Archiv der Kategorie 'Globalisierung'

BILD löst Gerechtigkeitsdebatte um Beamtenpensionen aus – INSM hatte

Mittwoch, den 20. August 2008

Laut BILD-Zeitung hat sich SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz für eine grundlegende Reform der Beamtenpensionen ausgesprochen. “Beim jetzigen System stellt sich die Frage der Gerechtigkeit”, zitiert ihn das Blatt. Weiter führte Wiefelspütz aus, dass mittelfristig Renten- und Pensionssystem angeglichen werden müssten. “Es kann nicht sein, dass die Arbeit eines Angestellten weniger wert ist als die Arbeit eines Beamten. Sowohl Angestellte als auch Beamte müssen ins gleiche Rentensystem einzahlen.”

Korrekturbedarf sieht auch Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) laut BILD: ”Alle Elemente der Rentenreform (zum Beispiel Abschläge, Lebensarbeitszeit) müssen wirkungsgleich auf die Beamten übertragen werden.” Der frühere Verteidigungsminister und Staatsrechtler Rupert Scholz hält es demnach für die “gerechteste und sauberste Regelung”, “die Pensionen abzuschaffen.”

Schrieb INSM-Studie zu den Beamtenpensionen: Professor Winfried FuestBereits Ende November 2007 hatte die INSM eine Expertise von Professor Winfried Fuest zum Thema Beamtenpensionen vorgelegt. Das Papier hatte damals bereits eine breite Debatte ausgelöst, die bis weit ins Jahr 2008 hineinreichte. Der Kölner Ökonom war in exklusiven Berechnungen für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft zu dem Ergebnis gekommen, dass die Durchschnitts-Pensionen den Standardrenten bereits seit Mitte der 90er Jahre davongeeilt sind. Fuest damals: “Die Kluft wird weiter wachsen. Wenn die Altersversorgung im Öffentlichen Dienst nicht radikal reformiert wird, könnte ein Durchschnittspensionär in gut einem Jahrzehnt rund 125 Prozent mehr Geld bekommen als der durchschnittliche Rentner.”

Hier finden Sie die komplette Expertise im Auftrag der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) sowie die Presseinformation zur INSM-Studie.

Hier geht es zu weiteren Resonanzen auf die INSM-Studie zur Altersverorgung im Öffentlichen Dienst.

Alles zum Thema Beamtenpensionen im INSM-Tagebuch. 

Braunschweiger Zeitung berichtet über INSM-Fahrtkostenranking

Montag, den 18. August 2008

INSM-Fahrtkostenranking: der Kostenvergleich für Berufspendler“So teuer ist die Fahrt zur Arbeit”, titelte in der vergangenen Woche die Braunschweiger Zeitung unter Berufung auf das INSM-Fahrtkostenranking. Im Schnitt bezahlt danach ein Braunschweiger Pendler 1824 Euro im Jahr.

Zum Stadtprofil von Braunschweig.

Streit über Kosten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes: Handelsblatt nennt Kommissionspapier der Antidiskriminierungsstelle “dreistes Gutachten”

Freitag, den 15. August 2008

Die Vorsitzende der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Martina Köppen, ist gestern vor der Berliner Presse getreten, um Zahlen einer INSM-Studie des Dortmunder Controlling-Professors Andreas Hoffjan über die Kostenwirkungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) öffentlich in Zweifel ziehen. Sie stützte sich bei ihrer Kritik an der Studie auf ein Kurzpapier einer Kommission, die sie vor einem Jahr nach Publikation der Expertise der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft einrichten hatte lassen und wollte von den von Hoffjan prognostizierten Zahlen nur einen sehr geringen Teil bestätigen.

In der Presse wurde der Auftritt Köppens unter anderem wie folgt gewürdigt: “Dreistes Gutachten”, titelte ein Kommentator des Handelsblattes – und meinte das gestern vorgelegte Papier der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Zitat: “Es ist schon dreist, wie die Politik ihren einstigen Tabubruch gegenüber den Unternehmen übertünchen will. Die Antidiskriminierungsstelle wirft der für die Milliardenschätzung zuständigen arbeitgebernahen “Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft” vor, unseriöse Zahlen in die Welt hinauszuposaunen. Gleichzeitig räumt der Vorsitzende der wissenschaftlichen Kommission der Antidiskriminierungsstelle, Heinrich Wilms, ein, die von ihm angegebenen 26 Millionen Euro seien eine Schätzung. Sie beruhe auf genau dieser rund ein Jahr alten Studie, die nicht repräsentativ sei. Es gehört schon eine gehörige Portion Frechheit dazu, damit auf den Markt zu gehen.

Köppen hatte sich unter anderem auch darauf berufen, dass die befürchtete Klagewelle in Folge des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes bislang ausgeblieben sei. Dazu meint der Autor des Handelsblatt-Berichtes: “Das Bundesarbeitsgericht musste noch keinen AGG-Fall entscheiden – doch das ist nur eine Frage der Zeit. Dann werden sich die finanziellen Auswirkungen auf die Wirtschaft wirklich zeigen.”

Nach einem Bericht der Leipziger Volkszeitung (LVZ) bleiben die Wirtschaftsverbände bei ihrer Kritik: “Es stehen jetzt Zahlen gegen Zahlen”, zitiert das Blatt Hildegard Reppelmund, Rechtsexpertin des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. “Der erhöhte Dokumentationsaufwand für die Firmen sei Fakt.”

Die LVZ ließ auch den Autor der INSM-Studie zu Wort kommen. “Andreas Hoffjan, Mitverfasser der Studie des Verbandes, betonte, dass es ein Jahr nach Veröffentlichung keine andere Untersuchung mit einer vergleichbaren Datenbasis gebe. Zudem wundere er sich, `dass es der Kommission der Bundesregierung in einem Jahr nicht gelungen ist, eigene Daten zu erheben´.”

Laut Handelsblatt wunderte sich auch DIHK-Rechtsexpertin Reppelmund, dass die Studie der wissenschaftlichen Kommission der Antidiskriminierungsstelle des Bundes “nur direkte Kosten berücksichtige und keine eigenen Zahlen erhoben habe”.

“Bizarrer Streit ums Geld”, überschrieb die Frankfurter Rundschau in Ihrem Bericht über die Pressekonferenz der Antidiskriminierungsstelle. “Auf Nachfrage muss die Bundesstelle einräumen, dass sie keine eigenen Berechnungen angestellt hat“, heißt es in dem FR-Artikel.

Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung stellte in ihrem Bericht auf die fehlende Zahlenbasis der Kritik von Bundes-Seite ab. Der Vorsitzende der Kommission der Antidiskriminierungsstelle, Heinrich Wilms, räumte dem FAZ-Bericht zufolge ein, “die 26 Millionen Euro seien keine eigene, präzisere Schätzung, sondern lediglich das Ergebnis einer kritischen Analyse der Untersuchung”: “Eine eigene Studie über Nutzen und Kosten werde man später vorlegen. Der Verfasser der INSM-Schätzung, Andreas Hoffjan, nannte die Vorwürfe `substanzarm´, so die FAZ.

Die Tageszeitung DIE WELT schließlich zitierte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt: “Die Studie des Bundes verkenne die wahren Kosten.”

INSM-Kampagne Einstieg in Arbeit: Kachelmann macht mit

Dienstag, den 5. August 2008

INSM-Kampagne Einstieg in Arbeit: Jörg Kachelmann macht mitGemeinsam mit anderen Prominenten wie Dieter Thomas Heck, Ralf Zacherl von den Kochprofis und Fußballnationalspieler Christoph Metzelder beteiligt sich TV-Wetterprophet Jörg Kachelmann an der INSM-Kampagne Einstieg in Arbeit.

“Als Schweizer, der auch in Deutschland eine Firma mit inzwischen über 50 MitarbeiterInnen gegründet hat, wundert mich, wie der deutsche Gesetzgeber den Arbeitsmarkt kaputt reguliert”, so Kachelmann in seinem Statement. Tatsächlich hat die Schweiz einen im Vergleich zu Deutschland sehr wenig regulierten Arbeitsmarkt mit einem nur sehr schwach ausgesprägten Kündigungsschutz. Vor diesem Hintergrund herrscht in der Schweiz nahezu Vollbeschäftigung.  

Dazu Kachelmann auf dem Portal Einstieg in Arbeit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft weiter: “Je weniger seltsame Vorschriften es gibt, desto weniger Arbeitslosigkeit gibt es auch, wie man in der Schweiz und in anderen Ländern unschwer nachvollziehen kann.”

Kachelmann ist Journalist, Moderator und Unternehmer.

Hintergrundinformationen zum Erfolgsmodell des Schweizer Arbeitsmarktes finden Sie im INSM-Tagebuch beispielsweise hier.

INSM-Unterstützerin Silvana Koch-Mehrin in der Schwäbischen Zeitung: “Mehr Bürgernähe, weniger Bürokratie”

Freitag, den 25. Juli 2008

INSM-Unterstützerin Silvana Koch-MehrinDie Schwäbische Zeitung porträtierte gestern die Europaparlamentarierin und INSM-Unterstützerin Dr. Silvana Koch-Mehrin. Titel des Berichtes: “Es geht nur gemeinsam”. “Bei aller Kritik” sei Silvana Koch-Mehrin (FDP) “überzeugte Europäerin”. Weiter heißt es in dem Bericht:

“Die Liberale hebt Verbesserungen wie etwa Bürgerentscheide hervor und begrüßt, dass durch die intensiven Debatten “jetzt wieder mehr Interesse an europäischen Themen besteht”. Mehr Bürgernähe, weniger Bürokratie – in diesen Schlagworten lässt sich ihre Haltung zusammenfassen.”

Geopolitisches Credo von Silvana Koch-Mehrin: Die Politik müsse sich so ändern, “dass diejenigen, die sich durch eine illegale Einreise ein besseres Leben erhoffen, in ihren Heimatländern bleiben können. Etwa, indem die Märkte für Agrarerzeugnisse geöffnet werden. ”

Mehr über Silvana Koch-Mehrin im INSM-Tagebuch.

INSM-Bundesländerranking im Ringstorff-Interview der Illustrierten SUPER ILLU

Freitag, den 18. Juli 2008

INSM-Bundesländerranking 2008: Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschef Harald Ringstorff im SUPER ILLU-InterviewSelbstbewusst ist Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) in einem Interview mit der Zeitschrift SUPER ILLU dem Eindruck entgegengetreten, sein Bundesland sei auf Dauer rückständig. Der Redakteur hatte den Regierungschef mit einem Zitat des Reichskanzlers Bismarck konfrontiert. Dieser hatte einmal scherzhaft gesagt: “Wenn die Welt untergeht, so ziehe ich nach Mecklenburg, dort geschieht alles 50 Jahre später.”

Antwort Ringstorff: “Der Mann hat sich kräftig geirrt. Nach einer Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft stehen wir in der Dynamik der Entwicklung in Deutschland an zweiter Stelle. Das zeigt, wo es bei uns hingeht. Übrigens haben wir in der gewerblichen Wirtschaft mit 19, 5 Prozent 2007 die höchsten Zuwachsraten in Deutschland – und der Fremdenverkehr hat daran einen gewichtigen Anteil.”

Ringstorff bezog sich dabei auf das jüngst veröffentlichte Bundesländerranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Mecklenburg-Vorpommern hatte darin mit Platz 2 abgeschnitten.

Hier finden Sie das Länderprofil von Mecklenburg-Vorpommern zum Download.

Hier geht es zum Bundesländerranking von INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) und WirtschaftsWoche. 

INSM-WILEX: Exklusive Moderation von Barbara Eligmann über Wirtschaftsfakten zum Mitreden

Mittwoch, den 16. Juli 2008

INSM-Videolexikon: Barbara Eligmann moderiert Fakten zum MitredenDie INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) hat Fernseh-Moderatorin Barbara Eligmann als Anchorwoman für das neue INSM-Video-Lexikon WILEX gewonnen.

Es sind Fakten zum Mitreden, zum Beispiel über die Ursachen der Inflation, die Deutschland aktuell erfasst hat, oder auch den Ölpreis, der in den letzten Monaten gestiegen ist, wie kaum je zuvor.

Im Auftrag der INSM vermittelt Barbara Eligmann auch wissenschaftlich fundierte Informationen über steigende Lebensmittelpreise und die Bankenkrise.

INSM-Wilex-Video-Lexikon: moderiert von Barbara EligmannFür die INSM vermittelt Barbara Eligmann auch Hintergrundwissen über die steigenden Lebensmittelpreise und die Bankenkrise.  Weitere Videos werden folgen.

Eine Übersicht der INSM-Wirtschafts-Videos mit Barbara Eligmann finden Sie demnächst hier. Und hier geht es zu weiteren Inhalten des INSM-Video-Wirtschaftslexikons.

Hier geht es zum INSM-Lexikon, das in diesem Fall in geschriebener Form hunderte von wichtigen wirtschaftspolitischen Schlagwörtern sekundenschnell zugänglich macht: Von A wie Arbeit über G wie Globalisierung und S wie Soziale Marktwirtschaft bis Z wie Zahlungsbilanz.

Evangelische Kirche auf Annäherungskurs zur Sozialen Marktwirtschaft

Donnerstag, den 10. Juli 2008

EKD nähert sich der Sozialen Marktwirtschaft: Erhard würde es freuen

Die Soziale Marktwirtschaft als überlegene Wirtschaftsordnung: Die Evangelische Kirche (EKD) strebt in einer neuen Denkschrift “ein positives Verhältnis zu unternehmerischem Handeln” an, wie der Vorsitzende des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber, schreibt: Auch wenn das Verhältnis von Protestantismus und Unternehmertum in Deutschland “von Spannungen“ nie frei gewesen sei. Die Denkschrift steht für eine ungewohnt optimistische Einschätzung der Globalisierung und lobt die Unternehmer, weil diese versuchten, selbst Probleme zu lösen, anstatt dies vom Staat zu verlangen. Deutschland brauche „eine Kultur der Selbstständigkeit”.

Die Soziale Marktwirtschaft sichere “scharfen Wettbewerb” und zugleich “sozialen Ausgleich”, sie nutze das Streben des Einzelnen nach persönlichem Wohlstand für das Wohl aller. Die EKD erkennt an, dass der freie Markt auch in der Sozialen Marktwirtschaft nicht durch “moralische Appelle” zu steuern sei und in seinem Kern auf dem “Eigeninteresse” beruhe. Die Soziale Marktwirtschaft habe sich in Deutschland aus protestantischem Ethos entwickelt und sei “zum Markenzeichen” für Deutschland geworden und werde gerade in Schwellenländern mehr und mehr als Vorbild genommen.

Eine Gehaltsobergrenze für Managergehälter lehnt die EKD ab. Aus “Gerechtigkeitsgründen” könne man wenig gegen “hohe und höchste Gehälter” sagen, sofern sie auf Leistung beruhten. Der Gesetzgeber soll allenfalls die hohen Abfindungszahlungen begrenzen. Wichtiger sei, die “geschlossene Gesellschaft” unter den Vorständen aufzubrechen und auch dort die Marktkräfte zur Geltung zu bringen.

Die EKD warnt vor pauschalen Verurteilungen, wenn Unternehmen Arbeitsplätze abbauen und gleichzeitig hohe Gewinne erzielen: Hohe Renditen bedeuteten nicht automatisch, dass ein Betrieb auch Arbeitsplätze schaffen könne. Unternehmen müssen sich an den Interessen der Kunden ausrichten. Wer mehr Arbeitsplätze als nötig vorhalte, steige in eine “unverantwortliche Kostenspirale” ein. Verständnis hat die EKD für Beteiligungsunternehmen, die Transparenz schaffen, anders als der alte “Klüngel” der Deutschland AG. Die von Globalisierungskritikern geforderte “Tobin-Steuer” auf Devisenumsätze hält die EKD für unpraktikabel, weil niemand Spekulation von normalen Handelsgeschäften exakt abgrenzen könne.

Hintergrundinformationen zur Sozialen Marktwirtschaft finden Sie im INSM-Dossier Soziale Marktwirtschaft und im INSM-Tagebuch.

Mindestlohn-Dampfer-Demo auf hoher Spree: Medienreaktionen auf Dampfer der INSM und der Gewerkschaft

Freitag, den 20. Juni 2008

INSM-Schiff: Warb für bessere Bildung und fuhr contra MindestlohnDrei Tage lang hatte die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) den Ausflugsdampfer “Spree Comtess” gechartert, um dort vom 15. bis zum 17. Juni mit Experten über die Frage zu diskutieren, wie der Einstieg in Arbeit in Deutschland verbessert werden kann. Zur Diskussion gestellt wurden fragen der Bildung, Kind und Karriere sowie auch der geplante Gesetzliche Mindestlohn. Darum ging es am zweiten Tag der INSM-Aktion auf der Spree.

Kreuzte den Weg des INSM-Dampfers: das DGB-SchiffMit ihrer Schiffsaktion auf der Spree setzte die INSM nun auch die Gewerkschaft unter Dampf. „Jobkiller Mindeslohn?“ stand auf einem Transparent an der Reling der von der INSM gecharterten „Spree Comtess“, die auf den Gewässern im Regierungsviertel kreuzte. Da wollte auch der DGB nicht abseits stehen und bestückte seinerseits die MS Luna mit einer Botschaft in seinem Sinne. Am 17. Juni begegneten sich unter den Augen von Kameraleuten beide Schiffe auf der Spree.

„Zwei Boote – zwei Botschaften Demonstrationen für und wider den Mindestlohn auf der Spree“, titelte die Süddeutsche Zeitung über diese Konfrontation auf hoher Spree. Zitat: „Täglich fahren zum Beispiel diverse Spree-Dampfer durch das Regierungsviertel. Die Gäste auf diesen Schiffen sind meist sehr fröhlich und winken den Menschen an Land und auf den anderen Booten zu. Etwas ernsthafter ging es am Dienstag auf der Spree-Comtess und der MS Luna zu. Beide legten um kurz nach halb elf von Anlegestellen in der Nähe der Friedrichstraße ab. Trotz blauen Himmels und Sonnenscheins wirkten die Gäste aber kaum touristisch-fröhlich … Die Erklärung dafür fand sich an der Reling der Dampfer. An der Spree- Comtess prangte ein Plakat mit dem Slogan “Jobkiller Mindestlohn”, an der Reling der MS Luna war zu lesen: “Kein Lohn unter 7, 50 Euro. Deutschland braucht den Mindestlohn.” Den Slogans entsprach das jeweilige Publikum auf den Schiffen: Auf die Luna hatte der DGB geladen, der Deutsche Gewerkschaftsbund, um dort mit Gästen wie Verdi-Chef Frank Bsirske und der SPD-Frau Andrea Nahles sein Plädoyer für Lohnuntergrenzen zu wiederholen. Auf der Comtess durften dagegen Arbeitgebervertreter und Ökonomen auf der Fahrt zur Moltkebrücke ihre Warnung vor Mindestlöhnen zementieren, eingeladen waren sie von der Initiative neue soziale Marktwirtschaft.“

Auch das frühere FDJ-Blatt „Junge Welt“ kümmerte sich um die von INSM und Gewerkschaft inszenierte Dampfer-Demo pro und contra Mindestlohn. „Die Propagandaschlacht um gesetzliche Mindestlöhne hat mittlerweile Berlins Wasserwege erreicht“, so die Schlagzeile. Zitat: „Bei der von Unternehmerverbänden der Metall- und Elektroindustrie finanzierten INSM stand eine Podiumsdiskussion auf dem Program, zu der nicht nur neoliberale Propheten, sondern mit Heiner Flassbeck auch ein profilierter Keynesianer eingeladen wurde. Flasbeck, der unter anderem dem früheren Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine als Staatssekretär diente und mittlerweile Direktor der Welthandels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (UNCTAD) ist, betonte, daß Mindestlöhne sowohl ökonomisch als auch gesellschaftlich ein Gebot der Vernunft seien.

Dies sehen viele Ökonomen allerdings deutlich anders. Lesen sie hier, warum Gesetzliche Mindestlöhne eine Einstellungshürde sind und deshalb Arbeitsuchenden schaden.

INSM-WiWo-Bundesländerranking 2008 wird in Berlin vorgestellt: Der neue Ministerpräsident des Jahres steht fest

Donnerstag, den 12. Juni 2008

INSM-WiWo-Bundesländerranking 2008Wissenschaftlich haben Ökonomen der IW Consult GmbH im Auftrag von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und WirtschaftsWoche zum sechsten Mal die wirtschaftschaftliche Leistungsfähigkeit aller 16 Bundesländer untersucht. Heute, Freitag, ab 11 Uhr, wird die Expertise im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin vorgestellt. Ab heute Mittag stehen die Ergebnisse dieser aus 98 wirtschaftlichen und strukturellen Daten zusammengesetzten Studie auf www.insm-bundeslaenderranking.de zur Auswertung im Internet. Der Regierungschef des Dynamiksiegers im INSM-WiWo-Bundesländerranking 2008 wird Ministerpräsident des Jahres. In diesem Jahr gibt es einen Überraschungssieger, der nicht aus dem Süden der Republik kommt.

Weitere Rankings der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft)

Auf den unterschiedlichsten Feldern sorgt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) durch wissenschaftlich fundierte Studien für mehr Transparenz. Dies ist eine zentrale Voraussetzung für einen fruchtbaren und der Allgemeinheit dienenden Wettbewerb.

Kanzlerin Angela Merkel über den “Einstieg in den Aufstieg” – und: “Wohlstand für alle heißt: Bildung für alle”

Donnerstag, den 12. Juni 2008

INSM-Anzeige: Bundeskanzlerin Merkel in der Pose Ludwig ErhardsSeit jeher macht sich die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) energisch für einen besseren Einstieg in Arbeit statt. Dies sei, so INSM-Botschafter Roland Berger, die Voraussetzung “für beruflichen und gesellschaftlichen Aufstieg”. Dass dieser Zusammenhang auch vielen Verantwortlichen in der Politik bewusst ist, machte die heutige Rede der der Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Festveranstaltung „60 Jahre Soziale Marktwirtschaft“ in Berlin deutlich. An diesem Termin nahm auch INSM-Kuratoriumsvorsitzender Professor Dr. Hans Tietmeyer teil, der seine Karriere als Referent im damals noch von Ludwig Erhard geleiteten Wirtschaftsministerium begann, und ebenfalls eine Rede zum Jubiläum der Sozialen Marktwirtschaft hielt.

Zitate aus der Rede von Bundeskanzlerin Merkel:

“Erhard dachte nicht in den Kategorien des Status quo. Erhard sah die Energie der Eigeninitiative. Erhard spürte die Kraft der Freiheit. Um das zentrale Versprechen seiner sozialen Marktwirtschaft für jeden einzelnen Menschen einzulösen: Einstieg und Aufstieg zu ermöglichen, entsprechend den individuellen Fähigkeiten und Neigungen.

Genau diese Energie der Eigeninitiative, diese Kraft der Freiheit waren es im Übrigen auch, die es möglich machten, 1990 die deutsche Einheit zu gestalten. Trotz allem, was noch zu bewältigen ist, sollten wir nie vergessen: In weniger als 20 Jahren deutscher Einheit ist es gelungen, 40 Jahre Planwirtschaft und die daraus entstandenen Schäden zu überwinden. Das ist alles in allem eine großartige Erfolgsgeschichte.

(…)

Natürlich: Heute sind wir alle schlauer als damals. Heute wissen alle, dass die Erhardschen Reformen ein großer, ein historischer Erfolg waren, der den Deutschen – erst im Westen, später auch im Osten – Wohlstand, Arbeit, Sicherheit und natürlich Freiheit ermöglicht hat. Heute kennen wir alle das Wort vom Wirtschaftswunder, mit dem die Zeit, die im Juni 1948 beginnt, beinahe verklärt wird.

Damals aber stand Erhard zu Beginn fast allein. Das Wunder, von dem wir heute sprechen, wäre beinahe zu Ende gewesen, noch ehe es richtig begonnen hatte. Denn am 12. November 1948 fand der erste und einzige Generalstreik des Nachkriegsdeutschlands statt, der die Erhardschen Reformen beenden sollte. Wie gut, dass Erhard die Nerven behielt; wie gut, dass er ein klares Ziel vermitteln konnte und wie gut, dass er das Steuer gerade hielt, bis sich der Erfolg für alle offenbarte. Wie gut also, dass er beharrlich blieb.

(…)

Aber gerade eine Festveranstaltung wie die heutige zu 60 Jahre Soziale Marktwirtschaft bietet die Chance, über all diese Aufgaben hinaus zu schauen, den Blick auf das Eine zu lenken, was aus meiner Sicht das zentrale Versprechen der sozialen Marktwirtschaft vor 60 Jahren war und was das zentrale Versprechen der sozialen Marktwirtschaft auch in den kommenden 60 Jahren sein sollte.

Es ist – ich sagte es schon kurz zu Beginn – das Thema Einstieg und Aufstieg. Es ermöglicht dem Menschen, die Kraft der Freiheit auch zu leben.

Ich bin zutiefst davon überzeugt: Wettbewerb als zentrales Element der sozialen Marktwirtschaft kann nur überzeugen, wenn unsere Gesellschaft Einstieg und Aufstieg möglich macht, wenn sie also – mit einem Wort – durchlässig ist.

(…)

Dazu müssen wir die Talente von allen Menschen bei uns fördern. Wir müssen allen einen Einstieg ermöglichen und einen Aufstieg erleichtern. Das zu schaffen, das hat unser Land nach 1948 stark gemacht. Das brauchen wir auch für die Zukunft. Das belebt unser Land, und das ist gerecht und das klappt vielleicht schon öfter, als wir denken.

(…)

Aus der Erfahrung der letzten Jahre wissen wir: Das Aufstocken bringt Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit. Wenn wir dagegen flächendeckend Mindestlöhne einführten, gefährdeten wir Hunderttausende Arbeitsplätze. Vor allem aber erschwerten wir den Einstieg. Ein flächendeckender einheitlicher Mindestlohn ist wie eine Barrikade rund um den Arbeitsmarkt.

Deshalb müssen wir mit den Löhnen intelligent umgehen, damit möglichst jeder einen Einstieg in Arbeit findet und damit einen Einstieg in den Aufstieg.

Aber das zeigt auch das Wichtigste. Deutschland muss ein Hochlohnland bleiben. Dafür muss es ein Hochleistungsland sein. Und das wiederum heißt: Aus allen Talenten, die wir haben, müssen wir etwas machen.

INSM-Unterstützerin Ulrike Nasse-Meyfarth bei der Hürden-Aktion am ReichstagUnd so führen uns diese Überlegungen zu dem für Einstieg und Aufstieg entscheidenden, dem zentralen Stichwort unserer Zeit: Bildung!

Ich sage es in einem Satz: Wir müssen die Bildungsrepublik Deutschland werden.

Das ist es, was unsere Zukunft für die nächsten Jahrzehnte sichert.

(…)

Ludwig Erhards große Verheißung in schwierigsten Zeiten hieß: Wohlstand für alle. (…)
Unseren so umfassend verstandenen Wohlstand weiter sichern zu wollen, den materiellen wie den immateriellen – das heißt dann heute: Bildung für alle.

Oder noch klarer: Wohlstand für alle heißt heute: Bildung für alle.

Bildung für alle – das schafft die Voraussetzungen dafür,

- dass jeder seine Chancen nutzen kann, unabhängig von der sozialen Lebenssituation seiner Eltern … .

(…)

Wohlstand für alle heißt heute und morgen: Bildung für alle.

Unser Land muss sich darauf in allen Bereichen vorbereiten. Ich selbst werde mich auch ganz persönlich dieser Sache annehmen, unter anderem mit einer Bildungsreise durch die Bildungsrepublik Deutschland, vom Kindergarten bis zur Seniorenfakultät, von der Berufsschule bis zu privaten Elterninitiativen, in Gesprächen mit Experten und Bürgern. Dies wird münden in einen nationalen Bildungsgipfel, den ich zusammen mit den Bundesländern im Oktober dieses Jahres durchführen werde.

(…)

Bildung für alle – wenn wir dies als zentrale Aufgabe des nächsten Jahrzehnts angehen, dann kann unser Land zum 100. Geburtstag der sozialen Marktwirtschaft feststellen: Die soziale Marktwirtschaft hat sich auch in einer zusammengewachsenen Welt als das wirtschaftliche und soziale Erfolgsmodell unseres Landes bewährt. Sie löst auch heute ihr zentrales Versprechen ein, jedem Einzelnen entsprechend seinen Fähigkeiten und Neigungen Einstieg und Aufstieg zu ermöglichen.

Das zu schaffen ist jede Mühe wert. Dann wird es – um noch einmal Ludwig Erhards Worte aufzugreifen – noch besser. Von Tag zu Tag immer besser. Dafür lohnt sich große Verantwortungsfreude. …”

Zitiert: Der Tagesspiegel (Berlin) zu 60 Jahren Soziale Marktwirtschaft

Donnerstag, den 12. Juni 2008

In einem Kommentar zum 60. Jahrestag der Sozialen Marktwirtschaft, der heute in Berlin gefeiert wird, kommentiert der Berliner Tagesspiegel:

“Eine echte Alternative zur sozialen Marktwirtschaft hat keiner. Was wäre das, eine sozialistische Wirtschaft, die fast allen gibt und nur ganz wenigen nimmt, wie Lafontaine glauben machen will? Eine Staatswirtschaft, in der die Regierung die Löhne festlegt und auch die Milchpreise? Gerade die Deutschen wissen, dass solche Modelle nichts taugen. Dass die Marktwirtschaft so schlecht nicht ist, dass sie vor allem reformierbar ist, zeigen die Statistiken. 1,7 Millionen Menschen haben in den letzten zwei Jahren eine neue Arbeit gefunden. Seit 1950 hat sich der Stundenlohn versechsfacht. Sogar von Vollbeschäftigung reden Optimisten wieder.”

INSM-Allensbach-Studie über die Jobchancen geringqualifizierter Jugendlicher: Bundesweite Resonanzen

Donnerstag, den 5. Juni 2008

INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer und Allensbach-Projektleiter Dr. Rüdiger Schulz bei der PressekonferenzDie gestern in Berlin vorgestellte INSM-Allensbach-Studie über die Berufschancen gering qualifizierter Jugendlicher hat bundesweit Medienreaktionen ausgelöst.

“Mangelnde Kenntnisse, unzuverlässig, unpünktlich”, titelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung und schätzte ein: “Die Chancen für gering qualifizierte Jugendliche am Arbeitsmarkt sind trotz des günstigen konjunkturellen Umfelds immer noch schlecht.” Die INSM hatte das Allensbach-Institut beauftragt, Arbeitgeber, Sozialarbeiter und Lehrer zu befragen.

Ein zentrales Ergebnis dieser Umfrage fasste die Nordseezeitung in ihrer Schlagzeile zusammen: “Keine Chance für die Unzuverlässigen – Gering qualifizierte Jugendliche ohne Aussicht auf Arbeit und Ausbildung”. Artikel-Zitat: “Die Einschätzungen in allen drei Gruppen seien erstaunlich übereinstimmend gewesen, sagte der Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Max Höfer. 91 Prozent der Arbeitgeber bezeichneten die Chancen als schlecht oder sehr schlecht, dass Jugendliche miteinem schlechtem oder ohne einen Hauptschulabschluss einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz bekommen. Bei den Sozialarbeitern und Lehrern waren es 93 Prozent. ”

“Gering qualifizierte Jugendliche haben offenbar nur selten Interesse daran, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen” – so resümiert die Nachrichtenagentur ddp das Umfrage-Ergebnis. ddp: “Darin gaben nur 12 Prozent der Sozialarbeiter und 25 Prozent der Lehrer an, dass die Jugendlichen es ihrer Meinung nach vorzögen, eigenes Geld zu verdienen, anstatt staatliche Hilfen zu beziehen.”

In einem Feature der Agentur heißt es weiter: “Mehr als drei Viertel der Arbeitgeber, Lehrer und Sozialarbeiter sind demnach davon überzeugt, dass die Anforderungen in Ausbildung und Beruf in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. Gering qualifizierte Jugendliche brächten dafür nicht die nötigen Voraussetzungen mit.”

Der Agenturbericht belegt auch, dass bundesweit über Abhilfe aus dieser Problematik nachgedacht wird. Zitat: “In einem bislang unveröffentlichten Gutachten, aus dem die Wochenzeitung “Die Zeit” am Mittwoch vorab zitierte, schlagen Bildungsforscher den Kultusministern vor, leistungsschwachen Schülern auch an Nachmittagen, Wochenenden und in den Ferien Unterricht zu geben.”

Auch der DGB fordert nach Angaben der Nachrichtenagentur ddp eine bessere Qualifikation der Jugendlichen. Die Agentur gibt Äußerungen der DGB-Sprecherin Marion Knappe in ihrem Bericht über die INSM-Allensbach-Umfrage wie folgt wieder: “Denkbar seien beispielsweise ausbildungsbegleitende Programme nach Schweizer Vorbild”. Dabei könnten Auszubildende gezielte Nachhilfe in ihren jeweiligen Problemfächern erhalten.

Für eine besondere adressatenspezifische Förderung schwächerer Schüler hatte sich auch die jüngst veröffentlichte INSM-Studie Politik-Check Schule stark gemacht. Die schulpolitische Analyse der 16 Bundesländer hatte ergeben, dass es hier vielerorts noch Defizite gibt. Die INSM forderte zur Vorstellung der Studie Politik-Check Schule gerade mit Blick auf Schüler aus bildungsarmen Schichten den flächendeckenden Ausbau von Ganztagsschulen, damit auch diese Schüler eine optimale Förderung erhalten können.

“Gering qualifizierten Jugendlichen fehlt Job-Motivation”, titelte die evangelische Nachrichtenagentur epd unter Berufung auf die gestern vorgestellten Allensbach-Umfrageergebnisse. Zitat: “Fehlendes Bewusstsein für Regeln und Vorschriften, geringes Durchhaltevermögen sowie eine Geringschätzung des Berufes wurden den Jugendlichen häufig attestiert. 79 Prozent der Arbeitgeber meinten, diesen Jugendlichen komme es vor allem darauf an, dass die Arbeit Spaß mache und der Arbeitsplatz gut erreichbar sei.”

“Gute Jobs gibt es nur für Motivierte”, schrieb das Boulevardblatt 20 Cent.

Wissenschaftler haben Bildungsdefizite als eine zentrale Einstiegshürde in Beschäftigung ermittelt. Mehr dazu und Auswege aus diesem Dilemma finden Sie auf dem INSM-Portal www.einstieginarbeit.de.

INSM-Allensbach-Umfrage: Breite Mehrheit von Lehrern, Unternehmern und Sozialarbeitern fordern bessere schulische Qualifikation

Mittwoch, den 4. Juni 2008

Einstieg in Arbeit: Hier geht es zur WebsiteEine heute in Berlin veröffentlichte im Auftrag der INSM durchgeführte INSM-Allensbach-Umfrage unter Lehrern, Sozialarbeitern und Unternehmern beleuchtet die gewaltigen Probleme, die gering qualifizierte Jugendliche auf dem Arbeitsmarkt haben. 90 Prozent aller Befragten bestätigen das.

Die Einstiegshürden gering qualifizierter Jugendlicher im Einzeln:

- Es sind vor allem Motivations- und Persönlichkeitsdefizite. Drei Viertel der an der Umfrageteilnehmer vermissen Leistungsbereitschaft, bemängeln Unpünktlichkeit und fehlendes Bewusstsein für Regeln.

- Probleme beim Rechnen und Schreiben sehen 92 Prozent der befragten Unternehmer.

- Lehrer (85 Prozent) und Sozialarbeiter (89 Prozent) beklagen dagegen die niedrige Frustrationsschwelle gering qualifzierter Jugendlicher als Haupthindernis für eine Lehrstelle oder einen Job.

- Arbeitgeber (89 Prozent), Sozialarbeiter (75 Prozent) und Lehrer (71 Prozent) meinen mit großer Übereinstimmung, dass die jungen Leute schulisch besser qualifiziert werden müssen. Sie befürworten deshalb mehr Kooperation zwischen Betrieben und Schulen. Lehrer und Sozialarbeiter machen sich darüber hinaus dafür stark, die sozialpädagogischen Betreuung Betroffener auszubauen.

Auf der INSM-Pressekonferenz machte sich Max A. Höfer, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, für eine “langfristige Qualifizierungsoffensive” und Kombilöhne stark. Diese könnten vor allem in kleineren Unternehmen neue Jobchancen für weniger qualfizierte junge Leute bringen. Dieser Forderung entspricht auch ein zentrales Ergebnis der INSM-Allensbach-Umfrage. Rund 60 Prozent aller Befragten sind dafür, dass Ausbildungsbetriebe staatliche Zuschüsse zu den Lohnkosten erhalten.

Bildungsdefizite sind nach Auffassung von Wissenschaftlern ein Hauphindernis für den Einstieg in Arbeit. . Mehr dazu und Auswege aus der Problematik finden Sie auf der INSM-Website Einstieg in Arbeit.

Die INSM-Pressemitteilung zur Allensbach-Umfrage gibt es hier als PDF-Download.

INSM-Kuratoriumsvorsitzender Hans Tietmeyer wirbt im Bayernkurier für einen besseren Einstieg in Arbeit

Sonntag, den 1. Juni 2008

INSM-Kuratoriumsvorsitzender Professor Hans TietmeyerZum bevorstehenden 60. Jubiläum der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland hat Professor Hans Tietmeyer in einem Aufsatz dafür geworben, sich auf die Grundprinzipien diesen von Ludwig Erhard in Deutschland etablierten Wirtschafts- und Sozialsystems zu besinnen. “Nur der Wettbewerb sichert den Wohlstand”, so die Überschrift des Artikels.

Zitat: “Nur ein Jahrzehnt nach dem Kriegsende und der weitgehenden Zerstörung wurde die Bundesrepublik zu einer führenden Industrienation. Aus einer Gesellschaft, in der es zunächst elementar an Nahrungsmitteln, Wohnraum und effizienten Arbeitsplätzen mangelte, wurde binnen weniger Jahre eine Konsumgesellschaft, für deren Mitglieder sich das Erhardsche Postulat „Wohlstand für alle“ in beeindruckender Weise erfüllte. Den vor allem von der Presse häufig benutzten Begriff „Wirtschaftswunder“ lehnte Erhard jedoch zu Recht ab. Denn er wusste, dass dieser Begriff die eigentlichen Ursachen des Aufschwungs – die durch die Marktwirtschaft freigesetzten Kräfte – nur verschleierte. Für ihn stand fest: „Das erfolgversprechendste Mit­­tel zur Erreichung und Sicherung jeden Wohlstandes ist der Wettbewerb. Er allein führt dazu, den wirtschaftlichen Fortschritt allen Menschen, im besonderen in ihrer Funktion als Verbraucher, zugute kommen zu lassen.“ 

Tietmeyer kritisierte, dass die Politik sich von der Sozialen Marktwirtschaft im Sinne Erhards entfernt. “Gerade auch in letzter Zeit” seien “aus bestimmten politischen Kreisen immer neue Ansprüche angemeldet werden, die auf weitergehende Belastungen und Reglementierungen abzielen – von der höheren Besteuerung von Vermögen und Erbschaften über die Einführung von Mindestlöhnen, die Menschen am Einstieg in Arbeit hindern, bis hin zu nicht weiter führenden Arbeitsmarktvorschriften und Regulierungen.”

Lesen Sie hier den ganzen Aufsatz des INSM-Kuratoriumsvorsitzenden Hans Tietmeyer im Bayernkurier.

INSM-Politik-Check Schule im Staats-Anzeiger Baden-Württemberg

Sonntag, den 1. Juni 2008

Auch der Staats-Anzeiger Baden-Württemberg registrierte die Studie Politik-Check Schule der INSM. “Beim Politik-Check Schule der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, bei dem die Reformbemühungen in den Bundesländern beurteilt wurden, hat Baden-Württemberg die Note 3+ bekommen. “Zwar werde der Anschluss an die reformstarken Länder gehalten, hieß es. Doch selbstständige Schulen seien noch
kein Thema. Zudem sei die Förderung lernschwacher Schüler ausbaufähig.”

Zum Länderprofil Baden-Württemberg auf http://www.insm-bildungsmonitor.de/spc_index.html.

Alle 16 Länderprofile des INSM-Politik-Checks Schule zum Download.

INSM präsent beim Zukunftskonvent der SPD in Nürnberg: “Nur Arbeit schützt vor Armut.”

Samstag, den 31. Mai 2008

INSM-Lithomobil beim SPD-Zukunftskonvent in NürnbergZum Zukunftskonvent der SPD am 31. Mai 2008 in Nürnberg war die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) mit sogenannten Lithomobilen vor dem Nürnberger Kongress-Zentrum präsent, wo die Sozialdemokraten tagten. Der Slogan “Nur Arbeit schützt vor Armut” auf den Plakaten sollte die Delegierten daran erinnern, dass Beschäftigung das beste Mittel gegen Armut ist.  Hintergrund: Unter Bezug auf den jüngst veröffentlichten Armutsbericht hatten Politiker erneut einen Gesetzlichen Mindestlohn gefordert. Viele Wirtschaftsexperten fürchten jedoch, dass eine Lohnuntergrenze von Staats Wegen Beschäftigung kostet. Sie verweisen darauf, dass Arbeit generell die Chance für beruflichen und gesellschaftlichen Aufstieg bietet.

Mehr dazu finden Sie auch auf dem neuen INSM-Webportal www.einstieginarbeit.de.

INSM-Politik-Check Schule: Berlins Bildungssenator freut sich über gute Abschneiden und kündigt weitere Verbesserungen an

Donnerstag, den 29. Mai 2008

Sieht INSM-Studie als Anstoß für Verbesserungen: Berlins Bildungssenator Jürgen ZöllnerIn einer Pressemitteilung hat Berlins Bildungssenator Professor Jürgen Zöllner Stellung genommen. Berlin hatte im vorgestern veröffentlichten “Politik-Check Schule” mit einer glatten 2 abgeschnitten. Die Bundeshauptstadt gehört neben Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern zur Gruppe der fünf Bundesländer, die nach Einschätzung der von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) beauftragten Wissenschaftler des IW Köln ihre schulpolitischen Hausaufgaben nach dem PISA-Schock am besten erledigt haben. Ein Manko in Berlin wie in vielen anderen Bundesländern ist die Tatsache, dass die Politik den Schulen noch nicht genug Eigenständigkeit gewährt. Hierzu heißt es in der Pressemitteilung des Bildungssenators:  

“Die Gesamteinschätzung, dass Berlin derzeit noch nicht alle Möglichkeiten zur Dezentralisierung nutzt, ist dennoch im Grundsatz korrekt.” Senator Zöllner: “Berlin verfolgt mittel- und langfristig das Ziel, den Schulen alle Entscheidungen zu übertragen, die besser und schneller vor Ort geklärt werden können. Zum Beispiel durch die größere Führungsverantwortung von Schulleiter, die Stärkung der Stellung der Eltern in der Schulkonferenz und die Personalkostenbudgetierung (mehr als 80 Prozent der Schulen nutzen im Schuljahr 2007/2008 zusätzlich drei Prozent ihres Lehrkräftebudgets als Vertretungsreserve) hat Berlin nachweislich bereits wichtige Schritte unternommen. Und wir werden die Handlungsfähigkeit der Schulen weiter Schritt für Schritt ausbauen. Wir müssen allerdings die Schulleiter/innen und Schulen für diese zusätzlichen Aufgaben gewinnen und befähigen.”

INSM-Politik-Check Schule: Hier geht es zur WebsiteEin zentrales Thema des INSM-IW-”Politik-Checks Schule” war auch die Forderung nach einem weiteren Ausbau der Ganztagsschulen. Die BIldunsgsexperten des IW Köln vertreten hier den Standpunkt, dass ein verpflichtendes Ganztagsangebot mehr Bildung in kürzerer Zeit vermitteln kann und vor allem auch Kindern aus bildungsarmen Schichten in besonderer Weise nutzt. Dazu Berlins Bildungssenator Zöllner: “Gerade weil wir auch im Sinne des Politik-Checks Kinder aus bildungsärmeren Schichten besser fördern wollen, ist es richtig gewesen, mit dem Ausbau der Grundschulen und damit der Förderung unserer Kinder so früh wie möglich zu beginnen. Das Ganztagsangebot an Oberschulen – bisher sind alle Gesamtschulen und viele Haupt- und Sonderschulen Ganztagsschulen – wollen wir weiter ausbauen.”

Zöllners Fazit: “Die Studie kann einen hilfreichen Beitrag leisten, sich mit dem Stand und der Entwicklung der Berliner Bildungspolitik kritisch, aber unversperrt auseinanderzusetzen. Das für Berlin sehr positive Fazit der Studie ist kein Anlass, dass wir uns zurücklehnen.”

INSM-Studie Politik-Check Schule weist nach: Landesregierungen haben viele ihrer schulpolitischen Hausaufgaben nach dem PISA-Schock gemacht

Dienstag, den 27. Mai 2008

Auf einer INSM-Pressekonferenz in Berlin haben heute Professor Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, Nordrhein-Westfalens Schulministerin Barbara Sommer und INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer die Ergebnisse der INSM-Studie Politik-Check Schule vorgestellt. Fast ein Jahr haben Wissenschaftler im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) die Schulgesetze der 16 Bundesländer analysiert. Ergebnis: PISA hat gewirkt. Alle Regierungen haben – wenn auch in unterschiedlichem Tempo – ihre Schulgesetze und ihre Schulpolitik modernisiert. In Schulnoten ausgedrückt reichen die Verbesserungen insgesamt von “gut” bis “befriedigend”. Nordrhein-Westfalen ist Spitzenreiter einer Gruppe von fünf Bundesländern, die ihre schulpolitischen Hausaufgaben besonders gut erledigt haben: Neben Nordrhein-Westfalen schnitten auch die Länder Berlin, Profil des Stadtstaates Hamburg, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern gut ab.

Hier finden Sie den Notenspiegel der 16 Bundesländer.  

INSM-Studie Politik-Check Schule: Die Noten der 16 Bundesländer

Dies Noten spiegeln die schulpolitische Leistung der letzten Jahre in fünf Handlungsfeldern. Es geht um:

- Bildungspolitische Ziele 
-
Qualitätssicherung
-
Systemmanagement
- Schulkultur
-
Lehren & Lernen 

INSM-Berater Michael Hüther bilanzierte bei dem INSM-Pressetermin: “Unsere Studie belegt, dass alle Länderregierungen die aus Expertensicht notwendigen bildungspolitischen Ziele in ihren Schulgesetzen inzwischen klar formuliert haben”. Lesen Sie hier sein Statement zum INSM-Politik-Check Schule.

In einigen Bereichen haben die Länder aber auch noch Verbesserungspotenziale. Hüther: “In vielen Bundesländern zögert die Politik noch, den Schulen echte Selbstständigkeit und den Schulleitern die nötigen Führungskompetenzen einzuräumen, die sie brauchen, um ihre Schulen zu besseren Lernerfolgen zu führen.”

INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer forderte mehr Leistungstransparenz: “Die Bildungspolitik muss Schulen darauf verpflichten, ihre Leistung transparent zu machen, damit Eltern wissen, wo sie ihre Kinder einschulen.”

Insgesamt belegt die INSM-Studie “Politik-Check Schule” auch, dass die Bundesländer mehr für den Ausbau von Ganztagsschulen tun sollten. Dies ist nötig, damit Schülern mehr Bildung vermittelt werden kann.

Hier finden Sie die Präsentation zur INSM-Pressekonferenz. Hier geht es zur INSM-Pressemitteilung zur Studie. Alle Downloads und Länderprofile finden Sie hier zum PDF-Download.

Klicken Sie sich durch die 16 im INSM-Politik-Check Schule untersuchten Bundesländer und machen Sie sich Ihr eigenes Bild von den dort erzielten schulpolitischen Erfolgen.

Profil des Landes Baden-Württemberg

Profil des Landes Bayern

Profil des Stadtstaates Berlin

Profil des Landes Brandenburg

Profil des Stadtstaates Bremen

Profil des Stadtstaates Hamburg

Profil des Landes Hessen

Profil des Landes Mecklenburg-Vorpommern 

Profil des Landes Niedersachsen

Profil des Landes Nordrhein-Westfalen

Profil des Landes Rheinland-Pfalz

Profil des Saarlandes

Profil des Landes Sachsen

Profil des Landes Sachsen-Anhalt

Profil des Landes Schleswig-Holstein 

Profil des Landes Thüringen 

Projektkontakt “Politik-Check Schule”:
Carsten Seim, seim@insm.de.

INSM-Kuratoriumsvorsitzender Tietmeyer fördert “Ärzte für die Dritte Welt”

Freitag, den 23. Mai 2008

INSM-Kuratoriumsvorsitzender Hans TietmeyerProfessor Hans Tietmeyer, Kuratoriumsvorsitzender der INSM, fördert “Ärzte für die Dritte Welt”. Er wird Mitglied des Kuratoriums der Hilfsorganisation.

Deren “unverzichtbare humanitäre Hilfen” sind dem früheren Staatssekretär, Bundesbanker und praktizierenden Katholiken eine Herzensangelegenheit, aber auch schlicht Ausdruck einer menschlichen Pflicht zur Solidarität mit den Armen und Schwachen in der Welt, so die Frankfurter Rundschau.

Artikel-Zitat aus der FR: “Mit dem Begriff  Ruhestand kann der ehemalige Bundesbankpräsident Hans Tietmeyer offenbar herzlich wenig anfangen. Kaum hatte der letzte Hüter der D-Mark den Bundesbank-Stuhl geräumt, schon saß der 76-Jährige erneut im Präsidentensessel und gibt bis heute seine ökonomischen Überzeugungen an die European Business School in Oestrich-Winkel weiter. Über Tietmeyers Fachkenntnisse – in Verbindung mit seinen christlichen Überzeugungen – kann sich nun auch die Frankfurter Hilfsorganisation “Ärzte für die Dritte Welt” freuen.”

Am 16. Juni wird Tietmeyer im Frankfurter “Römer” ein Grußwort sprechen. Die weltweit in Hilfsprojekten engagierten Ärzte feiern das 25-jährige Bestehen ihrer Organisation, die der Jesuitenpater Dr. Bernhard Ehlen 1983 gegründet hat. In 25 Jahren hat der Verein 2300 unentgeltlich arbeitende Ärzte zu 4400 Einsätzen in 14 Länder geschickt. Tietmeyer wünscht sich, dass diese Hilfe noch ausgeweitet wird.

Professor Dr. Hans Tietmeyer ist zudem Mitglied der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften.  Mehr dazu lesen Sie auf seiner persönlichen Homepage.

Lesen Sie hier auch, was INSM-Kuratoriumsvorsitzender Hans Tietmeyer im Jahr 2004 im Magazin Cicero zum Thema Globalisierung und zur Gerechtigkeitsdebatte in der Welt geschrieben hat.