Archiv der Kategorie 'soziale Marktwirtschaft'

Hans Tietmeyer über Ursachen der Bankenkrise und notwendige Konsequenzen

Sonntag, den 2. November 2008

INSM-Kuratoriumsvorsitzender Professor Dr. Hans Tietmeyer, früherer Präsident der Deutschen Bundesbank, nimmt in einem Interview der VDI-Nachrichten ausführlich Stellung zur weltweiten Finanz- und Bankenkrise, zu Ursachen und Konsequenzen daraus. Das ausführliche Interview lesen sie auf seiner persönlichen Webseite www.hanstietmeyer.de.

Thüringen, das INSM-Bundesländerranking und gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt

Samstag, den 1. November 2008

INSM-Rankings zu Thüringen in WELT kompakt

“Mehr als Wald und Würstchen”, titelte am Freitag WELT kompakt. Anlass für die Schlagzeile war die Tatsache, dass Thüringen nach jüngst veröffentlichten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit als erstes ostdeutsches Bundesland eine Arbeitslosenquote von unter zehn Prozent aufweisen kann. “Thüringen ist ein heimlicher Star unter den neuen Bundesländern”, zitiert WELT kompakt dazu Carsten Seim, Projektleiter des Bundesländerrankings der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) 2008. Beim INSM-Bundesländerranking erreichte der Freistaat beim absoluten Niveau Platz 11, aber er führt damit die Liste der ostdeutschen Bundesländer an. Thüringen hat nach diesem INSM-Vergleich der Bundesländer bezogen auf seine Einwohner die meisten Patentanmeldungen in Ostdeutschland aufzuweisen. Das Land verfügt über sehr gute Universitäten – zum Beispiel die TU Ilmenau – und es kann auch insgesamt eine sehr gut aufgestellte Bildungslandschaft vorweisen. Im INSM-Bildungsmonitor, einem bildungsökonomischen Vergleich aller Bundesländer, belegt Thüringen Platz 3 und ist damit gemeinsam mit den Ländern Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen Teil eines Erfolgsquartetts unter bildungsökonomischen Aspekten. Unter Berufung auf Ergebnisse des Regionalrankings der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) schreibt WELT Kompakt zudem, dass Jena unter allen Kreisen und kreisfreien Städten in Deutschland meisten Hochschulabsolventen hat. Weiter heißt es in dem Artikel: “Viele Regionen Thüringens haben großes Zukunftspotenzial”, sagt Seim. “Wenn sich die Ost-West-Unterschiede ausgeglichen haben, könnte das Land Teil einer wirtschaftlich erfolgreichen Südschiene sein: Von Baden-Württemberg über Bayern nach Sachsen.”

Neues INSM-Projekt: Ökonomen-Blog – Stimme der ökonomischen Vernunft

Freitag, den 31. Oktober 2008

Wall StreetWas lernen wir aus der Finanzkrise? Fehlt es dem internationalen Finanzmarkt an strikten Regeln? Ist das Modell der Sozialen Marktwirtschaft am Ende? Oder haben nicht sogar staatliche Entscheidungen erheblichen Anteil an den gegenwärtigen Verwerfungen? Professor Thomas Straubhaar zum Beispiel meint: „Wer glaubt, der Staat brauche nur genügend Kompetenzen, dann ließen sich Krisen verhindern, unterliegt einer Regulierungsillusion.“

Seinen Kommentar zur aktuellen Finanzkrise sowie weitere prominente Stimmen zum Thema finden sich im Ökonomenblog, einem neuen Projekt der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Auf dieser neuen Webseite der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) schreiben ab sofort Autoren wie Professor Andreas Freytag, Professor für Wirtschaftspolitik an der der Friedrich-Schilller-Universität Jena, Dr. Oliver Knipping, Vorstandsvorsitzender des „Instituts für Unternehmerische Freiheit“ in Berlin, Professor Bernd Raffelhüschen, Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Frank Schäffler, Mitglied des Deutschen Bundestages und Finanzexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Professor Joachim Weimann, Professor für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftspolitik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. 

INSM-Projekt Ökonomen-Blog: Stimme der ökonomischen Vernunft

INSM-Berechnung: So teuer kommen 15,5 Prozent Kassenbeitragssatz Unternehmen und Arbeitnehmer zu stehen

Freitag, den 31. Oktober 2008

INSM-Berater Professor Bernd RaffelhüschenDie Bundesregierung hat den künftigen Einheitsbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung nun endgültig festlegt: 15,5 Prozent. Nach Berechnungen des renommierten Freiburger Volkswirtschaftsprofessors Bernd Raffelhüschen kostet diese Beitragssatzangleichung auf sehr hohem Niveau die deutschen Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammen mindestens 4,08 Milliarden Euro! Zwar will die Bundesregierung zwischen Januar 2009 und Juni 2010 den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung um 0,5 Prozentpunkte senken. Doch das gleicht die „Preiserhöhung“ bei den Kassenbeiträgen nicht aus, so der Freiburger Professor. Seine Rechnung für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM): Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind im Jahr 2009 unterm Strich mit 378 Milllionen Euro zusätzlicher Belastung konfrontiert.

Diese kaum fassbare Zahl wird konkreter, wenn man die INSM-Detailrechnungen für einzelne Unternehmen betrachtet. Zum Beispiel das Metzinger Textil-Unternehmen Gaenslen & Voelter muss für 280 Mitarbeiter 238 000 Euro mehr aufbringen, um den höheren Kassenbeitragssatz zu bezahlen. Demgegenüber steht aber nur eine Ersparnis von 36 000 Euro durch die niedrigeren Beiträge zur Arbeitslosenversicherung. 160 Arbeitnehmer und der Arbeitgeber beim sächsischen Handwerksunternehmen Unser Bäcker GmbH müssen zusammen 54 000 Euro zusätzlich aufbringen. Die Kostenersparnis durch den niedrigeren ALV-Beitrag beträgt lediglich 10 000 Euro. Beide Unternehmen sind besonders betroffen, weil die Mitarbeiter in preiswerten Kassen – wie den sächsischen IKK und AOK oder Betriebskrankenkassen – versichert sind.

INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer  kritisiert, dass mitten im Abschwung die Belastungen für Unternehmen und Arbeitnehmer derart hochgeschraubt werden.

Weitere Unternehmensbeispiele, die belegen, wie hoch die neuen Belastungen im einzelnen für die Betriebe und Arbeitnehmer ausfallen, finden Sie hier.

P. S. Die nun amtliche Zahl von 15,5 Prozent hatte eine INSM-Studie bereits Anfang des Jahres 2008 vorhergesagt. Diese Berechnungen hatte Ulla Schmidts Gesundheitsministerium seinerzeit empört zurückgewiesen. Mehr dazu im INSM-Tagebuch.

Jetzt amtlich: Unter 3 Millionen Arbeitslose – neue INSM-Studie

Freitag, den 31. Oktober 2008

INSM-Aktion zur Feier der Beschäftigungserfolge am Arbeitsmarkt

Die INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) und der frühere Bundesarbeitsminister Wolfgang Clement hatten es Mitte Oktober bereits angekündigt: Die Arbeitslosenzahl wird erstmals nach anderthalb Jahrzehnten wieder unter die 3 Millionen-Marke fallen. Sie stützten sich damals auf eine Prognose des Instituts zur Zukunft der Arbeit und nahmen es zum Anlass für eine spektakuläre Plakat-Aktion in Berlin-Mitte. Mehr dazu finden Sie im Internet unter anderem hier.Nun hat auch die Bundesagentur für Arbeit es offiziell bestätigt: Deutschland kann sich über weniger als drei Millionen Arbeitslose freuen.

 Zu diesem Termin ist die INSM mit einer neuen Studie des IZA präsent. Beleuchtet wird darin, wo die Ursachen für die Erholung am Arbeitsmarkt liegen. Zitat aus einer Pressemeldung der INSM zum Thema:

“Mit der Entwicklung der Weltkonjunktur allein ist der arbeitsmarktpolitische Erfolg zu nicht zu erklären, weil viele Nachbarländer nicht in dem Umfang davon profitiert haben wie Deutschland. Das IZA hat herausgefunden, dass Deutschland bei einem Vergleich von offener (gemeldet) und verdeckter Arbeitslosigkeit (Erwerbsunfähigkeit, Frührente, ABM etc.) erheblich besser abschneidet als zum Beispiel Dänemark und die Niederlande.”

Positiv sei auch, “dass mehr ältere Menschen Beschäftigung gefunden haben. In der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen ist der Anteil der Erwerbstätigen seit Einführung der Hartz- Reformen (2003) von 39 auf heute 52 Prozent gestiegen, also um insgesamt mehr als 1 Million Personen, so das IZA. Deutschland schließe damit zu den Spitzenreitern im europäischen Vergleich auf. Privatdozent Dr. Hilmar Schneider, Leiter der Studie, lobt die Politik: “Positiv ist zu bewerten, dass die Politik nicht geschönt hat: Der Erfolg in Deutschland wurde nicht durch eine Aufwertung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen oder einer Lastenverschiebung in andere soziale Sicherungssysteme erkauft. Er ist auf die Kombination von konjunktureller Erholung und Arbeitsmarktreformen zurückzuführen.” Deutschland sei auf den zu erwartenden Abschwung weitaus besser vorbereitet als vor 10 Jahren und durch die Umsetzung der Agenda 2010 zudem besser gerüstet als viele europäische Nachbarländer.

INSM-Geschäftsführer Dieter Rath forderte zur Vorstellung der neuen IZA-Expertise, dass die Politik nun alles daran setzen müsse, dass neue Einstiegschancen auch für die nach wie vor große Problemgruppe der Langzeitarbeitslosen in Deutschland geschaffen werden.

Mehr zu dieser INSM-Studie finden Sie auch hier.

“Enterprize” – junge Medienmacher entdecken Unternehmen

Freitag, den 31. Oktober 2008

INSM und Jugendmedienzentrum veranstalten WettbewerbGemeinsam mit dem Jugendmedienzentrum Deutschland e.V. hat die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) einen Wettbewerb “Enterprize- Unternehmen entdecken” ausgelobt. Junge Medienmacher aus Zeitungs- und Schülerzeitungsredaktionen sind  aufgerufen, interessante Unternehmen zu porträtieren. Es sollte in diesen Porträts um Fragen gehen wie: Was treibt die Unternehmer an, welche Chancen sehen sie in ihrer Zukunft und welche Rahmenbedingungen schaden den Unternehmen eventuell?

Eingereichte Beiträge werden einer Jury vorlegt, die sich wie folgt zusammensetzt:

Dr. Ursula Weidenfeld, Chefredakteurin des Magazins “impulse”, Ralf-Dieter Brunowsky, Vorsitzender der Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft, Max A. Höfer,
Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), Christian Kolb, Vorsitzender Jugendmedienzentrum Deutschland e.V., Klaus Methfessel, Leiter der Holtzbrinck-Journalistenschule, Thomas Mickeleit, Direktor Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Microsoft Deutschland. Attraktive Preise sind zu gewinnen.

Preisliste:
1. Platz: Ein Amilo Pa 1510-Notebook von Fujitsu-Siemens und ein vierwöchiges Praktikum in der Redaktion des Magazins “impulse” in Köln.
2.-4. Platz: Je ein Amilo Pa 1510-Notebook von Fujitsu-Siemens.
5.-8. Platz: Je ein Microsoft Offi ce 2007 “Professional Plus Student”-Paket.
9.-18. Platz: Je ein Microsoft Office 2007 “Home and Student-Paket, gesponsert von Microsoft Deutschland.
19.-25. Platz: Je einen Apple iPod.

Alles weitere ist den Unterlagen zur Teilnahme zu entnehmen, die INSM-Tagebuch hier zum Downlaod anbietet.

  • Flyer zum Wettbewerb
  • Anschreiben zum Wettbewerb
  • Anmeldebogen für den Wettbewerb
  • Broschüre zum Wettbewerb
  • Verbandschef: Müllgebühren in Deutschland sind zu hoch – INSM-Studie zitiert

    Freitag, den 24. Oktober 2008

    Entsorgungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft: Hier geht es zur Webseite

    Die Tageszeitungen WELT und Berliner Morgenpost zitieren heute Ergebnisse des Entsorgungsmonitors, eines bundesweiten Müllgebührenvergleiches, den die INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) jüngst vorgelegt hat hat. Anlass für den neuerlichen Bericht sind aktuelle Äußerungen von Peter Kurth, designierter Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE). Dieser hält die Müllgebühren in Deutschland dem Bericht zufolge für zu hoch.

    Artikel-Zitat:

    “Die deutschen Haushalte zahlen nach Ansicht des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) zu hohe Müllgebühren. “Die Kommunen belasten die Bürger unnötig”, sagt der designierte BDE-Präsident Peter Kurth der Morgenpost. Der hauptberufliche Vorstand des Berliner Entsorgers Alba schätzt die Überbelastung bundesweit auf einen niedrigen einstelligen Milliardenbetrag. “Wir könnten viel mehr Recyclingstoffe aus dem Restmüll herausholen und vermarkten”, sagt Kurth. Allerdings hätten die Kommunen etwas dagegen – weil sie mit dem Inhalt der grauen Restmülltonne ihre Verbrennungsanlagen auslasten.

    Einer Untersuchung der Initiative Soziale Marktwirtschaft zufolge zahlen die Bundesbürger für die Abfuhr durch die kommunalen Entsorger im Schnitt jährlich 300 Euro in den alten und 253 Euro in den neuen Bundesländern. Die Höhe der Gebühren schwankt allerdings beträchtlich.”

    Zum Entsorgungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) geht es hier. INSM-Projektleiter Carsten Seim: “Die INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) hat diese Studie vorgelegt, um eine Debatte über die Gebühren in Gang zu bringen, denen sich ja kein Bürger entziehen kann, und die deshalb steuerähnlichen Charakter haben.” Forderung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft: Die Kommunen sollen ihre Kalkulationsgrundlagen offenlegen, denn Gewinne dürfen sie nach dem Kommunalabgabengesetz mit der Müllentsorgung ja nicht machen.

    Stern zitiert INSM-Forsa-Umfrage unter Deutschlands Pädagogen

    Freitag, den 24. Oktober 2008

    INSM-Forsa-Umfrage im STERNDas Magazin Stern nahm den Qualifizierungsgipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Anlass für eine groß angelegte Reportage über die Lage der Lehrer in Deutschland. Thematisiert und zitiert wurde dabei auch die Forderung einer breiten Mehrheit der Pädagogen nach leistungsgerechter Bezahlung für besonders engagierte Pädagogen. Das Blatt zitierte in diesem Zusammenhang auch eine von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) beauftragte Forsa-Umfrage. Darin hatten sich 80 Prozent aller befragten Lehrer dafür ausgesprochen, dass sich mehr Leistung auch auf dem Gehaltszettel auswirken muss.

    Dies, so das Blatt, fordere auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, GEW, “seit Langem”.

    Die INSM hatte am Vortag des Merkel-Gipfels in Dresden Praktiker aus dem Bildungswesen zu einem Workshop eingeladen, um zu ermitteln, welche Forderungen die Akteure in den Schulen an die Politik haben, damit bessere Bildung in Deutschland möglich wird. Die Ergebnisse dieses INSM-Praxis-Gipfels finden Sie hier.

    Auch Marianne Demmer, stellvertretende Vorsitzende der GEW, nahm an diesem Workshop teil. Agenturberichte zitieren ihr Fazit wie folgt:

    “In diesem Zusammenhang begrüßte Demmer eine Aktion der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), zu der sie selbst eingeladen worden war. Auf einem “Praxis-Bildungsgipfel” hatten am Dienstag Lehrer, Schüler, Wissenschaftler und Verbandsvertreter auf Einladung der INSM in einem dreistündigen Workshop sieben zentrale Forderungen an den Bildungsgipfel entwickelt. Dazu gehörte unter anderem, Schulen und Lehrern Anreize zu geben, sogenannte Risikogruppen wie “Lernschwache” oder “PC-Junkies” individuell besser zu fördern.”

    INSM-Workshop in Dresden: Was Bildungspraktiker von der Politik fordern

    Donnerstag, den 23. Oktober 2008

    INSM-Bildungspraxis-Gipfel: Der WorkshopIm Vorfeld des großen politischen Qualifizierungsgipfels von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Dresden wollte die die INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) von repräsentativ ausgewählten Beteiligten im Schulbetrieb wissen: Was sind eigentlich Ihre Forderungen an die Politik? Und was muss sich an deutschen Schulen ändern, damit besserer Unterricht gelingt? An diesem “Praxis”-Gipfel nahmen 22 Experten teil. Die Spanne der Teilnehmer reichte von Vertretern der Wissenschaft über Repräsentanten von Lehrer-Berufsorganisationen, einer Gewerkschafterin bis zu Schülervertretern. Eine Liste aller Teilnehmer finden Sie in der INSM-Pressemitteilung zum Praxisgipfel.

    Die Ergebnisse der teilweise kontroversen Debatte brachte Dr. Oliver Kannapin von der “Transformationsberatung GmbH” mit einem neuartigen elektronischen Abstimmungsverfahren auf den Punkt.

    Mit großer Mehrheit wenden sich die Teilnehmer des INSM-Praxisgipfels mit folgenden Wünschen an die Politik: 

    97 Prozent fordern, dass sogenannte Risikoschüler besser gefördert werden. Lehrer und Schulen müssten dazu mehr Anreize erhalten und auch durch Fachleute unterstützt werden.

    94 Prozent wünschen sich eine lebensnahe Schule. Unterricht müsse die Persönlichkeiten der Schüler umfassend ausbilden und dürfe sich nicht allein auf die reine Wissensvermittlung beschränken. Hierzu werden auch wirtschaftliche, soziale und künstlerische Praktika gefordert. 

    89 Prozent fordern, dass die Lehrerausbildung verbessert wird. Sie müsse sich stärker als bisher an den späteren Anforderungen im Beruf orientieren. Darüber hinaus sollten Lehrer auch verpflichtet werden, sich kontinuierlich fortzubilden.

    89 Prozent plädieren auch dafür, dass Lehrer, Schüler, Eltern, Firmen und Behörden sich in ihren Regionen systematisch vernetzen, um für Entwicklungsprozesse von Kindern und Jugendlichen Verantwortung zu übernehmen. 

    87 Prozent meinen, dass Lehrer im Sinne besserer Unterrichtsqualität in Teams arbeiten und innerhalb der Schule gecoacht werden müssen. 

    87 Prozent wollen, dass die Sprachfähigkeit  der Schüler frühzeitig und kontinuierlich gefördert sowie mehrfach festgestellt wird;  zudem soll das Verständnis für unterschiedliche Kulturen gestärkt werden und kulturelle Vielfalt zum Schulalltag gehören. So soll eine bessere Integration an den Schulen möglich werden.

    84 Prozent betonen, dass Schulen konsequent schülerorientiert arbeiten und Schülervertretungen als wichtiges Element dabei einbinden.

    Alle Beschlüsse des INSM-Praxisgipfels zum Bildungsgipfel finden Sie auch in der INSM-Pressemitteilung.

    Fazit des Workshops: Schule in Deutschland muss anders gelebt werden, damit am Ende bessere Bildung herauskommt. Das war Grundtenor einer Pressekonferenz, bei der die  Teilnehmer des INSM-Praxisgipfels die Ergebnisse ihres Workshops der Öffentlichkeit vorstellten. “Hervorragend” fand es Marianne Demmer, Vizechefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), dass bei dieser Veranstaltung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft “die Praxis in der Bildungspolitik zu Wort” kam. Um die sieben beschlossenen Forderungen Wirklichkeit werden zu lassen, brauche es “Geld, Zeit, qualifiziertes Personal und ein motivierendes Lernumfeld”, erklärte die Gewerkschafterin und fügte hinzu: “Die Praktiker erwarten vom Qualifizierungsgipfel eine klare Gesamtstrategie zur Umsetzung.”

    Peter Daschner, Direktor des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg, sah die aufgestellten Forderungen als “eine echte Selbstverpflichtung der Bildungspraktiker, die wir in unserem Alltag erfüllen wollen”. 

    INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer freute sich, “dass der Praxisgipfel viele unterschiedliche Positionen an einen Tisch gebracht hat.” Die sieben formulierten Dresdner Thesen zeigten, dass Bildungspraktiker sehr reformbereit sind. Höfer weiter: “Wir müssen Lehrer besser motivieren.”

    Vor kurzem hatte eine Forsa-Umfrage der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) ergeben, dass sich 80 Prozent aller Lehrer in Deutschland eine leistungsgerechte Bezahlung wünschen. Die komplette INSM-Umfrage unter deutschen Pädagogen finden Sie hier.

    INSM-Bildungspraxis-Gipfel: Kontroverse DiskussionenIn einer Pressemitteilung der Partei DIE LINKE kritisierte Parteivorstandsmitglied Rosemarie Hein, dass das Bildungssystem in Deutschland “in der Warteschleife” sei. Zitat: “Während die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten wie die Krämer um nicht vorhandenes Geld feilschten, haben Gewerkschaften und selbst die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft sehr viel konkretere und zielführendere Forderungen in den Raum gestellt.”

    Mehr zum Thema Schulpolitik finden Sie auch in der INSM-Studie Politik-Check Schule.

    INSM-Berater Thomas Straubhaar zur Bankenkrise

    Dienstag, den 21. Oktober 2008

    In einem Interview des Portals ZEIT-online hat Professor Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftinstituts, gefordert, dass auch die Aktionäre an den Verlusten im Zuge der Finanzkrise beteiligt werden.  ZEIT-online zitiert den Ökonomen, der auch Berater der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) ist, unter anderem wie folgt:

    “Ich habe kein Mitleid mit den privaten Aktionären der Banken. Sie haben das gesamte Schlamassel mitverursacht. Ich finde es unverständlich, wenn die Banken jetzt durch staatliche Hilfen saniert werden und der Aktionär am Ende davon auch noch profitiert.”

    Straubhaar weiter:

    “Wer Bank-Aktien kauft, der weiß genau, was er tut. Er hat sich in guten Zeiten über hohe Renditen gefreut und muss jetzt auch in die Pflicht genommen werden – sonst verlottern die Sitten an den Aktienmärkten vollständig. Da dürfen sich die Aktionäre nicht beklagen. Unwissenheit ist keine Entschuldigung für Fehlverhalten.”

    Via

    Mehr über INSM-Berater Professor Thomas Straubhaar im INSM-Tagebuch.

    Schwedens Finanzminister auf INSM-Termin: „Es gilt das Prinzip ‚work first’”

    Montag, den 20. Oktober 2008

    Anders Borg beim INSM-TerminSchweden hat seine Volkswirtschaft zum Ende des vergangenen Jahrtausends durch  angebotsorientierte Reformen auf einen erfolgreichen Wachstums- und Beschäftigungskurs gebracht. So sank beispielsweise die Staatsquote deutlich. Heute nachmittag informierte der schwedische Finanzminister Anders Borg über das skandinavische Erfolgsbeispiel – er war Hauptredner bei der VII. Ludwig-Erhard-Lecture.

    Schweden habe bei Wachstum und Beschäftigung gerade in den letzten zehn Jahren große Erfolge erreicht, sagte der Minister vor rund 200 Zuhörern in der Berliner Telekom-Repräsentanz. Dennoch habe man sich vor allem am Arbeitsmarkt noch mehr vorgenommen, um Menschen den Einstieg in Arbeit zu erleichtern - dies   beispielsweise durch niedrigere Abgaben für Geringverdiener oder Jugendliche. Erleichtern will man auch Neueinstellungen durch die Unternehmen sowie den Weg in die Selbstständigkeit. Borg: „Es gilt das Prinzip ‚work first’.“ 

    In diesem Zusammenhang erwähnte Borg auch die deutschen Arbeitsmarktreformen und erklärte: „Die Arbeitsmarktreformen haben die Erwerbsquote erhöht.” Man dürfe sie nun nicht zurücknehmen, um diesen Erfolg nicht zu gefährden.

    INSM-Lecture mit Anders Borg: ZuschauerTitel des Borg-Vortrages für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) war: „The Swedish Experience – Promoting Growth and Employment.“

    Auch der frühere Bundesbankpräsident Professor Hans Tietmeyer, Kuratoriumsvorsitzender der INSM, betonte noch einmal die Bedeutung der Arbeitsmarktreformen (Hartz, Agenda 2010) für die aktuellen Beschäftigungserfolge am deutschen Arbeitsmarkt, wo die Arbeitslosenzahl von mehr als fünf aktuell auf rund drei Millionen Menschen ohne Beschäftigung gesunken ist und verwies auf das Beispiel Schwedens, wo man parteiübergreifend am Reformkurs festgehalten hat: „Die schwedische Reformpolitik der letzten beiden Jahre hat am Arbeitsmarkt gefruchtet. Was Schweden uns lehrt, ist, dass wir den Einstieg in Arbeit erleichtern müssen, wenn wir über mehr Beschäftigung Wachstum und Wohlstand für alle erreichen wollen.“

    Zu Person des Hauptredners bei der VII. Ludwig-Erhard-Lecture der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) in Berlin: Seit dem Jahr 2006 ist Anders Borg schwedischer Finanzminister. Seit 2002 ist er Chefökonom der Moderata samlingspartiet. Zuvor war er Chefvolkswirt für Schweden bei der ABN Amro Bankengruppe, dann Chefanalyst der SEB Bank sowie ökonomischer Berater im Vorstand der Schwedischen Zentralbank.

    Hier finden Sie das Redemanuskript von Anders Borg zum Download. Es gilt das gesprochene Wort! 

    INSM-Forsa-Umfrage: Lehrer wollen, dass sich Leistung auch für sie lohnt

    Donnerstag, den 16. Oktober 2008

    INSM-Umfrage: Wie zufrieden sind Lehrer mit ihrem Job und ihrer Besoldung?Hausaufgaben für die Kanzlerin beim bevorstehenden Bildungsgipfel: Die INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) wollte im Vorfeld wissen, was die Akteure im Bildungssystem - insbesondere an den Schulen - bewegt. Eine Forsa-Umfrage unter 750 Pädagogen an deutschen Haupt-, Real-, Gesamtschulen und Gymnasien ergab dabei unter anderem, dass eine sehr große Mehrheit aller Lehrer sich eine  leistungsorientiertere Bezahlung wünscht.

    95 Prozent klagen darüber, dass die bisher geltenden Besoldungsrichtlinien kaum Spielräume bieten, Lehrer mit besonderem Engagement und/oder Arbeitsaufkommen zu zu entlohnen.

    80 Prozent der Befragten sprechen sich dabei ganz offen für eine Bezahlung aus, die sich stärker an den Leistungen des einzelnen Pädagogen ausrichtet. 

    Damit unterstützt die Umfrage eine Forderung von Wissenschaftlern, die jüngst die INSM-Studie Politik-Check Schule veröffentlichten. Darin wurde als häufiges Defizit in noch vielen Bundesländern kritisiert, dass Schulleiter besonders engagierte Pädagogen nicht durch Gehaltszulagen belohnen können. Dies müsse sich ändern.

    INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer erklärte zur Vorstellung der INSM-Forsa-Lehrer-Umfrage, dass er mit deutlich besseren Unterrichtserfolgen rechne, wenn die Besoldungs-Gleichmacherei unter den Pädadogen durch eine leistungsgerechtere Bezahlung ersetzt würde.

    Weitere Ergebnisse der INSM-Forsa-Umfrage:  

    Knapp 90 Prozent aller Pädagogen in Deutschland sagen, dass ihre Arbeitsbelastung in im letzten Jahrzehnt stark zugenommen hat.

    Sieben von zehn Lehrern sind dennoch sehr oder eher zufrieden mit der eigenen beruflichen Lage. Sport- und Religionslehrer sind am zufriedensten. Unter den unzufriedenen Pädagogen (30 Prozent) finden sich besonders viele, die an  Hauptschulen unterrichten.

    INSM-Forsa-Umfrage zur Lage der Lehrer in Deutschland: Hier finden Sie die komplette Studie zum Download.

    Projektkontakt: Bernd Schwang, 0221 4981 412.

    Bonner Stadtverwaltung zu Ergebnissen des INSM-WiWo-Großstadtrankings

    Mittwoch, den 15. Oktober 2008

    Hier gelangen Sie zum INSM-Profil von BonnDebatten hat das jüngst Veröffentlichte INSM-WiWo-Großstadtranking in Bonn ausgelöst. Bonn belegt in dem Ranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) Platz 11 unter 50 untersuchten Großstädten. Allerdings hat sie sich gegenüber dem letzten INSM-Städteranking um fünf Plätze verschlechtert. Nach einem Bericht des Bonner General-Anzeigers kritisierten die Oppositionsparteien im Stadtparlament, FDP und Grüne, deswegen die Stadtverwaltung.

    In einem Pressegespräch nahmen nun Bonns Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann und andere Repräsentanten der Verwaltung dazu Stellung. Es gebe “viele Punkte in der Untersuchung, auf die wir stolz sein können”, erklärte sie dem Bericht zufolge in einem Pressegespräch.

    Artikel-Zitat: “Wirtschaftsförderin Appelbe hatte die Zahlen nochmals genau unter die Lupe genommen. Einige Schwachpunkte hatte die INSM-Untersuchung in Bonn aufgelistet, beispielsweise die Erwerbstätigenquote. 51,8 Prozent der Bonner zwischen 15 und 65 Jahren waren im Jahr 2007 erwerbstätig (Durchschnitt aller untersuchten Städte: 54,7 Prozent). “Dass diese Zahl in Bonn geringer ausfällt, als etwa in einer Industriestadt liegt daran, dass es hier besonders viele gut ausgebildete Einwohner gibt”, so Appelbe. Durch Ausbildung und Studium starteten viele Bonner entsprechend später in das Arbeitsleben. Durch den Bonn-Berlin-Umzug sowie die Vielzahl der
    Großunternehmen sei zudem die Zahl der Einwohner im Vorruhestand höher als andernorts.” Dies habe entsprechende Auswirkungen auf die Beschäftigungsquote bei Älteren.

    Zudem meint die Stadt Bonn, dass es für Geringqualifizierte in der Bundesstadt weniger Job-Chancen gebe, da das Arbeitsplatzangebot hier höhere Qualfikationen fordere als anderswo.

    Die INSM-Studie hatte darüberhinaus in einer Umfrage nach der Wirtschaftsfreundlichkeit der Städte gefragt. Hier hatte es auch Kritik an Bonn gegeben. 2008 bewerteten 56,9 Prozent der befragten Unternehmer Bonn als wirtschaftsfreundlich. Der Durchschnitt liegt bei 62,7 Prozent Positivantworten – nur Platz 41 für Bonn.  ”Bei näherem Hinsehen”. so die Wirtschaftsförderin der Stadt Bonn dem GA-Bericht zufolge, “habe sich die Kritik meist auf die Genehmigungspraxis bezogen.” Die Stadt Bonn räumte in dem Pressegespräch ein, dass man “hohe Maßstäbe für Neugründungen” setze. Man sei unterdessen auf der anderen Seite auf dem Weg zur “One-Stop-Agency”, einer Stelle, wo Gründer sämtliche Anliegen bei einem Ansprechpartner erledigen können.

    Andere Städte betreiben solche Agenturen bereits mit Erfolg, um Neugründungen zu erleichtern: beispielsweise Hildesheim.

    Das INSM-WiWo-Großstadtranking finden Sie hier.
    Zum INSM-Städteprofil von Bonn gelangen Sie hier. 

    Wachstum und Beschäftigung: Schwedens Finanzminister informiert bei INSM-Lecture über Erfolgsrezepte seines Landes

    Mittwoch, den 15. Oktober 2008

    schweden-insm.jpgAnders Borg, Schwedens Finanzminister, ist am Montag, 20.Oktober, ab 14 Uhr, Hauptredner bei der VII. Ludwig-Erhard-Lecture der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft). Er spricht unter dem Titel “The Swedish Experience – Promoting Growth and Employment” über Reformen, die Schwedens mehr Beschäftigung und neues Wachstum gebracht haben. Borg war zuvor Chefökonom der ABN AMRO in Stockholm und Chefanalytiker bei Skandinaviska Enskilda Banken. Er kennt die Funktionsweise der Finanzmärkte von innen heraus. Er wird zudem berichten, wie Schweden Anfang der 90er Jahren seine Bankenkrise erfolgreich überwinden konnte. Die INSM-Ludwig-Erhard-Lecture findet statt in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom AG, Französische Str. 33a-c, Berlin Mitte. Für den Zutritt ist die vorherige persönliche Anmeldung erforderlich. E-Mail unter anmeldung @ insm.de zu der Veranstaltung.

    Mit diesem Faxformular können Sie sich ebenfalls zur INSM-Ludwig-Erhard-Lecture anmelden.

    Mehr über frühere Ludwig-Erhard-Lectures der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft).

    Das schwedische Reformmodell hat die INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) auch im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Vergleichsstudie Vision D. eingehend analysieren lassen.  

    INSM-Aktion zum Arbeitsmarkt nun auch als Video verfügbar

    Mittwoch, den 8. Oktober 2008

    Aktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft mit Wolfgang Clement als VideoWeil voraussichtlich Mitte Oktober die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland erstmals seit 1992 wieder unter drei Millionen sinken wird, fand am 6. Oktober in Berlin eine Großplakataktion der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) statt. Sie wurde präsentiert von Ex-Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD), dessen Agenda 2010 nach Auffassung von Experten zu einem wesentlichen Teil zu aktuellen Beschäftigungserfolgen beigetragen hat. Klicken Sie in das Bild und schauen Sie sich die Aktion in bewegten Bildern an.

    Mehr über diesen Termin der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erfahren Sie auch hier.

    Franz Müntefering beklagt politischen Stillstand

    Mittwoch, den 8. Oktober 2008

    In seinem aktuellen Buch “Macht Politik!” beklagt der designierte SPD-Chef Franz Müntefering den politischen Stillstand der Großen Koalition.

    Müntefering: “Mein Eindruck ist, dass die politische Führung – und das ist zuerst die Bundeskanzlerin – unklar lässt, was denn eigentlich in unserer Gesellschaft nötig ist und wohin die Reise gehen soll. … der Start war gut, aber der Anspruch an uns und unser Handeln ist zerronnen. Dieser Eindruck hat sich in den letzten beiden Jahren leider verstärkt.”

    “Noch ein Jahr bis zur Bundestagswahl – im Rückwärtsgang in den Endspurt”,  hatte INSM-Berater Professor Dr. Michael Hüther zur Präsentation des jüngsten Merkelmeters angemerkt. Hüther: “Die aktuelle Bilanz unserer Dauerstudie Merkelmeter im Auftrag von WirtschaftsWoche und Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zeigt: Die Taten dieser Koalition sind bei weitem nicht so stark wie die Worte ihrer Kanzlerin.”

    Lesen Sie hier mehr über das aktuelle wissenschaftliche Leistungszeugnis der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

    Auch Ex-Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hatte jüngst bei einem INSM-Termin vor einem “Roll-Back” der Großen Koalition gewarnt.  

    Münteferings Buch (Interview mit Tissy Bruns) ist seit heute im Handel. 

    ZDF Frontal berichtet über Müllentsorgung

    Mittwoch, den 8. Oktober 2008

    ZDF Frontal 21 berichtet über Praktiken bei der Müllentsorgung“Millionenprofite mit Müllverbrennung”: Das Magazin ZDF Frontal hat gestern über das Geschäft mit der Müllentsorgung berichtet. Zitat aus dem Web:

    “Müllverbrennungsanlagen machen offenbar Millionengewinne auf Kosten der Gebührenzahler. Mit Umsatzrenditen bis zu 40 Prozent sind viele Müllkraftwerke wesentlich profitabler als andere Industriezweige.”

    Mehr darüber finden Sie hier.

    In der vergangenen Woche hatte die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zur  Präsentation eines bundesweiten Müllgebührenvergleichs gefordert, dass die Kommunen ihre Kalkulationsgrundlagen für die Gebührenberechnung offenlegen. Der Gebührenvergleich hatte Unterschiede bis über 500 Euro im Jahr für ein und dieselbe Dienstleistung offenbart.

    Alle Daten und Fakten finden Sie unter www.entsorgungsmonitor.de. Projektkontakt: Carsten Seim.

    Gesundheitsfonds: Doch so teuer …

    Freitag, den 3. Oktober 2008

    Millionen gesetzlich Krankenversicherte werden sich ab Anfang kommenden Jahres auf deutlich steigende Krankenkassenbeitragssätze einstellen müssen. Nach viertägigen intensiven Beratungen über den Beitragssatz für den Gesundheitsfonds hat sich der sogenannte Schätzerkreis zwar nicht auf eine Empfehlung für die Bundesregierung verständigen können. Fest steht aber schon jetzt, dass die gesetzliche Krankenversicherung erheblich teurer wird.

    Das Bundesgesundheitsministerium selbst geht nach von einem Beitragssatz von 15,5 Prozent aus. Experten der gesetzlichen Krankenkassen meinen dagegen, dass sogar 15,8 Prozent erforderlich sind.

    Noch Anfang des Jahres hatte das Bundesgesundheitsministerium vehement auf die Ergebnisse eine Expertise des Münchener Instituts für Gesundheitsökonomik (IfG) im Auftrag der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) reagiert. Professor Günter Neubauer hatte darin deutliche Beitragssatzsteigerungen bis zu einer Höhe von 15,5 Prozent prophezeit. Als Grund hatten die Wissenschaftler falsche Anreize durch den Gesundheitsfonds und steigende Honorare im Gesundheitswesen angegeben.

    Alles zum Thema Gesundheitsfonds im INSM-Tagebuch.

    Bundesweiter Müllgebührenvergleich der INSM sorgt für landauf landab für Resonanz

    Donnerstag, den 2. Oktober 2008

    Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft präsentierte gestern den Entsorgungsmonitor: Hier geht es zur WebseiteZahlreiche Zeitungen haben heute über den wissenschaftlichen Vergleich der Müllgebühren berichtet, den die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) gestern veröffentlicht hat. Das Ranking unter 100 deutschen Großstädten soll Gebührentransparenz schaffen und einen Wettbewerb zu Gunsten niedrigerer Abgaben in Gang bringen. Eine Auswahl der Pressestimmen.

    Die Bild (Bundesausgabe) schreibt: „Die Gebühren für Müll unterscheiden sich bundesweit um bis zu 500 Euro im Jahr: Ein   4-Personen-Haushalt in Mönchengladbach zahlt im Schnitt 674 Euro/Jahr, in Gelsenkirchen nur 171 Euro  (Verband INSM).“

    „500 Euro Unterschied bei den Müllgebühren“ titelt die Financial Times Deutschland und schreibt weiter: „Die Müllgebühren klaffen in deutschen Städten eklatant  auseinander. Ein Kostenvergleich für die Abholung einer durchschnittlichen Müllmenge, die bei einer vierköpfigen Familie anfällt, offenbart Preisunterschiede von bis zu rund 500 Euro im Jahr. Dies haben Wissenschaftler der IW Consult im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft herausgefunden.“

    „Verbraucher in deutschen Städten müssen bei der Müllentsorgung laut einer Studie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Preisunterschiede von bis zu 500 Euro im Jahr hinnehmen“, fasst die Leipziger Volkszeitung das Ergebnis des INSM-Entsorgungsmonitors zusammen.

    Die Welt schreibt: „Die jährlichen Kosten für Müllentsorgung in Deutschland unterscheiden sich je nach Stadt um bis zu 500 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag der Initiative Neue soziale Marktwirtschaft. […]Besonders eklatant sind die kommunalen Preisunterschiede bei wöchentlicher Abholung im Teilservice. Die Spannweite reicht von 171 Euro pro Jahr in Gelsenkirchen bis 674 Euro in Mönchengladbach.“

    „Teurer Müll“, überschreibt die Welt kompakt ihren Bericht zum Entsorgungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und erklärt weiter: „Bei den Müllgebühren in Deutschland gibt es ein West-Ost-Gefälle mit enormen Preisunterschieden.

    „Müllgebühren im Westen deutlich höher“, titelt die Stuttgarter Zeitung und schreibt weiter: „Die Kölner Wissenschaftler untersuchten die Müllgebühren in 100 deutschen Großstädten. Am teuersten ist die Abfallentsorgung demzufolge in den fünf nordrhein-westfälischen Städten Bergisch Gladbach, Mönchengladbach, Aachen, Leverkusen und Moers. Im Gegensatz dazu ist die Müllentsorgung in Wiesbaden,
    Gelsenkirchen und in Chemnitz besonders günstig.“

    Die Rheinische-Post berichtet: „Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hat erstmals die teils völlig unterschiedlich berechneten Müllgebühren deutscher Städte systematisch verglichen. Der INSM Kostenvergleich für die Abholung der durchschnittlichen Müllmenge einer vierköpfigen Familie offenbart Preisunterschiede von bis zu 500 Euro im Jahr. NRW-Kommunen liegen auf den teuersten Plätzen: Bergisch Gladbach (Platz 100), Mönchengladbach  (Platz 99), Aachen (Platz 98), Leverkusen (Platz 97) und Moers (Platz 96) verlangen ihren Bürgern teils die vierfachen Müllgebühren ostdeutscher Städte ab.“

    Alle Daten und Fakten finden Sie auf der Webseite www.entsorgungsmonitor.de, ein Portal der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Informationen zum Projekt Entsorgungsmonitor: Carsten Seim.

    INSM präsentiert wissenschaftlichen Vergleich der Müllgebühren: “nicht nachvollziehbare Preisunterschiede”

    Mittwoch, den 1. Oktober 2008

    Entsorgungsmonitor: Webseite der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“Müllgebühren im Westen deutlich höher als im Osten”, titelte heute die Deutsche Presseagentur unter Berufung auf eine aktuelle Studie der IW Consult GmbH. Im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) haben die Wissenschaftler systematisch die Müllgebühren in den 100 größten deutschen Städten untersucht. Dabei stellte sich zum einen ein deutliches von dpa nachrichtlich aufgegriffenes West-Ost-Gefälle bei den Gebühren heraus. Im Schnitt zahlen Bewohner von westdeutschen Städten über alle untersuchten Müllmengen (30-98 Liter pro Woche) und Servicearten hinweg im Schnitt 300 Euro Müllgebühren pro Jahr. In Ostdeutschland sind es den Berechnungen der IW Consult zufolge nur durchschnittlich nur 253 Euro. Eine Ursache dafür sind nach Einschätzung der durch die INSM beauftragten Ökonomen die im Osten tendenziell geringeren Arbeitskosten.

    Ein anderer Trend der Studie ist nach Auffassung der Fachleute aber “nicht nachvollziehbar”, so Studienleiter Dr. Karl Lichtblau. Der Kostenvergleich für die Abholung einer durchschnittlichen Müllmenge, die bei einer vierköpfigen Familie anfällt, offenbarte enorme Preisunterschiede von bis zu rund 500 Euro im Jahr. In Gelsenkirchen zum Beispiel kostet die wöchentliche Abfuhr von 98 Litern Müll ab Kante Bürgersteig 171 Euro im Jahr. In Mönchengladbach sind dafür 674 Euro fällig.

    INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer rief die Kommunen dazu auf, “ihre Kalkulationen offzulegen”. Schließlich handele es sich bei den Müllgebühren um steuerähnliche Abgaben, denen sich die Bürger nicht entziehen könnten. Deshalb hätten sie Anspruch auf Transparenz. Dazu, so Höfer, “will die INSM mit ihrem aktuellen Gebührenvergleich beitragen”.

    Das Entsorgungsranking im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) untersuchte auch verschiedene Servicearten, Abfuhrintervalle und Müllmengen, die von Stadt zu Stadt unterschiedlich angeboten werden.

    Hier finden Sie die aktuelle Presseinformation zum Entsorgungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

    Auf der Webseite www.entsorgungsmonitor.de hat die INSM sämtliche Informationen aus diesem 100-Städte-Vergleich anschaulich aufbereitet und interaktiv abrufbar gemacht. Hier gelangen Sie zum Portal.

    Hier finden Sie eine Kurzfassung der Studie mit zentralen Trends zum Entsorgungsmonitor 2008 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

    Die INSM-Studie zeigte auch, dass es bundesweit bisher nur wenig marktwirtschaftliche Anreize zur umweltschonenden Müllvermeidung gibt. Lichtblau: “Manche Städte setzen finanzielle Anreize, Müll einzusparen, andere überhaupt nicht oder nur in sehr geringem Ausmaß. In Nürnberg beispielsweise spart man 50 Prozent der Abfuhrkosten, wenn man die wöchentliche Müllmenge von 98 auf 60 Liter reduziert. In Leipzig bringt das keinen Pfennig Ersparnis.”

    Über alle Servicearten und Abfuhr-Rhythmen hinweg ergab die INSM-Studie folgendes Kostenranking: Die Abfallentsorgung ist im wohlhabenden Wiesbaden bundesweit am preiswertesten. Die Plätze 2 bis 5 dieses Indexes belegen die Städte Gelsenkirchen, Chemnitz, Potsdam und Magdeburg. Am teuersten kommt die Müllabfuhr in Moers (Platz 96), Leverkusen (Platz 97), Aachen (Platz 98), Mönchengladbach (Platz 99) und Bergisch Gladbach (Platz 100).

    Entsorgungsmonitor: Hier geht es zur Webseite der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)