Archiv der Kategorie 'Pflege'

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: John Mukum Mbaku

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über John Mukum Mbaku, der ab Seite 169 über „Institutionen, Unternehmertum und Wirtschaftswachstum in Afrika“ schreibt:

„Der Kameruner Volkswirtschaftler John Mukum Mbaku von der Weber State University in Utah sieht in der Schwäche der marktwirtschaftlichen Institutionen sowie in der staatlichen Korruption die Hauptursachen für die Wachstumsschwäche Afrikas. Auslandsinvestitionen und Unternehmensgründungen würden direkt von der Abwesenheit transparenter Rahmenbedingungen für die afrikanischen Märkte beeinträchtigt. In einer Perspektive der Wirtschaftsliberalisierung einerseits und der Sicherung des Rechtsstaats andererseits, sieht Mbaku die besten Chancen einer Kehrtwende für den afrikanischen Kontinent, der auf dramatische Weise seit Jahrzehnten die schwächsten und oft negativen Wachstumsquoten vorweist. Er fordert einen radikalen Wechsel, weg von einer Rentiersmentalität, hin zu Eigenverantwortung: »Zur Steigerung nachhaltigen Wirtschaftswachstums in Afrika und zur effektiven Bekämpfung der Armut, müssen die Afrikaner Mechanismen zur Schaffung von Wohlstand entwickeln, statt sich auf so genannte globale Programme zur Umverteilung von Wohlstand zu verlassen.“

Zitate aus „Institutionen, Unternehmertum und Wirtschaftswachstum in Afrika“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Zur Steigerung nachhaltigen Wirtschaftswachstums in Afrika und zur effektiven Bekämpfung der Armut müssen die Afrikaner Mechanismen zur Schaffung von Wohlstand entwickeln, statt sich auf sogenannte globale Programme zur Umverteilung von Wohlstand zu verlassen.“

„Was die Afrikaner brauchen, sind Gesetze und Institutionen, die Unternehmer auf Chancen zur Schaffung von Wohlstand aufmerksam machen, ihnen deren Wahrnehmung erleichtern und ihren Wohlstand vor den parasitären und aufgeblähten Bürokratien schützen, die sich in den letzten 50 Jahren fast ausschließlich als Plünderer betätigt haben.“

„In vielen afrikanischen Ländern gibt es mehr als genug Unternehmer und der Unternehmergeist ist dort nach wie vor ausgeprägt. Doch weil Gesetze und Institutionen diesen Unternehmern verkehrte Anreize geben, betätigen sich diese fast ausschließlich unproduktiv und evasiv und behindern dadurch de facto die Entstehung von Wohlstand.“

„Die Schaffung von Wohlstand ist der einzige nachhaltige Weg zur Steigerung des Wirtschaftswachstums und zur effektiven Bekämpfung der Armut auf dem Kontinent.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: John Mukum Mbaku, geboren 1950, ist Professor für Volkswirtschaft an der Weber State University in Utah. Der gebürtige Kameruner ist einer der führenden afrikanischen Wirtschaftswissenschaftler. In Corruption and the Crisis of Institutional Reforms in Africa und Institution and Development in Africa (2005) analysiert er die afrikanische Entwicklungspolitik der letzten Jahrzehnte und macht für ihr Scheitern die Schwäche der marktwirtschaftlichen Institutionen sowie die staatliche Korruption verantwortlich. Er erhielt den John Hinckley Award, ist Afrika-Chef des Journal of Third World Studies und Präsident der African Educational Foundation for Public Policy and Market Process. Mbaku war außerdem mehrfach Wirtschaftsberater in Kenia, Senegal und Kamerun.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Studie zur Entwicklung der Kassenbeiträge: Politiker stellen Gesundheitsfonds in Frage

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Die bundesweite Debatte um eine Expertise der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) hält an. Chefs von Krankenkassen bestätigen die in dieser Studie ermittelten Zuwächse bei den Kassenbeitragssätzen. Zunehmend stellen auch Politiker und Landesminister den geplanten Gesundheitsfonds in Frage.

Die Financial Times Deutschland schreibt zu dieser Debatte: „Die Warnungen vor steigenden Kassenbeiträgen haben einen Grundsatzstreit über die Einführung des Gesundheitsfonds ausgelöst. Sowohl in der Union als auch in der SPD wurde gestern infrage gestellt, ob der Gemeinschaftstopf für alle Kasseneinnahmen wie geplant 2009 in Kraft treten soll. “Solange die Auswirkungen des Gesundheitsfonds nicht im Detail geklärt sind, steht die Verschiebung im Raum”, sagte die bayerische Sozialministerin Christa Stewens der Zeitung “Die Welt”. Auch Unions- Gesundheitsexperte Wolfgang Zöller (CSU) schloss eine Verschiebung nicht aus.“

Der Südkurier titelt: „Gegenwind für Reform Baden-Württemberg will Gesundheitsfonds verschieben – Kassen erwarten höhere Beiträge“. Artikel-Zitat: „Eine Studie im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft kam zu dem Ergebnis, dass die Beitragssätze 2009 auf dieses Niveau steigen werden. Die Bundesregierung wies die Äußerungen der Kassenchefs zurück. Über den Beitragssatz werde erst im Herbst entschieden, erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Derzeit beträgt der durchschnittliche Beitragssatz 14,8 Prozent. Wegen der drohenden Erhöhung der Kassenbeiträge bringt Baden-Württembergs Sozialministerin Monika Stolz (CDU) eine Verschiebung des umstrittenen Gesundheitsfonds ins Gespräch. … So lange wir nicht wissen, wie die Finanzauswirkungen sind, müssen wir über eine Verschiebung nachdenken”, sagte sie dem SÜDKURIER. Ähnlich äußert sich Bayerns Sozialministerin Christa Stewens (CSU). Auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fordert einen Verzicht auf den Fonds. Dieser sei und bleibe ein “Fehlkonstrukt”, sagte DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun.

Das Westfalenblatt erschien mit folgender Schlagzeile: „Kassenbeiträge sollen steigen Experten halten Satz von 15,5 Prozent von 2009 an für realistisch“.  In dem Artikel heißt es dazu: „Ein Beitrag von 15,5 Prozent wäre im Vergleich zum derzeitigen Durchschnittssatz (14,8 Prozent) ein Anstieg um 0,7 Prozentpunkte. … Entsprechende Berechnungen der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft in Köln bestritt das Bundesgesundheitsministerium gestern jedoch. Einen bundesweit einheitlichen Beitragssatz von 15,5 Prozent für alle 44 Millionen Kassen- Mitglieder halten indes auch andere Kassen wie die Barmer Ersatzkasse, die Techniker Krankenkasse und die Kaufmännische Krankenkasse für “durchaus plausibel”.“

Die Nachrichtenagentur afp verbreitete dazu eine Meldung mit der Überschrift: „Mehrere Krankenkassen erwarten in diesem Jahr einen deutlichen Anstieg der Beitragssätze. Der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse (TK), Norbert Klusen, ging zum Start des Gesundheitsfonds 2009 von einem Beitragssatz von mehr als 15 Prozent aus. “2009 wird mindestens eine 15 vor dem Komma stehen. Die meisten Mitglieder werden mehr bezahlen müssen”, sagte Klusen der “Passauer Neuen Presse” vom Dienstag.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Richard G. Lipsey

Montag, den 7. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Richard G. Lipsey, der ab Seite 27 über „Wachstum, Technologien und Institutionen: Parameter der geschichtlichen Entwicklung“ schreibt:

„Richard G. Lipsey von der Simon Fraser University zeigt, welche Rolle den technologischen Innovationen in einem historischen Rahmen für langfristiges Wirtschaftswachstum zugekommen ist. Der Wirtschaftshistoriker stellt die These auf, dass ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum im Sinne langzeitiger volkswirtschaftlicher Entwicklung nur durch einen grundlegenden technologischen Wandel zu begründen sei. »Man stelle sich vor, was geschehen wäre, hätte man im Jahr 1900 den technologischen Wissensstand eingefroren und nur noch in bereits vorhandene Technologien und Methoden investiert. [...] Ein Wirtschaftswachstum ohne technologischen Wandel bedeutet lediglich eine Vermehrung dessen, was bereits vorhanden ist und kann den materiellen Lebensstandard auf Dauer nicht signifikant erhöhen.« Die Entwicklung von effizienten Mehrzwecktechnologien setzte sich mit der Zeit branchenübergreifend durch und ließ dabei nicht nur eine Vielzahl verwandter Technologien entstehen, sondern veränderte gesellschaftliche, politische und ökonomische Strukturen wesentlich.“

Zitate aus „Wachstum, Technologien und Institutionen: Parameter der geschichtlichen Entwicklung“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

[…] der Schutz und Erhalt der Umwelt bei gleichzeitiger Verbesserung des allgemeinen Lebensstandards lässt sich am besten durch wachstumsfördernde technologische Innovationen umsetzen. Die meisten innovativen Technologien verbrauchen pro produzierter Einheit weniger Ressourcen als die Technologien, die sie ersetzen, was einen zunehmend wirtschaftlicheren und schonenderen Einsatz der verfügbaren Ressourcen zur Folge hat. Zudem zeichnen sich viele der modernen Technologien durch einen drastisch verringerten Schadstoffausstoß aus.

[…] anhaltendes Wirtschaftswachstum ist auch für die Industrienationen die einzige Möglichkeit, den allgemeinen Lebensstandard ihrer Bürger weiter anzuheben. Die Gefahr der Verarmung, aber auch Bildungsdefizite und steigende Kosten im Gesundheitswesen sind Probleme, mit denen die Industrienationen noch immer zu kämpfen haben, und Lösungen lassen sich einfacher finden, wenn die Wirtschaftskraft nicht stagniert, sondern wächst.

Langfristig betrachtet ist der technologische Wandel der stärkste Wachstumsmotor.

Ökonomien, die noch in der Entwicklung begriffen sind, sollten nach der neoklassischen Lehre die institutionellen Grundvoraussetzungen schaffen, um den Schutz des Eigentums und rechtsstaatliche Prinzipien zu gewährleisten. Des Weiteren sollten regierungspolitisch verursachte Verzerrungen wie Einfuhrzölle und bestimmte Subventionen abgeschafft werden, um die Kräfte des Marktes ungehindert wirken zu lassen. Das Hauptargument der neoklassischen Theorie für eine politische Förderung technologischer Neuentwicklungen – für eine technologiefreundliche Politik – ist die Nicht-Rivalität des Wissens, denn neues Wissen kommt nicht nur denen zugute, die es entdecken, sondern auch vielen anderen.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Richard G. Lipsey, geboren 1928, ist Professor Emeritus für Volkswirtschaftslehre an der kanadischen Simon Fraser University und Fellow des Canadian Institute for Advanced Research. Lipsey promovierte an der London School of Economics, wo er im Laufe seiner Karriere auch einen Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre inne hatte. Lipsey wurde 2006 für sein Buch Economic Transformations – General Purpose Technologies and Long Term Economic Growth, das er zusammen mit Kenneth I. Carlaw und Clifford T. Bekar verfasste, der Schumpeter-Preis verliehen. Lipsey berät die kanadische Regierung und ist durch seine Medienpräsenz in Nordamerika über den wissenschaftlichen Bereich hinaus bekannt.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

BILD berichtet über INSM-Studie: Dramatischer Anstieg der Kassenbeiträge wegen Gesundheitsfonds

Montag, den 7. Januar 2008

bild-insm-tagebuch.jpg“Die Gesundheitsreform wird für die gesetzlich Krankenversicherten deutlich teurer als angenommen”, schreibt heute die BILD-Zeitung und bezieht sich dabei auf eine Studie im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Das Papier wurde erstellt vom Münchener Gesundheitsinstitut IfG und kommt zu dem Schluss, dass ab 2009 bis zu 712 Euro mehr Jahresbeitrag zur Krankenversicherung fällig sind. Grund: Falsche Anreize durch den Gesundheitsfonds.

Zur INSM-Pressemitteilung über die Studie geht es hier. Fact-Sheet zur INSM-Studie. ifg-insm-tagebuchtif.jpgDie ausführliche Expertise von Professor Günter Neubauer für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft finden Sie hier.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Eberhard von Koerber

Samstag, den 5. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Eberhard von Koerber, der ab Seite 249 über „Chancen oder neue Grenzen des Wachstums? Verträgliches Wachstum für das 21. Jahrhundert“ schreibt:

„Eberhard von Koerber, Unternehmer und Vizepräsident des »Club of Rome«, beleuchtet den Paradigmenwechsel von »Grenzen« zu »Chancen« des Wachstums. Aus von Koerbers Sicht müssten die Ansätze, die der »Club of Rome« vor über 30 Jahren im Rahmen seiner Publikation »Grenzen des Wachstums« veröffentlicht hat, überdacht und der heutigen Welt angepasst werden. »Richtig gestaltet, kann Wachstum die treibende Kraft auf dem Weg zu einem ökologischen Gleichgewicht sein, indem es hilft, ressourcenintensive Technologien durch neue, Umwelt schonende Verfahren abzulösen.« Der Vizepräsident definiert die wichtigsten Trieb- und Gestaltungskräfte für eine langfristige Wachstumsdynamik vor dem Hintergrund der heutigen Globalisierungsprozesse. Letztlich sei die Politik der Bevölkerung Antworten auf drängende und komplexe Fragen schuldig und müsse vor allem die Frage nach einer neuen Sozialen Marktwirtschaft beantworten. In diesem Sinne fordert von Koerber eine langfristige, globale Denkweise, die – basierend auf Gerechtigkeit und Menschlichkeit – Erfolg für die Gesellschaft, aber auch für jeden Einzelnen versprechen kann.“

Zitate aus „Chancen oder neue Grenzen des Wachstums? Verträgliches Wachstum für das 21. Jahrhundert“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Nur wer flexibel genug ist und die globale Dynamik zu nutzen vermag, wird dauerhaft den Aufschwung der Wachstumsregionen der Welt auch für das eigene Land in Wohlstand umsetzen können.“

„Weltweit gilt: Wer keinen Anteil am Wachstum hat, der bremst Veränderungen und hat kein Interesse an wirtschaftlicher Freiheit. Wachstum kann und muss deshalb auch sozial sein und die Teilhabe vieler am Wohlstand sichern.“

„Wachstum braucht, wie jede menschliche Aktivität, Verantwortung und eine werteorientierte Ethik als Rahmenbedingungen. Die rund um die Welt immer wieder auftauchenden Fälle von Millionenbetrug und Bilanzfälschungen in Unternehmen schaden der Legitimation der Marktwirtschaft als Wirtschaftssystem.“

„Eine über Jahrzehnte beispielhaft erfolgreiche deutsche Soziale Marktwirtschaft muss sich plötzlich in einem neuen globalen Wettbewerb des Denkens, der Innovation, der Kosten und der besten Politikkonzepte bewähren. Überlagert wird dies noch durch die Überalterung der Gesellschaft, Zukunftsängste und Hilflosigkeit angesichts dieser neuen globalen Gemengelage.“

„Wachstum ist weltweit in politische, wirtschaftliche, ökologische und soziokulturelle Gesamtsysteme eingebunden. Daraus ergibt sich, dass die künftige neue Soziale Marktwirtschaft nicht die lineare Fortschreibung des deutschen Nachkriegsmodells sein kann, sondern das Ergebnis eines neuen, systemischen und gesamthaften Denkens sein muss, in dem es nicht um links oder rechts, sondern um eine langfristige, globale Denkweise geht, die sich an den Grundsätzen der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit orientiert.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Eberhard von Koerber, geboren 1938, leitet die internationale Vermögens- und Beratungsgesellschaft Eberhard von Koerber AG in Zürich. Er ist Co-Präsident des Club of Rome und Mitgründer des Wittenberg Zentrums für Globale Ethik. 1972 veröffentlichte der Club of Rome das Buch Die Grenzen des Wachstums, dessen Thesen von Koerber in seinem Beitrag »Chancen oder neue Grenzen des Wachstums? Verträgliches Wachstum für das 21. Jahrhundert« neu thematisiert. Von Koerber ist Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und engagiert sich in zahlreichen sozialen und kulturellen Einrichtungen.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Raghbendra Jha

Donnerstag, den 3. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Raghbendra Jha, der ab Seite 197 über das „Wachstumsland Indien – überwundene Hindernisse und strukturelle Stärken“ schreibt:

„Raghbendra Jha von der National University of Australia, langjähriger Regierungsberater Indiens in Wirtschaftsfragen, untersucht das Wachstumspotenzial Indiens und zeigt, dass die aktuelle Entwicklung vor dem Hintergrund der Wirtschaftsgeschichte Indiens und einer lang anhaltenden Wachstumsschwäche zu verstehen ist. Gleichzeitig prüft er, wie Indien ein anhaltendes Wachstum durch Innovationsstrategien sichern sollte. Er stellt dabei die Produktivitätssteigerungen im Produktions- und Dienstleistungssektor, die Verbesserungen auf der Angebotsseite des Arbeitsmarktes, sowie die Konsolidierungspolitik des letzten Jahrzehnts als zentrale Faktoren heraus. Trotz bleibender Probleme in der gemeinsam mit China bevölkerungsreichsten Volkswirtschaft der Welt zeigt die Analyse Indien als »Land mit physischem Kapital, mit jungen, qualifizierten und disziplinierten Arbeitskräften und einer Kultur von Innovation.« Ein Land, das aus unzähligen Schocks gelernt hat, so Jha.“

Zitate aus Wachstumsland “Indien – überwundene Hindernisse und strukturelle Stärken” in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Indiens Wachstumsgeschichte ist einzigartig.“

„Das Land hat aus unzähligen Schocks gelernt, Widerstandskraft zu entwickeln und parallel dazu die Leistungsfähigkeit der fundamentalen Motoren des Wirtschaftswachstums laufend weiter zu steigern.“

„Aus diesem Grund ist die Geschichte des indischen Wachstums als ernstzunehmendes unabhängiges Modell zu betrachten, das in näherer Zukunft auch weiterhin für positive Wirtschaftsmeldungen sorgen und anderen Ländern als Lehrstück dienen wird“.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: 
Raghbendra Jha, geboren 1953, ist einer der international bedeutendsten indischen Wirtschaftswissenschaftler. Neben seiner Professur an der Australian National University in Canberra und seiner Rolle als Direktor des Australia South-Asia Research Centre nimmt er an zahlreichen überregionalen Forschungsprojekten teil. Zudem berät er die Weltbank und die indische Regierung. Jha verbindet makroökonomische Analysen des Wirtschaftsraums Südasien mit den Themen Armut, Konsum und Umwelt. Seine Monografie »Economic Growth, Economic Performance and Welfare in South Asia« (2006) ist ein Standardwerk über die Wirtschaftsentwicklung in Südasien.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Hartmut Graßl

Dienstag, den 1. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Hartmut Graßl, der ab Seite 289 über „Klima, Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit: Die Sicht eines Naturwissenschaftlers und Regierungsberaters“ schreibt:

“Aus Sicht der Klimaforschung arbeitet Hartmut Graßl den Zusammenhang zwischen Wachstum, Globalisierung und Klimawandel heraus. Auch er weist einen strikten Gegensatz von Wachstum und Klimaschutz zurück und unterstreicht stattdessen die Rolle der Forschung und der Innovation, mit denen er auf die Chancen einer klimaverträglichen Wachstumspolitik hinweist. Graßl stellt Entwicklungsszenarien vor, welche die Verzahnung von Innovation, Wirtschaftswachstum und Klimawandel darlegen. Die Energieversorgung spielt eine Schlüsselrolle: »Ohne Zugang zu Elektrizität ist die Entwicklung, die sich alle Länder wünschen, nicht möglich. [...] Die zukünftige Energieversorgung der Menschheit ist der Schlüssel zu Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und mehr Gerechtigkeit zugleich.« Für eine langfristige Klimapolitik gilt es, einen realisierbareren nachhaltigen Entwicklungspfad zu entwickeln, der die schlimmstmöglichen Auswirkungen der Klimaerwärmung noch vermeiden kann und gleichzeitig Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit sichert.”

Zitate aus „Klima, Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit: Die Sicht eines Naturwissenschaftlers und Regierungsberaters“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Wer kein Ziel hat, kommt auch nicht an. Haben wir das Ziel »Globale Entwicklung bei Klimaschutz«, so brauchen wir aber Leitlinien, die unseren Korridor zum Ziel einengen und uns dabei helfen, den richtigen Weg zu finden. Diese Leitlinien sind sowohl im gesellschaftlichen als auch im biophysikalischen Bereich zu definieren.“

„Die zukünftige Energieversorgung der Menschheit ist der Schlüssel zu Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und mehr Gerechtigkeit zugleich.“

„Der globale Klimawandel ist bereits so weit voran geschritten, dass die Klimapolitik eine durch den Klimawandel stark veränderte Welt nicht mehr vermeiden kann. Erst in Jahrzehnten wird die heute eingeleitete Klimapolitik greifen.“

„Eine global koordinierte Klimaschutzpolitik ist die Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Hartmut Graßl, geboren 1940, zählt zu den wichtigsten Experten der deutschen Klimaforschung. Auch international genießt der langjährige Direktor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie den Ruf eines hochkarätigen Klimaforschers. Graßl warnte bereits in den achtziger Jahren vor dem Klimawandel. Er leitete von 1994 bis 1999 das Weltklimaforschungsprogramm der Vereinten Nationen in Genf sowie den Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung. Graßl erhielt für seine Verdienste das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, das Große Bundesverdienstkreuz, den Deutschen Umweltpreis sowie die Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Makram El-Shagi

Sonntag, den 30. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Makram El-Shagi, der ab Seite 123 über „Korruption, Wachstum und institutionelle Entwicklung“ schreibt:

„Die Analyse der Korruption steht im Mittelpunkt des Beitrages von Makram El-Shagi von der Universität Mannheim. El-Shagi diskutiert die institutionellen Voraussetzungen, um Korruption zu verhindern, und analysiert die Wechselwirkungen zwischen politischer Korruption, der institutionellen Entwicklung – verstanden als Rahmenbedingung für die Politikgestaltung – und dem Einkommen. Eine Erhöhung des Volkseinkommens, so die Untersuchung, kann, wenn sie nicht durch eine entsprechend positive institutionelle Entwicklung begleitet wird, langfristig sogar negative Folgen haben. Korruptionswillige Politiker können bei erhöhtem Volkseinkommen aufgrund der verbesserten Zahlungsfähigkeit der Bürger und des Umsatzes der Wirtschaft ein höheres Einkommen aus Korruption erzielen, ohne dabei proportional höheren Risiken ausgesetzt zu sein. Langfristig kommt es bei einer solchen Entwicklung daher zu verstärkter Korruption, die nicht nur das Wirtschaftswachstum begrenzt, sondern auch zur weiteren Erosion der institutionellen Rahmenbedingungen beiträgt. El-Shagi kommt somit ebenfalls zu dem Schluss, dass die Förderung einer demokratischen Entwicklung und des Aufbaus rechtsstaatlicher Institutionen zentrale Entwicklungsvoraussetzungen sind.“

Zitate aus „Korruption, Wachstum und institutionelle Entwicklung“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Wirtschaftspolitik ist sicherlich die Grundvoraussetzung für solides Wachstum. Aber die institutionelle Entwicklung wiederum ist die zentrale Voraussetzung, um eine Wachstums fördernde Wirtschaftspolitik nachhaltig zu gewährleisten. Die Förderung einer demokratischen Entwicklung und des Aufbaus rechtsstaatlicher Institutionen ist daher nicht nur wegen des grundsätzlichen Rechtes der Menschen auf Selbstbestimmung relevant, sondern auch, um die ökonomische Entwicklung anzukurbeln.“

„Daher sollte Entwicklungshilfe – auch die internationaler Organisationen wie des IWF – verstärkt auf eine Unterstützung der institutionellen Entwicklung abstellen. Denn die Gefahr, dass Finanzhilfe und an sich gut gemeinte wirtschaftspolitische Vorschläge, die keine nachhaltige Verbesserung der Institutionen gewährleisten, im Eigeninteresse der Politiker pervertiert werden können und dann mehr schaden als nutzen, ist kaum auszuschließen.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Makram El-Shagi, geboren 1979, ist Assistent am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim, wo er im Bereich internationale Wirtschaftsbeziehungen forscht. Er erhielt den Südwestmetall- Förderpreis 2004 für die beste Dissertation an der Universität Mannheim. 2001 war er mit 21 Jahren jüngster Absolvent seines Jahrganges. El-Shagis Forschungsinteresse gilt der Neuen Ökonomie sowie der institutionellen Korruption.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: der Dalai Lama

Freitag, den 28. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über den Dalai Lama, der ab Seite 309 über „Ideale sind der Motor des Fortschritts“ schreibt:

„Der Dalai Lama plädiert dafür, dass die steigende Verflechtung durch Globalisierung, Wachstum und Fortschritt auch dazu genutzt wird, das Verantwortungsbewusstsein für andere Menschen auf der Welt zu schärfen. Die Chance besteht darin, dass in einer Weltwirtschaft, die immer stärker miteinander verschmilzt, die Bedeutung von Staatsgrenzen schwindet und sogar befeindete Staaten zur Kooperation gezwungen sind, etwa in der Nutzung von gemeinsamen natürlichen Ressourcen. Allerdings weist der Dalai Lama auch auf die Risiken eines ungezügelten Strebens nach materiellem Wohlstand hin: »Die Gier nach endlichen Dingen kann nie wirklich befriedigt werden«, und sie schaffe gleichzeitig die Grundlage für Neid und Unzufriedenheit. Dass Reichtum per se nicht glücklich macht, würde wohl niemand leugnen. Allerdings schließt der Dalai Lama daraus nicht, dass man dem technischen und wissenschaftlichen Fortschritt abschwören, sondern sich vielmehr der globalen Verantwortung bewusst werden sollte. Unter globaler Verantwortung versteht er die Einsicht, dass alle Handlungen weit reichende, ja universelle Konsequenzen haben und fordert eine Haltung, die vom Respekt für andere Menschen geprägt ist. Die Chancen des Wachstums entstehen in Verbindung mit dem globalen Verantwortungsgefühl, denn die Anteilnahme am Leben anderer Menschen ist die Grundlage für ein solidarisches und gerechtes Handeln.“

Zitate aus dem Aufsatz „Ideale sind der Motor des Fortschritts“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Die Weltwirtschaft verschmilzt immer mehr zu einer Einheit und unterschiedliche Nationen hängen immer stärker voneinander ab.“

„Ähnlich wie bei globalen Umweltproblemen, die nicht auf rein nationaler Ebene gelöst werden können, verschwindet auch für die moderne Wirtschaft die Bedeutung von Staatsgrenzen.“

„Die Entwicklung der Europäischen Union ist ein Beispiel dafür, wie aus einem kleinen Handelsabkommen so etwas wie ein Staatenbund geworden ist. Ähnliche, wenn auch nicht so stark vertiefte Organisationen finden sich auf der ganzen Welt. Diese Bündnisse sind ein Beweis für das Bemühen der Menschen, sich zum allgemeinen Wohl zusammenzuschließen sowie für den Wunsch der Gesellschaft, sich unentwegt fortzuentwickeln.“

„Unsere moderne Weltgemeinschaft mit ihren Vor- und Nachteilen ist das Resultat vieler verschiedener Faktoren; deshalb würde man einem Trugschluss verfallen, wenn man die Lösung unserer Probleme in einer Ablehnung des materiellen und technischen Fortschritts sehen würde.“

„Die Chancen des Wachstums entstehen dann, wenn wirtschaftlicher Wettbewerb, technologischer Fortschritt und Wohlstand im Kontext einer globalen Verantwortung entstehen, die wiederum eine Basis für solidarisches Engagement und für gerechtes Handeln schaffen.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Seine Heiligkeit der XIV. Dalai Lama wurde 1935 in der tibetischen Provinz Amdo geboren und im Alter von vier Jahren inthronisiert. Seitdem ist der buddhistische Mönch zugleich das geistliche und politische Oberhaupt der Tibeter. In Zeiten der Globalisierung und des wirtschaftlichen Wachstums sind nicht nur einzelne Staaten, sondern auch Menschen immer stärker miteinander verbunden. Der Dalai Lama verfolgt mit seiner Idee der globalen Verantwortung das Ziel, dieses menschliche Miteinander positiv zu gestalten und der Globalisierung ein menschliches Gesicht zu verleihen. Für seinen unermüdlichen Einsatz für Gerechtigkeit, Völkerverständigung und Menschenrechte wurde er 1989 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Gavin Cameron, Nicholas Fawcett, Rosa Fernandez

Mittwoch, den 26. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Gavin Cameron, Nicholas Fawcett, Rosa Fernandez, die ab Seite 73 zum Thema „Der Wirtschaftsstandort Europa: Über die Lissabon-Strategie hinaus“ schreiben:

„Gavin Cameron, Nicholas Fawcett und Rosa Fernandez von der Oxford University gehen ebenfalls vom Vergleich zwischen Europa und dem US-amerikanischen Wachstum aus und diagnostizieren einen relativen Verlust an Produktivität in den großen EU-Ländern. Die Autoren argumentieren, dass ein unflexibler Arbeitsmarkt, die schwache Einbindung bestimmter Altersgruppen sowie eine niedrige Quote arbeitstätiger Frauen die Gesamtleistung der europäischen Wirtschaft drücke. »Das Arbeitsangebot in Europa ist nicht von schlechter Qualität, doch wird es keinesfalls optimal genutzt.« Wenige Steueranreize für Unternehmer sowie die starke Positionierung von Arbeitnehmerverbänden wirken sich ebenfalls nachteilig auf die Wachstumsentwicklung der EU aus. Erst eine Reform der starren, institutionellen Rahmenbedingungen sowie eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes könne die wirtschaftliche Situation Europas konsolidieren: »Westeuropa sollte sich auf die wachsende Auslastung seiner Arbeitsressourcen konzentrieren und außerdem auf die Steigerung des Wettbewerbs und die Förderung des Unternehmertums«, so die Wissenschaftler.“

Zitate aus „Der Wirtschaftsstandort Europa: Über die Lissabon-Strategie hinaus“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„In der Summe ist es eher unwahrscheinlich, dass die europäische Strategie für Wachstum und Beschäftigung in naher Zukunft greifbare Vorteile bringen wird. Eine Steigerung der Flexibilität der europäischen Wirtschaft ist jedoch eine äußerst wichtige Aufgabe für die Politik, und zwar nicht nur deshalb, weil es einen einfachen Zusammenhang zwischen der Auslastung der Arbeitsressourcen und der Steigerung der Produktivität gibt, sondern weil ein gemeinsamer Satz an institutionellen Merkmalen Europas Leistung in beiden Bereichen gleichzeitig schmälern könnte, statt dass ein Bereich zu unterdurchschnittlichen Ergebnissen im anderen führt.“

„Das Arbeitsangebot in Europa ist nicht von schlechter Qualität, doch wird es keinesfalls optimal genutzt.“

„Westeuropa sollte sich auf die wachsende Auslastung seiner Arbeitsressourcen konzentrieren und außerdem auf die Steigerung des Wettbewerbs und die Förderung des Unternehmertums.“

„Arbeitsmarktflexibilität in Bezug auf Partizipation und Auslastung wird schnellere und passgenauere Reaktionen auf veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen ermöglichen.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren: Gavin Cameron (1969–2007), war Professor für Makroökonomik an der Oxford University und einer der vielversprechendsten Nachwuchswissenschaftler im führenden Fachbereich der renommierten Institution. Kurz vor Erscheinen des Buches starb Gavin Cameron mit nur 38 Jahren an den Folgen einer Mukoviszidose-Erkrankung. Cameron erlangte in seiner kurzen Laufbahn internationales Ansehen. Sein Forschungsgebiet lag insbesondere in Untersuchungen der Bedeutung und Rolle von Forschungs- und Entwicklungsprozessen beim Wirtschaftswachstum. Darüber hinaus nahm er zahlreiche beratende Tätigkeiten für politische und wirtschaftliche Institutionen wahr. Cameron verfasste den Beitrag zu Chancen des Wachstums gemeinsam mit Rosa Fernandez und Nicholas Fawcett. Rosa Fernandez ist Research Fellow am Centre on Skills, Knowledge and Organisational Performance an der Oxford University und Spezialistin der ökonomischen Arbeitsmarktanalyse. Nicholas Fawcett ist Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Department of Economics an der Oxford University.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: David B. Audretsch

Montag, den 24. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über David B. Audretsch, der ab Seite 91 über „Die Entrepreneurial Society im Zeitalter der Globalisierung“ schreibt: „Der Beitrag von David B. Audretsch betont die Bedeutung von »Entrepreneurship«, um Beschäftigung, Wachstum und somit auch gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu schaffen. Eine allein kapitalorientierte Wirtschaftspolitik, so Audretsch, sichert kein langfristiges Wachstum. Aber auch die Investition in Wissen und Forschung allein ist hierfür kein Garant. »Es bedarf mehr als Investition in Wissen, Bildung und Humankapital. Die neuen Ideen müssen auch ihren Weg in den Markt an dem Ort ihrer Entstehung finden, um dort Beschäftigung und Wachstum zu schaffen.« Der Ökonom vom Max-Planck-Institut für Ökonomik in Jena sieht im Entrepreneurship die fehlende Verbindung zwischen kreativen Ideen und ihrer kostenintensiven Markteinführung. Um Wachstum zu sichern, sei es notwendig, wirtschaftspolitisch so umzudenken, dass die grundlegenden politischen, rechtlichen und ideellen strukturellen Voraussetzungen für eine neue Entrepreneurial Society geschaffen werden.“

Zitate aus „Die Entrepreneurial Society im Zeitalter der Globalisierung“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):
„Entrepreneurship ist … ein Weg, neue Arbeitsplätze zu schaffen, die im Zuge der voranschreitenden Globalisierung zuvor verloren gingen, da Entrepreneurship insbesondere dazu beiträgt, bislang ungenutzte Potenziale aus Investitionen in Wissen, Universitäten, Bildung und Forschungsinstitute zu vermarkten.“

„Europäischen Politikern wurde bewusst, dass die zielorientierte politische Unterstützung einer Entrepreneurial Society durch geeignete Rahmenbedingungen zur Entstehung prosperierender Regionen wie München, Helsinki, Stockholm oder Randstad (die Region zwischen Rotterdam und Amsterdam) beiträgt.“

„Europa verfügt bereits über eine Vielzahl von Grundvoraussetzungen für eine Entrepreneurial Society. Dazu zählt ein umfassendes Angebot an hoch gebildeten und qualifizierten Arbeitern sowie die Existenz von Forschungsinstituten auf Weltklasseniveau, aber auch die lange Tradition der Kooperation zwischen Regierung, Industrie und Arbeiterschaft als Garant für sozialen Frieden. Darüber hinaus verkörpern Deutschland und ganz Europa seit der Aufklärung jene Tugenden, die für eine auf Kreativität und Innovationen basierende Entrepreneurial Economy unerlässlich sind: Kreativität, Originalität und Unabhängigkeit.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: David Bruce Audretsch, geboren 1954, ist Direktor des Fachbereichs »Entrepreneurship, Growth and Public Policy« des Max-Planck-Instituts für Ökonomik in Jena. Audretsch gelangte durch seine Entrepreneurship- Forschung zu internationalem Renommee. Seine Forschungen konzentrieren sich auf die Verbindungen zwischen Unternehmertum, Regierungspolitik, Innovation, wirtschaftlicher Entwicklung und globaler Wettbewerbsfähigkeit.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Daron Acemoglu

Samstag, den 22. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Daron Acemoglu, der ab Seite 111 über „Wachstum für alle?“ schreibt:

„Daron Acemoglu vom Massachusetts Institute of Technology unterstreicht die fundamentale Bedeutung von Institutionen für die Wachstumsdynamik von Ländern und zeigt, dass Unterschiede im Grad der wirtschaftlichen Entwicklung zwischen verschiedenen ehemaligen Kolonien auf unterschiedliche institutionelle Rahmenbedingungen zurückzuführen sind. Er geht sogar einen Schritt weiter und fragt: »Wenn bestimmte Institutionen – etwa die Institution sicherer Verfügungsrechte – mehr Wachstum und einen höheren Lebensstandard ermöglichen, warum sollte eine Gesellschaft dann überhaupt Institutionen wählen, die dieses Ziel verhindern?« Acemoglu führt die Blockierung der Wachstumsdynamik auf den Einfluss wirtschaftlicher und politischer Eliten zurück, die die Einführung neuer Technologien abwehren, weil sie den Eintritt neuer Marktteilnehmer verhindern möchten. Er sieht eine besondere Rolle in der Konsolidierung demokratischer Staatsstrukturen, die sich in der Vergangenheit als Motor für Innovationen, Investitionen und Unternehmertum und zur gesamtwirtschaftlichen Stärkung eines Landes bewährt hätten.“

Zitate aus dem Aufsatz „Wachstum für alle?“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Der Trend zu einer stärkeren Demokratisierung in der Weltwirtschaft ist bemerkenswert.“

„Soweit die Demokratie der beste Garant für Institutionen ist, die den Prozess der schöpferischen Zerstörung begünstigen, steigt mit dem Trend zur Demokratisierung auch die Wahrscheinlichkeit einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung. Wenn es vielen der noch jungen Demokratien gelingt, sich zu stabilisieren, werden wahrscheinlich auch geeignete Regeln und Institutionen, die den Prozess der schöpferischen Zerstörung fördern, folgen. In diesem Fall versprechen die politischen Entwicklungen der vergangenen 25 Jahre ein breiter gestreutes Wachstum der Weltwirtschaft.“

„Die heute stattfindende Globalisierung ist mit den Integrationsprozessen in der Marktstruktur gegen Ende des 19. Jahrhunderts vergleichbar. Noch wichtiger: Der Motor des heutigen Wachstums sind die neuen Technologien, so wie es im 19. Jahrhundert die neuen industriellen Techniken waren. Aber im 19. Jahrhundert gab es nur wenige Gesellschaften, in denen geeignete Institutionen vorhanden waren, um diese neuen Techniken zu nutzen.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor:

Daron Acemoglu, geboren 1967, hat den Charles P. Kindleberger-Lehrstuhl für angewandte Ökonomik am Massachusetts Institute of Technology inne. 2005 wurde ihm die John Bates Clark Medal für junge Nachwuchswirtschaftswissenschaftler verliehen. Acemoglu promovierte an der London School of Economics. Sein Forschungsbereich liegt in der Politischen Ökonomie, der Entwicklungsökonomik, der Wachstumstheorie und der Arbeitsmarktökonomik. Sein Spezialgebiet ist die Analyse des Einflusses institutioneller Rahmenbedingungen auf die wirtschaftliche Entwicklung. In den letzten Jahren erregte er Aufsehen durch seine öffentlich ausgetragene Kontroverse mit Jeffrey Sachs.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Forsa-Umfrage zur Generationengerechtigkeit: Überwältigende Mehrheit für Schuldenabbau

Freitag, den 7. Dezember 2007

„Die demographische Entwicklung stellt den Generationenvertrag in der Sozialversicherung auf eine harte Probe. Heute steht noch die Mehrheit der Deutschen hinter dem Prinzip, nach dem die Jungen für die Alten zahlen, aber der Zuspruch sinkt.“ So fasste die Frankfurter Allgemeine Zeitung das Ergebnis einer Forsa-Umfrage zusammen, die die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und das Freiburger Forschungszentrums für Generationenverträge (FZG) am Donnerstag in Berlin vorstellten.

Weitere Ergebnisse der INSM-Forsa-Befragung:

- 87 Prozent der Bürger halten es für sinnvoll, alle Gesetze vor ihrer Verabschiedung daraufhin zu überprüfen, welche Folgen sie für künftige Generationen haben.
- Zwei Drittel aller der 1000 Befragten halten den Generationenvertrag – das Prinzip „Jung zahlt für alt“ – grundsätzlich für gerecht.
Allerdings lässt das Ergebnis der INSM-Forsa-Umfrage erwarten, dass die Zustimmung zum Generationenvertrag in Zukunft sinken wird. Jeder Zweite, der diesen Vertrag heute noch für gerecht hält, glaubt, dass dies im Jahr 2030 nicht mehr der Fall sein wird. Dann haben voraussichtlich zwei Erwerbstätige einen Rentner zu versorgen. Heute liegt das Verhältnis noch bei drei zu eins.

Mit überwältigender Mehrheit fordern die Bürger den Abbau öffentlicher Schulden. 85 Prozent der Befragten sagen, dass der Schuldenabbau mir Rücksicht auf kommende Generationen vorangetrieben werden muss.

Relativ am wenigsten konnten sich Anhänger der Linkspartei für den Schuldenabbau erwärmen. Allerdings sind auch am roten Ende des politischen Spektrums noch drei Viertel aller Befragten dafür.

Und was meinen die Bürger zur Rente mit 67? Nur 27 Prozent sind der Auffassung, dass sie helfen wird, die Belastung der Jüngeren zu verringern, 69 Prozent glauben das nicht.

Hier finden Sie die Forsa-Umfrage im Auftrag der INSM-Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft als PDF zum Download.

INSM-Termin zur Generationengerechtigkeit: Von links INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer, Bernd Raffelhüschen, Laurence Kotlikoff, Sigbjörn Johnson

INSM-Termin zur Generationengerechtigkeit: INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer, der Freiburger Demografie-Experte Bernd Raffelhüschen, Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus, der US-Ökonom Laurence Kotlikoff, Norwegens Ex-Finanzminister Sigbjörn Johnson (von links).

Beim INSM-Kongress “Generationenverträge” wirbt Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus für ein solidarisches Bürgergeld

Donnerstag, den 6. Dezember 2007

INSM-Auftritt von Thüringens Ministerpräsident Dieter AlthausDas Thema Generationengerechtigkeit stand im Mittelpunkt einer Konferenz der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) und des Forschungszentrums Generationenverträge (FZG).  FZG-Direktor Professor Bernd Raffelhüschen, wissenschaftlicher Berater der INSM, und weitere renommierte Experten aus dem In- und Ausland waren sich bei diesem Termin am 6. Dezember in Berlin einig: Die demografische Entwicklung stellt die sozialen Sicherungssysteme weltweit vor gewaltige Herausforderungen.

Thüringens Regierungschef Dieter Althaus (CDU, Foto) stellte in einem Redebeitrag sein Konzept eines “solidarischen Bürgergeldes” vor. Das Bürgergeld ist ein Grundeinkommen, das der Staat allen Bürgern unabhängig vom Einkommen zahlt. Es soll alle staatlichen Transferleistungen ersetzen und an alle Bürger ohne Bedingung ausgezahlt werden. Auch Kinder und Jugendliche erhalten einen monatlichen Betrag. Für Ruheständler gibt es eine “Bürgergeldrente”. Althaus hält sein Modell für den besten Weg aus dem “nicht mehr finanzierbaren Sozialstaat”. Das existierende System zeige zu geringe Effizienz, zu geringe Treffsicherheit und zu viel Bürokratie. Nur ein Systemwechsel biete die Chance, dass sich der Arbeitsmarkt als Markt entfalten könne.

Professor Laurence Kotlikoff (Boston University) sieht einen  “demografischen Orkan” aufziehen, der die Wirtschafts- und Sozialsysteme der entwickelten Länder erschüttern werde. Staaten wie die USA oder Deutschland seien “bankrott”, weil der Wert aller künftigen Ansprüche auf öffentliche Leistungen den Wert aller künftigen Steuer- und Beitragseinnahmen deutlich übersteige. “Entweder die heute Erwachsenen übernehmen eine größere Last, oder wir betreiben die fiskalische Ausbeutung zukünftiger Generationen”, sagte Prof. Kotlikoff.

Bei einer Podiumsdiskussion lobte Professor Raffelhüschen die Reformerfolge in der gesetzlichen Rentenversicherung: “Mit der Riester-Rente, dem Nachhaltigkeitsfaktor und der Rente mit 67 hat die Politik ihre Hausaufgaben gemacht.” Bei der Kranken- und Pflegeversicherung sieht Raffelhüschen dagegen noch akuten Handlungsbedarf. Auch dort müsse stärker auf Eigenbeteilung und Eigenvorsorge gesetzt werden: “Ansonsten gehen wir den Weg in die staatliche Rationierungsmedizin.”

Der frühere norwegische Finanzminister Sigbjorn Johnson berichtete auf der Konferenz über die relativ günstige Situation, in der sich sein Land befindet. Im Jahr 1990 wurde in Norwegen ein so genannter Ölfonds etabliert, über den die Öleinnahmen des Landes im Ausland angelegt werden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass auch künftige Generationen vom Ölreichtum profitieren. Seit 2006 heißt der Ölfonds offiziell Staatlicher Pensionsfonds. Das Kapital war 2006 auf umgerechnet rund 220 Milliarden Euro angewachsen.

Bei dieser Fachtagung der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) zur gesellschaftlichen Alterung wurde auch eine Forsa-Umfrage vorgestellt, die Bürgermeinungen zum Thema wiederspiegelte. Mehr dazu lesen Sie hier.

Olaf Scholz, Raffelhüschen, Rürup und die Rente mit 67

Donnerstag, den 29. November 2007

INSM-Merkelmeter: An Münteferings Platz steht jetzt Olaf Scholz29. November im Deutschen Bundestag, Auftakt-Rede des neuen Bundesministers für Arbeit und Soziales, Olaf Scholz, anlässlich der 2. und 3. Lesung des Haushalts Arbeit und Soziales. Scholz äußert sich auch zur Rente mit 67, die sein Amtsvorgänger Franz Müntefering gegen viele Widerstände auch in der eigenen Partei auf den Weg gebracht hat.

“Auftrag ausgeführt! Wir haben unser Ziel erreicht. Das Rentensystem steht wieder auf stabileren Füßen”, erklärte Scholz dazu. Forderungen, die Menschen über das 67. Lebensjahr hinaus arbeiten zu lassen, erteilte er eine Absage und berief sich dabei unter anderem auf den INSM-Berater Professor Bernd Raffelhüschen. Scholz:  ”Alle Experten – von Rürup bis Raffelhüschen – sagen uns, dass wir mit der Rente mit 67 unsere Hausaufgaben gemacht haben.” Nach Auffassung des neuen Arbeitsministers werde damit die Statik des Rentensystems nicht nur stabilisiert, “wir verbessern sie sogar”. Natürlich, so Scholz, gebe “es noch Felder und Aufgaben, die wir beackern müssen”.

Eine dieser Baustellen für die Berliner Politik hat der von Arbeitsminister Scholz angesprochene Raffelhüschen am 20. November in einem n-tv-Interview über Themen der Sozialen Sicherung benannt. Der Freiburger Demografie-Experte bestätigte dem Nachrichtensender, dass die Gesetzliche Rentenversicherung in ihrer jetzigen Form sicher sei. “Jetzt haben wir im Grunde genommen in Deutschland eine Basisrente beschlossen. Auf diese Basisrente kann man sich verlassen.”
 
Allerdings sei “das Unbehagen der Bevölkerung gegenüber den sozialen Sicherungssystemen  berechtigt, wenn es um die Gesundheit und die Pflege geht”, erklärte Raffelhüschen und verwies damit auf ungelöste Probleme im Gesundheitssystem und der Gesetzlichen Pflegeversicherung. Wörtlich erklärte er: “Bei der Kranken- und Pflegeversicherung stehen wir vor der Wahl, ob wir dort denselben Weg wie bei der Rentenversicherung – mehr Eigenbeteiligung, mehr Eigenvorsorge – gehen wollen, oder ob wir in eine Art staatliche Rationierungsmedizin gehen wollen. Diese INSM-Berater Bernd RaffelhüschenEntscheidung ist noch längst nicht getroffen. In diesem Bereich haben wir alle Entscheidungen erst einmal vertagt, weil wir uns da nicht rantrauen.”

Info: So wurde die Rente mit 67 im INSM-Merkelmeter, der wissenschaftlichen Politikanalyse der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), bewertet.

INSM-Studie Merkelmeter macht in Ägypten Karriere

Mittwoch, den 24. Oktober 2007

Das INSM-Merkelmeter diente als Anregung für den Reformindex Egypt - Projekt der Alexandria Business Association“Kairo merkelt.” So überschreibt die aktuelle WirtschaftsWoche einen Bericht über eine erstaunliche Entwicklung rund um das INSM-Merkelmeter. Die seit der Bundestagswahl 2005 regelmäßig aktualisierte Dauerstudie machte auch Experten der Weltbank neugierig. Sie waren auf der Suche nach einem Instrument zur Politikfolgenabschätzung für Ägypten und wurden beim INSM-Merkelmeter fündig. Diese Expertise wird im Auftrag von INSM und Wiwo durch Ökonomen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) erstellt.

Mitte September flog Dr. Benjamin Scharnagel, wissenschaftlicher Koordinator des INSM-WiWo-Projekts, nach Ägypten. Fünf Wochen lang entwickelte er mit dem ägyptischen Unternehmerverband Alexandria Business Association den Reform Index Egypt. Im Dezember soll die erste Ausgabe erscheinen, fortan mit halbjährigen Aktualisierungen.

Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, hofft, “dass die ägyptische Variante mehr Ausschläge ins Positive verzeichnen kann als das deutsche Original”. Das Merkelmeter spiegelt die schwarz-rote “Politik der kleinen Schritte” naturgemäß mit vergleichsweise geringen Ausschlägen.

Bisher kam die große Koalition in der Gesamtbewertung des wirtschaftspolitischen Reformfortschritts seit der Wahl 2005 erst auf 4,2 von 100 möglichen Punkten. Internet: www.insm-merkelmeter.de. Lesen Sie auch das jüngste wissenschaftliche Leistungszeugnis der Koalition Merkel-Müntefering.

Das Projekt in Ägypten wird gefördert durch die Weltbank-Tochter IFC und die Sequa, eine gemeinnützige Gesellschaft der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft, die Projekte zum Aufbau von Wirtschaftsorganisationen in Entwicklungsländern unterstützt.

Spiegel.de über die INSM-Studie: “Unbeabsichtigte Nebenwirkungen”

Donnerstag, den 16. August 2007

INSM-Pressekonferenz in Berlin: Professor Hoffjan und INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer trugen Ergebnisse der AGG-Studie vor“Per Gesetz wollte die Bundesregierung die Benachteiligung etwa von Frauen, Ausländern oder Behinderten verhindern. Die komplizierten Regelungen hatten aber auch Nebenwirkungen – diese haben die Unternehmen einer Studie zufolge bislang 1,73 Milliarden Euro gekostet”, schreibt spiegel.de über die gestern bei einer Pressekonferenz vorgestellte Studie der Universität Dortmund im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Das Portal zitiert auch INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer, der die Ergebnisse gemeinsam mit Professor Hoffjan vorgetragen hatte (Foto). “Aus Angst vor Missbrauch (des AGG) teilen Unternehmen Bewerbern kaum noch die Gründe für die Absage mit”, so Höfer. Dies verbaue den Jobsuchenden die Chance auf ein ehrliches Feedback.

Die INSM-Studie über das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz als PDF-Download.

Heilbronner Stimme über INSM-Studie zur Pflegeversicherung

Dienstag, den 7. August 2007

“Das jüngste Kind wird selbst zum Pflegefall”, schreibt die Heilbronner Stimme in einem Artikel über die Pflegeversicherung. Zitat: “Die Pflegeversicherung ist der jüngste Zweig der Gesetzlichen Sozialversicherungen und sieht doch bereits am ältesten aus. Werden nicht bald vorbeugende Reformmaßnahmen ergriffen, bleibt für sie gleichsam nur die Pflegestufe drei. Darüber sind sich Experten und Politiker einig.”

Der Artikel zitiert die jüngste INSM-Studie zur künftigen Entwicklung der Pflegeversicherung:
Nach diesem  Gutachten über „Die Situation der Pflege bis zum Jahr 2050“ für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) wachse “die Zahl der Pflegebedürftigen von jetzt 2,1 Millionen bis 2020 um 50 Prozent auf 2,7 Millionen und bis 2050 gar auf 4,7 Millionen”. Die Heilbronner Stimme weiter: “Gründe für die schlechten Aussichten sind vielfältig. Vor allem ist die demografische Überalterung der Gesellschaft durch Kindermangel zu nennen. Das heißt: Es werden zu wenig mögliche pflegende Angehörige geboren. Hinzu kommt die Zunahme von Single-Haushalten. Die haben meist wenig mit Egoismus, sondern mehr mit beruflich erzwungener Mobilität zu tun. Wo Kinder und Eltern nicht am selben Ort wohnen, wird die private Pflege fast unmöglich. Ingesamt zeigt sich im Verlust auch, wie wertvoll Familien über Jahrzehnte für die Gesellschaft waren.”

 Lesen Sie hier mehr über die Untersuchung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zur Pflegeversicherung.

Alles zum Thema Pflege im INSM-Tagebuch.

INSM-Berater Bernd Raffelhüschen warnt in der FAS vor einer Kostenlawine in der Pflegeversicherung

Montag, den 30. Juli 2007

Professor Bernd Raffelhüschen legte alarmierende Zahlen zur <a href=Pflegeversicherung vor" id="image633" title="Professor Bernd Raffelhüschen legte alarmierende Zahlen zur Pflegeversicherung vor" src="http://www.insm-tagebuch.de/wp-content/uploads/2007/07/raffelhuschen-insm-tagebuch-pflegeversicherung.jpg" /> Die FAS hat in einem Artikel Berechnungen von Bernd Raffelhüschen zur Gesetzlichen Pflegeversicherung vorgestellt. Professor Dr. Bernd Raffelhüschen ist wissenschaftlicher Berater der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Weil die Pflege älterer Menschen vokswirtschaftlich immer mehr kostet, werde der Beitragssatz zur Gesetzlichen Pflegeversicherung von derzeit 1,7 Prozent (1,95 Prozent für Kinderlose) auf etwa sieben Prozent steigen, wenn das System nicht reformiert wird.

„Die Beitragssätze müssen extrem stark steigen, um die bisherigen Leistungen weiter zu finanzieren“, sagte Professor RaffelhÜschen der FAS. Der FreiBurger ProFessor forderte mehr kapitalgedeckte Privatvorsorge und meinte: „Noch können wir aus der umlagefinanzierten Pflegeversicherung aussteigen.“ Zum 1. Juli 2008 soll der Beitragssatz in der GPV auf 1,95 beziehungsweise 2,2 Prozent steigen.Lesen Sie hier mehr zum Thema Pflegeversicherung auf dieser Website. Hier finden Sie Inhalte zu Raffelhüschens Arbeit in der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

INSM-FAS-Roundtable: Professoren warnen vor Kostenlawine in der Pflege

Sonntag, den 29. Juli 2007

In einem Round Table Gespräch in Kooperation mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung warnte INSM-Berater Bernd Raffelhüschen vor einer Kostenlawine in der Pflegeversicherung. Prof. Reinhold Schnabel von der Universität Duisburg-Essen und Günter Neubauer, Direktor des Münchner Instituts für Gesundheitsökonomik nahmen ebenfalls am Round Table teil. Dieses erschien am 29. Juli 2007 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.