werden diesen Weg in Berlin fortsetzen und die Angebote gleichzeitig weiter verbessern.“ Zur kritischen Bewertung im Bereich Berufliche Bildung erklärte er: „Die Kritik müssen wir ernst nehmen. Allerdings muss man diesen Punkt differenziert betrachten. So steht die betriebliche Ausbildung im Fokus der Untersuchung und nicht der schulische Teil. Zugleich schlägt hier die strukturelle Schwäche des Wirtschaftsstandortes Berlin durch. Richtig ist, dass wir einen Schwerpunkt auf die berufliche Bildung legen. Zum Beispiel sollen leistungsschwache Auszubildende künftig besser gefördert werden. Dafür habe ich veranlasst, dass mit Beginn des neuen Schuljahres die Teilnehmer an der Einstiegsqualifizierung berufsschulpflichtig werden.“

Hessens Kultusminister Jürgen Banzer und Wissenschaftsministerin Silke Lautenschläger in einer gemeinsamen Pressemitteilung: „Wir nehmen die Ergebnisse des Bildungsmonitors mit Interesse zur Kenntnis, werden sie einer gründlichen Auswertung unterziehen und mit Sicherheit auch wertvolle Anregungen erhalten.“

Mecklenburgs Bildungsministers Henry Tesch erklärte, dass der INSM-Bildungsmonitor, der die Situation im Jahr 2006 erfasst, “die Notwendigkeit der anstehenden Veränderungen im Bildungssystem in Mecklenburg-Vorpommern” unterstreiche. “Gleichzeitig bestätigt er uns darin, dass wir uns auf die richtigen Handlungsfelder konzentrieren”, so Tesch weiter. Der Minister teilt die Feststellung der Verfasser, dass für die Prozesssteuerung die rechtlichen Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle spielen. “Daher”, so Minister Tesch, “ist für mich die anstehende Schulgesetzänderung das wichtigste Vorhaben für die Entwicklung der Bildungsqualität in Mecklenburg-Vorpommern.

Niedersachsens Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann: „Die Studie belegt mit Zahlen und Fakten: Die Bildungsreformen dieser Landesregierung machen sich bezahlt. Niedersachsen hat den Anschluss an die führenden Bundesländer geschafft. Diesen Weg wollen wir in den nächsten Jahren weiter gehen. Gemeinsam können wir viel erreichen. Das zeigt der Bildungsmonitor 2008 ganz deutlich. Wenn wir jetzt die begonnenen Reformen konsequent umsetzen, notwendige Korrekturen vornehmen und weiter den Fokus auf die Bildungspolitik richten, dann können wir uns auch künftig über positive Ergebnisse für Niedersachsen bei Bildungsstudien freuen”, so in einer ersten Einschätzung zur Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

Nordrhein-Westfalens Schulministerin Barbara Sommer zu den Ergebnissen des INSM-Bildungsmonitors: „Damals waren wir gerade ein Jahr im Amt. Wichtige Reformen im Bildungsbereich wie das neue Schulgesetz, der Ausbau der Ganztagsschule, der Hochschulpakt oder das Kinderbildungsgesetz waren noch nicht umgesetzt oder gerade erst eingeführt. Diese Faktoren beginnen jetzt zu wirken. Der Bildungsmonitor 2008 ist also die Abschlussbilanz von Rot-Grün, nicht die Bilanz der Politik der schwarz-gelben Landesregierung.“. Trotzdem sei der Bildungsmonitor 2008 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) für sie ein Ansporn die Schulen weiter zu verbessern. Für ihren Reformprozess – also die gesetzgeberischen Maßnahmen zur Verbesserung der Lehre an NRWs Schulen, hatte Sommer vor kurzem gute Noten erhalten.

Zur Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) gelangen Sie hier.

Kultuspolitiker kommentierten den INSM-Bildungsmonitor

Donnerstag, den 28. August 2008

Der INSM-Bildungsmonitor löste auch in der Politik ein vielfältiges Echo aus. An erster Stelle stolze Kommentare aus dem Siegerland Sachsen:

Sachsens Kultusminister Roland Wöller (CDU): “Der Bildungsmonitor zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und in Sachsen eine nachhaltige Bildungspolitik betreiben, die von unseren Lehrern hervorragend umgesetzt wird. Ein erster Platz ist für uns kein Ruhekissen, sondern eine große Verpflichtung. Politik, Schule und Eltern müssen nun gemeinsam weiter daran arbeiten, den Bildungs-standort Sachsen zukunftsfähig zu gestalten.“

Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD): “Unsere Hochschulen konnten ihren guten Ruf als Nachwuchsschmiede für naturwissenschaftlichen und technischen akademischen Nachwuchs weiter ausbauen. … Wenn wir uns ansehen, was in den nächsten Jahren gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in der Wirtschaft dringend benötigt wird, dann sind das gut ausgebildete Ingenieure.”

Kommentierte INSM-Bildungsmonitor: Hessens Wissenschaftsministerin Silke LautenschlägerHessens geschäftsführender Kultusminister Jürgen Banzer und Silke Lautenschläger, Ministerin für Wissenschaft und Kunst, in einer gemeinsamen Pressemitteilung: „Wir nehmen die Ergebnisse des Bildungsmonitors mit Interesse zur Kenntnis, werden sie einer gründlichen Auswertung unterziehen und mit Sicherheit auch wertvolle Anregungen erhalten.“

INSM-Bildungsmonitor: Die Expertise in der Presse

Mittwoch, den 27. August 2008

INSM-Bildungsmonitor: Erste Presseresonanzen zur Expertise der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)Zahlreiche Zeitungen berichteten über den Bildungsmonitor der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft). Ein Blick auf prominente Schlagzeilen.

„Bildungsbumerang“ titelt die Münchner Abendzeitung. Artikel-Zitat: „Ein Dämpfer für den Musterknaben: Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln hat Bayern bei der Ingenieurs-Ausbildung ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. … Hier zeigt sich also mal wieder der einst noch von Stoiber selbst geschnitzte bildungspolitische Bumerang: Man kann halt nicht einerseits Spitzenkräfte einfordern, damit man in Wahlkampfzeiten stolz durch die blank polierten Hallen bayerischer Hightech-Firmen schreiten kann und gleichzeitig am Zukunfts-Rohstoff für erfolgreiche Unternehmen sparen, den Schülern nämlich.“

Auf Olympia greift auch die Thüringer Allgemeine in ihrer Berichterstattung über den INSM-Bildungsmonitor zurück. Zitat: „Bronze für Thüringen. Mit den höchsten Bildungsausgaben für Grundschüler, der besten Lehrer-Schüler-Relation ab Klasse fünf und der Spitzenposition bei den berufstätigen Ingenieuren konnte Thüringen seinen dritten Platz im Führungstrio noch einmal ausbauen.“

„Bildungsstudie: Sachsen am besten“ titelt die Frankfurter Allgemeine Zeitung und schreibt weiter: „Die größten Fortschritte hätten die Bundesländer bei der Anzahl der Schüler mit Fremdsprachenunterricht und bei der internationalen Ausrichtung der Hochschulen erzielt. Außerdem habe die Gesamtdauer abgenommen, in der Schule und Studium absolviert würden. Zu den größten Schwächen gehörten die weiter zurückgegangene Ausbildung von Ingenieuren an deutschen Hochschulen und die Stagnation der Ganztagsbetreuung in vielen Bundesländern auf niedrigem Niveau. Gerade in den technischen und naturwissenschaftlichen Fächern fehlten Lehrer, die für ein Ingenieurstudium begeistern könnten.“

Die Frankfurter Neue Presse animierte das mäßige Abschneiden Hessens im INSM-Bildungsmonitor zur Schlagzeile „Zu wenig Lehrer, zu große Klassen“. „Im Bildungsmonitor 2008 stellen die Autoren fest, dass sich Hessen in den meisten Handlungsfeldern im Mittelfeld befindet. Besonders schlecht schneidet das Land aber bei der Betreuung von Grundschülern ab. Statistisch gesehen stünde 22,4 Schülern nur ein Lehrer gegenüber – so wenig wie in  einem anderen westdeutschen Bundesland. Negativ bewertet die Studie auch die Zahl verspätet eingeschulten Kinder. Mit 7,9 Prozent ist dieser Wert der zweithöchste in Deutschland.“

„Kindergärten, Schulen und Hochschulen in Deutschland scheinen besser zu sein als ihr Ruf“, meint die Frankfurter Rundschau unter Berufung auf den Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. “Danach lernen mehr Schüler als bisher Fremdsprachen, die Hochschulen sind internationaler geworden und die Studenten kommen schneller zum Abschluss als bisher“, so der Artikel der FR. Doch es gebe auch schlechte Nachrichten: „Es fehlt der Nachwuchs bei den Ingenieurberufen. Und der positive Bundestrend beim Ausbau der Ganztagsangebote als auch bei der Akademisierung von Erzieherinnen sei “fast zum Erliegen gekommen”, monieren die Bildungsökonomen. Hessens Kultusminister Jürgen Banzer (CDU) räumte ein, dass die Klassen kleiner werden müssten. Er werde mit Wissenschafts- und Sozialministerin Silke Lautenschläger (CDU) die Ergebnisse auswerten “und mit Sicherheit auch wertvolle Anregungen erhalten”.“

Der Kölner Stadt-Anzeiger erkennt in den Ergebnissen für Nordrhein-Westfalen des Bildungsmonitors 2008 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) Licht und Schatten: „….So konnte sich Nordrhein-Westfalen gegenüber der Vorjahres-Untersuchung um 3,3 Punkte auf 56,6 Punkte verbessern. Schlusslicht ist das Bundesland hingegen weiterhin bei den Betreuungsbedingungen.“

„NRW hat viel aufzuholen“ meint die Kölnische Rundschau und schreibt weiter: „Trotz einiger Fortschritte liegt NRW im Vergleich der Bildungssysteme der 16 Bundesländern auf dem vorletzten Platz. Die Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der ebenfalls wirtschaftsnahen ” Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ” analysiert in ihrem seit 2004 jährlich erstellten “Bildungsmonitor” die Vorschul-, Schul-, Lehr- und Hochschulausbildung.

Die Leipziger Volkszeitung über die INSM-Expertise: „Sachsen hat einer aktuellen Studie zufolge das beste Bildungssystem in Deutschland. Laut Bildungsmonitor ist die Ausbildung in Fächern wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik herausragend. Sachsen bleibe die “Ingenieurschmiede“ Deutschlands.“

„NRW bei Bildung am Ende“ titelt groß das Mindener Tageblatt.

„Bayerns Konkurrenz holt auf“, stellt der Münchner Merkur fest und kommentiert weiter: „An manchen Tagen gibt es mehr vermeintliche Gewinner als Siegertreppchen: Gestern ist der “Bildungsmonitor 2008″ veröffentlicht worden – und beinahe jedes der 16 Kultusministerien in Deutschland verbreitete Sätze wie: “Wir zählen zu den Siegern” oder “Die Leistungsfähigkeit unseres Systems wurde bestätigt”. Auch Siegfried Schneider (CSU), Schulminister im Freistaat, ließ schriftlich verlautbaren, dass Bayerns Bildungssystem “sehr leistungsstark und gerecht” ist. Dabei hat der Freistaat, für den nicht nur Schneider gern das Prädikat “Bildungsprimus” beansprucht, wie schon 2007 nur den vierten Platz im Ländervergleich belegt. Und: Die Verfasser der Studie bescheinigen den meisten anderen Bundesländern raschere Fortschritte als Bayern.“

„Wirtschaft lechzt nach Ingenieuren“ überschreibt Der Neue Tag aus Bayern seinen Beitrag zum INSM-Bildungsmonitor 2008 und meint trotz allem anerkennend: „In der Gesamtbetrachtung sind die Bildungssysteme aber durchaus besser geworden. Fortschritte konnten die 16 Bundesländer der Studie zufolge bei der Ausweitung des Fremdsprachenunterrichts und bei der internationalen Ausrichtung der Hochschulen erzielen. Zudem seien Schul- und Studienzeiten kürzer geworden.

„Zu späte Einschulungen, zu viele Sitzenbleiber, zu viele Schulabbrecher – die Probleme sind bekannt. Sie müssen nur gelöst werden“ kommentiert die Ostsee-Zeitung die Ergebnisse Mecklenburg-Vorpommerns im Bildungsmonitors 2008 der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft). „Die Probleme lägen in der Schule. ‚Der Anteil verspätet eingeschulter Kinder sowie die Wiederholungsquoten in Grundschule und weiterführenden Schulen lagen deutlich über dem Bundesdurchschnitt’, heißt es in der Landesbewertung. Ein Problem, das bekannt ist und von der Expertenkommission des Landtages erst Ende Juni im Bildungsbericht klar benannt wurde. Die Experten empfahlen darin, künftig auf Zurückstellungen vom Schulbesuch und Klassenwiederholungen zu verzichten und förderbedürftige Schüler zu integrieren.“

„Der Freistaat Sachsen ist mit seinem Bildungssystem weiter führend in Deutschland. Das geht aus dem gestern veröffentlichten “Bildungsmonitor 2008″ hervor“ freute sich die Sächsische Zeitung. „Bei der bundesweiten Vergleichsanalyse im Auftrag der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erreicht Sachsen in nahezu allen Untersuchungsfeldern sehr gute oder gute Ergebnisse, teilen die Autoren mit.“

„Zeugnisausgabe in den Sommerferien“ kommentieren die Stuttgarter Nachrichten, allerdings „nicht für die Schüler, sondern für die Landesregierung. Das Ergebnis fällt so aus, wie man es sich als Verantwortlicher für die Kultuspolitik kaum schöner ausmalen könnte: Platz zwei im Bundesvergleich, besser als Bayern, nur knapp hinter Sachsen. Ein Zeugnis zum Zungeschnalzen. Kultusminister Helmut Rau findet es “ausgezeichnet”. In der Tat schneidet der Südwesten in der jüngsten Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft – wie bereits 2007 – überdurchschnittlich gut ab. … Das Lob darf jedoch nicht blind machen für die Schattenseiten. So ist der Bildungserfolg in Baden-Württemberg nach wie vor an die soziale Herkunft geknüpft. Wer aus einkommensschwachen Verhältnissen stammt oder Ausländer ist, tut sich in der Schule schwerer.“

„Sachsen und Baden-Württemberg bieten aus ökonomischer Sicht die beste Bildung in Deutschland“ schreibt die Süddeutsche Zeitung, „dicht gefolgt von Thüringen und Bayern. So lautet das Ergebnis des Bildungsmonitors 2008. Zum vierten Mal haben Forscher im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) die Bildungssysteme der Bundesländer verglichen, und diesmal bietet die Studie fast nur Sieger. Selbst Bremen, das lange Zeit als Sorgenkind des deutschen Bildungssystems galt, bescheinigt die Studie erstaunlichen Reformeifer. Es landet nach Niedersachsen auf dem zweiten Platz im Dynamik-Ranking, das die Reformkraft der Länder wiedergeben soll. Enttäuschend sind die Ergebnisse vor allem für Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern, die im Vergleich die letzten Plätze einnehmen.“

„Berlin wird besser – langsam“ gesteht der Tagesspiegel dem größten Stadtstaat zu und schreibt weiter: „Berlins Bildungssystem ist wieder etwas besser geworden. Allerdings hat  es sich im Vergleich zu den anderen Bundesländern im vergangenen Jahr langsamer entwickelt. So sieht es jedenfalls der am Dienstag veröffentlichte “Bildungsmonitor”, eine Studie zweier arbeitgeberfreundlicher Einrichtungen: des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Berlins Schul- und Hochschulwesen setzt offenbar immer mehr auf Tempo. Das gefällt den Forschern. Beim Kriterium “Zeiteffizienz” gewähren sie der Hauptstadt besonders viele Pluspunkte (18,5). Im Ranking belohnt werden Länder, in denen immer weniger Kinder verspätet eingeschult werden, in denen die Zahl der Sitzenbleiber und die der Abbrecher von Ausbildungen sinkt. An Berlins Hochschulen würdigt die Studie steigende Zahlen von Bachelorstudierenden und kürzere Studienzeiten.“

Die links alternative tageszeitung schreibt: „Im schulischen Bereich ist es dem Bund gar gesetzlich untersagt, den Ländern finanzielle Hilfe zu leisten. Der gleichfalls am Dienstag erschiene Bildungsmonitor im Auftrag der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bezeichnet die schulische und vorschulische Ganztagsbetreuung als “deutlich ausbaufähig”. … Vorreiter unter den Ländern ist Sachsen, Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern.“

„Platz 14 von 16 in Sachen Schulqualität; Platz 13 bei Bildungsarmut und Ausgaben für weiterführende Schulen; Platz 10 bei der Integration von Migrantenkindern: Im Bildungsmonitor 2008 des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) steht Nordrhein-Westfalens Bildungslandschaft nicht gut da“ folgert die Westdeutsche Allgemeine Zeitung. „Manchen Fortschritt registrieren die Forscher allerdings auch in NRW. So gab es hier zu Lande die zweit niedrigste Schulabbrecher-Quote: 6,6 Prozent (Spitzenreiter Baden-Württemberg: 6,3 Prozent). Und dass mehr als jeder zweite Schulabgänger (52 Prozent) das Abitur hat, ist bundesweit Spitze.“ Schlusslicht bleibe NRW dagegen bei der Relation von Professoren zu Studenten.

Präsidentin der Kultusministerkonferenz kommentiert Bildungsmonitor 2008 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Dienstag, den 26. August 2008

Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Präsidentin der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK), hat die Ergebnisse des aktuell veröffentlichten INSM-Bildungsmonitors kommentiert. Die Von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft in Auftrag gegebene Expertise des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW)  dokumentiere, dass es Bewegung bei der Verbesserung des deutschen Bildungssystems gebe und dass alle Länder an diesem Thema arbeiteten, sagte die saarländische Bildungsministerin Agenturberichten zufolge in Saarbrücken: “Diese Dynamik kann man sehen.”
Der Bildungsmonitor zeige, dass der Föderalismus zu einem positiven Wettbewerb zwischen den Bundesländern beitrage.  Kramp-Karrenbauer sprach sich dafür aus, weiter zu arbeiten, dass die Qualität in der Bildung besser wird.

INSM-Bildungsmonitor 2008: Sachsen liegt wieder vorn!

Dienstag, den 26. August 2008

INSM-Bildungsmonitor 2008 - hier geht es zur WebseiteIngesamt positive Bilanz des heute vorgelegten INSM-Bildungsmonitors: Auch im vergangenen Jahr hat sich der Zustand der Bildungssysteme in allen 16 Bundesländern weiter verbessert. Gepunktet haben die Länder vor allem beim Fremdensprachenunterricht. Hier stieg die Zahl der Schüler, die Fremdsprachen lernen. Auch die internationale Ausrichtung der Hochschulen ist vorangekommen.

Der Freistaat Sachsen liegt im INSM-Bildungsmonitor wie bereits im vergangenen Jahr vorn, gefolgt von Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern. Schwächen machten die von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) beauftragten Wissenschaftler des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) bei der Ingenieurausbildung sowie bei der nach wie vor nicht ausreichend ausgebauten Ganztagsbetreuung in den Schulen aus. Die ganztätige Betreuung von Kindern, von der vor allem Schüler aus bildungsärmeren und sozial schwächeren Schichten in besonderer Weise profitieren, stagniert nach dem Urteil der Bildungsökononomen “auf niedrigem Niveau”.

Die Wissenschaftler haben für die INSM-Studie über 100 Kriterien ausgewertet. Studienleiter Dr. Hans-Peter Klös beklagte zur Vorstellung der Studie, dass an den Schulen Lehrer in naturwissenschaftlichen Fächern fehlen. Diese brauche es aber, wenn man Schüler “für technische Berufe interessieren” wolle.

INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer verwies auf die aktuellen bildungspolitischen Anstrengungen der Bundesregierung und erklärte zur Präsentation des INSM-Bildungsmonitors 2008: „Wir haben mit dieser Studie erneut einen aktuellen Statusreport über die Stärken und Schwächen unseres Bildungssystems vorgelegt. Das schafft im Vorfeld des geplanten Bildungsgipfels allen Verantwortlichen einen guten Überblick darüber, wo weitere Anstrengungen notwendig sind.“

Lesen Sie mehr über die Studie auf der Webseite www.insm-bildungsmonitor.de.

Hier geht es zur INSM-Pressemitteilung des INSM-Bildungsmonitors 2008.

Projektkontakt: Ronald Voigt, 0221 4981418.

“Wohlstand für alle heißt Bildung für alle.” Bereits Juli hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bildung als Voraussetzung für den beruflichen Einstieg und die Chance zum sozialen Aufstieg in den Mittelpunkt einer Rede gestellt. INSM-Tagebuch hat wichtige Passagen dieser Rede dokumentiert.

Weitere Rankings der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), die sich mit Bildungsthemen beschäftigten:

  • Unicheck: Hier können Studenten ihre Hochschulen online bewerten. Ein Projekt der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).
  • INSM-Politik-Check Schule: Der INSM-Politik-Check Schule stellt den 16 Landesregierungen Zeugnisse für ihre Schulreformpolitik aus.
  • INSM-Kindergartenmonitor: Diese Website schafft Übersicht über die KiTa-Gebührensituation in den 100 größten Städten der Bundesrepublik – ein Service-Angebot für alle Eltern. Diese INSM-Studie stellt die wichtige frühkindliche Bildung und Förderung in den Fokus.

INSM im ersten Halbjahr 2008: alle Infos im neuen INITIATIVE EXPRESS

Sonntag, den 17. August 2008

INSM-Newsletter INITIATIVE EXPRESS erschienenINITIATIVE EXPRESS, der aktuelle Newsletter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, informiert Sie in Wort und Bild über Aktionen, Personen, Podien, Studien und mehr rund um die Arbeit der INSM im ersten Halbjahr 2008.

Aus dem Inhalt:  Einstieg in Arbeit – niemand soll ohne Beschäftigungschance bleiben; Der “Pflegerenditor”: Raffelhüschens neue Internet-Rechenmaschine; Angela Merkel: “Wir müssen allen einen Einstieg ermöglichen und einen Aufstieg erleichtern; Handballweltmeister Heiner Brand über sein Engagement für die INSM; Wissenschaftler-Disput: Hüther und Blankart vs. Horn und Bofinger: Was bringt wirklich mehr Jobs?Einsteiger – Menschen, die einen neuen Job gefunden haben; sechstes INSM-WiWo-Bundesländerranking: Zwei Überraschungssieger im Norden, “Wohlfühl-Süden”; INSM-Schulbuchstudie: In anderen Ländern lernen Schüler besser, wie man Unternehmer wird; INSM-Politik-Check Schule: Erstmals erhielten alle Landesregierungen schulpolitische Zeugnisse; Kooperation von INSM und der Zeitschrift ELTERN: Kindergartenmonitor – der erste bundesweite Kitagebührenvergleich; INSM-Aktion: Happy Birthday Soziale Marktwirtschaft: Grußadressen von zwei früheren Staatsoberhäuptern und vielen weiteren Prominenten; INSM-Fahrtkostenranking: Wie teuer der Weg zu Arbeit wirklich ist – 100 Städte im wissenschaftlichen Vergleich. INSM-Newsletter INITIATIVE EXPRESS als PDF zum Download. 

INSM-Kindergartenmonitor: Zitiert in der Pforzheimer Zeitung

Donnerstag, den 31. Juli 2008

Über “hohe Kindergartengebühren” berichtet heute die Pforzheimer Zeitung unter Berufung auf eine Studie des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg. Es gebe in “Pforzheim großen Verbesserungsbedarf”, was Kindergartengebühren und Kindertagesbetreuung angehe, schreibt das Blatt. Denn nach den Zahlen der Landes-Statistiker befänden sich “in Pforzheim lediglich 5,8 Prozent der Kinder unter drei Jahren in öffentlich geförderten Kindertagesstätten”: “Damit liegt die Goldstadt im Vergleich von 45 baden-württembergischen Städten auf dem vorletzten Platz. Spitzenreiter ist Heidelberg mit 28,6 Prozent”, heißt es in dem Artikel.

In diesem Zusammenhang erwähnt die Pforzheimer Zeitung auch den Kindergartenmonitor der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft).  “So liegt Pforzheim laut einer Studie der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ im Bundesvergleich der Kindergartengebühren in 100 Städten auf Platz 63. Auf Baden-Württemberg beschränkt, schafft es die Stadt sogar nur auf den vorletzten Platz”, so der Bericht.

Die INSM macht sich dafür stark, den halbtägigen Kindergartenbesuch ab dem 3. Lebensjahr kostenfrei zu stellen. Hintergrund: Möglichst viele Kinder sollen in dieser Phase, die Experten das frühkindliche Lernfenster nennen, optimale Förderung erfahren, weil sie dann später erfolgreicher in der Schule und im Beruf sind. Auf der INSM-Website www.einstieg-in-arbeit.de finden Sie mehr zu diesem Thema.

INSM-WILEX: Exklusive Moderation von Barbara Eligmann über Wirtschaftsfakten zum Mitreden

Mittwoch, den 16. Juli 2008

INSM-Videolexikon: Barbara Eligmann moderiert Fakten zum MitredenDie INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) hat Fernseh-Moderatorin Barbara Eligmann als Anchorwoman für das neue INSM-Video-Lexikon WILEX gewonnen.

Es sind Fakten zum Mitreden, zum Beispiel über die Ursachen der Inflation, die Deutschland aktuell erfasst hat, oder auch den Ölpreis, der in den letzten Monaten gestiegen ist, wie kaum je zuvor.

Im Auftrag der INSM vermittelt Barbara Eligmann auch wissenschaftlich fundierte Informationen über steigende Lebensmittelpreise und die Bankenkrise.

INSM-Wilex-Video-Lexikon: moderiert von Barbara EligmannFür die INSM vermittelt Barbara Eligmann auch Hintergrundwissen über die steigenden Lebensmittelpreise und die Bankenkrise.  Weitere Videos werden folgen.

Eine Übersicht der INSM-Wirtschafts-Videos mit Barbara Eligmann finden Sie demnächst hier. Und hier geht es zu weiteren Inhalten des INSM-Video-Wirtschaftslexikons.

Hier geht es zum INSM-Lexikon, das in diesem Fall in geschriebener Form hunderte von wichtigen wirtschaftspolitischen Schlagwörtern sekundenschnell zugänglich macht: Von A wie Arbeit über G wie Globalisierung und S wie Soziale Marktwirtschaft bis Z wie Zahlungsbilanz.

INSM-Kampagne findet prominente Unterstützer für einen besseren Einstieg in Arbeit

Mittwoch, den 16. Juli 2008

INSM-Kampagne Einstieg in Arbeit: Hier geht es zur WebseiteBildungsdefizite, Bürokratie, hohe Lohnzusatzkosten – vom Kindes- bis zum Rentenalter sehen sich die Menschen in Deutschland mit Hürden konfrontiert, die sie daran hindern, durch eigene Arbeit, Initiative und Leistung beruflich erfolgreich zu sein. Unter dem Titel „Einstieg in Arbeit“ hat die INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) eine neue Kampagne aufgelegt. Sie will Wege zu einem einfacheren Einstieg in Arbeit aufzeigen und öffentlich diskutieren, damit zig Tausende Menschen eine neue Chance auf Beschäftigung, auf beruflichen und sozialen Aufstieg erhalten. Unterdessen hat diese Kampagne zahlreiche prominente Unterstützer gefunden. Lesen Sie hier die Statements von Prominenten, die gemeinsam mit der INSM dafür werben, dass zig tausende Menschen den Einstieg in Arbeit schaffen. Zahlreiche Prominente unterstützen die Aktion der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft).

Unterstützt Kampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft: Kochprofi Ralf ZacherlMit dabei sind Die Kochprofis. Kochprofi Ralf Zacherl und seine Kollegen Mario Kotaska, Stefan Marquart sowie Martin Baudrexel unterstützen die INSM-Kampagne, damit “jeder eine Chance bekommt, sein Talent zu entdecken und den Einstieg in Arbeit zu bekommen”. Die TV-Köche verweisen darauf, dass “wir von den Kochprofis” auf unterschiedlichsten Wegen als Köche angefangen und eine Chance bekommen haben, “durch Kreativität und Leistungsbereitschaft erfolgreiche Köche zu werden”.

Unterstützt Kampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft: Schauspieler Ralf MöllerDer Schauspieler und Sportler Ralf Möller („Gladiator“): „Für junge Menschen ist es sehr wichtig, eine Perspektive im Leben zu haben. Deshalb ist es auch so entscheidend, sie beim Ersteinstieg in den Beruf zu unterstützen. Denn nur wer den Einstieg schafft, kann auch aufsteigen. Jede Stufe auf der Karriereleiter muss deshalb einzeln erklommen werden. Um den Einstieg in Arbeit zu schaffen, braucht man eine Menge Eigeninitiative, Mut und den nötigen Ehrgeiz. Nur so übersteht man auch Niederlagen und Enttäuschungen. Mein Tipp: Man muss die Dinge positiv angehen. Mit einem festen Glauben an sich selbst und genügend Durchhaltevermögen kann man jede Hürde meistern.“

Unterstützt Kampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft: Olympiasiegerin Ulrike Nasse-MeyfarthDie Doppel-Olympiasiegerin im Hochsprung, Ulrike Nasse-Meyfarth: „Gerade bei der Bildung müssen wir beispielsweise im Vergleich zu Schweden deutlich zulegen, damit neue Beschäftigung möglich wird.“ Nasse-Meyfarth hatte sich zudem an einer INSM-Aktion vor dem Berliner Reichstag beteiligt, bei der die fünf Haupt-Einstiegshürden thematisiert wurden, die Arbeitsuchende in Deutschland an der Aufnahme einer neuen Beschäftigung hindern.

Unterstützt Kampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft: TV-Star Dieter-Thomas HeckDer Showmaster und TV-Moderator Dieter Thomas Heck: „Als junger Mensch will man sich im Job beweisen und sich weiterentwickeln. Meine Karriere als Entertainer und Sänger startete ich nach einer kaufmännischen Ausbildung. Ich wollte mich unbedingt vor Kamera und Mikrofon beweisen und bekam die Chance. Damit mehr Menschen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erhalten, unterstütze ich die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bei ihrer Kampagne Einstieg in Arbeit.“

Mehr zum Thema finden Sie auf www.einstieginarbeit.de sowie weitere Experten und Prominente, die sich zu diesem Schwerpunktthema der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) äußern.

Evangelische Kirche auf Annäherungskurs zur Sozialen Marktwirtschaft

Donnerstag, den 10. Juli 2008

EKD nähert sich der Sozialen Marktwirtschaft: Erhard würde es freuen

Die Soziale Marktwirtschaft als überlegene Wirtschaftsordnung: Die Evangelische Kirche (EKD) strebt in einer neuen Denkschrift “ein positives Verhältnis zu unternehmerischem Handeln” an, wie der Vorsitzende des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber, schreibt: Auch wenn das Verhältnis von Protestantismus und Unternehmertum in Deutschland “von Spannungen“ nie frei gewesen sei. Die Denkschrift steht für eine ungewohnt optimistische Einschätzung der Globalisierung und lobt die Unternehmer, weil diese versuchten, selbst Probleme zu lösen, anstatt dies vom Staat zu verlangen. Deutschland brauche „eine Kultur der Selbstständigkeit”.

Die Soziale Marktwirtschaft sichere “scharfen Wettbewerb” und zugleich “sozialen Ausgleich”, sie nutze das Streben des Einzelnen nach persönlichem Wohlstand für das Wohl aller. Die EKD erkennt an, dass der freie Markt auch in der Sozialen Marktwirtschaft nicht durch “moralische Appelle” zu steuern sei und in seinem Kern auf dem “Eigeninteresse” beruhe. Die Soziale Marktwirtschaft habe sich in Deutschland aus protestantischem Ethos entwickelt und sei “zum Markenzeichen” für Deutschland geworden und werde gerade in Schwellenländern mehr und mehr als Vorbild genommen.

Eine Gehaltsobergrenze für Managergehälter lehnt die EKD ab. Aus “Gerechtigkeitsgründen” könne man wenig gegen “hohe und höchste Gehälter” sagen, sofern sie auf Leistung beruhten. Der Gesetzgeber soll allenfalls die hohen Abfindungszahlungen begrenzen. Wichtiger sei, die “geschlossene Gesellschaft” unter den Vorständen aufzubrechen und auch dort die Marktkräfte zur Geltung zu bringen.

Die EKD warnt vor pauschalen Verurteilungen, wenn Unternehmen Arbeitsplätze abbauen und gleichzeitig hohe Gewinne erzielen: Hohe Renditen bedeuteten nicht automatisch, dass ein Betrieb auch Arbeitsplätze schaffen könne. Unternehmen müssen sich an den Interessen der Kunden ausrichten. Wer mehr Arbeitsplätze als nötig vorhalte, steige in eine “unverantwortliche Kostenspirale” ein. Verständnis hat die EKD für Beteiligungsunternehmen, die Transparenz schaffen, anders als der alte “Klüngel” der Deutschland AG. Die von Globalisierungskritikern geforderte “Tobin-Steuer” auf Devisenumsätze hält die EKD für unpraktikabel, weil niemand Spekulation von normalen Handelsgeschäften exakt abgrenzen könne.

Hintergrundinformationen zur Sozialen Marktwirtschaft finden Sie im INSM-Dossier Soziale Marktwirtschaft und im INSM-Tagebuch.

INSM-Geschäftsführer Max Höfer bei Symposium des Deutschen Historischen Museums

Donnerstag, den 3. Juli 2008

INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer bei einem Symposium des Deutschen Historischen Museums

Gemeinsam mit den Professoren Thomas Welskopp, Universität Bielefeld, und Jürgen Kocka, Freie Universität Berlin, nahm INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer am 26. Juni an einem Symposium teil, das im Berliner Zeughaus, Unter den Linden, stattfand. Thema der vom Deutschen Historischen Museum durchgeführten Veranstaltung: “Soziale Gerechtigkeit und Unternehmergeist.”Höfer beleuchtete in seinem Vortrag das Thema “Soziale Gerechtigkeit und Soziale Marktwirtschaft”.

Zitate aus dem Vortrag von INSM-Geschäftsführer Höfer:

“Die Soziale Marktwirtschaft erlebt derzeit eine Legitimationskrise. Die Zustimmung ist gesunken verglichen mit dem Nimbus, den das westdeutsche Wirtschaftsmodell etwa noch 1990 bei der Wiedervereinigung besonders bei den Ostdeutschen genoss. Die Rezession in den 90er Jahren und die Wachstumsschwäche von 2001 bis 2005 führten zu einem Vertrauensverlust.”

Allerdings habe es immer wieder Legitimationskrisen gegeben, erklärte Höfer und verwies darauf, dass Ludwig Erhard Anfang der 50er Jahre “einer der unbeliebtesten Politiker Westdeutschlands” gewesen sei. Zum beliebtesten Politiker sei er geworden, “weil er sein Versprechen, „Wohlstand für alle“ eingelöst” habe. Schon damals sei der Ruf nach einem “allesregelnden Staat sehr laut” gewesen. D o ch habe die zerbombte und besiegte Nachkriegsbundesrepublik den Menschen nicht viel zu bieten gehabt.

Höfer weiter: “Die Deutschen waren auf ihre Eigeninitiative angewiesen und Erhard hat genau diese Kräfte freigesetzt”. (…) In den ersten Jahrzehnten der westdeutschen Republik konnte die Marktwirtschaft ihre ganze Effizienz, ihre Verbraucherfreundlichkeit, ihren Erfindungsgeist ausspielen.

“Die Bilanz der Sozialen Marktwirtschaft und Westdeutschlands konnte sich Ende der 60er Jahre, als Erhard als Kanzler zurücktrat, sehen lassen: Wachstumsraten um die 8 Prozent, Arbeitslosigkeit nahezu Null, geringe Staatsverschuldung, die Zinszahlungen machten gerade mal 2 Prozent des Haushalts aus, heute sind es 15 Prozent. Die Geburtenrate war gut, 18 Kinder auf 1000 Einwohner, heute sind es 9 Kinder. Die Kriminalitätsrate nur halb so hoch wie heute. Es hatte sich ein breiter Mittelstand herausgebildet, der seine Kinder in ein expandierendes Bildungssystem schicken konnte. Das wurde als gerecht empfunden.” (…)

“Es ist aber auch klar, dass diese Erfolgskurve in den letzten zwei Jahrzehnten stark abflachte.”

Heute seien die Deutschen “bis weit in die Mittelschichten hinein von Abstiegs- und Verlustängsten geplagt”, so Höfer. “Und wir haben das Gefühl, dass die Marktwirtschaft, der Wettbewerb , für uns ungemütlicher wird. Wir sind skeptisch, ob wir den harten Wettbewerb in der Globalisierung bestehen werden. Die Deutschen glauben heute viel weniger als noch zu Erhards Zeiten, dass es uns allen gut geht, wenn es der Wirtschaft gut geht.”

Die Soziale Marktwirtschaft müsse es “wieder schaffen herauszustellen, dass es ihr auch heute gelingt, wenn auch schwerer als früher, für die große Mehrheit Wohlstand zu schaffen und einen angemessenen Interessenausgleich zu organisieren.” Seinen Vortrag schloss er mit dem Satz: “Mit Erhardscher Ordnungspolitik dafür zu sorgen, dass mehr Arbeitsplätze entstehen, in denen die Menschen Bestätigung und Lebenszufriedenheit erlangen, das könnte auch ein Schritt zu mehr Zufriedenheit mit der Sozialen Marktwirtschaft bedeuten.”

Professor Welskopp referierte über “Soziale Gerechtigkeit zwischen Vormärz und Kaiserreich”. Professor Kocka beschäftigte sich mit “Unternehmungsgeist und Gründerzeiten in Deutschland”. Die Moderation des gut besuchten Symposiums bestritt Dr. Ulrike Laufer vom Deutschen Historischen Museum.

Das schrieben die Veranstalter vom Deutschen Historischen Museum zur Veranstaltung: “Heute wie zur Mitte des 19. Jahrhunderts bildet die Soziale Frage ein zentrales Thema des gesellschaftlichen Diskurses. Das Deutsche Historische Museum möchte die Ergebnisse der Ausstellung Gründerzeit unter dieser Fragestellung in einem Symposium mit ausgesuchten Experten zur Diskussion stellen. Dabei geht es um die unterschiedliche Bedeutung der Begriffe soziale Gerechtigkeit und Unternehmungsgeist in der damaligen und der heutigen Öffentlichkeit, um die Frage von Utopie und Realität der Lösungsvorschläge und -ansätze im 19. Jahrhundert, auch um die Frage, ob die Gründerzeit des 19. Jahrhunderts in irgendeiner Form beispielgebend oder gar vorbildlich für gegenwärtige und künftige Generationen sein können und welchen, vielleicht ganz anderen Herausforderungen sich die junge Generation heute stellen muss.”

Das Programm zur  Veranstaltung mit INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer finden Sie hier.

INSM-Schulbuchstudie: Presseresonanzen von FAZ bis WELT

Donnerstag, den 26. Juni 2008

INSM-PresseresonanzFrankfurter Allgemeine Zeitung, Welt, Westdeutsche Allgemeine und andere Blätter berichteten über die Schulbuchstudie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

“In den Schulbüchern kommt der Gründergeist zu kurz”, titelte die Tageszeitung DIE WELT. Unter Berufung auf die jüngst vorgestellte INSM-Schulbuchstudie schreibt das Blatt, dass beispielsweise schwedische Schüler in ihren Lehrbüchern erfahren, wie man ein Solarium eröffnet. Artikelzitat: “Dieses unternehmerische Szenario, wie es das Leben nicht schöner schreiben könnte, findet sich in einem schwedischen Schulbuch für die Mittelstufe. Im deutschen Pendant sucht man derlei Gedankenexperimente leider vergebens.”

Die in deutschen Schulbüchern dargestellte Wirtschaftswelt präsentiere sich eher aus Arbeitnehmersicht. Das jedenfalls erklärt laut WELT die Studienleiterin Simone Lässig, Leiterin des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig. Im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hatte sie insgesamt 142 deutsche, englische und schwedische Werke auf die Frage hin untersucht, welches Bild von Wirtschaft und Unternehmertum in den Schulbüchern vermittelt wird. Insgesamt, so Lässig, fehle in Deutschland im Vergleich zu Schweden und England die Praxisorientierung.

Zitiert wird in der WELT auch Günter Verheugen, Vizepräsident der EU-Kommission. Der SPD-Politiker war zur Vorstellung der INSM-Studie nach Berlin gekommen. “Wachstum und Beschäftigung hängen wesentlich davon ab, dass wir dazu beitragen, dass unternehmerische Initiative freigesetzt wird”, sagte Verheugen dem WELT-Bericht zufolge.

Weiter heißt es dazu in dem Artikel: “Entrepreneurship Education”, das Fördern unternehmerischer Aktivität und die frühe Vermittlung der Unternehmerperspektive im Schulunterricht, ist auch ein zentrales Anliegen der Europäischen Kommission. Mit der 2006 verabschiedeten sogenannten Oslo-Agenda verständigten sich die EU-Staaten darauf, dass in den Schulen ein Unternehmerbild vermittelt werden müsse, das als Lebensziel für junge Menschen ebenso attraktiv und realistisch erscheint wie das eines Arbeitnehmers. ”

Die INSM-Studie brachte aber auch eine positive Botschaft, die die WELT im Schluss ihres Artikels ausdrücklich würdigt: “In allen drei Ländern bekennen sich die Schulbücher unzweifelhaft zu einer marktwirtschaftlichen Ordnung, heißt es. Seit den 90er-Jahren habe die Ökonomie in den aktuellen Büchern zudem deutlich an Raum gewonnen. Dennoch: Deutsche Schulbücher heben bei wirtschaftlichen Themen noch immer die Rolle des Staates hervor.”

“Unternehmertum soll schon auf der Schulbank gelernt werden”, schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrem Bericht über die Schulbuch-Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Und: “Deutsche Lehrbücher sind staatsgläubiger als schwedische”. Die FAZ beschrieb auch den Auftritt des EU-Kommissars Günter Verheugen zur Vorstellung der INSM-Schulbuchstudie in Berlin. Zitat: “Schulen und Universitäten sollten nicht nur mehr ökonomisches Wissen vermitteln, sondern auch bereits unternehmerisches Denken einüben. Das verlangte EU-Industriekommissar Günter Verheugen am Dienstag in Berlin. Er reagierte damit auf eine internationale Studie, die gerade deutschen Schulbüchern bescheinigte, dass sie wirtschaftliche Selbständigkeit nicht als so erstrebenswert darstellen.”

“Schulbücher ohne Platz für Manager”, so fasste die Mitteldeutsche Zeitung eine aus ihrer Sicht zentrale Botschaft der INSM-Studie zusammen. “Theorie zwei, Praxis fünf: So fällt das deutsche Fazit eines länderübergreifenden Schulbuchvergleichs zu Wirtschaftsthemen aus, der gestern vorgestellt wurde.”

“Firmen kaum Thema in Schulen”, bemängelt die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) in ihrem Bericht über die Schulbuch-Expertise der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Schüler erführen darin “wenig über unternehmerisches Denken und Handeln. Dafür erwerben sie breit angelegte Grundkenntnisse wirtschaftlicher Zusammenhänge”, heißt es in dem WAZ-Bericht über die Vergleichsstudie des Georg- Eckert-Instituts. WAZ-P. S. “Eine weitere Studie – von der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung – wirft den deutschen Schulbuchautoren Wirtschaftsfeindlichkeit vor. “Schüler lernen, dass Unternehmen Arbeitsplätze zerstören, während die Politik der Regierung sie erschaffe”, kritisiert der Autor.”

INSM-Schulbuchstudie: Schwedische und britische Schüler werden besser aufs Unternehmertum vorbereitet als deutsche

Dienstag, den 24. Juni 2008

Günter Verheugen bei der INSM-Pressekonferenz„Wirtschaftlichkeit – ein Muss! Alle Unternehmen streben nach Wirtschaftlichkeit, das heißt Gewinne zu machen“, schreibt das Gesellschaftskundebuch Samhälle (zu deutsch Gesellschaft). Wie Samhälle sind viele schwedische Schulbücher kleine „Gebrauchsanweisungen“ für das Gründen und Führen einer Firma.

“In Schweden wird unternehmerisches Handeln groß geschrieben, selbst der Arbeitnehmer handelt in der skandinavischen Sichtweise unternehmerisch, wenn er seine Arbeitskraft zu Marktpreisen anbietet und sich bildet, um seinen Marktwert zu erhöhen.” So steht es in der Zusammenfassung einer im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) entstandenen Studie von Professor Simone Lässig, Leiterin des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung. Für die INSM hatte Professor Lässig Schulbücher aus Deutschland, Schweden und Großbritannien untersucht.

Professor Lässig stellte die Expertise heute in Berlin gemeinsam mit dem EU-Kommissar Günter Verheugen (SPD) sowie INSM-Geschäftsführer Dieter Rath in Berlin der Presse vor. Verheugen betonte die Notwendigkeit, auch Kinder und junge Menschen schon früh an unternehmerische Inhalte heranzuführen. „Unsere Wirtschaft braucht neue, junge Unternehmer”, erklärte. Deshalb sei mehr Kenntnis über die Wirtschaft im Allgemeinen nötig.” Verheugen: “Diejenigen, die Unternehmerinnen und Unternehmer werden wollen, sollten unterstützt und ermutigt werden.” Moderne Arbeitsmarktpolitik müsse zudem kleinen und mittleren Unternehmen Mut machen und den Rücken stärken, “denn dort entstehen die Ausbildungs- und Arbeitsplätze von morgen und übermorgen”, so der SPD-Politiker.

INSM-Pressekonferenz mit Professor Lässig, INSM-Geschäftsführer Dieter Rath und Günter VerheugenKurzfazit der INSM-Schulbuch-Studie: In schwedischen Schulbüchern wird neben dem Sozialstaat auch unternehmerisches Handeln groß geschrieben: Hier lernen die Schüler praktisch, wie sie ein Unternehmen aufbauen. Hier kann Deutschland von den Schweden lernen, denn Schulbücher hierzulande informieren vor allem über Grundbegriffe der Wirtschaftsordnung und abstrakte Inhalte, statt praktisches Unternehmertum zu vermitteln. Englische und schwedische Schulbücher vermitteln dieses Themenfeld deutlich Einzelfall orientierter, praxisnäher und beispielhafter.

Hier finden Sie mehr zur INSM-Schulbuch-Studie.

Angela Merkel wirbt im FAZ-Interview für bessere Chancen zum Einstieg in Arbeit

Freitag, den 20. Juni 2008

Warb für den Einstieg in Arbeit: Angela Merkel im FAZ-InterviewZitate aus einem FAZ-Interview der Bundeskanzlerin Angela Merkel: Die Kanzlerin über Mindestlohn, falsche Versprechen in der Politik, sowie den Einstieg in Arbeit und die daraus resultierenden Chancen zum Aufstieg.

“Wir sollten uns vor falschen Versprechen hüten und nicht so tun, als könne die Politik zum Beispiel internationale Rohstoffpreise senken oder die Unternehmen zwingen, mit einem staatlich festgelegten einheitlichen flächendeckenden Mindestlohn tatsächlich auch Arbeitsplätze anzubieten. Ein solcher einheitlicher Mindestlohn würde vielmehr wie eine Barrikade für diejenigen wirken, die in den Arbeitsmarkt einsteigen wollen. Das zentrale Versprechen der Sozialen Marktwirtschaft aber lag und liegt darin, Einstieg und Aufstieg für die Menschen zu ermöglichen oder zu erleichtern. Wir müssen uns deshalb darauf konzentrieren …”

Die Kanzlerin machte sich in dem Gespräch für Kombilöhne stark. Dies sei ein “in sozial gerechter und ordnungspolitisch vertretbarer Weg, um Menschen mit geringer Qualifikation und niedriger Produktivität in Arbeit zu bringen”.

Angela Merkel beklagte in dem FAZ-Gespräch, dass in ” Deutschland viele Jahre viel zu wenig in Einstieg und Aufstieg investiert” worden seien. Man habe “Leistungsträger nicht genügend motiviert und zu allem Überfluss mit 1,5 Billionen Euro Staatsverschuldung auf Pump gelebt.”

Mehr zum Thema Einstieg in Arbeit finden Sie hier. www.einstieginarbeit.de.  

Mindestlohn-Dampfer-Demo auf hoher Spree: Medienreaktionen auf Dampfer der INSM und der Gewerkschaft

Freitag, den 20. Juni 2008

INSM-Schiff: Warb für bessere Bildung und fuhr contra MindestlohnDrei Tage lang hatte die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den Ausflugsdampfer “Spree Comtess” gechartert, um dort vom 15. bis zum 17. Juni mit Experten über die Frage zu diskutieren, wie der Einstieg in Arbeit in Deutschland verbessert werden kann. Zur Diskussion gestellt wurden fragen der Bildung, Kind und Karriere sowie auch der geplante Gesetzliche Mindestlohn. Darum ging es am zweiten Tag der INSM-Aktion auf der Spree.

Kreuzte den Weg des INSM-Dampfers: das DGB-SchiffMit ihrer Schiffsaktion auf der Spree setzte die INSM nun auch die Gewerkschaft unter Dampf. „Jobkiller Mindeslohn?“ stand auf einem Transparent an der Reling der von der INSM gecharterten „Spree Comtess“, die auf den Gewässern im Regierungsviertel kreuzte. Da wollte auch der DGB nicht abseits stehen und bestückte seinerseits die MS Luna mit einer Botschaft in seinem Sinne. Am 17. Juni begegneten sich unter den Augen von Kameraleuten beide Schiffe auf der Spree.

„Zwei Boote – zwei Botschaften Demonstrationen für und wider den Mindestlohn auf der Spree“, titelte die Süddeutsche Zeitung über diese Konfrontation auf hoher Spree. Zitat: „Täglich fahren zum Beispiel diverse Spree-Dampfer durch das Regierungsviertel. Die Gäste auf diesen Schiffen sind meist sehr fröhlich und winken den Menschen an Land und auf den anderen Booten zu. Etwas ernsthafter ging es am Dienstag auf der Spree-Comtess und der MS Luna zu. Beide legten um kurz nach halb elf von Anlegestellen in der Nähe der Friedrichstraße ab. Trotz blauen Himmels und Sonnenscheins wirkten die Gäste aber kaum touristisch-fröhlich … Die Erklärung dafür fand sich an der Reling der Dampfer. An der Spree- Comtess prangte ein Plakat mit dem Slogan “Jobkiller Mindestlohn”, an der Reling der MS Luna war zu lesen: “Kein Lohn unter 7, 50 Euro. Deutschland braucht den Mindestlohn.” Den Slogans entsprach das jeweilige Publikum auf den Schiffen: Auf die Luna hatte der DGB geladen, der Deutsche Gewerkschaftsbund, um dort mit Gästen wie Verdi-Chef Frank Bsirske und der SPD-Frau Andrea Nahles sein Plädoyer für Lohnuntergrenzen zu wiederholen. Auf der Comtess durften dagegen Arbeitgebervertreter und Ökonomen auf der Fahrt zur Moltkebrücke ihre Warnung vor Mindestlöhnen zementieren, eingeladen waren sie von der Initiative neue soziale Marktwirtschaft.“

Auch das frühere FDJ-Blatt „Junge Welt“ kümmerte sich um die von INSM und Gewerkschaft inszenierte Dampfer-Demo pro und contra Mindestlohn. „Die Propagandaschlacht um gesetzliche Mindestlöhne hat mittlerweile Berlins Wasserwege erreicht“, so die Schlagzeile. Zitat: „Bei der von Unternehmerverbänden der Metall- und Elektroindustrie finanzierten INSM stand eine Podiumsdiskussion auf dem Program, zu der nicht nur neoliberale Propheten, sondern mit Heiner Flassbeck auch ein profilierter Keynesianer eingeladen wurde. Flasbeck, der unter anderem dem früheren Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine als Staatssekretär diente und mittlerweile Direktor der Welthandels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (UNCTAD) ist, betonte, daß Mindestlöhne sowohl ökonomisch als auch gesellschaftlich ein Gebot der Vernunft seien.

Dies sehen viele Ökonomen allerdings deutlich anders. Lesen sie hier, warum Gesetzliche Mindestlöhne eine Einstellungshürde sind und deshalb Arbeitsuchenden schaden.

Neue INSM-Webseite: Junge Menschen machen Soziale Marktwirtschaft

Mittwoch, den 18. Juni 2008

Hier geht es zur INSM-WebseiteDie Friseurin Ellen Kästner, eine der Protagonistinnen der Einstiegs-Kampagne der INSM, macht mit bei der neuen INSM-Internet-Plattform www.SoMaWi-ist-toll.de. Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hat dieses Portal geschaffen, weil sie jungen Menschen für eine marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung gewinnen will. Die Website stellt auch die angehende Modedesignerin Melissa Lee, den Musiker Maliq, den Sternekoch Marco Müller und Andreas Unterberg, der seinen Traumberuf Pilot anstrebt. Kurzum – alles aktive junge Leute, die ihr Schicksal in die Hand nehmen.

INSM-Credo: “Die Soziale Marktwirtschaft gibt jedem die Chance, aus eigener Kraft seine Ideen und Ziele in Freiheit und eigenverantwortlich umzusetzen. Sie bietet gerade auch jungen Menschen die meisten Wahlmöglichkeiten für ihre Lebensplanung”, heißt es in einer Pressemitteilung zum Launch der neuen INSM-Webseite. Das Portal soll jungen Menschen mit unterschiedlichen Ideen und Fähigkeiten helfen, sich zu vernetzen. Sie können eigene Profile einstellen und Kontakte zu anderen Usern aufnehmen.

“SoMaWi ist toll” will helfen, Projekte auf den Weg zu bringen, mit denen sich junge Menschen erfolgreich in der Sozialen Marktwirtschaft bewegen können. Die INSM hat dafür eine Startfinanzierung von 5.000 Euro für das beste Projekt ausgelobt, das eingereicht wird. Hier geht es zur neuen INSM-Webseite.

Kanzlerin Angela Merkel über den “Einstieg in den Aufstieg” – und: “Wohlstand für alle heißt: Bildung für alle”

Donnerstag, den 12. Juni 2008

INSM-Anzeige: Bundeskanzlerin Merkel in der Pose Ludwig ErhardsSeit jeher macht sich die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) energisch für einen besseren Einstieg in Arbeit statt. Dies sei, so INSM-Botschafter Roland Berger, die Voraussetzung “für beruflichen und gesellschaftlichen Aufstieg”. Dass dieser Zusammenhang auch vielen Verantwortlichen in der Politik bewusst ist, machte die heutige Rede der der Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Festveranstaltung „60 Jahre Soziale Marktwirtschaft“ in Berlin deutlich. An diesem Termin nahm auch INSM-Kuratoriumsvorsitzender Professor Dr. Hans Tietmeyer teil, der seine Karriere als Referent im damals noch von Ludwig Erhard geleiteten Wirtschaftsministerium begann, und ebenfalls eine Rede zum Jubiläum der Sozialen Marktwirtschaft hielt.

Zitate aus der Rede von Bundeskanzlerin Merkel:

“Erhard dachte nicht in den Kategorien des Status quo. Erhard sah die Energie der Eigeninitiative. Erhard spürte die Kraft der Freiheit. Um das zentrale Versprechen seiner sozialen Marktwirtschaft für jeden einzelnen Menschen einzulösen: Einstieg und Aufstieg zu ermöglichen, entsprechend den individuellen Fähigkeiten und Neigungen.

Genau diese Energie der Eigeninitiative, diese Kraft der Freiheit waren es im Übrigen auch, die es möglich machten, 1990 die deutsche Einheit zu gestalten. Trotz allem, was noch zu bewältigen ist, sollten wir nie vergessen: In weniger als 20 Jahren deutscher Einheit ist es gelungen, 40 Jahre Planwirtschaft und die daraus entstandenen Schäden zu überwinden. Das ist alles in allem eine großartige Erfolgsgeschichte.

(…)

Natürlich: Heute sind wir alle schlauer als damals. Heute wissen alle, dass die Erhardschen Reformen ein großer, ein historischer Erfolg waren, der den Deutschen – erst im Westen, später auch im Osten – Wohlstand, Arbeit, Sicherheit und natürlich Freiheit ermöglicht hat. Heute kennen wir alle das Wort vom Wirtschaftswunder, mit dem die Zeit, die im Juni 1948 beginnt, beinahe verklärt wird.

Damals aber stand Erhard zu Beginn fast allein. Das Wunder, von dem wir heute sprechen, wäre beinahe zu Ende gewesen, noch ehe es richtig begonnen hatte. Denn am 12. November 1948 fand der erste und einzige Generalstreik des Nachkriegsdeutschlands statt, der die Erhardschen Reformen beenden sollte. Wie gut, dass Erhard die Nerven behielt; wie gut, dass er ein klares Ziel vermitteln konnte und wie gut, dass er das Steuer gerade hielt, bis sich der Erfolg für alle offenbarte. Wie gut also, dass er beharrlich blieb.

(…)

Aber gerade eine Festveranstaltung wie die heutige zu 60 Jahre Soziale Marktwirtschaft bietet die Chance, über all diese Aufgaben hinaus zu schauen, den Blick auf das Eine zu lenken, was aus meiner Sicht das zentrale Versprechen der sozialen Marktwirtschaft vor 60 Jahren war und was das zentrale Versprechen der sozialen Marktwirtschaft auch in den kommenden 60 Jahren sein sollte.

Es ist – ich sagte es schon kurz zu Beginn – das Thema Einstieg und Aufstieg. Es ermöglicht dem Menschen, die Kraft der Freiheit auch zu leben.

Ich bin zutiefst davon überzeugt: Wettbewerb als zentrales Element der sozialen Marktwirtschaft kann nur überzeugen, wenn unsere Gesellschaft Einstieg und Aufstieg möglich macht, wenn sie also – mit einem Wort – durchlässig ist.

(…)

Dazu müssen wir die Talente von allen Menschen bei uns fördern. Wir müssen allen einen Einstieg ermöglichen und einen Aufstieg erleichtern. Das zu schaffen, das hat unser Land nach 1948 stark gemacht. Das brauchen wir auch für die Zukunft. Das belebt unser Land, und das ist gerecht und das klappt vielleicht schon öfter, als wir denken.

(…)

Aus der Erfahrung der letzten Jahre wissen wir: Das Aufstocken bringt Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit. Wenn wir dagegen flächendeckend Mindestlöhne einführten, gefährdeten wir Hunderttausende Arbeitsplätze. Vor allem aber erschwerten wir den Einstieg. Ein flächendeckender einheitlicher Mindestlohn ist wie eine Barrikade rund um den Arbeitsmarkt.

Deshalb müssen wir mit den Löhnen intelligent umgehen, damit möglichst jeder einen Einstieg in Arbeit findet und damit einen Einstieg in den Aufstieg.

Aber das zeigt auch das Wichtigste. Deutschland muss ein Hochlohnland bleiben. Dafür muss es ein Hochleistungsland sein. Und das wiederum heißt: Aus allen Talenten, die wir haben, müssen wir etwas machen.

INSM-Unterstützerin Ulrike Nasse-Meyfarth bei der Hürden-Aktion am ReichstagUnd so führen uns diese Überlegungen zu dem für Einstieg und Aufstieg entscheidenden, dem zentralen Stichwort unserer Zeit: Bildung!

Ich sage es in einem Satz: Wir müssen die Bildungsrepublik Deutschland werden.

Das ist es, was unsere Zukunft für die nächsten Jahrzehnte sichert.

(…)

Ludwig Erhards große Verheißung in schwierigsten Zeiten hieß: Wohlstand für alle. (…)
Unseren so umfassend verstandenen Wohlstand weiter sichern zu wollen, den materiellen wie den immateriellen – das heißt dann heute: Bildung für alle.

Oder noch klarer: Wohlstand für alle heißt heute: Bildung für alle.

Bildung für alle – das schafft die Voraussetzungen dafür,

- dass jeder seine Chancen nutzen kann, unabhängig von der sozialen Lebenssituation seiner Eltern … .

(…)

Wohlstand für alle heißt heute und morgen: Bildung für alle.

Unser Land muss sich darauf in allen Bereichen vorbereiten. Ich selbst werde mich auch ganz persönlich dieser Sache annehmen, unter anderem mit einer Bildungsreise durch die Bildungsrepublik Deutschland, vom Kindergarten bis zur Seniorenfakultät, von der Berufsschule bis zu privaten Elterninitiativen, in Gesprächen mit Experten und Bürgern. Dies wird münden in einen nationalen Bildungsgipfel, den ich zusammen mit den Bundesländern im Oktober dieses Jahres durchführen werde.

(…)

Bildung für alle – wenn wir dies als zentrale Aufgabe des nächsten Jahrzehnts angehen, dann kann unser Land zum 100. Geburtstag der sozialen Marktwirtschaft feststellen: Die soziale Marktwirtschaft hat sich auch in einer zusammengewachsenen Welt als das wirtschaftliche und soziale Erfolgsmodell unseres Landes bewährt. Sie löst auch heute ihr zentrales Versprechen ein, jedem Einzelnen entsprechend seinen Fähigkeiten und Neigungen Einstieg und Aufstieg zu ermöglichen.

Das zu schaffen ist jede Mühe wert. Dann wird es – um noch einmal Ludwig Erhards Worte aufzugreifen – noch besser. Von Tag zu Tag immer besser. Dafür lohnt sich große Verantwortungsfreude. …”