Archiv der Kategorie 'Schattenwirtschaft'

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Hartmut Graßl

Dienstag, den 1. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Hartmut Graßl, der ab Seite 289 über „Klima, Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit: Die Sicht eines Naturwissenschaftlers und Regierungsberaters“ schreibt:

“Aus Sicht der Klimaforschung arbeitet Hartmut Graßl den Zusammenhang zwischen Wachstum, Globalisierung und Klimawandel heraus. Auch er weist einen strikten Gegensatz von Wachstum und Klimaschutz zurück und unterstreicht stattdessen die Rolle der Forschung und der Innovation, mit denen er auf die Chancen einer klimaverträglichen Wachstumspolitik hinweist. Graßl stellt Entwicklungsszenarien vor, welche die Verzahnung von Innovation, Wirtschaftswachstum und Klimawandel darlegen. Die Energieversorgung spielt eine Schlüsselrolle: »Ohne Zugang zu Elektrizität ist die Entwicklung, die sich alle Länder wünschen, nicht möglich. [...] Die zukünftige Energieversorgung der Menschheit ist der Schlüssel zu Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und mehr Gerechtigkeit zugleich.« Für eine langfristige Klimapolitik gilt es, einen realisierbareren nachhaltigen Entwicklungspfad zu entwickeln, der die schlimmstmöglichen Auswirkungen der Klimaerwärmung noch vermeiden kann und gleichzeitig Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit sichert.”

Zitate aus „Klima, Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit: Die Sicht eines Naturwissenschaftlers und Regierungsberaters“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Wer kein Ziel hat, kommt auch nicht an. Haben wir das Ziel »Globale Entwicklung bei Klimaschutz«, so brauchen wir aber Leitlinien, die unseren Korridor zum Ziel einengen und uns dabei helfen, den richtigen Weg zu finden. Diese Leitlinien sind sowohl im gesellschaftlichen als auch im biophysikalischen Bereich zu definieren.“

„Die zukünftige Energieversorgung der Menschheit ist der Schlüssel zu Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und mehr Gerechtigkeit zugleich.“

„Der globale Klimawandel ist bereits so weit voran geschritten, dass die Klimapolitik eine durch den Klimawandel stark veränderte Welt nicht mehr vermeiden kann. Erst in Jahrzehnten wird die heute eingeleitete Klimapolitik greifen.“

„Eine global koordinierte Klimaschutzpolitik ist die Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Hartmut Graßl, geboren 1940, zählt zu den wichtigsten Experten der deutschen Klimaforschung. Auch international genießt der langjährige Direktor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie den Ruf eines hochkarätigen Klimaforschers. Graßl warnte bereits in den achtziger Jahren vor dem Klimawandel. Er leitete von 1994 bis 1999 das Weltklimaforschungsprogramm der Vereinten Nationen in Genf sowie den Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung. Graßl erhielt für seine Verdienste das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, das Große Bundesverdienstkreuz, den Deutschen Umweltpreis sowie die Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Makram El-Shagi

Sonntag, den 30. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Makram El-Shagi, der ab Seite 123 über „Korruption, Wachstum und institutionelle Entwicklung“ schreibt:

„Die Analyse der Korruption steht im Mittelpunkt des Beitrages von Makram El-Shagi von der Universität Mannheim. El-Shagi diskutiert die institutionellen Voraussetzungen, um Korruption zu verhindern, und analysiert die Wechselwirkungen zwischen politischer Korruption, der institutionellen Entwicklung – verstanden als Rahmenbedingung für die Politikgestaltung – und dem Einkommen. Eine Erhöhung des Volkseinkommens, so die Untersuchung, kann, wenn sie nicht durch eine entsprechend positive institutionelle Entwicklung begleitet wird, langfristig sogar negative Folgen haben. Korruptionswillige Politiker können bei erhöhtem Volkseinkommen aufgrund der verbesserten Zahlungsfähigkeit der Bürger und des Umsatzes der Wirtschaft ein höheres Einkommen aus Korruption erzielen, ohne dabei proportional höheren Risiken ausgesetzt zu sein. Langfristig kommt es bei einer solchen Entwicklung daher zu verstärkter Korruption, die nicht nur das Wirtschaftswachstum begrenzt, sondern auch zur weiteren Erosion der institutionellen Rahmenbedingungen beiträgt. El-Shagi kommt somit ebenfalls zu dem Schluss, dass die Förderung einer demokratischen Entwicklung und des Aufbaus rechtsstaatlicher Institutionen zentrale Entwicklungsvoraussetzungen sind.“

Zitate aus „Korruption, Wachstum und institutionelle Entwicklung“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Wirtschaftspolitik ist sicherlich die Grundvoraussetzung für solides Wachstum. Aber die institutionelle Entwicklung wiederum ist die zentrale Voraussetzung, um eine Wachstums fördernde Wirtschaftspolitik nachhaltig zu gewährleisten. Die Förderung einer demokratischen Entwicklung und des Aufbaus rechtsstaatlicher Institutionen ist daher nicht nur wegen des grundsätzlichen Rechtes der Menschen auf Selbstbestimmung relevant, sondern auch, um die ökonomische Entwicklung anzukurbeln.“

„Daher sollte Entwicklungshilfe – auch die internationaler Organisationen wie des IWF – verstärkt auf eine Unterstützung der institutionellen Entwicklung abstellen. Denn die Gefahr, dass Finanzhilfe und an sich gut gemeinte wirtschaftspolitische Vorschläge, die keine nachhaltige Verbesserung der Institutionen gewährleisten, im Eigeninteresse der Politiker pervertiert werden können und dann mehr schaden als nutzen, ist kaum auszuschließen.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Makram El-Shagi, geboren 1979, ist Assistent am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim, wo er im Bereich internationale Wirtschaftsbeziehungen forscht. Er erhielt den Südwestmetall- Förderpreis 2004 für die beste Dissertation an der Universität Mannheim. 2001 war er mit 21 Jahren jüngster Absolvent seines Jahrganges. El-Shagis Forschungsinteresse gilt der Neuen Ökonomie sowie der institutionellen Korruption.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: der Dalai Lama

Freitag, den 28. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über den Dalai Lama, der ab Seite 309 über „Ideale sind der Motor des Fortschritts“ schreibt:

„Der Dalai Lama plädiert dafür, dass die steigende Verflechtung durch Globalisierung, Wachstum und Fortschritt auch dazu genutzt wird, das Verantwortungsbewusstsein für andere Menschen auf der Welt zu schärfen. Die Chance besteht darin, dass in einer Weltwirtschaft, die immer stärker miteinander verschmilzt, die Bedeutung von Staatsgrenzen schwindet und sogar befeindete Staaten zur Kooperation gezwungen sind, etwa in der Nutzung von gemeinsamen natürlichen Ressourcen. Allerdings weist der Dalai Lama auch auf die Risiken eines ungezügelten Strebens nach materiellem Wohlstand hin: »Die Gier nach endlichen Dingen kann nie wirklich befriedigt werden«, und sie schaffe gleichzeitig die Grundlage für Neid und Unzufriedenheit. Dass Reichtum per se nicht glücklich macht, würde wohl niemand leugnen. Allerdings schließt der Dalai Lama daraus nicht, dass man dem technischen und wissenschaftlichen Fortschritt abschwören, sondern sich vielmehr der globalen Verantwortung bewusst werden sollte. Unter globaler Verantwortung versteht er die Einsicht, dass alle Handlungen weit reichende, ja universelle Konsequenzen haben und fordert eine Haltung, die vom Respekt für andere Menschen geprägt ist. Die Chancen des Wachstums entstehen in Verbindung mit dem globalen Verantwortungsgefühl, denn die Anteilnahme am Leben anderer Menschen ist die Grundlage für ein solidarisches und gerechtes Handeln.“

Zitate aus dem Aufsatz „Ideale sind der Motor des Fortschritts“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Die Weltwirtschaft verschmilzt immer mehr zu einer Einheit und unterschiedliche Nationen hängen immer stärker voneinander ab.“

„Ähnlich wie bei globalen Umweltproblemen, die nicht auf rein nationaler Ebene gelöst werden können, verschwindet auch für die moderne Wirtschaft die Bedeutung von Staatsgrenzen.“

„Die Entwicklung der Europäischen Union ist ein Beispiel dafür, wie aus einem kleinen Handelsabkommen so etwas wie ein Staatenbund geworden ist. Ähnliche, wenn auch nicht so stark vertiefte Organisationen finden sich auf der ganzen Welt. Diese Bündnisse sind ein Beweis für das Bemühen der Menschen, sich zum allgemeinen Wohl zusammenzuschließen sowie für den Wunsch der Gesellschaft, sich unentwegt fortzuentwickeln.“

„Unsere moderne Weltgemeinschaft mit ihren Vor- und Nachteilen ist das Resultat vieler verschiedener Faktoren; deshalb würde man einem Trugschluss verfallen, wenn man die Lösung unserer Probleme in einer Ablehnung des materiellen und technischen Fortschritts sehen würde.“

„Die Chancen des Wachstums entstehen dann, wenn wirtschaftlicher Wettbewerb, technologischer Fortschritt und Wohlstand im Kontext einer globalen Verantwortung entstehen, die wiederum eine Basis für solidarisches Engagement und für gerechtes Handeln schaffen.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Seine Heiligkeit der XIV. Dalai Lama wurde 1935 in der tibetischen Provinz Amdo geboren und im Alter von vier Jahren inthronisiert. Seitdem ist der buddhistische Mönch zugleich das geistliche und politische Oberhaupt der Tibeter. In Zeiten der Globalisierung und des wirtschaftlichen Wachstums sind nicht nur einzelne Staaten, sondern auch Menschen immer stärker miteinander verbunden. Der Dalai Lama verfolgt mit seiner Idee der globalen Verantwortung das Ziel, dieses menschliche Miteinander positiv zu gestalten und der Globalisierung ein menschliches Gesicht zu verleihen. Für seinen unermüdlichen Einsatz für Gerechtigkeit, Völkerverständigung und Menschenrechte wurde er 1989 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Gavin Cameron, Nicholas Fawcett, Rosa Fernandez

Mittwoch, den 26. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Gavin Cameron, Nicholas Fawcett, Rosa Fernandez, die ab Seite 73 zum Thema „Der Wirtschaftsstandort Europa: Über die Lissabon-Strategie hinaus“ schreiben:

„Gavin Cameron, Nicholas Fawcett und Rosa Fernandez von der Oxford University gehen ebenfalls vom Vergleich zwischen Europa und dem US-amerikanischen Wachstum aus und diagnostizieren einen relativen Verlust an Produktivität in den großen EU-Ländern. Die Autoren argumentieren, dass ein unflexibler Arbeitsmarkt, die schwache Einbindung bestimmter Altersgruppen sowie eine niedrige Quote arbeitstätiger Frauen die Gesamtleistung der europäischen Wirtschaft drücke. »Das Arbeitsangebot in Europa ist nicht von schlechter Qualität, doch wird es keinesfalls optimal genutzt.« Wenige Steueranreize für Unternehmer sowie die starke Positionierung von Arbeitnehmerverbänden wirken sich ebenfalls nachteilig auf die Wachstumsentwicklung der EU aus. Erst eine Reform der starren, institutionellen Rahmenbedingungen sowie eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes könne die wirtschaftliche Situation Europas konsolidieren: »Westeuropa sollte sich auf die wachsende Auslastung seiner Arbeitsressourcen konzentrieren und außerdem auf die Steigerung des Wettbewerbs und die Förderung des Unternehmertums«, so die Wissenschaftler.“

Zitate aus „Der Wirtschaftsstandort Europa: Über die Lissabon-Strategie hinaus“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„In der Summe ist es eher unwahrscheinlich, dass die europäische Strategie für Wachstum und Beschäftigung in naher Zukunft greifbare Vorteile bringen wird. Eine Steigerung der Flexibilität der europäischen Wirtschaft ist jedoch eine äußerst wichtige Aufgabe für die Politik, und zwar nicht nur deshalb, weil es einen einfachen Zusammenhang zwischen der Auslastung der Arbeitsressourcen und der Steigerung der Produktivität gibt, sondern weil ein gemeinsamer Satz an institutionellen Merkmalen Europas Leistung in beiden Bereichen gleichzeitig schmälern könnte, statt dass ein Bereich zu unterdurchschnittlichen Ergebnissen im anderen führt.“

„Das Arbeitsangebot in Europa ist nicht von schlechter Qualität, doch wird es keinesfalls optimal genutzt.“

„Westeuropa sollte sich auf die wachsende Auslastung seiner Arbeitsressourcen konzentrieren und außerdem auf die Steigerung des Wettbewerbs und die Förderung des Unternehmertums.“

„Arbeitsmarktflexibilität in Bezug auf Partizipation und Auslastung wird schnellere und passgenauere Reaktionen auf veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen ermöglichen.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren: Gavin Cameron (1969–2007), war Professor für Makroökonomik an der Oxford University und einer der vielversprechendsten Nachwuchswissenschaftler im führenden Fachbereich der renommierten Institution. Kurz vor Erscheinen des Buches starb Gavin Cameron mit nur 38 Jahren an den Folgen einer Mukoviszidose-Erkrankung. Cameron erlangte in seiner kurzen Laufbahn internationales Ansehen. Sein Forschungsgebiet lag insbesondere in Untersuchungen der Bedeutung und Rolle von Forschungs- und Entwicklungsprozessen beim Wirtschaftswachstum. Darüber hinaus nahm er zahlreiche beratende Tätigkeiten für politische und wirtschaftliche Institutionen wahr. Cameron verfasste den Beitrag zu Chancen des Wachstums gemeinsam mit Rosa Fernandez und Nicholas Fawcett. Rosa Fernandez ist Research Fellow am Centre on Skills, Knowledge and Organisational Performance an der Oxford University und Spezialistin der ökonomischen Arbeitsmarktanalyse. Nicholas Fawcett ist Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Department of Economics an der Oxford University.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: David B. Audretsch

Montag, den 24. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über David B. Audretsch, der ab Seite 91 über „Die Entrepreneurial Society im Zeitalter der Globalisierung“ schreibt: „Der Beitrag von David B. Audretsch betont die Bedeutung von »Entrepreneurship«, um Beschäftigung, Wachstum und somit auch gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu schaffen. Eine allein kapitalorientierte Wirtschaftspolitik, so Audretsch, sichert kein langfristiges Wachstum. Aber auch die Investition in Wissen und Forschung allein ist hierfür kein Garant. »Es bedarf mehr als Investition in Wissen, Bildung und Humankapital. Die neuen Ideen müssen auch ihren Weg in den Markt an dem Ort ihrer Entstehung finden, um dort Beschäftigung und Wachstum zu schaffen.« Der Ökonom vom Max-Planck-Institut für Ökonomik in Jena sieht im Entrepreneurship die fehlende Verbindung zwischen kreativen Ideen und ihrer kostenintensiven Markteinführung. Um Wachstum zu sichern, sei es notwendig, wirtschaftspolitisch so umzudenken, dass die grundlegenden politischen, rechtlichen und ideellen strukturellen Voraussetzungen für eine neue Entrepreneurial Society geschaffen werden.“

Zitate aus „Die Entrepreneurial Society im Zeitalter der Globalisierung“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):
„Entrepreneurship ist … ein Weg, neue Arbeitsplätze zu schaffen, die im Zuge der voranschreitenden Globalisierung zuvor verloren gingen, da Entrepreneurship insbesondere dazu beiträgt, bislang ungenutzte Potenziale aus Investitionen in Wissen, Universitäten, Bildung und Forschungsinstitute zu vermarkten.“

„Europäischen Politikern wurde bewusst, dass die zielorientierte politische Unterstützung einer Entrepreneurial Society durch geeignete Rahmenbedingungen zur Entstehung prosperierender Regionen wie München, Helsinki, Stockholm oder Randstad (die Region zwischen Rotterdam und Amsterdam) beiträgt.“

„Europa verfügt bereits über eine Vielzahl von Grundvoraussetzungen für eine Entrepreneurial Society. Dazu zählt ein umfassendes Angebot an hoch gebildeten und qualifizierten Arbeitern sowie die Existenz von Forschungsinstituten auf Weltklasseniveau, aber auch die lange Tradition der Kooperation zwischen Regierung, Industrie und Arbeiterschaft als Garant für sozialen Frieden. Darüber hinaus verkörpern Deutschland und ganz Europa seit der Aufklärung jene Tugenden, die für eine auf Kreativität und Innovationen basierende Entrepreneurial Economy unerlässlich sind: Kreativität, Originalität und Unabhängigkeit.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: David Bruce Audretsch, geboren 1954, ist Direktor des Fachbereichs »Entrepreneurship, Growth and Public Policy« des Max-Planck-Instituts für Ökonomik in Jena. Audretsch gelangte durch seine Entrepreneurship- Forschung zu internationalem Renommee. Seine Forschungen konzentrieren sich auf die Verbindungen zwischen Unternehmertum, Regierungspolitik, Innovation, wirtschaftlicher Entwicklung und globaler Wettbewerbsfähigkeit.

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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Daron Acemoglu

Samstag, den 22. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Daron Acemoglu, der ab Seite 111 über „Wachstum für alle?“ schreibt:

„Daron Acemoglu vom Massachusetts Institute of Technology unterstreicht die fundamentale Bedeutung von Institutionen für die Wachstumsdynamik von Ländern und zeigt, dass Unterschiede im Grad der wirtschaftlichen Entwicklung zwischen verschiedenen ehemaligen Kolonien auf unterschiedliche institutionelle Rahmenbedingungen zurückzuführen sind. Er geht sogar einen Schritt weiter und fragt: »Wenn bestimmte Institutionen – etwa die Institution sicherer Verfügungsrechte – mehr Wachstum und einen höheren Lebensstandard ermöglichen, warum sollte eine Gesellschaft dann überhaupt Institutionen wählen, die dieses Ziel verhindern?« Acemoglu führt die Blockierung der Wachstumsdynamik auf den Einfluss wirtschaftlicher und politischer Eliten zurück, die die Einführung neuer Technologien abwehren, weil sie den Eintritt neuer Marktteilnehmer verhindern möchten. Er sieht eine besondere Rolle in der Konsolidierung demokratischer Staatsstrukturen, die sich in der Vergangenheit als Motor für Innovationen, Investitionen und Unternehmertum und zur gesamtwirtschaftlichen Stärkung eines Landes bewährt hätten.“

Zitate aus dem Aufsatz „Wachstum für alle?“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Der Trend zu einer stärkeren Demokratisierung in der Weltwirtschaft ist bemerkenswert.“

„Soweit die Demokratie der beste Garant für Institutionen ist, die den Prozess der schöpferischen Zerstörung begünstigen, steigt mit dem Trend zur Demokratisierung auch die Wahrscheinlichkeit einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung. Wenn es vielen der noch jungen Demokratien gelingt, sich zu stabilisieren, werden wahrscheinlich auch geeignete Regeln und Institutionen, die den Prozess der schöpferischen Zerstörung fördern, folgen. In diesem Fall versprechen die politischen Entwicklungen der vergangenen 25 Jahre ein breiter gestreutes Wachstum der Weltwirtschaft.“

„Die heute stattfindende Globalisierung ist mit den Integrationsprozessen in der Marktstruktur gegen Ende des 19. Jahrhunderts vergleichbar. Noch wichtiger: Der Motor des heutigen Wachstums sind die neuen Technologien, so wie es im 19. Jahrhundert die neuen industriellen Techniken waren. Aber im 19. Jahrhundert gab es nur wenige Gesellschaften, in denen geeignete Institutionen vorhanden waren, um diese neuen Techniken zu nutzen.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor:

Daron Acemoglu, geboren 1967, hat den Charles P. Kindleberger-Lehrstuhl für angewandte Ökonomik am Massachusetts Institute of Technology inne. 2005 wurde ihm die John Bates Clark Medal für junge Nachwuchswirtschaftswissenschaftler verliehen. Acemoglu promovierte an der London School of Economics. Sein Forschungsbereich liegt in der Politischen Ökonomie, der Entwicklungsökonomik, der Wachstumstheorie und der Arbeitsmarktökonomik. Sein Spezialgebiet ist die Analyse des Einflusses institutioneller Rahmenbedingungen auf die wirtschaftliche Entwicklung. In den letzten Jahren erregte er Aufsehen durch seine öffentlich ausgetragene Kontroverse mit Jeffrey Sachs.

Das INSM-Buch:
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Aktueller Newsletter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft – INSM

Donnerstag, den 24. Mai 2007

Initiative Express-Newsletter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft-INSMSoeben erschienen: Der aktuelle Newsletter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft – INSM. Hier downloaden.

Aus dem Inhalt:

  • Unicheck macht müde Unis munter – alles über das neue Studentenportal der INSM 
  • Roland Koch vs. Franz Müntefering – ein Podium der INSM und der Frankfurter Rundschau zum Thema Niedriglohn
  • Norbert Blüm vs. Phillipp Mißfelder: Ist die Rente mit 67 sozial?
  • Rodenstock in Würzburg: Was in Deutschland für mehr Wachstum geschehen müsste.
  • Schattenwirtschaft: Wie sich Mindestlohn und Mehrwertsteuer darauf auswirken.

Hier kann man auch gedruckte Exemplare kostenlos bestellen.

Initiative Express 01/2007 – Newsletter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft – INSM hier als PDF-Dokument downloaden.

Ältere Newsletter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft – INSM:

Ausgabe 03/2006, Ausgabe 02/2006, Ausgabe 01/2006, Ausgabe 03/2005.

Initiative Express als PDF abonnieren.

Koch versus Müntefering, Blüm versus Mißfelder: Alles im aktuellen Initiative Express.

Mehr Jobs mit Niedriglohn? Gutes Geld für gute Arbeit? Koch und Müntefering stritten auf Einladung von Frankfurter Rundschau und Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)

Freitag, den 18. Mai 2007

INSM-FR-Podium zum <a href=Mindestlohn mit Dieter Weidemann, Roland Koch, Uwe Vorkötter, Franz Müntefering und Armin Schild " src="http://www.insm-tagebuch.de/wp-content/uploads/2007/05/insm-fr-podium-zum-mindestlohn.jpg" width="433" />

 

Mit Franz Müntefering und Roland Koch hatten die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und die Frankfurter Rundschau zwei Antagonisten einer Debatte eingeladen, an der sich aktuell die Gemüter erhitzen: der Streit um den Mindestlohn. Münteferings fordert: “Gutes Geld für gute Arbeit”. Hessens Ministerpräsident Roland Koch dagegen glaubt: ”Mindestlöhne vernichten Jobs!” So jedenfalls zitiert ihn die Frankfurter Rundschau in einem Bericht über das von FR-Chefredakteur Uwe Vorkötter moderierte Podium im Frankfurter Zoo-Palais.   

In dem Bericht der Frankfurter Rundschau heißt es dazu: Mit der Begründung “das Lohnniveau richtet sich nach der Produktivität” positionierte sich der gelernte Rechtsanwalt Koch als der wahre Ökonom der Runde, während er seinen Kontrahenten Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) als “Moralisten” titulierte. Dieser fasste den Vorwurf offensichtlich als Kompliment auf und beharrte auf seiner zentralen Forderung “wer voll arbeitet, muss auch davon leben können!”

Beide Seiten, so das Blatt, blieben letztlich bei ihren Positionen.

Das war auch zwischen den Sozialpartnern auf dem Podium so, die auf Unternehmerseite durch Dieter Weidemann, Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, und auch Gewerksschaftsseite durch IG-Metall-Bezirksleiter Armin Schild vertreten waren.

Zitat aus der FR: “Derzeit werden von der Bundesagentur für Arbeit 1,6 Millionen Arbeitslose gezählt, die schon länger als ein Jahr ohne Job sind. Haben die Gewerkschaften etwa durch zu hohe Lohnforderungen in den unteren Einkommensklassen diese Menschen ausgegrenzt, wie Weidemann behauptete, oder fehlt ihnen, wie IG-Metaller Schild postulierte, nur eine adäquate Qualifizierung?”

Die Meinungen unter den rund 200 Zuschauern waren nicht minder unterschiedlich wie die auf dem Podium. Jedenfalls erhielten alle Seiten Applaus. Die Diskussion berührte alle wesentlichen Argumente dieser Debatte - alle wesentlichen Pros und Contras. 

“Sollte der ein oder andere seine Vorurteile infrage gestellt gesehen haben, dann hat sich dieser Diskussionsabend gelohnt”, resümierte FR-Chefredakteur Uwe Vorkötter.

Mehr zum Thema Mindestlohn aus Sicht der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) lesen Sie hier.

Zum Bericht der Frankfurter Rundschau geht es hier.

Schattenwirtschaftsexperte auf INSM-Pressekonferenz: Mehrwertsteuererhöhung erhöht auch die Schwarzarbeit

Donnerstag, den 8. März 2007

professor-schneider-insm-pk-zur-schwarzarbeit.jpgAuf einer Pressekonferenz der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft in Berlin hat der Schattenwirtschaftsexperte Professor Friedrich Schneider (Universität Linz) die Mehrwertsteuererhöhung für den Anstieg der Schwarzarbeit in Deutschland verantwortlich gemacht. Für dieses Jahr erwartet er “einen leichten Anstieg der Schattenwirtschaft auf 349 Mrd. Euro”.

Eine TNS Emnid-Umfrage im Auftrag der INSM zeigt, dass mehr als 20 Prozent der Deutschen im vergangenen Jahr an der Steuer vorbei gearbeitet hat. Rund 13 Millionen Menschen sind nach dieser Stude in Deutschland Nebenerwerbsschwarzarbeiter. Rund ein Viertel aller 1000 Befragten sieht Schwarzarbeit als Kavaliersdelikt, und jeder Fünfte schätzt das Risiko erwischt zu werden trotz intensiver Kontrollen der Schwarzarbeit als gering ein.

Die INSM plädiert für Bürokratieabbau, um Jobs aus der Schattenwirtschaft in die offizielle Wirtschaft zu verlagern. Auf diese Weise könnten rund 500 000 legale Arbeitsplätz entstehen.

Lesen Sie mehr.

INSM-Umfrage zum Weltfrauentag: Frauen sind ehrlicher bei der Steuer und arbeiten weniger schwarz

Mittwoch, den 7. März 2007

Bei der Steuermoral hängen Frauen die Männer ab. Sie sind nach einer zum Weltfrauentag veröffentlichten TNS Emnid-Umfrage im Auftrag der INSM seltener bereit, Steuern zu hinterziehen. Nur jede siebente Frau nimmt es bei der Steuerklärung nicht so genau, bei den Männern ist es jeder Vierte. Außerdem: Männer ergreifen nach dieser Stude fast doppelt so häufig wie Frauen die Gelegenheit, schwarz zu arbeiten, wenn sich die Chance bietet, ein paar schnelle Euro an Steuer- und Sozialkassen vorbei in die eigene Tasche zu wirtschaften. Dominik Enste, Wirtschaftsethiker am Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), erklärt den “weibliche Ehrlichkeits-Vorsprung sozioökonomisch”: „Frauen waren und sind die Aktiveren, wenn es um Familiensozialisation und Erziehung geht. In dieser Rolle setzen sie die moralischen Standards und sind an deren Einhaltung interessiert.“ Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März hatte das Institut TNS Emnid im Auftrag der INSM mehr als 1000 Menschen befragt, um Unterschiede zwischen Männern und Frauen herauszuarbeiten.

INSM-Termin zum Mindestlohn in Berlin: Zwei Top-Ökonomen stritten über eins der heißesten Themen des Herbstes

Mittwoch, den 29. November 2006

Professor Hickel, Ursula Weidenfeld und Professor Norbert Zimmermann bei der INSM-Veranstaltung Gegensätzlicher konnten die Positionen auf dem INSM-Podium in Berlin nicht sein. “Ich bin klarer Befürworter eines Mindestlohns von 7,50 Euro pro Stunde”, erklärte Professor Rudolf Hickel, Vertreter der nachfrageorientierten Richtung in der Ökonomie. Hickel bezog er sich dabei auf die seiner Meinung nach “hervorragenden Erfahrungen” mit Mindestlöhnen in Großbritannien. Dem widersprach Professor Klaus F. Zimmermann, Chef des DIW, Vertreter der angebotsorientierten Schule. Der Professor warnte vor einem starken Rückgang der Beschäftigung für Geringqualifizierte, wenn ein branchenübergreifender Mindestlohn eingeführt werde. Lesen Sie hier den Veranstaltungsrückblick.