Archiv der Kategorie 'Ludwig Erhard'

Spiegel online über den Begriff “Neoliberal”

Samstag, den 9. Februar 2008

“Das Wort “neoliberal” ist zum politischen Kampfbegriff verkommen. Von CSU-Politikern bis zu Vertretern der Linken: Der unsoziale Generalverdacht wird gern und schnell formuliert – dabei hat die Vokabel mal so unschuldig begonnen.”

Zitat aus einem Artikel des Nachrichtenportals SPIEGEL online. Weiter heißt es in diesem Artikel: “Den Kämpfern wider die neoliberale Kälte gilt vor allem als heilige Pflicht, die soziale Marktwirtschaft gegen die Angriffe der Neoliberalen zu schützen. Da sind sich die Gefährten aller Parteifarben einig. Das Ansinnen ist einigermaßen komisch und zeugt vor allem von eklatanter Vokabelschwäche der ebenso eifernden wie eifrigen Politiker. Denn, liebe Anti-Neoliberalen, verehrte Frau Nahles, sehr geehrter Herr Minister Seehofer, Genosse Lafontaine, Sie alle müssen jetzt sehr tapfer sein, weil: Die soziale Marktwirtschaft ist eine Idee von Neoliberalen.”

Lesen Sie hier mehr.

Lesen Sie auch, was INSM-Botschafter Oswald Metzger zum Thema ”Neoliberal” sagt.

Zeitungsinterview mit INSM-Geschäftführer Dieter Rath: “Sichtbare Erfolge” am Arbeitsmarkt jetzt nicht verspielen

Samstag, den 2. Februar 2008

Die Cellesche Zeitung hat INSM-Geschäftsführer Dieter Rath interviewt. Zur aktuellen politischen Lage merkte der INSM-Geschäftsführer folgendes an:

“Die marktwirtschaftlichen Reformen der letzten Jahre haben zu ersten sichtbaren Erfolgen auf dem Arbeitsmarkt geführt. Dass das Reformpendel derzeit eher in die andere Richtung zu schwingen scheint, führt uns auf diesem Weg nicht weiter.”

Zu grundsätzlichen Fehlentwicklungen im Wirtschafts- und Sozialsystem erklärte er:

“Der Staat bürdet den Menschen zu viele Lasten auf und schränkt ihre Gestaltungsspielräume zu stark ein. Individuelle Leistungsbereitschaft und private Initiative sind dadurch weniger lohnend geworden. Ludwig Erhard hat früh davor gewarnt, dass zu viel staatliche Einmischung den Bürger zum sozialen Untertan werden lässt.”

Chancen des Wachstums: Das INSM-Buch geht in die zweite Auflage

Donnerstag, den 24. Januar 2008

INSM-Buch Chancen des Wachstums: Website des Campus-VerlagesDer Campus-Verlag druckt aufgrund der regen Nachfrage eine zweite Auflage des INSM-Buches Chancen des Wachstums. “Das Buch präsentiert die neuesten Forschungsergebnisse, Theorien und Themen rund um das Wachstum und bleibt stets leicht verständlich”, schrieb die Neue Zürcher Zeitung über dieses Buch. Prominente Autoren schreiben darin über das Thema “Nachhaltiges Wirtschaftswachstum” und gehen dabei auch auf die spezielle deutsche Situation ein.

Ihre Beiträge zeigen: Wachstum birgt viele Chancen. 35 Jahre nach Erscheinen des Buches »Grenzen des Wachstums « hat sich die Welt stark verändert. Die Globalisierung hat die Volkswirtschaften flexibler gemacht und der Begriff des “nachhaltigen Wachstums” setzt sich immer mehr durch. International renommierte Wissenschaftler und erfolgreiche Staatsmänner stellen in dieser INSM-Publikation Thesen zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum auf. Mit dabei sind unter anderem:

INSM-Buch Chancen des Wachstums - hier bestellen

Daron Acemoglu vom Massachusetts Institute of Technology,

- David Bruce Audretsch, Direktor des Fachbereichs »Entrepreneurship, Growth and Public Policy« am Max-Planck-Institut für Ökonomik in Jena,

- Gavin Cameron, Nicholas Fawcett und Rosa Fernandez von der Oxford University,

- der Dalai Lama,

- der Regierungsberater und Naturwissenschaftler Hartmut Graßl,

- Raghbendra Jha von der National University of Australia,

- Eberhard von Koerber, Co-Präsident des Club of Rome und Botschafter der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft),

- Richard G. Lipsey von der Simon Fraser University,

- der Kameruner Volkswirtschaftler John Mukum Mbaku,

- Thomas Pogge von der Columbia University in New York, 

- Makram El-Shagi von der Universität Mannheim

- EZB-Präsident Jean-Claude Trichet,

- Nobelpreisträger Joseph Stiglitz,

- Achim Steiner, Exekutiv-Direktor des United Nations Development Programm,

- Abtprimas Notker Wolf.

Das Buch der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) ist auch auf Amazon.de erhältlich.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Notker Wolf

Montag, den 21. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Notker Wolf, der ab Seite 355 über „Wachstum für alle – Freiheit und Eigenverantwortung für alle“ schreibt:

„Notker Wolf, Abtprimas des Benediktinerordens, widmet sich den Widersprüchen der westlichen Entwicklungspolitik. Eines der Hauptprobleme bei der Armutsbekämpfung in weiten Teilen des afrikanischen Kontinents sieht Wolf in der Vergabe von Entwicklungsgeldern. Nach Wolf sollten die reichen Länder in erster Linie durch Handelsliberalisierung, also durch die Öffnung ihrer Märkte für Produkte aus den ärmeren Ländern, zum Wachstum beitragen. Er fordert neben der Beseitigung von Handelsbarrieren in erster Linie Eigenverantwortung »[Angenommen] die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den armen Ländern würden sich zum Besseren wenden, die Korruption könnte unter Kontrolle gehalten werden, wir hätten es mit Politikern zu tun, die ernsthaft an der Beseitigung der Armut ihres Landes interessiert sind, die Politiker der Geberländer würden sich mit denen der Empfängerländer zusammensetzen und nach Wegen suchen, die beide in die Verantwortung nehmen, die Handelsschranken würden beseitigt – [...] All das wäre zumindest eine minimale Voraussetzung«, so Wolf.“

Zitate aus dem Aufsatz „Wachstum für alle – Freiheit und Eigenverantwortung für alle“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Freiheit und Verantwortung im Sinne von Mitverantwortung und Eigenverantwortung können so zu einer nachhaltig prosperierenden Weltgemeinschaft führen.“

„Eigenverantwortung gilt nicht nur im kleinen, individuellen Bereich, sondern muss in allen Bereichen und Stufen ermöglicht und zugemutet werden. Sie muss aber beim Einzelnen ansetzen. Wie allgemein der Staat subsidiär dem Bürger zur Seite stehen muss, es aber letztlich auf den Bürger ankommt, so gilt das auch in der großen Weltgemeinschaft. Dann besteht Hoffnung auf Wachstum für alle.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor:  Notker Wolf, geboren 1940, ist Abtprimas des Benediktinerordens. In seiner Rolle als oberster Repräsentant der Benediktiner ist er weltweiter Sprecher einer der ältesten christlichen Orden mit circa 7500 Mönchen und 17100 Nonnen. 2006 brachte Notker Wolf das Buch Worauf warten wir? Ketzerische Gedanken zu Deutschland heraus. Darin plädiert er für mehr Eigenverantwortung des Einzelnen. In seinem aktuellen Buch Die Kunst, Menschen zu führen beschäftigt er sich erneut mit relevanten gesellschaftspolitischen Fragestellungen.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Jean-Claude Trichet

Samstag, den 19. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Jean-Claude Trichet, der sich ab Seite 55 mit der Frage beschäftigt, „Wie Europa zu mehr Wachstum kommt“:

„Jean-Claude Trichet, der Präsident der Europäischen Zentralbank, untersucht das europäische Wachstumspotenzial seit Mitte der neunziger Jahre im Vergleich zu anderen fortschrittlichen Wirtschaftsräumen, insbesondere den Vereinigten Staaten. Er zeigt auf, dass das schwächere Produktionswachstum Europas mit einer niedrigeren Arbeitsproduktivität und einer geringeren Auslastung des Arbeitskräftepotenzials erklärt werden kann. Er fordert Strukturreformen, um das langfristige Wachstumspotenzial Europas zu steigern. Die Hauptprioritäten sieht er in einer höheren Zahl von Erwerbstätigen und in einer Intensivierung des Wettbewerbs, um die Produktionseffizienz zu steigern und bessere Investitions- sowie Innovationsanreize zu setzen. Als weitere Voraussetzung sieht Trichet die Schaffung eines unternehmerfreundlichen wirtschaftlichen Umfelds, in dem sich mehr junge und erfolgreiche Unternehmen ansiedeln und entwickeln können, sowie Maßnahmen zur Förderung von Innovation durch höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung. Nicht zuletzt weist Jean-Claude Trichet darauf hin, dass diese Reformen durch einen angemessenen und stabilen Rahmen seitens der Finanz- und der Geldpolitik flankiert sein müssen.“

Zitate aus „Wie Europa zu mehr Wachstum kommt“in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„In meinen Augen ist das Fehlen ausreichender Strukturreformen in Europa eine der Hauptursachen für das unterschiedliche Wirtschaftswachstum in Europa und den Vereinigten Staaten sowie einigen anderen hoch entwickelten Industrienationen und außerdem für das sich verringernde Wachstumspotenzial Europas. Alles in allem scheint das vordringliche politische Problem Europas in der gleichzeitigen Erreichung eines stabilen Beschäftigungsniveaus und eines festen Produktivitätswachstums zu bestehen.“

„Alles in allem müssen angesichts dieser Herausforderungen erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um das Produktionswachstum sowie die Anpassungsfähigkeit des Euroraums im Allgemeinen und die Flexibilität der Arbeitnehmer im Besonderen zu erhöhen. Die europäischen Regierungen sollten die günstigen Wachstumsentwicklungen der letzten Zeit dazu nutzen, Strukturreformen voranzutreiben.“

„Wenn die Länder des Euroraums jetzt all ihre Stärken bündeln und Strukturreformen ehrgeizig vorantreiben, wird dies die Verbesserung der konjunkturellen Entwicklung im Euro-Währungsgebiet stützen und ausweiten.“

„Doch gehen die Reformen noch immer nicht weit genug und gerade ihre Umsetzung ist zu langsam – insbesondere angesichts der Dringlichkeit solcher Reformen und der mit dieser langsamen Entwicklung verbundenen Opportunitätskosten.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor:  Jean-Claude Trichet, geboren 1942, ist seit November 2003 Präsident der Europäischen Zentralbank und Vorsitzender der G-10-Zentralbankpräsidenten. Er wurde 1993 Präsident der französischen Notenbank, nachdem er die französische Regierung in Wirtschafts- und Finanzfragen beriet. Trichet spricht sich gegen eine expansive Wirtschaftspolitik auf Kosten der Stabilität des Euros aus und sieht in einem dauerhaften inflationsfreien Wachstum die Basis für die effiziente Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Wiederholt verteidigte er die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank. Er erhielt 2006 den Deutsch-Französischen Kulturpreis.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Joseph Stiglitz

Donnerstag, den 17. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Joseph Stiglitz, der ab Seite 225 über „Das Entwicklungsversprechen“ schreibt:

„Joseph Stiglitz, Ökonom und Nobelpreisträger, ist der Auffassung, dass das Bruttoinlandsprodukt zwar ein nützlicher Maßstab für das Wirtschaftswachstum sei, er jedoch nicht ausreiche, um den Entwicklungsstand eines Landes und seines Volkes realistisch zu bestimmen. So könne Wachstum beispielsweise mit einer Verringerung von Armut einhergehen, oftmals könne es jedoch auch finanzielle Einbußen für eine bestimmte Bevölkerungsschicht bedeuten. Es sei zwingend notwendig, nachhaltiges Wachstum zu fördern, welches den Lebensstandard des Einzelnen verbessert und Möglichkeiten für Bildung, Arbeit und Gesundheit schaffen kann. Die Globalisierung und die Hochtechnologie fordern »hohe öffentliche Investitionen«. Stiglitz zeigt an Beispielen, wie Entwicklungsländer die Herausforderungen meistern, wobei die Erfolgsgeschichten leider bisher die Ausnahme bilden. Den richtigen Lösungsansatz sieht Stiglitz jedoch in eigenständigem Handeln: »Die übrigen Länder können die Probleme der Entwicklungsländer nicht lösen. Das müssen sie selbst tun.« Die richtigen Ausgangsbedingungen dafür zu schaffen, ist jedoch Aufgabe der Weltgemeinschaft, so Stiglitz.“

Zitate aus „Das Entwicklungsversprechen“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Wenn die Entwicklungsländer ihre eigenen Probleme besser gelöst hätten, wenn sie weniger korrupte Verwaltungsapparate, weniger einflussreiche Sonderinteressen, effizientere Firmen und besser qualifizierte Arbeitskräfte hätten – wenn sie nicht unter all den Nöten litten, die mit der Armut verbunden sind –, dann hätten sie mit dieser ungerechten und dysfunktionalen Globalisierung leichter umgehen können.“

„Die übrigen Länder können die Probleme der Entwicklungsländer nicht lösen. Das müssen diese selbst tun. Wir können jedoch wenigstens für gleiche Ausgangsbedingungen sorgen.“

„Wenn die Wirtschaft in den Entwicklungsländern wächst, dann wächst auch die Wirtschaft in den Industrieländern. Mehr Stabilität und Sicherheit in der Dritten Welt kommen auch der Stabilität und Sicherheit in den Industrieländern zugute.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Joseph E. Stiglitz, geboren 1943, ist Ökonomieprofessor an der Columbia University. Den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften gewann er 2001 zusammen mit George A. Akerlof und Michael Spence für seine Arbeiten über das Verhältnis von Information und Märkten. Stiglitz war von 1993 bis 1999 Chefberater von US-Präsident Bill Clinton und von 1997 bis 2000 Chefökonom der Weltbank. Er lehrte an zahlreichen renommierten Universitäten, darunter Yale, Stanford, Oxford und Princeton. Stiglitz fungiert heute als weltweite Ikone der Globalisierungsdebatte. Er hat die führende Wirtschaftszeitschrift The Journal of Economic Perspectives gegründet, leitet das Brooks World Poverty Institute, steht dem Committee on Global Thought vor und rief die »Initiative for Policy Dialogue« ins Leben.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Kopf der Woche: Handelsblatt-Interview mit Handballweltmeister Heiner Brand zur EM in Norwegen

Donnerstag, den 17. Januar 2008

“Wir haben einen gewissen Stolz entwickelt, sagt Nationaltrainer Heiner Brand in einem heute verbreiteten Interview des Handelsblattes. Brand und die deutsche Nationalmannschaft „peilen in Norwegen ihren nächsten Titel an“, schreibt das Handelsblatt in der Überschrift zu einem heute erschienenen Interview. Dabei ging es auch um das gesellschaftspolitische Engagement von Heiner Brand.

Handelsblatt-Frage: Ihre Vorträge waren gut besucht. Weil die Leute einige Modelle aus dem Handball auf den eigenen Alltag übertragen wollen?“ Antwort des Trainers:

„Das denke ich schon. Das merke ich an den Reaktionen der Leute. Dinge, die bei uns im Mannschaftssport selbstverständlich sind, wie wir miteinander umgehen, wie Disziplin und Hierarchien bei uns existieren, das ist offenbar interessant für die Menschen. Ich versuche zu betonen, dass sich ein Vertrauensverhältnis aufbauen muss zwischen den einzelnen Leuten und zu zeigen, dass das eine wichtige Grundlage ist für eine gute Zusammenarbeit. Das geht in der Wirtschaft heute häufig unter.“

Viele Anfragen, die nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft kamen, lehnte Brand ab. Für eine Anzeige der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) ließ er sich gewinnen. Im Handelsblatt begründete er seine Entscheidung:

„Ich habe mich informiert über das, was dahinter steckt, die Philosophie Ludwig Erhards. Marktwirtschaft auf der einen Seite, aber eben auch die soziale Komponente. Das spricht mich schon an. Da konnte ich was machen, wo ich dahinter stehe. Und das Thema ist aktueller denn je. Das Schlagwort der Sozialen Marktwirtschaft wird ja in der Öffentlichkeit immer gebraucht. Oft fehlt aber entweder die Marktwirtschaft oder die soziale Komponente. Das stört mich.“

Dem Teamgeist misst Brand seit jeher besondere Bedeutung bei:

„Nach der WM habe ich, unabhängig vom Erfolg, viele positive Rückmeldungen über das Auftreten der Mannschaft erhalten. Sowohl auf dem Spielfeld, wo der kämpferische Einsatz, der Mannschaftsgeist vorbildlich war. Aber auch in den Interviews. Wie meine Spieler danach aufgetreten sind, welche Meinungen sie kundgetan haben. Da verkörpert die Mannschaft offensichtlich auch Normalität.“

Die Ziele des Weltmeisters zur Europameisterschaft in Norwegen sind naturgemäß ehrgeizig:

„Aufgrund der gewachsenen Popularität haben wir einen gewissen Stolz entwickelt – und wir haben jetzt, dessen ist sich jeder in der Mannschaft bewusst, auch eine Verpflichtung gegenüber dem deutschen Handball.“ 

Lesen Sie hier, was Heiner Brand in einem INSM-Interview zur Lage in Deutschland sagte und was er empfiehlt, um das Land auch wirtschaftlich weiter nach vorn zu bringen. Brand fordert einen “ständigen Anpassungsprozess, der sich langfristig auszahlt” – einen “Masterplan”, um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Deutschland in Gang zu bringen. Hier geht es zur Anzeige der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft).

INSM-Anzeigenmotiv mit Handballweltmeister Heiner Brand


 

INSM-Studie zu den Kassenbeiträgen: Bundesverband deutscher Internisten wirft Ulla Schmidt “Versagen” vor

Donnerstag, den 17. Januar 2008

Bundestag zum Thema: FDP-Gesundheitsexperte Daniel Bahr">Die Debatte um eine Expertise der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) zur Entwicklung der Kassenbeiträge reißt nicht ab.  

Beruft sich auf INSM-Studie: BDI-Präsident Dr. Wolfgang WesiackDr. Wolfgang Wesiack, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Internisten (BDI) griff nach einer Meldung des Portals Klinik heute die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt öffentlich an.  Über das Wettbewerbsstärkungsgesetz sagte er: “Das GKV-WSG war umsonst, allerdings nicht kostenlos.” In diesem Zusammenhang beruft sich Wesiack auf die aktuelle Beitragsstudie im Auftrag der arbeitgeberfinanzierten Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), die den Einheitssatz des Gesundheitsfonds ab 2009 bei 15,5 Prozent sieht. Klinik heute: “Deutschlands oberster Internist argwöhnt, dass die offensichtlichen Finanzierungsprobleme der GKV “wieder einmal zu Lasten der Ärzteschaft” gelöst werden sollen.”

Macht INSM-Studie im <a href=Bundestag zum Thema: FDP-Gesundheitsexperte Daniel Bahr" />“FDP-Fraktion beantragt im Bundestag Stopp des Gesundheitsfonds”, meldet das Portal Liberal.  Zur Begründung heißt es dazu unter Berufung auf eine entsprechende Studie der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft): “Nach Einschätzung von Branchenexperten wird Anfang 2009 der Beitragssatz für die gesetzlich Krankenversicherten durch den geplanten Gesundheitsfonds die Marke von 15 Prozent übersteigen. Vor diesem Hintergrund fordert der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Daniel Bahr, dass diese “Umverteilungs-Bürokratie” aufgehalten wird. Anderenfalls komme die schwarz-rote Gesundheitsreform den Bürgern teuer zu stehen. Die FDP-Fraktion hat einen entsprechenden Antrag zum Stopp des Gesundheitsfonds in den Bundestag eingebracht.”

Weiter meldet das Portal: “Nach Berechnung des Münchner Instituts für Gesundheitsökonomik im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft wird der Beitragssatz um 0,7 Punkte auf 15,5 Prozent klettern. Im Einzelfall seien Mehrbelastungen von bis zu 700 Euro im Jahr möglich.”

INSM-Beamtenpensions-Studie in der FAZ: Die Debatte geht weiter …

Mittwoch, den 16. Januar 2008

Neue Reaktion auf INSM-Studie zur Altersversorgung der Beamten. „Kostspielige Beamte“. So überschreibt heute die FAZ einen Leserbrief, der auf die Beamtenpensionsstudie von Professor Winfried Fuest (Institut der deutschen Wirtschaft Köln) im Auftrag der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) und Reaktionen darauf Bezug nimmt.

 „Sechzig Jahre Mehrheit oder fast Mehrheit der Exekutive in allen Parlamenten und stets die Mehrzahl der Minister aus diesem Kreis haben sich für den öffentlichen Dienst richtig gelohnt, und deshalb wird die Wahrheit nicht gewünscht“, bilanziert der Schreiber dieses Briefes.

Die INSM-Studie hatte ergeben, dass die Einkünfte von Durchschnittspensionären mehr als 90 Prozent über dem Niveau von Eckrentnern liegen. Weiterhin hatten die Berechnungen von INSM-Berater Winfried Fuest gezeigt, dass sich diese Gerechtigkeitslücke in Zukunft ohne einschneidende Reformen noch vergrößern werde.

Unter anderem hatten Berufsverbände der Beamten eingewandt, dass Öffentlich Bedienstete im Schnitt ein höheres Bildungsniveau hätten, als Arbeitnehmer, die der gesetzlichen Versicherungspflicht unterliegen. Dazu merkt der Leserbrief folgendes an:

„Dem Argument des höheren Bildungsniveaus stelle ich die heutzutage hohen Qualifikationen mit permanenten Weiterbildungen der Fachkräfte und den früheren Berufseintritt mit analog längeren Rentenbeitragszahlungen entgegen. Mit ihren frühzeitigen Steuerabgaben beteiligen sie sich an den aufwendigen Ausbildungen der Höherqualifizierten.“

Weiter heißt es in dem Brief: „Unter Berücksichtigung der in der Regel kürzeren Berufsausbildung und längeren Altersversorgung und der hohen Staatszuschüsse bei Krankheit (auf den Privatstationen der Krankenhäuser sichtbar) kann man die Beamten wohl als äußerst kostspielige Mitarbeiter bezeichnen.“

Karl Lauterbach: Fordert wie INSM-Berater Fuest die flächendeckende Pension mit 67Mehr zur INSM-Expertise zur Entwicklung der Beamtenpensionen finden Sie hier. Die Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft löste eine bundesweite Debatte aus. Unter anderem meldete sich auch der SPD-Abgeordnete Professor Karl Lauterbach zu Wort. Es sei „für normale Arbeitnehmer nicht einzusehen, dass sie länger arbeiten sollen und ihre Renten kaum steigen, während vergleichbare Abstriche bei den Beamtenpensionen ausbleiben”, erklärte Lauterbach gegenüber dem Kölner EXPRESS, der die Studie der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) vorab Das Blatt hatte die INSM-Studie zu den Beamtenpensionen am heutigen Tage vorab veröffentlicht.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Achim Steiner

Dienstag, den 15. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Achim Steiner, der ab Seite 269 über „Grünes Licht für Wachstum: Natürliches Kapital als Schlüssel zur Nachhaltigkeit“ schreibt:

„Achim Steiner, Exekutiv-Direktor des United Nations Development Programm in Nairobi, diskutiert die Nachhaltigkeit des Wachstums angesichts des knappen und erschöpfbaren natürlichen Kapitals, wie stabiles Klima, reine Luft und sauberes Trinkwasser. Die Kosten am natürlichen Kapital zu erkennen und die ökologische Bilanz in die wirtschaftliche Bilanz fest zu integrieren, ist Kernbestandteil des Umdenkens, zu dem Steiner aufruft. Er nennt konkrete Beispiele, wie einerseits ökologisch kostspielige politische Entscheidungen korrigiert werden müssen – etwa im Feld der Fischereisubventionen – und andererseits wirtschaftliche Anreize geschaffen werden können, ökologische Zerstörung zu vermeiden – etwa bezüglich der Vermeidung von Abholzungen. Während manche Wachstumsprozesse der letzten Jahrzehnte einerseits hohe Kosten für die Natur verursacht haben, sieht Steiner so andererseits Chancen, Wachstum mit geringeren Kosten für die Umwelt zu erreichen, sowie Umweltressourcen und nachhaltige Technologien selbst zu Wachstumsbranchen zu entwickeln.“

Zitate aus „Grünes Licht für Wachstum: Natürliches Kapital als Schlüssel zur Nachhaltigkeit“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Im vergangenen Vierteljahrhundert hat das Wachstum in manchen Gesellschaften Wunder bewirkt, weil es sehr viele Menschen aus der Armut befreit hat. Aber diese Entwicklung hatte einen sehr hohen Preis für die Umwelt. Dies wiederum wird Rückwirkungen auf diejenigen Volkswirtschaften haben, deren Wachstum sich mittel- bis langfristig als nicht nachhaltig erweisen dürfte.“

„Im nächsten Vierteljahrhundert sollten wir versuchen, die Umweltkosten des Wachstums deutlich zu senken und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Umweltzerstörung sowie die wirtschaftlichen Vorteile eines intelligenten und nachhaltigen Managements sehr viel sichtbarer als in der Vergangenheit zu machen.“

„Damit wird nicht nur die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung gesichert, sondern auch gewährleistet, dass das Thema der Gerechtigkeit zwischen den Generationen – eine wichtige ethische Überlegung, die zunehmend als Verpflichtung der heutigen gegenüber den kommenden Generationen betrachtet wird – stärker in das Bewusstsein der Menschheit rückt.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor:  Achim Steiner, geboren 1961 in Brasilien, trat 2006 die Nachfolge von Klaus Töpfer zum Exekutiv-Direktor des UN-Umweltprogramms UNEP mit Sitz in Nairobi an. Steiner studierte unter anderem an der University of Oxford, der University of London und an der Harvard Business School Politikwissenschaft und Volkswirtschaft. Der überzeugte Umweltschützer sammelte zunächst bei Umweltverbänden auf lokaler Ebene Erfahrung, bevor er als Generalsekretär für die World Commission on Dams in Kapstadt und als Generaldirektor für die weltweit größte Naturschutzorganisation IUCN tätig wurde.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Berater Hüther und der Wirtschaftsweise Bofinger stritten in Würzburg über den Mindestlohn

Montag, den 14. Januar 2008

Disput um Mindestlohn: Die Professoren Peter Bofinger und Michael Hüther (Copyright: Main Post)Auf Einladung des Wirtschaftsweisen Professor Peter Bofinger war Professor Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und Berater der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) zu einer Gastvorlesung nach Würzburg gekommen.  Im vollen Saal des Cinemaxx verfolgten ca. 600 Erstsemester-Studenten im Anschluss ein akademisches Streitgespräch über den in Deutschland derzeit heiß diskutierten Mindestlohn

Nach Auffassung der Würzburger Main-Post, die über die Veranstaltung berichtete, verlief der professorale Disput “unterhaltsam – und freilich kontrovers”. Artikel-Zitat: “Denn während der IW-Chef Mindestlöhne für “sozialpolitisch nicht effizient” hält und Millionen von Jobs in Gefahr sieht, würde der Würzburger Volkswirt Lohnschranken hierzulande gern verbindlich machen.” Hüther argumentierte dagegen, dass eine Lohnuntergrenze von 7,5 Euro Zigtausende in die Schwarzarbeit abdrängen würde. Bofinger dagegen sieht laut Main Post im Mindestlohn auch ein gesellschaftspolitisches Signal: “Arbeiten soll sich mehr lohnen als nicht arbeiten.” Allerdings weist die Main Post zum Schluss des Artikels darauf hin, dass Bofinger mit dieser Meinung auch im Kreise seiner Kollegen im Rat der Wirtschaftsweisen nicht die Mehrheitsmeinung vertritt.

Mehr zum Thema Mindestlohn finden Sie hier.   

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Ellen Johnson Sirleaf, Steven Radelet

Sonntag, den 13. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Ellen Johnson Sirleaf und Steven Radelet, die ab Seite 147 über „Gute Nachrichten aus Afrika Demokratie, Stabilität und endlich wieder Wachstum und Entwicklung“ schreiben:

„Aus einer afrikanischen Perspektive nähern sich die liberianische Staatspräsidentin Ellen Johnson Sirleaf und ihr Co-Autor Steven Radelet, Berater der liberianischen Regierung und Senior Fellow am Center for Global Development in Washington, der Diskussion an: Der tristen Wachstumsbilanz Afrikas insgesamt und der Analyse der Faktoren, die zu einer in vielen Fällen verheerenden Lage der postkolonialen Volkswirtschaften des Kontinents geführt haben, werden Wachstumschancen gegenüber gestellt. Der Vergleich Afrikas mit den asiatischen Tigerstaaten betont das Ausmaß der Rückständigkeit der afrikanischen Wachstumsbilanz: »Während die asiatischen Tigerstaaten historisch einmalige Wachstumsraten und Erfolge in der Armutsbekämpfung verzeichneten, versank der größte Teil Afrikas im Elend.« Der Abschied von undemokratischen und korrupten Regimes ist für einen Neuaufbruch Grundvoraussetzung, so die Autoren. Liberia selbst hat Symbolkraft, denn es galt jahrzehntelang durch seine zermürbenden Bürgerkriege als Inbegriff der Instabilität und Anarchie, die jegliche Chancen auf Wachstum unmöglich machten. Die Präsidentin beschreibt den schwierigen Pfad des Wiederaufbaus, aber auch die nötigen Rahmenbedingungen und die Hoffnung, die mit dem langsamen Prozess eines selbstverantwortlichen Liberias verbunden werden. Sie stellt hier dar, welche Wachstumspolitik Korruption, Armut, die Schuldenfalle und interne Konflikte überwinden kann.“

Zitate aus „Gute Nachrichten aus Afrika Demokratie, Stabilität und endlich wieder Wachstum und Entwicklung“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Die gute Nachricht aus Afrika lautet, dass viele Länder auf dem ganzen Kontinent endlich anfangen, nach 30 Jahren der Misswirtschaft und der wirtschaftlichen Stagnation eine Wende einzuleiten. An die Stelle von Diktatur, Machtmissbrauch und Zerstörung treten allmählich Demokratie, vernünftige Wirtschaftspolitik und Wachstum. Es ist seit vielen Jahren die beste Chance für diese Länder, der Armut zu entkommen. Aber eine Fortsetzung der bisherigen Erfolge ist keineswegs garantiert.Die afrikanischen Regierungen und die internationale Gemeinschaft müssen diese Chance nutzen, um den Trend zu stärkeren, verantwortungsbewussten Regierungen und wirtschaftlichem Aufschwung zu beschleunigen. Nichts weniger wünschen und verdienen die Völker Afrikas.“

„Die Erfolge des vergangenen Jahrzehnts sind keineswegs Garanten der Zukunft. Das Risiko eines Rückfalls in die Gewalt, weil etwa eine kleine Elite ihre Privilegien verteidigen möchte oder weil wirtschaftliche Faktoren Krisen auslösen, darf nicht vernachlässigt werden. Der Fehler, nun in Selbstgefälligkeit zu verfallen, wäre fatal.“

„Notwendig sind … mutige Schritte, um die Wirtschaft zu diversifizieren und neue Chancen für die Armen zu schaffen. Dazu gehört es, das Dickicht der Vorschriften und der Bürokratie zu lichten, die Infrastruktur für die ländliche Entwicklung auszubauen und die Wettbewerbsfähigkeit von Herstellern arbeitsintensiver Produkte zu fördern.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren: Ellen Johnson Sirleaf, geboren 1939, ist seit Januar 2006 Präsidentin von Liberia. Sie ist die erste Frau, die durch eine demokratische Wahl das Amt eines Staatsoberhauptes in Afrika erlangte. Sie gilt als konsequente Gegnerin der politischen Korruption und zugleich als Hoffnungsträgerin, Liberia politisch und wirtschaftlich zu stabilisieren. Johnson Sirleaf hat in Harvard studiert und arbeitete von 1982 bis 1985 als Vizepräsidentin der Citibank Group für Afrika. Ihr Beitrag wurde gemeinsam mit ihrem Co-Autor Steven Radelet verfasst, der als Senior Fellow und Wachstumsexperte im Center for Global Development in Washington tätig ist. Der in Harvard promovierte Wirtschaftswissenschaftler ist entwicklungspolitischer Berater der liberianischen Regierung.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Thomas Pogge

Freitag, den 11. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Thomas Pogge, der ab Seite 329 zum Thema „Wachstum ist gut! Nur welches?“ schreibt:

„Die Frage der internationalen Gerechtigkeit bewegt auch Thomas Pogge von der Columbia University in New York. Er postuliert, dass die internationale Gerechtigkeit nicht am Vergleich des Bruttoinlandproduktes verschiedener Volkswirtschaften festgemacht werden dürfe, vielmehr müsse jeweils die Position der schwächsten Bevölkerungsschichten als Maßstab genommen werden. Die konsequente Bekämpfung der Armut müsse so zum Ziel einer gerechten Wachstumspolitik werden. »Die Analyse zeigt, dass das Problem globaler Armut sowohl erstaunlich klein als auch erstaunlich groß erscheinen kann. In ökonomischer Hinsicht ist es erstaunlich klein: Denjenigen 40 Prozent aller Menschen, die unterhalb der 2-Dollar-pro-Tag-Armutsgrenze der Weltbank leben, fehlen zusammengenommen im Jahr gerade einmal 300 Milliarden Dollar, um diese Grenze zu erreichen, viel weniger, als die USA für ihr Militär ausgeben. [...] Auf der anderen Seite ist das Problem der globalen Armut in menschlicher Hinsicht erstaunlich groß, denn es ist verantwortlich für ein Drittel aller Todesfälle und für den Großteil von Mangel, Krankheit und Leid auf der Welt.« Wachstum sei nur dann positiv zu verstehen, wenn auf internationale Gerechtigkeit Rücksicht genommen werde und es für alle Bevölkerungsschichten Vorteile schaffe.“

Zitate aus „Wachstum ist gut! Nur welches?“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Eine wichtige Komponente der Globalisierung ist, dass die Welt von einem immer dichteren und folgenreicheren System von Regeln beherrscht wird, die Handel, Investitionen, Kredite, Patente, Copyrights, Warenzeichen, Doppelbesteuerung, Arbeitsstandards, Umweltschutz, die Nutzung von Meeresrohstoffen und viele andere Dinge bestimmen.“

„Der größte Teil der massiven gravierenden Armut, mit der wir es heute auf der Welt zu tun haben, ließe sich vermeiden durch gerechtere Institutionen, die für die Reichen nur winzige Opportunitätskosten zur Folge hätten.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Thomas Pogge, geboren 1953, ist Professor für Politikwissenschaft und Politische Philosophie an der Columbia University in New York. Er ist einer der wichtigsten Philosophen zum Thema Internationale Gerechtigkeit. Er promovierte an der Harvard University unter der Leitung von John Rawls. Pogge vertritt eine liberale, kantianische Philosophie der Internationalen Gerechtigkeit, ein Forschungsgebiet, das er in den letzten Jahren mit definiert hat. Pogge, der 2008 an die Yale University wechseln wird, hat außerdem Forschungsstellen am Centre for Applied Philosophy and Public Ethics der Australian National University und am Centre for the Study of Mind in Nature an der Universität Oslo inne.

Das INSM-Buch:
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INSM-Berater Michael Hüther: Vortrag in Würzburg über „Chancen des Strukturwandels“

Donnerstag, den 10. Januar 2008

INSM-Berater Michael HütherAuf Einladung von Professor Peter Bofinger, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, spricht am 14. Januar Professor Michael Hüther in Würzburg. Hüther ist Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und Berater der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft). Er ist ein Vertreter der angebotsorientierten Schule in der Volkswirtschaftslehre, während Gastgeber Professor Peter Bofinger ein Repräsentant der nachfrageorientierten Schule ist. Im Cinemaxx am Alten Hafen spricht Hüther ab 11.15 Uhr zum Thema “Deutschland vor einer Re- Industrialisierung? Chancen und Risiken im Strukturwandel”. Gäste sind willkommen.

Zum Vortrag verteilt die INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) Exemplare des Buches “Klassiker der Ökonomie – Von Adam Smith bis Amartya Sen”, dessen Herausgeber INSM-Berater Michael Hüther ist. Der Kölner Ökonom war von 1991 bis 1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Stab des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

“Basta-Kanzlerin”: Merkel im Rettungseinsatz für den Gesundheitsfonds – die weitere Debatte um INSM-Studie

Donnerstag, den 10. Januar 2008

Angela Merkel - Rettungseinsatz für den Gesundheitsfonds“Merkel gibt die Basta-Kanzlerin.” So überschreibt Spiegel online einen Bericht über die Debatte nach Erscheinen einer Studie der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft). Artikel-Zitat: „Es waren klare Worte der Kanzlerin, allen Widerständen zum Trotz: “Der Gesundheitsfonds wird zum 1. Januar 2009 kommen”, machte Angela Merkel (CDU) heute im Kabinett ihren Ministern deutlich. Merkels Basta sei so “unmissverständlich” gewesen, sagte Vize-Regierungssprecher Thomas Steg, dass sich eine weitere Debatte im Kabinett erübrigt habe.“

Unbeeindruckt vom Machtwort der Kanzlerin will die FDP den Bundestag noch einmal über den Gesundheitsfonds abstimmen lassen: „Nächste Woche werde man einen Antrag einbringen, mit dem sich Union und SPD erneut zu dem Reformmodell bekennen müssten, kündigte FDP-Gesundheitsexperte Daniel Bahr heute in Berlin an.“ Die Abgeordneten werden dann auch über höhere Kassenbeiträge abstimmen müssen.

Ein Beitragssprung bis auf 15,5 Prozent? Vertreter verschiedener Gesetzlicher Krankenkassen und Experten stützen die Ergebnisse, zu denen das Gutachten des von der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) beauftragten Münchner Instituts für Gesundheitsökonomik gelangte. Eberhard Wille, Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung des Gesundheitswesens, nannte in der Süddeutschen Zeitung die Prognose in der Tendenz richtig. Das bestätigt auch Markus Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in der Offenbach-Post. Gesundheitsexperte und SPD-Mitglied Karl Lauterbach rechnet in der Financial Times Deutschland mit steigenden Beitragssätzen von bis zu 15,4 Prozent. Auch der Vorstandsvorsitzende der Barmer Ersatzkasse Johannes Vöcking halte einen bundesweit einheitlichen Beitragssatz von 15,5 Prozent für das Jahr 2009 für durchaus plausibel, sagte er gegenüber der SZ. Ähnlich äußerten sich Norbert Klusen von der Techniker Krankenkasse und Ingo Kailuweit von der Kaufmännischen Krankenkasse gegenüber Passauer Neue Presse und Bild-Zeitung.

In einem weiteren SPON-Bericht heißt es: „Die von den Arbeitgebern finanzierte Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hatte am Montag eine Studie präsentiert, die zum Start des Gesundheitsfonds im Jahr 2009 Krankenkassenbeiträge in Rekordhöhe prognostiziert. Daraufhin meldeten sich in den Koalitionsparteien erste besorgte Stimmen, ob man den Starttermin des Fonds nicht besser verschieben sollte. Zum Beispiel Bayerns Sozialministerin Christa Stewens (CSU), die in der “Welt” erklärte: “Solange die Auswirkungen des Gesundheitsfonds nicht im Detail geklärt sind, steht die Verschiebung im Raum”. Oder SPDGesundheitsexperte Karl Lauterbach, der im “Kölner Stadt-Anzeiger” die Kanzlerin angriff: “Frau Merkel hat den Gesundheitsfonds gewollt, Frau Merkel hat den einheitlichen Beitragssatz gewollt, an Frau Merkel liegt es also auch, beides zu stoppen.”

Allerdings gibt es nach Einschätzung von SPIEGEL online auch viele in der Politik, die die das Thema – Kosten hin, Kosten her – lieber ruhen lassen wollen. „Der in langen Koalitionsnächten ausgehandelte Kompromiss – schon wieder ein Wahlkampfthema? Davor schrecken die Koalitionspartner doch noch zurück.“ Via.

INSM-Merkelmeter-Stichwort Gesundheitsfonds

Lesen Sie im INSM-WiWo-Merkelmeter, was aus wissenschaftlich-fachlicher Sicht zum Thema Gesundheitsfonds zu sagen ist, an dem Bundeskanzlerin Angela Merkel gemeinsam  mit Bundesgesundsministerin Ulla Schmidt unbeirrt festhält. 

Zitat aus dem 5. INSM-WiWo-Merkelmeter vom 26. Juli 2006:
“Mit dem neuen Gesundheitsfonds entsteht ein neuer, zentraler bürokratischer Apparat, der Personal benötigt und zusätzliche Kosten verursacht. Der höhere Verwaltungsaufwand wirkt sich unter sonst gleichen Bedingungen negativ auf die Ausgaben je Versicherten aus. Auch bei den Krankenkassen ist nicht weniger Bürokratie zu erwarten, da sie statt der bisherigen Berechnung der Beitragssätze künftig den neuen Zusatzbeitrag organisieren müssen.”

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: John Mukum Mbaku

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über John Mukum Mbaku, der ab Seite 169 über „Institutionen, Unternehmertum und Wirtschaftswachstum in Afrika“ schreibt:

„Der Kameruner Volkswirtschaftler John Mukum Mbaku von der Weber State University in Utah sieht in der Schwäche der marktwirtschaftlichen Institutionen sowie in der staatlichen Korruption die Hauptursachen für die Wachstumsschwäche Afrikas. Auslandsinvestitionen und Unternehmensgründungen würden direkt von der Abwesenheit transparenter Rahmenbedingungen für die afrikanischen Märkte beeinträchtigt. In einer Perspektive der Wirtschaftsliberalisierung einerseits und der Sicherung des Rechtsstaats andererseits, sieht Mbaku die besten Chancen einer Kehrtwende für den afrikanischen Kontinent, der auf dramatische Weise seit Jahrzehnten die schwächsten und oft negativen Wachstumsquoten vorweist. Er fordert einen radikalen Wechsel, weg von einer Rentiersmentalität, hin zu Eigenverantwortung: »Zur Steigerung nachhaltigen Wirtschaftswachstums in Afrika und zur effektiven Bekämpfung der Armut, müssen die Afrikaner Mechanismen zur Schaffung von Wohlstand entwickeln, statt sich auf so genannte globale Programme zur Umverteilung von Wohlstand zu verlassen.“

Zitate aus „Institutionen, Unternehmertum und Wirtschaftswachstum in Afrika“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Zur Steigerung nachhaltigen Wirtschaftswachstums in Afrika und zur effektiven Bekämpfung der Armut müssen die Afrikaner Mechanismen zur Schaffung von Wohlstand entwickeln, statt sich auf sogenannte globale Programme zur Umverteilung von Wohlstand zu verlassen.“

„Was die Afrikaner brauchen, sind Gesetze und Institutionen, die Unternehmer auf Chancen zur Schaffung von Wohlstand aufmerksam machen, ihnen deren Wahrnehmung erleichtern und ihren Wohlstand vor den parasitären und aufgeblähten Bürokratien schützen, die sich in den letzten 50 Jahren fast ausschließlich als Plünderer betätigt haben.“

„In vielen afrikanischen Ländern gibt es mehr als genug Unternehmer und der Unternehmergeist ist dort nach wie vor ausgeprägt. Doch weil Gesetze und Institutionen diesen Unternehmern verkehrte Anreize geben, betätigen sich diese fast ausschließlich unproduktiv und evasiv und behindern dadurch de facto die Entstehung von Wohlstand.“

„Die Schaffung von Wohlstand ist der einzige nachhaltige Weg zur Steigerung des Wirtschaftswachstums und zur effektiven Bekämpfung der Armut auf dem Kontinent.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: John Mukum Mbaku, geboren 1950, ist Professor für Volkswirtschaft an der Weber State University in Utah. Der gebürtige Kameruner ist einer der führenden afrikanischen Wirtschaftswissenschaftler. In Corruption and the Crisis of Institutional Reforms in Africa und Institution and Development in Africa (2005) analysiert er die afrikanische Entwicklungspolitik der letzten Jahrzehnte und macht für ihr Scheitern die Schwäche der marktwirtschaftlichen Institutionen sowie die staatliche Korruption verantwortlich. Er erhielt den John Hinckley Award, ist Afrika-Chef des Journal of Third World Studies und Präsident der African Educational Foundation for Public Policy and Market Process. Mbaku war außerdem mehrfach Wirtschaftsberater in Kenia, Senegal und Kamerun.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Richard G. Lipsey

Montag, den 7. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Richard G. Lipsey, der ab Seite 27 über „Wachstum, Technologien und Institutionen: Parameter der geschichtlichen Entwicklung“ schreibt:

„Richard G. Lipsey von der Simon Fraser University zeigt, welche Rolle den technologischen Innovationen in einem historischen Rahmen für langfristiges Wirtschaftswachstum zugekommen ist. Der Wirtschaftshistoriker stellt die These auf, dass ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum im Sinne langzeitiger volkswirtschaftlicher Entwicklung nur durch einen grundlegenden technologischen Wandel zu begründen sei. »Man stelle sich vor, was geschehen wäre, hätte man im Jahr 1900 den technologischen Wissensstand eingefroren und nur noch in bereits vorhandene Technologien und Methoden investiert. [...] Ein Wirtschaftswachstum ohne technologischen Wandel bedeutet lediglich eine Vermehrung dessen, was bereits vorhanden ist und kann den materiellen Lebensstandard auf Dauer nicht signifikant erhöhen.« Die Entwicklung von effizienten Mehrzwecktechnologien setzte sich mit der Zeit branchenübergreifend durch und ließ dabei nicht nur eine Vielzahl verwandter Technologien entstehen, sondern veränderte gesellschaftliche, politische und ökonomische Strukturen wesentlich.“

Zitate aus „Wachstum, Technologien und Institutionen: Parameter der geschichtlichen Entwicklung“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

[…] der Schutz und Erhalt der Umwelt bei gleichzeitiger Verbesserung des allgemeinen Lebensstandards lässt sich am besten durch wachstumsfördernde technologische Innovationen umsetzen. Die meisten innovativen Technologien verbrauchen pro produzierter Einheit weniger Ressourcen als die Technologien, die sie ersetzen, was einen zunehmend wirtschaftlicheren und schonenderen Einsatz der verfügbaren Ressourcen zur Folge hat. Zudem zeichnen sich viele der modernen Technologien durch einen drastisch verringerten Schadstoffausstoß aus.

[…] anhaltendes Wirtschaftswachstum ist auch für die Industrienationen die einzige Möglichkeit, den allgemeinen Lebensstandard ihrer Bürger weiter anzuheben. Die Gefahr der Verarmung, aber auch Bildungsdefizite und steigende Kosten im Gesundheitswesen sind Probleme, mit denen die Industrienationen noch immer zu kämpfen haben, und Lösungen lassen sich einfacher finden, wenn die Wirtschaftskraft nicht stagniert, sondern wächst.

Langfristig betrachtet ist der technologische Wandel der stärkste Wachstumsmotor.

Ökonomien, die noch in der Entwicklung begriffen sind, sollten nach der neoklassischen Lehre die institutionellen Grundvoraussetzungen schaffen, um den Schutz des Eigentums und rechtsstaatliche Prinzipien zu gewährleisten. Des Weiteren sollten regierungspolitisch verursachte Verzerrungen wie Einfuhrzölle und bestimmte Subventionen abgeschafft werden, um die Kräfte des Marktes ungehindert wirken zu lassen. Das Hauptargument der neoklassischen Theorie für eine politische Förderung technologischer Neuentwicklungen – für eine technologiefreundliche Politik – ist die Nicht-Rivalität des Wissens, denn neues Wissen kommt nicht nur denen zugute, die es entdecken, sondern auch vielen anderen.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Richard G. Lipsey, geboren 1928, ist Professor Emeritus für Volkswirtschaftslehre an der kanadischen Simon Fraser University und Fellow des Canadian Institute for Advanced Research. Lipsey promovierte an der London School of Economics, wo er im Laufe seiner Karriere auch einen Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre inne hatte. Lipsey wurde 2006 für sein Buch Economic Transformations – General Purpose Technologies and Long Term Economic Growth, das er zusammen mit Kenneth I. Carlaw und Clifford T. Bekar verfasste, der Schumpeter-Preis verliehen. Lipsey berät die kanadische Regierung und ist durch seine Medienpräsenz in Nordamerika über den wissenschaftlichen Bereich hinaus bekannt.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Eberhard von Koerber

Samstag, den 5. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Eberhard von Koerber, der ab Seite 249 über „Chancen oder neue Grenzen des Wachstums? Verträgliches Wachstum für das 21. Jahrhundert“ schreibt:

„Eberhard von Koerber, Unternehmer und Vizepräsident des »Club of Rome«, beleuchtet den Paradigmenwechsel von »Grenzen« zu »Chancen« des Wachstums. Aus von Koerbers Sicht müssten die Ansätze, die der »Club of Rome« vor über 30 Jahren im Rahmen seiner Publikation »Grenzen des Wachstums« veröffentlicht hat, überdacht und der heutigen Welt angepasst werden. »Richtig gestaltet, kann Wachstum die treibende Kraft auf dem Weg zu einem ökologischen Gleichgewicht sein, indem es hilft, ressourcenintensive Technologien durch neue, Umwelt schonende Verfahren abzulösen.« Der Vizepräsident definiert die wichtigsten Trieb- und Gestaltungskräfte für eine langfristige Wachstumsdynamik vor dem Hintergrund der heutigen Globalisierungsprozesse. Letztlich sei die Politik der Bevölkerung Antworten auf drängende und komplexe Fragen schuldig und müsse vor allem die Frage nach einer neuen Sozialen Marktwirtschaft beantworten. In diesem Sinne fordert von Koerber eine langfristige, globale Denkweise, die – basierend auf Gerechtigkeit und Menschlichkeit – Erfolg für die Gesellschaft, aber auch für jeden Einzelnen versprechen kann.“

Zitate aus „Chancen oder neue Grenzen des Wachstums? Verträgliches Wachstum für das 21. Jahrhundert“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Nur wer flexibel genug ist und die globale Dynamik zu nutzen vermag, wird dauerhaft den Aufschwung der Wachstumsregionen der Welt auch für das eigene Land in Wohlstand umsetzen können.“

„Weltweit gilt: Wer keinen Anteil am Wachstum hat, der bremst Veränderungen und hat kein Interesse an wirtschaftlicher Freiheit. Wachstum kann und muss deshalb auch sozial sein und die Teilhabe vieler am Wohlstand sichern.“

„Wachstum braucht, wie jede menschliche Aktivität, Verantwortung und eine werteorientierte Ethik als Rahmenbedingungen. Die rund um die Welt immer wieder auftauchenden Fälle von Millionenbetrug und Bilanzfälschungen in Unternehmen schaden der Legitimation der Marktwirtschaft als Wirtschaftssystem.“

„Eine über Jahrzehnte beispielhaft erfolgreiche deutsche Soziale Marktwirtschaft muss sich plötzlich in einem neuen globalen Wettbewerb des Denkens, der Innovation, der Kosten und der besten Politikkonzepte bewähren. Überlagert wird dies noch durch die Überalterung der Gesellschaft, Zukunftsängste und Hilflosigkeit angesichts dieser neuen globalen Gemengelage.“

„Wachstum ist weltweit in politische, wirtschaftliche, ökologische und soziokulturelle Gesamtsysteme eingebunden. Daraus ergibt sich, dass die künftige neue Soziale Marktwirtschaft nicht die lineare Fortschreibung des deutschen Nachkriegsmodells sein kann, sondern das Ergebnis eines neuen, systemischen und gesamthaften Denkens sein muss, in dem es nicht um links oder rechts, sondern um eine langfristige, globale Denkweise geht, die sich an den Grundsätzen der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit orientiert.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Eberhard von Koerber, geboren 1938, leitet die internationale Vermögens- und Beratungsgesellschaft Eberhard von Koerber AG in Zürich. Er ist Co-Präsident des Club of Rome und Mitgründer des Wittenberg Zentrums für Globale Ethik. 1972 veröffentlichte der Club of Rome das Buch Die Grenzen des Wachstums, dessen Thesen von Koerber in seinem Beitrag »Chancen oder neue Grenzen des Wachstums? Verträgliches Wachstum für das 21. Jahrhundert« neu thematisiert. Von Koerber ist Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und engagiert sich in zahlreichen sozialen und kulturellen Einrichtungen.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Raghbendra Jha

Donnerstag, den 3. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Raghbendra Jha, der ab Seite 197 über das „Wachstumsland Indien – überwundene Hindernisse und strukturelle Stärken“ schreibt:

„Raghbendra Jha von der National University of Australia, langjähriger Regierungsberater Indiens in Wirtschaftsfragen, untersucht das Wachstumspotenzial Indiens und zeigt, dass die aktuelle Entwicklung vor dem Hintergrund der Wirtschaftsgeschichte Indiens und einer lang anhaltenden Wachstumsschwäche zu verstehen ist. Gleichzeitig prüft er, wie Indien ein anhaltendes Wachstum durch Innovationsstrategien sichern sollte. Er stellt dabei die Produktivitätssteigerungen im Produktions- und Dienstleistungssektor, die Verbesserungen auf der Angebotsseite des Arbeitsmarktes, sowie die Konsolidierungspolitik des letzten Jahrzehnts als zentrale Faktoren heraus. Trotz bleibender Probleme in der gemeinsam mit China bevölkerungsreichsten Volkswirtschaft der Welt zeigt die Analyse Indien als »Land mit physischem Kapital, mit jungen, qualifizierten und disziplinierten Arbeitskräften und einer Kultur von Innovation.« Ein Land, das aus unzähligen Schocks gelernt hat, so Jha.“

Zitate aus Wachstumsland “Indien – überwundene Hindernisse und strukturelle Stärken” in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Indiens Wachstumsgeschichte ist einzigartig.“

„Das Land hat aus unzähligen Schocks gelernt, Widerstandskraft zu entwickeln und parallel dazu die Leistungsfähigkeit der fundamentalen Motoren des Wirtschaftswachstums laufend weiter zu steigern.“

„Aus diesem Grund ist die Geschichte des indischen Wachstums als ernstzunehmendes unabhängiges Modell zu betrachten, das in näherer Zukunft auch weiterhin für positive Wirtschaftsmeldungen sorgen und anderen Ländern als Lehrstück dienen wird“.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: 
Raghbendra Jha, geboren 1953, ist einer der international bedeutendsten indischen Wirtschaftswissenschaftler. Neben seiner Professur an der Australian National University in Canberra und seiner Rolle als Direktor des Australia South-Asia Research Centre nimmt er an zahlreichen überregionalen Forschungsprojekten teil. Zudem berät er die Weltbank und die indische Regierung. Jha verbindet makroökonomische Analysen des Wirtschaftsraums Südasien mit den Themen Armut, Konsum und Umwelt. Seine Monografie »Economic Growth, Economic Performance and Welfare in South Asia« (2006) ist ein Standardwerk über die Wirtschaftsentwicklung in Südasien.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Hartmut Graßl

Dienstag, den 1. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Hartmut Graßl, der ab Seite 289 über „Klima, Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit: Die Sicht eines Naturwissenschaftlers und Regierungsberaters“ schreibt:

“Aus Sicht der Klimaforschung arbeitet Hartmut Graßl den Zusammenhang zwischen Wachstum, Globalisierung und Klimawandel heraus. Auch er weist einen strikten Gegensatz von Wachstum und Klimaschutz zurück und unterstreicht stattdessen die Rolle der Forschung und der Innovation, mit denen er auf die Chancen einer klimaverträglichen Wachstumspolitik hinweist. Graßl stellt Entwicklungsszenarien vor, welche die Verzahnung von Innovation, Wirtschaftswachstum und Klimawandel darlegen. Die Energieversorgung spielt eine Schlüsselrolle: »Ohne Zugang zu Elektrizität ist die Entwicklung, die sich alle Länder wünschen, nicht möglich. [...] Die zukünftige Energieversorgung der Menschheit ist der Schlüssel zu Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und mehr Gerechtigkeit zugleich.« Für eine langfristige Klimapolitik gilt es, einen realisierbareren nachhaltigen Entwicklungspfad zu entwickeln, der die schlimmstmöglichen Auswirkungen der Klimaerwärmung noch vermeiden kann und gleichzeitig Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit sichert.”

Zitate aus „Klima, Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit: Die Sicht eines Naturwissenschaftlers und Regierungsberaters“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Wer kein Ziel hat, kommt auch nicht an. Haben wir das Ziel »Globale Entwicklung bei Klimaschutz«, so brauchen wir aber Leitlinien, die unseren Korridor zum Ziel einengen und uns dabei helfen, den richtigen Weg zu finden. Diese Leitlinien sind sowohl im gesellschaftlichen als auch im biophysikalischen Bereich zu definieren.“

„Die zukünftige Energieversorgung der Menschheit ist der Schlüssel zu Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und mehr Gerechtigkeit zugleich.“

„Der globale Klimawandel ist bereits so weit voran geschritten, dass die Klimapolitik eine durch den Klimawandel stark veränderte Welt nicht mehr vermeiden kann. Erst in Jahrzehnten wird die heute eingeleitete Klimapolitik greifen.“

„Eine global koordinierte Klimaschutzpolitik ist die Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Hartmut Graßl, geboren 1940, zählt zu den wichtigsten Experten der deutschen Klimaforschung. Auch international genießt der langjährige Direktor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie den Ruf eines hochkarätigen Klimaforschers. Graßl warnte bereits in den achtziger Jahren vor dem Klimawandel. Er leitete von 1994 bis 1999 das Weltklimaforschungsprogramm der Vereinten Nationen in Genf sowie den Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung. Graßl erhielt für seine Verdienste das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, das Große Bundesverdienstkreuz, den Deutschen Umweltpreis sowie die Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin.

Das INSM-Buch:
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