Archiv der Kategorie 'Studiengebühren'

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Achim Steiner

Dienstag, den 15. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Achim Steiner, der ab Seite 269 über „Grünes Licht für Wachstum: Natürliches Kapital als Schlüssel zur Nachhaltigkeit“ schreibt:

„Achim Steiner, Exekutiv-Direktor des United Nations Development Programm in Nairobi, diskutiert die Nachhaltigkeit des Wachstums angesichts des knappen und erschöpfbaren natürlichen Kapitals, wie stabiles Klima, reine Luft und sauberes Trinkwasser. Die Kosten am natürlichen Kapital zu erkennen und die ökologische Bilanz in die wirtschaftliche Bilanz fest zu integrieren, ist Kernbestandteil des Umdenkens, zu dem Steiner aufruft. Er nennt konkrete Beispiele, wie einerseits ökologisch kostspielige politische Entscheidungen korrigiert werden müssen – etwa im Feld der Fischereisubventionen – und andererseits wirtschaftliche Anreize geschaffen werden können, ökologische Zerstörung zu vermeiden – etwa bezüglich der Vermeidung von Abholzungen. Während manche Wachstumsprozesse der letzten Jahrzehnte einerseits hohe Kosten für die Natur verursacht haben, sieht Steiner so andererseits Chancen, Wachstum mit geringeren Kosten für die Umwelt zu erreichen, sowie Umweltressourcen und nachhaltige Technologien selbst zu Wachstumsbranchen zu entwickeln.“

Zitate aus „Grünes Licht für Wachstum: Natürliches Kapital als Schlüssel zur Nachhaltigkeit“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Im vergangenen Vierteljahrhundert hat das Wachstum in manchen Gesellschaften Wunder bewirkt, weil es sehr viele Menschen aus der Armut befreit hat. Aber diese Entwicklung hatte einen sehr hohen Preis für die Umwelt. Dies wiederum wird Rückwirkungen auf diejenigen Volkswirtschaften haben, deren Wachstum sich mittel- bis langfristig als nicht nachhaltig erweisen dürfte.“

„Im nächsten Vierteljahrhundert sollten wir versuchen, die Umweltkosten des Wachstums deutlich zu senken und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Umweltzerstörung sowie die wirtschaftlichen Vorteile eines intelligenten und nachhaltigen Managements sehr viel sichtbarer als in der Vergangenheit zu machen.“

„Damit wird nicht nur die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung gesichert, sondern auch gewährleistet, dass das Thema der Gerechtigkeit zwischen den Generationen – eine wichtige ethische Überlegung, die zunehmend als Verpflichtung der heutigen gegenüber den kommenden Generationen betrachtet wird – stärker in das Bewusstsein der Menschheit rückt.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor:  Achim Steiner, geboren 1961 in Brasilien, trat 2006 die Nachfolge von Klaus Töpfer zum Exekutiv-Direktor des UN-Umweltprogramms UNEP mit Sitz in Nairobi an. Steiner studierte unter anderem an der University of Oxford, der University of London und an der Harvard Business School Politikwissenschaft und Volkswirtschaft. Der überzeugte Umweltschützer sammelte zunächst bei Umweltverbänden auf lokaler Ebene Erfahrung, bevor er als Generalsekretär für die World Commission on Dams in Kapstadt und als Generaldirektor für die weltweit größte Naturschutzorganisation IUCN tätig wurde.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Ellen Johnson Sirleaf, Steven Radelet

Sonntag, den 13. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Ellen Johnson Sirleaf und Steven Radelet, die ab Seite 147 über „Gute Nachrichten aus Afrika Demokratie, Stabilität und endlich wieder Wachstum und Entwicklung“ schreiben:

„Aus einer afrikanischen Perspektive nähern sich die liberianische Staatspräsidentin Ellen Johnson Sirleaf und ihr Co-Autor Steven Radelet, Berater der liberianischen Regierung und Senior Fellow am Center for Global Development in Washington, der Diskussion an: Der tristen Wachstumsbilanz Afrikas insgesamt und der Analyse der Faktoren, die zu einer in vielen Fällen verheerenden Lage der postkolonialen Volkswirtschaften des Kontinents geführt haben, werden Wachstumschancen gegenüber gestellt. Der Vergleich Afrikas mit den asiatischen Tigerstaaten betont das Ausmaß der Rückständigkeit der afrikanischen Wachstumsbilanz: »Während die asiatischen Tigerstaaten historisch einmalige Wachstumsraten und Erfolge in der Armutsbekämpfung verzeichneten, versank der größte Teil Afrikas im Elend.« Der Abschied von undemokratischen und korrupten Regimes ist für einen Neuaufbruch Grundvoraussetzung, so die Autoren. Liberia selbst hat Symbolkraft, denn es galt jahrzehntelang durch seine zermürbenden Bürgerkriege als Inbegriff der Instabilität und Anarchie, die jegliche Chancen auf Wachstum unmöglich machten. Die Präsidentin beschreibt den schwierigen Pfad des Wiederaufbaus, aber auch die nötigen Rahmenbedingungen und die Hoffnung, die mit dem langsamen Prozess eines selbstverantwortlichen Liberias verbunden werden. Sie stellt hier dar, welche Wachstumspolitik Korruption, Armut, die Schuldenfalle und interne Konflikte überwinden kann.“

Zitate aus „Gute Nachrichten aus Afrika Demokratie, Stabilität und endlich wieder Wachstum und Entwicklung“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Die gute Nachricht aus Afrika lautet, dass viele Länder auf dem ganzen Kontinent endlich anfangen, nach 30 Jahren der Misswirtschaft und der wirtschaftlichen Stagnation eine Wende einzuleiten. An die Stelle von Diktatur, Machtmissbrauch und Zerstörung treten allmählich Demokratie, vernünftige Wirtschaftspolitik und Wachstum. Es ist seit vielen Jahren die beste Chance für diese Länder, der Armut zu entkommen. Aber eine Fortsetzung der bisherigen Erfolge ist keineswegs garantiert.Die afrikanischen Regierungen und die internationale Gemeinschaft müssen diese Chance nutzen, um den Trend zu stärkeren, verantwortungsbewussten Regierungen und wirtschaftlichem Aufschwung zu beschleunigen. Nichts weniger wünschen und verdienen die Völker Afrikas.“

„Die Erfolge des vergangenen Jahrzehnts sind keineswegs Garanten der Zukunft. Das Risiko eines Rückfalls in die Gewalt, weil etwa eine kleine Elite ihre Privilegien verteidigen möchte oder weil wirtschaftliche Faktoren Krisen auslösen, darf nicht vernachlässigt werden. Der Fehler, nun in Selbstgefälligkeit zu verfallen, wäre fatal.“

„Notwendig sind … mutige Schritte, um die Wirtschaft zu diversifizieren und neue Chancen für die Armen zu schaffen. Dazu gehört es, das Dickicht der Vorschriften und der Bürokratie zu lichten, die Infrastruktur für die ländliche Entwicklung auszubauen und die Wettbewerbsfähigkeit von Herstellern arbeitsintensiver Produkte zu fördern.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren: Ellen Johnson Sirleaf, geboren 1939, ist seit Januar 2006 Präsidentin von Liberia. Sie ist die erste Frau, die durch eine demokratische Wahl das Amt eines Staatsoberhauptes in Afrika erlangte. Sie gilt als konsequente Gegnerin der politischen Korruption und zugleich als Hoffnungsträgerin, Liberia politisch und wirtschaftlich zu stabilisieren. Johnson Sirleaf hat in Harvard studiert und arbeitete von 1982 bis 1985 als Vizepräsidentin der Citibank Group für Afrika. Ihr Beitrag wurde gemeinsam mit ihrem Co-Autor Steven Radelet verfasst, der als Senior Fellow und Wachstumsexperte im Center for Global Development in Washington tätig ist. Der in Harvard promovierte Wirtschaftswissenschaftler ist entwicklungspolitischer Berater der liberianischen Regierung.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Thomas Pogge

Freitag, den 11. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Thomas Pogge, der ab Seite 329 zum Thema „Wachstum ist gut! Nur welches?“ schreibt:

„Die Frage der internationalen Gerechtigkeit bewegt auch Thomas Pogge von der Columbia University in New York. Er postuliert, dass die internationale Gerechtigkeit nicht am Vergleich des Bruttoinlandproduktes verschiedener Volkswirtschaften festgemacht werden dürfe, vielmehr müsse jeweils die Position der schwächsten Bevölkerungsschichten als Maßstab genommen werden. Die konsequente Bekämpfung der Armut müsse so zum Ziel einer gerechten Wachstumspolitik werden. »Die Analyse zeigt, dass das Problem globaler Armut sowohl erstaunlich klein als auch erstaunlich groß erscheinen kann. In ökonomischer Hinsicht ist es erstaunlich klein: Denjenigen 40 Prozent aller Menschen, die unterhalb der 2-Dollar-pro-Tag-Armutsgrenze der Weltbank leben, fehlen zusammengenommen im Jahr gerade einmal 300 Milliarden Dollar, um diese Grenze zu erreichen, viel weniger, als die USA für ihr Militär ausgeben. [...] Auf der anderen Seite ist das Problem der globalen Armut in menschlicher Hinsicht erstaunlich groß, denn es ist verantwortlich für ein Drittel aller Todesfälle und für den Großteil von Mangel, Krankheit und Leid auf der Welt.« Wachstum sei nur dann positiv zu verstehen, wenn auf internationale Gerechtigkeit Rücksicht genommen werde und es für alle Bevölkerungsschichten Vorteile schaffe.“

Zitate aus „Wachstum ist gut! Nur welches?“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Eine wichtige Komponente der Globalisierung ist, dass die Welt von einem immer dichteren und folgenreicheren System von Regeln beherrscht wird, die Handel, Investitionen, Kredite, Patente, Copyrights, Warenzeichen, Doppelbesteuerung, Arbeitsstandards, Umweltschutz, die Nutzung von Meeresrohstoffen und viele andere Dinge bestimmen.“

„Der größte Teil der massiven gravierenden Armut, mit der wir es heute auf der Welt zu tun haben, ließe sich vermeiden durch gerechtere Institutionen, die für die Reichen nur winzige Opportunitätskosten zur Folge hätten.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Thomas Pogge, geboren 1953, ist Professor für Politikwissenschaft und Politische Philosophie an der Columbia University in New York. Er ist einer der wichtigsten Philosophen zum Thema Internationale Gerechtigkeit. Er promovierte an der Harvard University unter der Leitung von John Rawls. Pogge vertritt eine liberale, kantianische Philosophie der Internationalen Gerechtigkeit, ein Forschungsgebiet, das er in den letzten Jahren mit definiert hat. Pogge, der 2008 an die Yale University wechseln wird, hat außerdem Forschungsstellen am Centre for Applied Philosophy and Public Ethics der Australian National University und am Centre for the Study of Mind in Nature an der Universität Oslo inne.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: John Mukum Mbaku

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über John Mukum Mbaku, der ab Seite 169 über „Institutionen, Unternehmertum und Wirtschaftswachstum in Afrika“ schreibt:

„Der Kameruner Volkswirtschaftler John Mukum Mbaku von der Weber State University in Utah sieht in der Schwäche der marktwirtschaftlichen Institutionen sowie in der staatlichen Korruption die Hauptursachen für die Wachstumsschwäche Afrikas. Auslandsinvestitionen und Unternehmensgründungen würden direkt von der Abwesenheit transparenter Rahmenbedingungen für die afrikanischen Märkte beeinträchtigt. In einer Perspektive der Wirtschaftsliberalisierung einerseits und der Sicherung des Rechtsstaats andererseits, sieht Mbaku die besten Chancen einer Kehrtwende für den afrikanischen Kontinent, der auf dramatische Weise seit Jahrzehnten die schwächsten und oft negativen Wachstumsquoten vorweist. Er fordert einen radikalen Wechsel, weg von einer Rentiersmentalität, hin zu Eigenverantwortung: »Zur Steigerung nachhaltigen Wirtschaftswachstums in Afrika und zur effektiven Bekämpfung der Armut, müssen die Afrikaner Mechanismen zur Schaffung von Wohlstand entwickeln, statt sich auf so genannte globale Programme zur Umverteilung von Wohlstand zu verlassen.“

Zitate aus „Institutionen, Unternehmertum und Wirtschaftswachstum in Afrika“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Zur Steigerung nachhaltigen Wirtschaftswachstums in Afrika und zur effektiven Bekämpfung der Armut müssen die Afrikaner Mechanismen zur Schaffung von Wohlstand entwickeln, statt sich auf sogenannte globale Programme zur Umverteilung von Wohlstand zu verlassen.“

„Was die Afrikaner brauchen, sind Gesetze und Institutionen, die Unternehmer auf Chancen zur Schaffung von Wohlstand aufmerksam machen, ihnen deren Wahrnehmung erleichtern und ihren Wohlstand vor den parasitären und aufgeblähten Bürokratien schützen, die sich in den letzten 50 Jahren fast ausschließlich als Plünderer betätigt haben.“

„In vielen afrikanischen Ländern gibt es mehr als genug Unternehmer und der Unternehmergeist ist dort nach wie vor ausgeprägt. Doch weil Gesetze und Institutionen diesen Unternehmern verkehrte Anreize geben, betätigen sich diese fast ausschließlich unproduktiv und evasiv und behindern dadurch de facto die Entstehung von Wohlstand.“

„Die Schaffung von Wohlstand ist der einzige nachhaltige Weg zur Steigerung des Wirtschaftswachstums und zur effektiven Bekämpfung der Armut auf dem Kontinent.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: John Mukum Mbaku, geboren 1950, ist Professor für Volkswirtschaft an der Weber State University in Utah. Der gebürtige Kameruner ist einer der führenden afrikanischen Wirtschaftswissenschaftler. In Corruption and the Crisis of Institutional Reforms in Africa und Institution and Development in Africa (2005) analysiert er die afrikanische Entwicklungspolitik der letzten Jahrzehnte und macht für ihr Scheitern die Schwäche der marktwirtschaftlichen Institutionen sowie die staatliche Korruption verantwortlich. Er erhielt den John Hinckley Award, ist Afrika-Chef des Journal of Third World Studies und Präsident der African Educational Foundation for Public Policy and Market Process. Mbaku war außerdem mehrfach Wirtschaftsberater in Kenia, Senegal und Kamerun.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Richard G. Lipsey

Montag, den 7. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Richard G. Lipsey, der ab Seite 27 über „Wachstum, Technologien und Institutionen: Parameter der geschichtlichen Entwicklung“ schreibt:

„Richard G. Lipsey von der Simon Fraser University zeigt, welche Rolle den technologischen Innovationen in einem historischen Rahmen für langfristiges Wirtschaftswachstum zugekommen ist. Der Wirtschaftshistoriker stellt die These auf, dass ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum im Sinne langzeitiger volkswirtschaftlicher Entwicklung nur durch einen grundlegenden technologischen Wandel zu begründen sei. »Man stelle sich vor, was geschehen wäre, hätte man im Jahr 1900 den technologischen Wissensstand eingefroren und nur noch in bereits vorhandene Technologien und Methoden investiert. [...] Ein Wirtschaftswachstum ohne technologischen Wandel bedeutet lediglich eine Vermehrung dessen, was bereits vorhanden ist und kann den materiellen Lebensstandard auf Dauer nicht signifikant erhöhen.« Die Entwicklung von effizienten Mehrzwecktechnologien setzte sich mit der Zeit branchenübergreifend durch und ließ dabei nicht nur eine Vielzahl verwandter Technologien entstehen, sondern veränderte gesellschaftliche, politische und ökonomische Strukturen wesentlich.“

Zitate aus „Wachstum, Technologien und Institutionen: Parameter der geschichtlichen Entwicklung“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

[…] der Schutz und Erhalt der Umwelt bei gleichzeitiger Verbesserung des allgemeinen Lebensstandards lässt sich am besten durch wachstumsfördernde technologische Innovationen umsetzen. Die meisten innovativen Technologien verbrauchen pro produzierter Einheit weniger Ressourcen als die Technologien, die sie ersetzen, was einen zunehmend wirtschaftlicheren und schonenderen Einsatz der verfügbaren Ressourcen zur Folge hat. Zudem zeichnen sich viele der modernen Technologien durch einen drastisch verringerten Schadstoffausstoß aus.

[…] anhaltendes Wirtschaftswachstum ist auch für die Industrienationen die einzige Möglichkeit, den allgemeinen Lebensstandard ihrer Bürger weiter anzuheben. Die Gefahr der Verarmung, aber auch Bildungsdefizite und steigende Kosten im Gesundheitswesen sind Probleme, mit denen die Industrienationen noch immer zu kämpfen haben, und Lösungen lassen sich einfacher finden, wenn die Wirtschaftskraft nicht stagniert, sondern wächst.

Langfristig betrachtet ist der technologische Wandel der stärkste Wachstumsmotor.

Ökonomien, die noch in der Entwicklung begriffen sind, sollten nach der neoklassischen Lehre die institutionellen Grundvoraussetzungen schaffen, um den Schutz des Eigentums und rechtsstaatliche Prinzipien zu gewährleisten. Des Weiteren sollten regierungspolitisch verursachte Verzerrungen wie Einfuhrzölle und bestimmte Subventionen abgeschafft werden, um die Kräfte des Marktes ungehindert wirken zu lassen. Das Hauptargument der neoklassischen Theorie für eine politische Förderung technologischer Neuentwicklungen – für eine technologiefreundliche Politik – ist die Nicht-Rivalität des Wissens, denn neues Wissen kommt nicht nur denen zugute, die es entdecken, sondern auch vielen anderen.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Richard G. Lipsey, geboren 1928, ist Professor Emeritus für Volkswirtschaftslehre an der kanadischen Simon Fraser University und Fellow des Canadian Institute for Advanced Research. Lipsey promovierte an der London School of Economics, wo er im Laufe seiner Karriere auch einen Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre inne hatte. Lipsey wurde 2006 für sein Buch Economic Transformations – General Purpose Technologies and Long Term Economic Growth, das er zusammen mit Kenneth I. Carlaw und Clifford T. Bekar verfasste, der Schumpeter-Preis verliehen. Lipsey berät die kanadische Regierung und ist durch seine Medienpräsenz in Nordamerika über den wissenschaftlichen Bereich hinaus bekannt.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Eberhard von Koerber

Samstag, den 5. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Eberhard von Koerber, der ab Seite 249 über „Chancen oder neue Grenzen des Wachstums? Verträgliches Wachstum für das 21. Jahrhundert“ schreibt:

„Eberhard von Koerber, Unternehmer und Vizepräsident des »Club of Rome«, beleuchtet den Paradigmenwechsel von »Grenzen« zu »Chancen« des Wachstums. Aus von Koerbers Sicht müssten die Ansätze, die der »Club of Rome« vor über 30 Jahren im Rahmen seiner Publikation »Grenzen des Wachstums« veröffentlicht hat, überdacht und der heutigen Welt angepasst werden. »Richtig gestaltet, kann Wachstum die treibende Kraft auf dem Weg zu einem ökologischen Gleichgewicht sein, indem es hilft, ressourcenintensive Technologien durch neue, Umwelt schonende Verfahren abzulösen.« Der Vizepräsident definiert die wichtigsten Trieb- und Gestaltungskräfte für eine langfristige Wachstumsdynamik vor dem Hintergrund der heutigen Globalisierungsprozesse. Letztlich sei die Politik der Bevölkerung Antworten auf drängende und komplexe Fragen schuldig und müsse vor allem die Frage nach einer neuen Sozialen Marktwirtschaft beantworten. In diesem Sinne fordert von Koerber eine langfristige, globale Denkweise, die – basierend auf Gerechtigkeit und Menschlichkeit – Erfolg für die Gesellschaft, aber auch für jeden Einzelnen versprechen kann.“

Zitate aus „Chancen oder neue Grenzen des Wachstums? Verträgliches Wachstum für das 21. Jahrhundert“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Nur wer flexibel genug ist und die globale Dynamik zu nutzen vermag, wird dauerhaft den Aufschwung der Wachstumsregionen der Welt auch für das eigene Land in Wohlstand umsetzen können.“

„Weltweit gilt: Wer keinen Anteil am Wachstum hat, der bremst Veränderungen und hat kein Interesse an wirtschaftlicher Freiheit. Wachstum kann und muss deshalb auch sozial sein und die Teilhabe vieler am Wohlstand sichern.“

„Wachstum braucht, wie jede menschliche Aktivität, Verantwortung und eine werteorientierte Ethik als Rahmenbedingungen. Die rund um die Welt immer wieder auftauchenden Fälle von Millionenbetrug und Bilanzfälschungen in Unternehmen schaden der Legitimation der Marktwirtschaft als Wirtschaftssystem.“

„Eine über Jahrzehnte beispielhaft erfolgreiche deutsche Soziale Marktwirtschaft muss sich plötzlich in einem neuen globalen Wettbewerb des Denkens, der Innovation, der Kosten und der besten Politikkonzepte bewähren. Überlagert wird dies noch durch die Überalterung der Gesellschaft, Zukunftsängste und Hilflosigkeit angesichts dieser neuen globalen Gemengelage.“

„Wachstum ist weltweit in politische, wirtschaftliche, ökologische und soziokulturelle Gesamtsysteme eingebunden. Daraus ergibt sich, dass die künftige neue Soziale Marktwirtschaft nicht die lineare Fortschreibung des deutschen Nachkriegsmodells sein kann, sondern das Ergebnis eines neuen, systemischen und gesamthaften Denkens sein muss, in dem es nicht um links oder rechts, sondern um eine langfristige, globale Denkweise geht, die sich an den Grundsätzen der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit orientiert.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Eberhard von Koerber, geboren 1938, leitet die internationale Vermögens- und Beratungsgesellschaft Eberhard von Koerber AG in Zürich. Er ist Co-Präsident des Club of Rome und Mitgründer des Wittenberg Zentrums für Globale Ethik. 1972 veröffentlichte der Club of Rome das Buch Die Grenzen des Wachstums, dessen Thesen von Koerber in seinem Beitrag »Chancen oder neue Grenzen des Wachstums? Verträgliches Wachstum für das 21. Jahrhundert« neu thematisiert. Von Koerber ist Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und engagiert sich in zahlreichen sozialen und kulturellen Einrichtungen.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Raghbendra Jha

Donnerstag, den 3. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Raghbendra Jha, der ab Seite 197 über das „Wachstumsland Indien – überwundene Hindernisse und strukturelle Stärken“ schreibt:

„Raghbendra Jha von der National University of Australia, langjähriger Regierungsberater Indiens in Wirtschaftsfragen, untersucht das Wachstumspotenzial Indiens und zeigt, dass die aktuelle Entwicklung vor dem Hintergrund der Wirtschaftsgeschichte Indiens und einer lang anhaltenden Wachstumsschwäche zu verstehen ist. Gleichzeitig prüft er, wie Indien ein anhaltendes Wachstum durch Innovationsstrategien sichern sollte. Er stellt dabei die Produktivitätssteigerungen im Produktions- und Dienstleistungssektor, die Verbesserungen auf der Angebotsseite des Arbeitsmarktes, sowie die Konsolidierungspolitik des letzten Jahrzehnts als zentrale Faktoren heraus. Trotz bleibender Probleme in der gemeinsam mit China bevölkerungsreichsten Volkswirtschaft der Welt zeigt die Analyse Indien als »Land mit physischem Kapital, mit jungen, qualifizierten und disziplinierten Arbeitskräften und einer Kultur von Innovation.« Ein Land, das aus unzähligen Schocks gelernt hat, so Jha.“

Zitate aus Wachstumsland “Indien – überwundene Hindernisse und strukturelle Stärken” in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Indiens Wachstumsgeschichte ist einzigartig.“

„Das Land hat aus unzähligen Schocks gelernt, Widerstandskraft zu entwickeln und parallel dazu die Leistungsfähigkeit der fundamentalen Motoren des Wirtschaftswachstums laufend weiter zu steigern.“

„Aus diesem Grund ist die Geschichte des indischen Wachstums als ernstzunehmendes unabhängiges Modell zu betrachten, das in näherer Zukunft auch weiterhin für positive Wirtschaftsmeldungen sorgen und anderen Ländern als Lehrstück dienen wird“.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: 
Raghbendra Jha, geboren 1953, ist einer der international bedeutendsten indischen Wirtschaftswissenschaftler. Neben seiner Professur an der Australian National University in Canberra und seiner Rolle als Direktor des Australia South-Asia Research Centre nimmt er an zahlreichen überregionalen Forschungsprojekten teil. Zudem berät er die Weltbank und die indische Regierung. Jha verbindet makroökonomische Analysen des Wirtschaftsraums Südasien mit den Themen Armut, Konsum und Umwelt. Seine Monografie »Economic Growth, Economic Performance and Welfare in South Asia« (2006) ist ein Standardwerk über die Wirtschaftsentwicklung in Südasien.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Hartmut Graßl

Dienstag, den 1. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Hartmut Graßl, der ab Seite 289 über „Klima, Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit: Die Sicht eines Naturwissenschaftlers und Regierungsberaters“ schreibt:

“Aus Sicht der Klimaforschung arbeitet Hartmut Graßl den Zusammenhang zwischen Wachstum, Globalisierung und Klimawandel heraus. Auch er weist einen strikten Gegensatz von Wachstum und Klimaschutz zurück und unterstreicht stattdessen die Rolle der Forschung und der Innovation, mit denen er auf die Chancen einer klimaverträglichen Wachstumspolitik hinweist. Graßl stellt Entwicklungsszenarien vor, welche die Verzahnung von Innovation, Wirtschaftswachstum und Klimawandel darlegen. Die Energieversorgung spielt eine Schlüsselrolle: »Ohne Zugang zu Elektrizität ist die Entwicklung, die sich alle Länder wünschen, nicht möglich. [...] Die zukünftige Energieversorgung der Menschheit ist der Schlüssel zu Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und mehr Gerechtigkeit zugleich.« Für eine langfristige Klimapolitik gilt es, einen realisierbareren nachhaltigen Entwicklungspfad zu entwickeln, der die schlimmstmöglichen Auswirkungen der Klimaerwärmung noch vermeiden kann und gleichzeitig Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit sichert.”

Zitate aus „Klima, Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit: Die Sicht eines Naturwissenschaftlers und Regierungsberaters“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Wer kein Ziel hat, kommt auch nicht an. Haben wir das Ziel »Globale Entwicklung bei Klimaschutz«, so brauchen wir aber Leitlinien, die unseren Korridor zum Ziel einengen und uns dabei helfen, den richtigen Weg zu finden. Diese Leitlinien sind sowohl im gesellschaftlichen als auch im biophysikalischen Bereich zu definieren.“

„Die zukünftige Energieversorgung der Menschheit ist der Schlüssel zu Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und mehr Gerechtigkeit zugleich.“

„Der globale Klimawandel ist bereits so weit voran geschritten, dass die Klimapolitik eine durch den Klimawandel stark veränderte Welt nicht mehr vermeiden kann. Erst in Jahrzehnten wird die heute eingeleitete Klimapolitik greifen.“

„Eine global koordinierte Klimaschutzpolitik ist die Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Hartmut Graßl, geboren 1940, zählt zu den wichtigsten Experten der deutschen Klimaforschung. Auch international genießt der langjährige Direktor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie den Ruf eines hochkarätigen Klimaforschers. Graßl warnte bereits in den achtziger Jahren vor dem Klimawandel. Er leitete von 1994 bis 1999 das Weltklimaforschungsprogramm der Vereinten Nationen in Genf sowie den Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung. Graßl erhielt für seine Verdienste das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, das Große Bundesverdienstkreuz, den Deutschen Umweltpreis sowie die Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Makram El-Shagi

Sonntag, den 30. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Makram El-Shagi, der ab Seite 123 über „Korruption, Wachstum und institutionelle Entwicklung“ schreibt:

„Die Analyse der Korruption steht im Mittelpunkt des Beitrages von Makram El-Shagi von der Universität Mannheim. El-Shagi diskutiert die institutionellen Voraussetzungen, um Korruption zu verhindern, und analysiert die Wechselwirkungen zwischen politischer Korruption, der institutionellen Entwicklung – verstanden als Rahmenbedingung für die Politikgestaltung – und dem Einkommen. Eine Erhöhung des Volkseinkommens, so die Untersuchung, kann, wenn sie nicht durch eine entsprechend positive institutionelle Entwicklung begleitet wird, langfristig sogar negative Folgen haben. Korruptionswillige Politiker können bei erhöhtem Volkseinkommen aufgrund der verbesserten Zahlungsfähigkeit der Bürger und des Umsatzes der Wirtschaft ein höheres Einkommen aus Korruption erzielen, ohne dabei proportional höheren Risiken ausgesetzt zu sein. Langfristig kommt es bei einer solchen Entwicklung daher zu verstärkter Korruption, die nicht nur das Wirtschaftswachstum begrenzt, sondern auch zur weiteren Erosion der institutionellen Rahmenbedingungen beiträgt. El-Shagi kommt somit ebenfalls zu dem Schluss, dass die Förderung einer demokratischen Entwicklung und des Aufbaus rechtsstaatlicher Institutionen zentrale Entwicklungsvoraussetzungen sind.“

Zitate aus „Korruption, Wachstum und institutionelle Entwicklung“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Wirtschaftspolitik ist sicherlich die Grundvoraussetzung für solides Wachstum. Aber die institutionelle Entwicklung wiederum ist die zentrale Voraussetzung, um eine Wachstums fördernde Wirtschaftspolitik nachhaltig zu gewährleisten. Die Förderung einer demokratischen Entwicklung und des Aufbaus rechtsstaatlicher Institutionen ist daher nicht nur wegen des grundsätzlichen Rechtes der Menschen auf Selbstbestimmung relevant, sondern auch, um die ökonomische Entwicklung anzukurbeln.“

„Daher sollte Entwicklungshilfe – auch die internationaler Organisationen wie des IWF – verstärkt auf eine Unterstützung der institutionellen Entwicklung abstellen. Denn die Gefahr, dass Finanzhilfe und an sich gut gemeinte wirtschaftspolitische Vorschläge, die keine nachhaltige Verbesserung der Institutionen gewährleisten, im Eigeninteresse der Politiker pervertiert werden können und dann mehr schaden als nutzen, ist kaum auszuschließen.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Makram El-Shagi, geboren 1979, ist Assistent am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim, wo er im Bereich internationale Wirtschaftsbeziehungen forscht. Er erhielt den Südwestmetall- Förderpreis 2004 für die beste Dissertation an der Universität Mannheim. 2001 war er mit 21 Jahren jüngster Absolvent seines Jahrganges. El-Shagis Forschungsinteresse gilt der Neuen Ökonomie sowie der institutionellen Korruption.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: David B. Audretsch

Montag, den 24. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über David B. Audretsch, der ab Seite 91 über „Die Entrepreneurial Society im Zeitalter der Globalisierung“ schreibt: „Der Beitrag von David B. Audretsch betont die Bedeutung von »Entrepreneurship«, um Beschäftigung, Wachstum und somit auch gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu schaffen. Eine allein kapitalorientierte Wirtschaftspolitik, so Audretsch, sichert kein langfristiges Wachstum. Aber auch die Investition in Wissen und Forschung allein ist hierfür kein Garant. »Es bedarf mehr als Investition in Wissen, Bildung und Humankapital. Die neuen Ideen müssen auch ihren Weg in den Markt an dem Ort ihrer Entstehung finden, um dort Beschäftigung und Wachstum zu schaffen.« Der Ökonom vom Max-Planck-Institut für Ökonomik in Jena sieht im Entrepreneurship die fehlende Verbindung zwischen kreativen Ideen und ihrer kostenintensiven Markteinführung. Um Wachstum zu sichern, sei es notwendig, wirtschaftspolitisch so umzudenken, dass die grundlegenden politischen, rechtlichen und ideellen strukturellen Voraussetzungen für eine neue Entrepreneurial Society geschaffen werden.“

Zitate aus „Die Entrepreneurial Society im Zeitalter der Globalisierung“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):
„Entrepreneurship ist … ein Weg, neue Arbeitsplätze zu schaffen, die im Zuge der voranschreitenden Globalisierung zuvor verloren gingen, da Entrepreneurship insbesondere dazu beiträgt, bislang ungenutzte Potenziale aus Investitionen in Wissen, Universitäten, Bildung und Forschungsinstitute zu vermarkten.“

„Europäischen Politikern wurde bewusst, dass die zielorientierte politische Unterstützung einer Entrepreneurial Society durch geeignete Rahmenbedingungen zur Entstehung prosperierender Regionen wie München, Helsinki, Stockholm oder Randstad (die Region zwischen Rotterdam und Amsterdam) beiträgt.“

„Europa verfügt bereits über eine Vielzahl von Grundvoraussetzungen für eine Entrepreneurial Society. Dazu zählt ein umfassendes Angebot an hoch gebildeten und qualifizierten Arbeitern sowie die Existenz von Forschungsinstituten auf Weltklasseniveau, aber auch die lange Tradition der Kooperation zwischen Regierung, Industrie und Arbeiterschaft als Garant für sozialen Frieden. Darüber hinaus verkörpern Deutschland und ganz Europa seit der Aufklärung jene Tugenden, die für eine auf Kreativität und Innovationen basierende Entrepreneurial Economy unerlässlich sind: Kreativität, Originalität und Unabhängigkeit.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: David Bruce Audretsch, geboren 1954, ist Direktor des Fachbereichs »Entrepreneurship, Growth and Public Policy« des Max-Planck-Instituts für Ökonomik in Jena. Audretsch gelangte durch seine Entrepreneurship- Forschung zu internationalem Renommee. Seine Forschungen konzentrieren sich auf die Verbindungen zwischen Unternehmertum, Regierungspolitik, Innovation, wirtschaftlicher Entwicklung und globaler Wettbewerbsfähigkeit.

Das INSM-Buch:
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INSM-WiWo-Merkelmeter: ALG I-Verlängerung, Mindestlohn, Erbschaftssteuer – “Einheitsfront des Rückschritts”

Sonntag, den 16. Dezember 2007

INSM-Berater Professor Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW)Hart geht IW-Direktor Professor Michael Hüther im neunten Merkelmeter von INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) und WirtschaftsWoche mit der Großen Koalition ins Gericht. Die wissenschaftliche Analyse des Gesetzgebungsprozesses der Großen Koalition im zweiten Halbjahr 2007 lässt den Ökonomen zu dem Schluss kommen, dass hier aktuell eine Einheitsfront des Rückschritts regiert. Vor allem arbeitsmarktpolitisch habe das Kabinett Merkel-Steinmeier Entscheidungen getroffen, die im kommenden Jahr Wachstum und Beschäftigung kosten werden, glaubt INSM-Berater Hüther.

Konkret nennt er hier die längere Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I für Ältere, die Mindestlöhne und neue teure Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wie den “Kommunal-Kombi”. Harte Kritik übt Hüther im neunten INSM-WiWo-Merklmeter auch am Entwurf der Erbschaftssteuerreform. Er werde durch bürokratische Auflagen die Unternehmensnachfolge erschweren. Hüther wünscht sich hier, dass die Große Koaltion in Berlin den Mut ihrer österreichischen Amtskollegen aufbringt und die Erbschaftssteuer kurzerhand abschafft.

Ansonsten glaubt er, dass sich die Koalition “aktuell auf dem Aufschwung des Jahres 2007 ausruht”. INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer kommt zu folgendem Fazit: “Durch politische Passivität und Fehlentscheidungen setzt diese Koalition Wachstum und weitere Besserung auf dem Arbeitsmarkt aufs Spiel.

In Zusammenhang mit der Verlängerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I für Ältere wirft Hüther der Großen Koalition „geschönte Rechnungen“ vor. Sie habe die Kosten für eine längere Bezugsdauer von ALG I mit 800 Millionen Euro angegeben. Der Kölner Ökonomen geht aber von 1,1 bis 3 Milliarden Euro Mehrkosten aus.

In Zusammenhang mit den im Postgewerbe beschlossenen Mindestlöhnen warnt Professor Hüther davor, dass nun “eine Lawine von Forderungen nach staatlicher Lohnkontrolle ausgelöst wird, was am Ende den hunderttausendfachen Verlust von Arbeitsplätzen bedeuten könnte”.

Für “wirklichkeitsfremd” hält Hüther die bürokratischen Regelungen der Erbschaftssteuerreform.

Gepunktet hat die Koalition immerhin damit, dass sie den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung auf 3,3 Prozent senken wird. Das bringt mehr Netto und senkt die Arbeitskosten, was wiederum neue Jobchancen bringt.

Unterm Strich ist die Gesamtwertung der Politikanalyse aber von 4,2 auf 3,1 von 100 theoretisch möglichen Punkten gefallen. Die Studie Merkelmeter erstellen Ökonomen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) seit der Bundestagswahl exklusiv für die INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) und das Magazin WirtschaftsWoche.

Mehr zum neuen INSM-WiWo-Merkelmeter lesen Sie auf www.insm-merkelmeter.de und in der neuen WirtschaftsWoche, die ab Montag, 17. Dezember 2007, erhältlich ist.

Die Pressemitteilung zum neunten  INSM-Wiwo-Merkelmeter finden Sie hier.

Das wissenschaftliche Papier zum Download.

INSM-Bildungsmonitor 2007: In Sachsen lernt es sich am besten! Und: Bildung insgesamt hat einen höheren (Stellen-) Wert in Deutschland

Montag, den 20. August 2007

Vorschau auf die Website des INSM-BildungsmonitorsMorgen, Dienstag, 11 Uhr, wird die Intiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Berlin bei einer Pressekonferenz die Ergebnisse des vierten Bildungsmonitors vorstellen. Vorabinformationen zum INSM-Bildungsmonitor 2007:

Erstes zentrales Ergebnis: In Sachsen lernt es sich nach dieser bildungsökonomischen Studie im besten. Gefolgt von Baden-Württemberg (66,1 Punkte), Thüringen (65,1) und Bayern (64,8). Die größten Sprünge nach vorn gemacht haben haben sich vor allem die ostdeutschen Bundesländer – mit Ausnahme Mecklenburg-Vorpommerns.

Zweites zentrales Ergebnis: Insgesamt haben sich die Bildungssysteme quer durch Deutschland in den letzten Jahren deutlich verbessert. Der Bildungsmonitor 2007 weist im Vergleich zum Bildungsmonitor 2004 einen durchschnittlichen Zuwachs von 9,5 Punkten für alle Bundesländer bei einem durchschnittlichen Gesamtergebnis von aktuell 58,8 Punkten aus.

Verbessert haben sich nach Feststellung der von der INSM beauftragten Wissenschaftler folgende Bereiche:

Das Personal in Kinder- Tageseinrichtungen ist professioneller geworden.

- Der Fremdsprachenunterricht an Grund- und Berufsschulen wurde stark ausgebaut.

- Pro Grundschüler gibt der Staat mehr aus als früher.

- Es gibt mehr Ganztagsunterricht an Grund- und weiterführenden Schulen.

- Frühpensionierungen unter Lehrern haben abgenommen.

- Es gibt mehr Hochschulabsolventen. Dabei steigt der Anteil der Bachelor-Studiengänge.

- Deutsche Hochschulen sind für Studierende aus dem Ausland attraktiver geworden.

- Zudem gibt es mehr Kooperationen deutscher Unis mit Hochschulen im Ausland.

Max A. Höfer, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) freut sich über den Bildungsschub in Deutschland: „In kaum einem anderen Bereich wurde in den vergangenen Jahren so viel modernisiert wie in der Bildung.“ 

Alle Detailergebnisse des vierten Bildungsmonitors der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) finden Sie ab Dienstag, 12.00 Uhr, auf www.insmbildungsmonitor.de.

Zitiert: Debatte um Studiengebühren

Donnerstag, den 16. August 2007

Unicheck-Anzeige: Studenten als an den HochschulenAus FOCUS-MONEY Heft 34, Seite 66: “Studiengebühren behindern im internationalen Vergleich keineswegs den Zugang zu Bildung auf Hochschulniveau, im Gegenteil: Internationale Studien zeigen, dass in Ländern mit Studiengebühren der Zugang zu Bildung gerechter verteilt ist”, sagt Mark Wahrenburg, Prof. an der Johann-Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt. Er hat an seinem Lehrstuhl für Bankbetriebslehre den Zusammenhang zwischen Studiengebühren und dem Zugang zu Hochschulbildung untersucht und einen positiven Zusammenhang festgestellt, der letztendlich dem gesamten Bildungsstandort Deutschland zugutekommen kann.”

Mehr zum Thema finden Sie auch auf dem Studentenportal www.unicheck.de.

Hier finden Sie mehr zum Unicheck-Anzeigenmotiv.

Und hier finden Sie alles über unicheck im INSM-Tagebuch.  

INSM-Berater Bernd Raffelhüschen warnt in der FAS vor einer Kostenlawine in der Pflegeversicherung

Montag, den 30. Juli 2007

Professor Bernd Raffelhüschen legte alarmierende Zahlen zur <a href=Pflegeversicherung vor" id="image633" title="Professor Bernd Raffelhüschen legte alarmierende Zahlen zur Pflegeversicherung vor" src="http://www.insm-tagebuch.de/wp-content/uploads/2007/07/raffelhuschen-insm-tagebuch-pflegeversicherung.jpg" /> Die FAS hat in einem Artikel Berechnungen von Bernd Raffelhüschen zur Gesetzlichen Pflegeversicherung vorgestellt. Professor Dr. Bernd Raffelhüschen ist wissenschaftlicher Berater der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Weil die Pflege älterer Menschen vokswirtschaftlich immer mehr kostet, werde der Beitragssatz zur Gesetzlichen Pflegeversicherung von derzeit 1,7 Prozent (1,95 Prozent für Kinderlose) auf etwa sieben Prozent steigen, wenn das System nicht reformiert wird.

„Die Beitragssätze müssen extrem stark steigen, um die bisherigen Leistungen weiter zu finanzieren“, sagte Professor RaffelhÜschen der FAS. Der FreiBurger ProFessor forderte mehr kapitalgedeckte Privatvorsorge und meinte: „Noch können wir aus der umlagefinanzierten Pflegeversicherung aussteigen.“ Zum 1. Juli 2008 soll der Beitragssatz in der GPV auf 1,95 beziehungsweise 2,2 Prozent steigen.Lesen Sie hier mehr zum Thema Pflegeversicherung auf dieser Website. Hier finden Sie Inhalte zu Raffelhüschens Arbeit in der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

INSM-WiWo-Merkelmeter: die Halbzeitbilanz von Merkel, Müntefering & Co.

Sonntag, den 8. Juli 2007

Hier geht es zur aktuellen Ausgabe des INSM-WiWo-Merkelmeters

Nach der Sommerpause geht die Bundesregierung in die zweite Halbzeit. Im aktuellen Merkelmeter wird Bilanz gezogen, was Schwarz-Rot in der ersten Hälfte dieser Legislaturperiode für Beschäftigung und Wachstum geleistet hat. Die Bilanz fällt gemischt aus – und jüngste Weichenstellungen könnten die Bundesregierung in ein Reform-Tief abgleiten lassen. Das geht aus der wissenschaftliche Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hervor, das die Dauerstudie seit der Bundestagswahl 2005 exklusiv für die WirtschaftsWoche und die Initiative Neue Soziale Martwirtschaft (INSM) erstellt.

Professor Dr. Michael Hüther, Direktor des IW: “Bei Amtsantritt im Herbst 2005 konnte die Große Koalition vor allem auf die arbeitsmarktpolitischen Vorarbeiten ihrer rot-grünen Amtsvorgänger bauen. Sicher haben die Arbeitsmarktreformen der Agenda 2010 mit dazu beigetragen, dass mehr Menschen in Beschäftigung kommen. Diesen Kurs hat Schwarz-Rot bisher im Wesentlichen fortgeführt. Vor allem bei der Rente mit 67 haben Müntefering und Merkel aber auch mutig eigene Akzente gesetzt. Trotz aller Kritik im Detail ist auch die Unternehmenssteuerreform auf der Haben-Seite der Großen Koalition zu nennen. Denn dadurch wird Deutschland für nationale und internationale Investoren attraktiver. Beim Bürokratieabbau und mit der Föderalismusreform wurde ebenfalls Positives erreicht.”

Allerdings könne die Politik den Aufschwung “ganz sicher nicht für sich alleine reklamieren”, meint der Ökonom. Großen Anteil am Aufschwung hätten auch die Unternehmen, betont Hüther. “Deutschland lebt wirtschaftlich auf, weil sich die Weltmärkte seit Jahren sehr dynamisch entwickeln und weil unsere Unternehmen nach schmerzhaften Umstrukturierungen wettbewerbsfähiger geworden sind. Auch die moderaten Lohnabschlüsse der Gewerkschaften und Arbeitgeber haben in den letzten Jahren dazu beigetragen.”

Kritik vermeldet das INSM-WiWo-Merkelmeter an den Koalitionsplänen zur bundesweiten Einführung branchenspezifischer Mindestlöhne und zu den Eckpunkten der geplanten Reform der sozialen Pflegeversicherung.

Mehr zum aktuellen Merkelmeter lesen Sie ab sofort auf der website www.insm-merkelmeter.de und ab Montag auch in der neuen WirtschaftsWoche.

Die Bundesregierung darf mitten im Konjunktur-Hoch nicht ins Reform-Tief abgleiten – Pressemitteilung zum 8. INSM-WiWo-Merkelmeter.

Das wissenschaftliche Papier zum 8. INSM-WiWo-Merkelmeter.

Unicheck – Hochschulen in der Studenten-Diagnose: Es wirkt schon!

Sonntag, den 1. Juli 2007

Hier geht es zum Unicheck-Hochschul-Ranking: Ein Projekt der INSMSeit gut zwei Wochen steht das erste Hochschulranking aus Studentensicht auf der Website www.unicheck.de online. Fast 5000 Studenten haben sich daran im ersten Anlauf beteiligt, jeden Tag kommen neue Stimmen dazu. Und Resonanzen in den Medien vermitteln den Eindruck: Die Verantwortlichen in den Hochschulen beginnen zu reagieren! 

So nahm die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (29. Juni) die Tatsache, dass die Universität Duisburg-Essen im Unicheck-Ranking bei der Verwaltung schlecht weggekommen war, zum Anlass zu kritischen Fragen an an Dr. Ingrid Lotz-Ahrens, Prorektorin für Finanzen. Lotz-Ahrens im Interview des Blattes: „Auch daran arbeiten wir. 90 Prozent der Einnahmen investieren wir in Lehre und Infrastruktur, zehn Prozent in die Verwaltung. Auch hier stocken wir Personal auf, verbessern die Beratung. Auch eine Ausweitung der Öffnungszeiten wird geprüft.“ 

„Wir wollen transparent machen, wofür die Studiengebühren eingesetzt werden.“ So zitierte die Neue Osnabrücker Zeitung (28. Juni) Unicheck-Projektleiter Ronald Voigt mit dem zentralen Anliegen von Unicheck.de. Überschrieben war der Artikel mit  „Fragen nach Lehre und Service“. Die NOZ zur Lage vor Ort: „Besonders loben die Osnabrücker Studenten die Infrastruktur und das Lehrpersonal. Unzufrieden zeigen sie sich mit den Öffnungszeiten der Prüfungsämter.“ 

Auch weitere Berichte spiegeln die durch Unicheck in die Regionen getragene Debatte um eine bessere Lehre. Eine Auswahl:

  • Hannoversche Allgemeine Zeitung (15. Juni). Zitate aus dem Bericht mit der Schlagzeile „Studenten verteilen schlechte Noten“: „Und wie transparent ist die Verteilung der Gelder? Das will die Arbeitgebernahe Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft herausfinden“ „Die  erste Bilanz fällt dabei mager aus. Die Studenten verteilen als Gesamtnote für ihre Hochschulen im Schnitt nur ein „genügend“. Damit schneiden die Leibniz-Uni und die MHH allerdings nicht schlechter ab als andere Hochschulen.“ „Besonders unzufrieden sind die Studenten der Leibniz-Uni mit der Unterrichtsqualität (Note 3,8), die MHH-Kommilitonen bemängeln vor allem die Sprechstundenzeiten bei den Professoren (Note 4,1).
  • Financial Times Deutschland (13. Juni). Titel: „Bezahlt und nichts bekommen: Studenten kritisieren Verwendung der Studiengebühren.“ Die FTD, Medienpartner von Unicheck, schrieb: „Spürbar investiert haben die Hochschulen offenbar in die technische Ausstattung der Hörsäle, Bücher und längere Öffnungszeiten der Bibliotheken. Insgesamt hat sich die Lehre, für die die Gebühren eingesetzt werden sollen, nach Meinung der Befragten jedoch nicht verbessert.“
  • Die Südwest-Presse (23. Juni) schlagzeilte: „Note 3,9 für Uni Stuttgart.“ In dem Artikel heißt es dazu: „Zwei Monate nach Einführung von Studiengebühren ist die Stimmung unter Studenten schlecht. In einer Onlinebefragung benoteten 4900 Studierende die Leistungsfähigkeit ihrer Hochschulen in den Bereichen Verwaltung, Lehrpersonal, Bibliothek und allgemeine Infrastruktur mit ‘genügend’.“
  • Die Neue Ruhr-Zeitung (16. Juni) bilanziert unter der Überschrift „Studierende sehen noch nichts von ihrem Geld“: „Nicht mal ein Ausreichend: Das ist das vernichtende Urteil, dass die Studierenden der Uni Duisburg-Essen ihrer Hochschule bei der Verwendung der Studiengebühren ausgestellt haben. Platz 29 von 30 möglichen, schlechteste, bundesweite Bewertung bei der Leistung der Verwaltung und der Infrastruktur – darunter wird neben der baulichen Qualität der Lehrräume auch die Einrichtung von Tutorien verstanden. “Die Befragung kommt zu früh, wir werden bestraft, weil wir noch kein Geld verausgabt haben.”, sagt Uni-Kanzler Rainer Ambrosy.  Erst gestern hatte die Universität angekündigt, nun zehn Millionen Euro von den Studenten auszugeben. Das Geld soll in die Lehre investiert werden, aber auch in Toiletten und Hörsäle. Das brauche Zeit, so Ambrosy. Der stellvertretende Asta-Vorsitzende Oliver Bay meint: “Es ist nicht Sinn und Zweck, dass ich von meinen 500 Euro Farbanstriche bezahle.” Seit Jahren machten Studierende die Tutorien – “das sind keine Stellen, wir brauchen neue Leute in der Lehre und das ganz massiv”, so Bay.

unicheck.de veröffentlicht erstes Hochschulranking aus Studentensicht: Insgesamt nur “genügend”

Donnerstag, den 14. Juni 2007

Hier geht es zum Unicheck-Ranking

Fast 5000 Studierende aus über 100 Hochschulen haben online auf unicheck.de abgestimmt und ihre Hochschule bewertet. Genug, um das Ranking für 30 Hochschulen nun online zu stellen. Ergebnis Nummer 1: Die Studenten sind mit der Verwendung ihrer Studiengebühren unzufrieden. Zu Service  und Lehrqualität bescheinigten die Studenten ihren Universitäten im Schnitt ein “genügend”. Besonders heftig kritisierten sie fehlende Transparenz bei der Verwendung ihrer Beiträge (Durchschnitt: 4,7) sowie fehlende Mitspracherechte (4,6).
Ergebnis Nummer 2: Kleine Fachhochschulen wie Deggendorf und Offenburg werden am besten bewertet, Massen-Universitäten wie Köln und Duisburg-Essen liegen hinten. Die Fachhochschule Deggendorf punktete bei der baulichen Qualität der Hörsäle, und weil sie  aus Studentensicht vergleichsweise gute Voraussetzungen dafür schafft, dass man sein Studium zügig zu Ende bringen kann. Offenburg steht vergleichsweise gut da, was die Zahl der Seminare im Verhältnis zur Studierendenzahl angeht.

Ziel von Unicheck ist es, den Studenten als „zahlende Kunden“ zu mehr Mitsprache bei der Verwendung ihrer Studiengebühren zu verhelfen. Auf Unicheck sagen die Studis, was sie verbessern wollen und üben Druck auf die Hochschulen aus. So berichtet der Bonner General-Anzeiger (19. Juni) über die Reaktion der Universität Bonn auf das Unicheck-Ranking: “Wir nehmen das Thema Zufriedenheit mit der Verwendung von Studiengebühren ernst”, sagt Uni-Pressesprecher Andreas Archut. Statt auf Vergleiche mit anderen Universitäten setze die Alma mater vielmehr auf die studentische Mitsprache in den Hochschulgremien. “Uns ist es wichtig, dass die Studierenden ihre Ideen für mögliche  Verwendungen artikulieren”, so Archut. In regelmäßigen Berichten werde die Uni auch Rechenschaft darüber ablegen, was mit den Gebühren der Studenten passiert. Bislang konnten durch die Einnahmen schon längere Öffnungszeiten für  Bibliotheken, neue Lehrbücher oder auch zusätzliche Tutorenstellen finanziert werden.
Zum Ranking geht es hier.

Aktueller Newsletter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft – INSM

Donnerstag, den 24. Mai 2007

Initiative Express-Newsletter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft-INSMSoeben erschienen: Der aktuelle Newsletter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft – INSM. Hier downloaden.

Aus dem Inhalt:

  • Unicheck macht müde Unis munter – alles über das neue Studentenportal der INSM 
  • Roland Koch vs. Franz Müntefering – ein Podium der INSM und der Frankfurter Rundschau zum Thema Niedriglohn
  • Norbert Blüm vs. Phillipp Mißfelder: Ist die Rente mit 67 sozial?
  • Rodenstock in Würzburg: Was in Deutschland für mehr Wachstum geschehen müsste.
  • Schattenwirtschaft: Wie sich Mindestlohn und Mehrwertsteuer darauf auswirken.

Hier kann man auch gedruckte Exemplare kostenlos bestellen.

Initiative Express 01/2007 – Newsletter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft – INSM hier als PDF-Dokument downloaden.

Ältere Newsletter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft – INSM:

Ausgabe 03/2006, Ausgabe 02/2006, Ausgabe 01/2006, Ausgabe 03/2005.

Initiative Express als PDF abonnieren.

Koch versus Müntefering, Blüm versus Mißfelder: Alles im aktuellen Initiative Express.

“Leicht werden es die Hochschulen beim Verplempern studentischer Gelder künftig nicht mehr haben”

Donnerstag, den 19. April 2007

Unicheck - ein Projekt der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM): Fragen und Antworten“Der Alma Mater auf die Finger geschaut” - so beschreibt heute die Märkische Allgemeine das Studi-Portal www.unicheck.de. Zitat aus dem Artikel: “Leicht werden es die Hochschulen von inzwischen fünf Bundesländern beim Verplempern studentischer Gelder künftig nicht mehr haben. Kürzlich wurde die Internetseite “www.unicheck.de” freigeschaltet. Mit der von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) auf den Weg gebrachten und bezahlten Seite sollen von Studiengebühren betroffene Studenten die Ausgaben ihrer Hochschulen kontrollieren. Laut einer Emnid-Umfrage fühlen sich nämlich 84 Prozent aller Studierenden nicht ausreichend über die Verwendung der Gebühren informiert.”

Zitiert wird auch die Unicheck-Redaktion: “Uns geht es vor allem um die Bewertung der Lage vor Ort an den Unis aus Studentensicht.”

Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

Die Presseinformation zur Emnid-Umfrage finden Sie unter anderem hier.

Meldung auf dem Portal der Landesregierung NRW.

Sendung in „Radio Fritz“ über Unicheck: Es „ist schon eine sehr interessante Seite“

Montag, den 16. April 2007

im BerlIner Jugendradio gab die Unicheck-Redaktion ein InterviewDas Berliner Jugend-„Radio Fritz“ widmete dem Unicheck-Portal am Freitag, 13. April, einen Beitrag in seiner Sendung „Die RadioFritzen am Nachmittag“. Nadine Kreutzer aus der Fritz-Inforedaktion sprach dabei mit der Unicheck- Redaktion und dem Journalisten Armin Himmelrath.

Die Unicheck-Redakteurin  Carina Groh erläuterte zunächst kurz Sinn und Zweck des Projekts: „Wenn man auf die Internetseite von Unicheck geht, sieht man dort ein Bewertungsportal für Studenten zum Thema Studiengebühren und dort kann man dann abstimmen und seine Hochschule bewerten.“ Ein Fragebogen mit 26 Fragen erlaube differenzierte Antworten – zum Beispiel, „ob die Uni-Bibliothek immer super voll ist ,  ob der Vorlesungssaal auch überfüllt ist“

Zur Wort kam auch der Journalist Armin Himmelrath, der sich in SPIEGEL-online kritisch über das Projekt Unicheck geäußert hatte. Stein  des Anstoßes war die – allerdings bereits zu einem frühen Zeitpunkt veröffentlichte Urheberschaft der INSM  für Unicheck.

Frage des Senders an ihn: „Macht es denn jetzt nun Sinn, ob man seine Meinung da auf dem Portal abgibt oder nicht?“

Himmelrath: „Also es ist natürlich immer interessant, wer sich mit dem Thema Studiengebühren und der Debatte um die Studiengebühren beschäftigt, alle möglichen Seiten dazu kennen zu lernen und dazu gehört natürlich auch die Seite Unicheck. Und von daher ist das schon eine sehr interessante Seite. Da sind ja auch interessante Artikel und Aspekte drauf. Aber es ist eben wichtig zu wissen, woher kommen welche Meinungen.“ 

P. S. Lesen Sie alles über die INSM unter http://www.insm.de/Die_INSM.html.