Archiv der Kategorie 'Unicheck'

Cleverle Lothar Späth übernimmt Patenschaft für Grund- und Hauptschule

Mittwoch, den 27. Februar 2008

INSM-Botschafter Lothar Späth“Investition in Bildung darf nicht nur Elitenförderung an Universitäten heißen. Investitionen in Bildung muss es in allen Ausbildungswegen und über alle Schultypen hinweg geben. Junge Menschen aller Schularten angefangen bei den Hauptschulen können es in jede qualifizierte Ausbildung schaffen. Da spreche ich aus eigener Erfahrung. Und die Unternehmen brauchen den Nachwuchs aus den Hauptschulen.” Das sagt INSM-Botschafter Lothar Späth. Der frühere Ministerpräsident und heutige Vorsitzende der Geschäftsführung der Investmentbank Merrill Lynch, besucht am 3. März die Gustav-Werner-Schule in Walddorfhäslach (Baden-Württemberg), eine Grund- und Hauptschule.

Um 19:30 Uhr hält er dort einen Vortrag zum Thema „Schule braucht Wirtschaft”. Daran schließt sich eine offene Diskussion mit den Schülern der Gustav-Werner-Schule, Gewerbetreibenden aus der Region und Lothar Späth an.

 Der Auftritt von Lothar Späth kam zustande durch eine Aktion des Bildungsmagazins “Focus Schule” und des „Fördervereins Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft e.V.” (FINSM), der die Aktion unterstützt.

Lothar Späth übernimmt ein Jahr lang offiziell die Patenschaft für die Grund und Hauptschule. Er wird noch Zwei weitere Termine vor Ort wahrnehmen. Geplant sind eine Unterrichtsstunde, die Späth als “Lehrer” bestreiten wird, und ein Praktikumsbesuch mit Schülern in örtlichen Betrieben.

Focus Schule wird mit Unterstützung des Fördervereins Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft e.V.” (FINSM) weitere Prominente in deutschen Schulen auftreten lassen - unter anderem sind Thomas Gottschalk und die Band “Silbermond” geplant.  Mit dabei sind nach einer Mitteilung  von Focus Schule auch Schauspieler Peter Lohmeyer, Klimaforscher Professor Mojib Latif und Biathlon-Sportlerin Kati Wilhelm.

INSM-Bildungsmonitor im Ärzteblatt

Freitag, den 1. Februar 2008

INSM-Bildungsmonitor 2007: Hier geht es zur WebsiteDas Deutsche Ärzteblatt berichtet über den INSM-Bildungsmonitor. Diesen bildungsökönomischen Standortvergleich der Bundesländer führen Wissenschaftler des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) zum vierten Mal für die INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) durch. Dabei zeigen sich bundesweite Verbesserungen in den Bildungssystemen aller Bundesländer. Das Ärzteblatt zitiert dazu den IW-Bildungsexperten Dr. Hans-Peter Klös: „Der demografische Wandel bietet Chancen, bei gleichbleibendem Budget die Betreuung und Förderung der Kinder zu verbessern.“ Im Klartext: Weniger Kinder: Das macht mit gleich bleibenenden Mitteln eine bessere Betreuung für jedes einzelne Kind möglich. Es sind aber auch darüber hinaus Fortschritte in der Bildung erzielt worden.

Dazu heißt es im Artikel des Ärzteblattes:

„Der PISA-Schock hat viel bewirkt“, stellt Max Höfer, Geschäftsführer der INSM, fest. Alle Bundesländer konnten ihre Bildungssysteme klar verbessern. Seit 2000 wurde der Fremdsprachenunterricht an Grund- und Berufsschulen deutlich ausgebaut. Die Zahl der Hochschulabsolventen hat zugenommen. Ebenso der Anteil der Erstsemester in Bachelorstudiengängen. Immer mehr sogenannte Bildungsausländer studieren an deutschen Hochschulen. Auch der Ganztagsunterricht an den Schulen wurde ausgebaut, und die Bildungsausgaben je Schüler sind in fast allen Bundesländern gestiegen.”

Die INSM-Studie finden Sie unter dieser Webadresse: www.insm-bildungsmonitor.de.  

Lesen Sie hier den ganzen Artikel zum INSM-Bildungsmonitor.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Notker Wolf

Montag, den 21. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Notker Wolf, der ab Seite 355 über „Wachstum für alle – Freiheit und Eigenverantwortung für alle“ schreibt:

„Notker Wolf, Abtprimas des Benediktinerordens, widmet sich den Widersprüchen der westlichen Entwicklungspolitik. Eines der Hauptprobleme bei der Armutsbekämpfung in weiten Teilen des afrikanischen Kontinents sieht Wolf in der Vergabe von Entwicklungsgeldern. Nach Wolf sollten die reichen Länder in erster Linie durch Handelsliberalisierung, also durch die Öffnung ihrer Märkte für Produkte aus den ärmeren Ländern, zum Wachstum beitragen. Er fordert neben der Beseitigung von Handelsbarrieren in erster Linie Eigenverantwortung »[Angenommen] die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den armen Ländern würden sich zum Besseren wenden, die Korruption könnte unter Kontrolle gehalten werden, wir hätten es mit Politikern zu tun, die ernsthaft an der Beseitigung der Armut ihres Landes interessiert sind, die Politiker der Geberländer würden sich mit denen der Empfängerländer zusammensetzen und nach Wegen suchen, die beide in die Verantwortung nehmen, die Handelsschranken würden beseitigt – [...] All das wäre zumindest eine minimale Voraussetzung«, so Wolf.“

Zitate aus dem Aufsatz „Wachstum für alle – Freiheit und Eigenverantwortung für alle“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Freiheit und Verantwortung im Sinne von Mitverantwortung und Eigenverantwortung können so zu einer nachhaltig prosperierenden Weltgemeinschaft führen.“

„Eigenverantwortung gilt nicht nur im kleinen, individuellen Bereich, sondern muss in allen Bereichen und Stufen ermöglicht und zugemutet werden. Sie muss aber beim Einzelnen ansetzen. Wie allgemein der Staat subsidiär dem Bürger zur Seite stehen muss, es aber letztlich auf den Bürger ankommt, so gilt das auch in der großen Weltgemeinschaft. Dann besteht Hoffnung auf Wachstum für alle.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor:  Notker Wolf, geboren 1940, ist Abtprimas des Benediktinerordens. In seiner Rolle als oberster Repräsentant der Benediktiner ist er weltweiter Sprecher einer der ältesten christlichen Orden mit circa 7500 Mönchen und 17100 Nonnen. 2006 brachte Notker Wolf das Buch Worauf warten wir? Ketzerische Gedanken zu Deutschland heraus. Darin plädiert er für mehr Eigenverantwortung des Einzelnen. In seinem aktuellen Buch Die Kunst, Menschen zu führen beschäftigt er sich erneut mit relevanten gesellschaftspolitischen Fragestellungen.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Jean-Claude Trichet

Samstag, den 19. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Jean-Claude Trichet, der sich ab Seite 55 mit der Frage beschäftigt, „Wie Europa zu mehr Wachstum kommt“:

„Jean-Claude Trichet, der Präsident der Europäischen Zentralbank, untersucht das europäische Wachstumspotenzial seit Mitte der neunziger Jahre im Vergleich zu anderen fortschrittlichen Wirtschaftsräumen, insbesondere den Vereinigten Staaten. Er zeigt auf, dass das schwächere Produktionswachstum Europas mit einer niedrigeren Arbeitsproduktivität und einer geringeren Auslastung des Arbeitskräftepotenzials erklärt werden kann. Er fordert Strukturreformen, um das langfristige Wachstumspotenzial Europas zu steigern. Die Hauptprioritäten sieht er in einer höheren Zahl von Erwerbstätigen und in einer Intensivierung des Wettbewerbs, um die Produktionseffizienz zu steigern und bessere Investitions- sowie Innovationsanreize zu setzen. Als weitere Voraussetzung sieht Trichet die Schaffung eines unternehmerfreundlichen wirtschaftlichen Umfelds, in dem sich mehr junge und erfolgreiche Unternehmen ansiedeln und entwickeln können, sowie Maßnahmen zur Förderung von Innovation durch höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung. Nicht zuletzt weist Jean-Claude Trichet darauf hin, dass diese Reformen durch einen angemessenen und stabilen Rahmen seitens der Finanz- und der Geldpolitik flankiert sein müssen.“

Zitate aus „Wie Europa zu mehr Wachstum kommt“in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„In meinen Augen ist das Fehlen ausreichender Strukturreformen in Europa eine der Hauptursachen für das unterschiedliche Wirtschaftswachstum in Europa und den Vereinigten Staaten sowie einigen anderen hoch entwickelten Industrienationen und außerdem für das sich verringernde Wachstumspotenzial Europas. Alles in allem scheint das vordringliche politische Problem Europas in der gleichzeitigen Erreichung eines stabilen Beschäftigungsniveaus und eines festen Produktivitätswachstums zu bestehen.“

„Alles in allem müssen angesichts dieser Herausforderungen erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um das Produktionswachstum sowie die Anpassungsfähigkeit des Euroraums im Allgemeinen und die Flexibilität der Arbeitnehmer im Besonderen zu erhöhen. Die europäischen Regierungen sollten die günstigen Wachstumsentwicklungen der letzten Zeit dazu nutzen, Strukturreformen voranzutreiben.“

„Wenn die Länder des Euroraums jetzt all ihre Stärken bündeln und Strukturreformen ehrgeizig vorantreiben, wird dies die Verbesserung der konjunkturellen Entwicklung im Euro-Währungsgebiet stützen und ausweiten.“

„Doch gehen die Reformen noch immer nicht weit genug und gerade ihre Umsetzung ist zu langsam – insbesondere angesichts der Dringlichkeit solcher Reformen und der mit dieser langsamen Entwicklung verbundenen Opportunitätskosten.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor:  Jean-Claude Trichet, geboren 1942, ist seit November 2003 Präsident der Europäischen Zentralbank und Vorsitzender der G-10-Zentralbankpräsidenten. Er wurde 1993 Präsident der französischen Notenbank, nachdem er die französische Regierung in Wirtschafts- und Finanzfragen beriet. Trichet spricht sich gegen eine expansive Wirtschaftspolitik auf Kosten der Stabilität des Euros aus und sieht in einem dauerhaften inflationsfreien Wachstum die Basis für die effiziente Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Wiederholt verteidigte er die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank. Er erhielt 2006 den Deutsch-Französischen Kulturpreis.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Joseph Stiglitz

Donnerstag, den 17. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Joseph Stiglitz, der ab Seite 225 über „Das Entwicklungsversprechen“ schreibt:

„Joseph Stiglitz, Ökonom und Nobelpreisträger, ist der Auffassung, dass das Bruttoinlandsprodukt zwar ein nützlicher Maßstab für das Wirtschaftswachstum sei, er jedoch nicht ausreiche, um den Entwicklungsstand eines Landes und seines Volkes realistisch zu bestimmen. So könne Wachstum beispielsweise mit einer Verringerung von Armut einhergehen, oftmals könne es jedoch auch finanzielle Einbußen für eine bestimmte Bevölkerungsschicht bedeuten. Es sei zwingend notwendig, nachhaltiges Wachstum zu fördern, welches den Lebensstandard des Einzelnen verbessert und Möglichkeiten für Bildung, Arbeit und Gesundheit schaffen kann. Die Globalisierung und die Hochtechnologie fordern »hohe öffentliche Investitionen«. Stiglitz zeigt an Beispielen, wie Entwicklungsländer die Herausforderungen meistern, wobei die Erfolgsgeschichten leider bisher die Ausnahme bilden. Den richtigen Lösungsansatz sieht Stiglitz jedoch in eigenständigem Handeln: »Die übrigen Länder können die Probleme der Entwicklungsländer nicht lösen. Das müssen sie selbst tun.« Die richtigen Ausgangsbedingungen dafür zu schaffen, ist jedoch Aufgabe der Weltgemeinschaft, so Stiglitz.“

Zitate aus „Das Entwicklungsversprechen“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Wenn die Entwicklungsländer ihre eigenen Probleme besser gelöst hätten, wenn sie weniger korrupte Verwaltungsapparate, weniger einflussreiche Sonderinteressen, effizientere Firmen und besser qualifizierte Arbeitskräfte hätten – wenn sie nicht unter all den Nöten litten, die mit der Armut verbunden sind –, dann hätten sie mit dieser ungerechten und dysfunktionalen Globalisierung leichter umgehen können.“

„Die übrigen Länder können die Probleme der Entwicklungsländer nicht lösen. Das müssen diese selbst tun. Wir können jedoch wenigstens für gleiche Ausgangsbedingungen sorgen.“

„Wenn die Wirtschaft in den Entwicklungsländern wächst, dann wächst auch die Wirtschaft in den Industrieländern. Mehr Stabilität und Sicherheit in der Dritten Welt kommen auch der Stabilität und Sicherheit in den Industrieländern zugute.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Joseph E. Stiglitz, geboren 1943, ist Ökonomieprofessor an der Columbia University. Den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften gewann er 2001 zusammen mit George A. Akerlof und Michael Spence für seine Arbeiten über das Verhältnis von Information und Märkten. Stiglitz war von 1993 bis 1999 Chefberater von US-Präsident Bill Clinton und von 1997 bis 2000 Chefökonom der Weltbank. Er lehrte an zahlreichen renommierten Universitäten, darunter Yale, Stanford, Oxford und Princeton. Stiglitz fungiert heute als weltweite Ikone der Globalisierungsdebatte. Er hat die führende Wirtschaftszeitschrift The Journal of Economic Perspectives gegründet, leitet das Brooks World Poverty Institute, steht dem Committee on Global Thought vor und rief die »Initiative for Policy Dialogue« ins Leben.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Achim Steiner

Dienstag, den 15. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Achim Steiner, der ab Seite 269 über „Grünes Licht für Wachstum: Natürliches Kapital als Schlüssel zur Nachhaltigkeit“ schreibt:

„Achim Steiner, Exekutiv-Direktor des United Nations Development Programm in Nairobi, diskutiert die Nachhaltigkeit des Wachstums angesichts des knappen und erschöpfbaren natürlichen Kapitals, wie stabiles Klima, reine Luft und sauberes Trinkwasser. Die Kosten am natürlichen Kapital zu erkennen und die ökologische Bilanz in die wirtschaftliche Bilanz fest zu integrieren, ist Kernbestandteil des Umdenkens, zu dem Steiner aufruft. Er nennt konkrete Beispiele, wie einerseits ökologisch kostspielige politische Entscheidungen korrigiert werden müssen – etwa im Feld der Fischereisubventionen – und andererseits wirtschaftliche Anreize geschaffen werden können, ökologische Zerstörung zu vermeiden – etwa bezüglich der Vermeidung von Abholzungen. Während manche Wachstumsprozesse der letzten Jahrzehnte einerseits hohe Kosten für die Natur verursacht haben, sieht Steiner so andererseits Chancen, Wachstum mit geringeren Kosten für die Umwelt zu erreichen, sowie Umweltressourcen und nachhaltige Technologien selbst zu Wachstumsbranchen zu entwickeln.“

Zitate aus „Grünes Licht für Wachstum: Natürliches Kapital als Schlüssel zur Nachhaltigkeit“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Im vergangenen Vierteljahrhundert hat das Wachstum in manchen Gesellschaften Wunder bewirkt, weil es sehr viele Menschen aus der Armut befreit hat. Aber diese Entwicklung hatte einen sehr hohen Preis für die Umwelt. Dies wiederum wird Rückwirkungen auf diejenigen Volkswirtschaften haben, deren Wachstum sich mittel- bis langfristig als nicht nachhaltig erweisen dürfte.“

„Im nächsten Vierteljahrhundert sollten wir versuchen, die Umweltkosten des Wachstums deutlich zu senken und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Umweltzerstörung sowie die wirtschaftlichen Vorteile eines intelligenten und nachhaltigen Managements sehr viel sichtbarer als in der Vergangenheit zu machen.“

„Damit wird nicht nur die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung gesichert, sondern auch gewährleistet, dass das Thema der Gerechtigkeit zwischen den Generationen – eine wichtige ethische Überlegung, die zunehmend als Verpflichtung der heutigen gegenüber den kommenden Generationen betrachtet wird – stärker in das Bewusstsein der Menschheit rückt.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor:  Achim Steiner, geboren 1961 in Brasilien, trat 2006 die Nachfolge von Klaus Töpfer zum Exekutiv-Direktor des UN-Umweltprogramms UNEP mit Sitz in Nairobi an. Steiner studierte unter anderem an der University of Oxford, der University of London und an der Harvard Business School Politikwissenschaft und Volkswirtschaft. Der überzeugte Umweltschützer sammelte zunächst bei Umweltverbänden auf lokaler Ebene Erfahrung, bevor er als Generalsekretär für die World Commission on Dams in Kapstadt und als Generaldirektor für die weltweit größte Naturschutzorganisation IUCN tätig wurde.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Ellen Johnson Sirleaf, Steven Radelet

Sonntag, den 13. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Ellen Johnson Sirleaf und Steven Radelet, die ab Seite 147 über „Gute Nachrichten aus Afrika Demokratie, Stabilität und endlich wieder Wachstum und Entwicklung“ schreiben:

„Aus einer afrikanischen Perspektive nähern sich die liberianische Staatspräsidentin Ellen Johnson Sirleaf und ihr Co-Autor Steven Radelet, Berater der liberianischen Regierung und Senior Fellow am Center for Global Development in Washington, der Diskussion an: Der tristen Wachstumsbilanz Afrikas insgesamt und der Analyse der Faktoren, die zu einer in vielen Fällen verheerenden Lage der postkolonialen Volkswirtschaften des Kontinents geführt haben, werden Wachstumschancen gegenüber gestellt. Der Vergleich Afrikas mit den asiatischen Tigerstaaten betont das Ausmaß der Rückständigkeit der afrikanischen Wachstumsbilanz: »Während die asiatischen Tigerstaaten historisch einmalige Wachstumsraten und Erfolge in der Armutsbekämpfung verzeichneten, versank der größte Teil Afrikas im Elend.« Der Abschied von undemokratischen und korrupten Regimes ist für einen Neuaufbruch Grundvoraussetzung, so die Autoren. Liberia selbst hat Symbolkraft, denn es galt jahrzehntelang durch seine zermürbenden Bürgerkriege als Inbegriff der Instabilität und Anarchie, die jegliche Chancen auf Wachstum unmöglich machten. Die Präsidentin beschreibt den schwierigen Pfad des Wiederaufbaus, aber auch die nötigen Rahmenbedingungen und die Hoffnung, die mit dem langsamen Prozess eines selbstverantwortlichen Liberias verbunden werden. Sie stellt hier dar, welche Wachstumspolitik Korruption, Armut, die Schuldenfalle und interne Konflikte überwinden kann.“

Zitate aus „Gute Nachrichten aus Afrika Demokratie, Stabilität und endlich wieder Wachstum und Entwicklung“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Die gute Nachricht aus Afrika lautet, dass viele Länder auf dem ganzen Kontinent endlich anfangen, nach 30 Jahren der Misswirtschaft und der wirtschaftlichen Stagnation eine Wende einzuleiten. An die Stelle von Diktatur, Machtmissbrauch und Zerstörung treten allmählich Demokratie, vernünftige Wirtschaftspolitik und Wachstum. Es ist seit vielen Jahren die beste Chance für diese Länder, der Armut zu entkommen. Aber eine Fortsetzung der bisherigen Erfolge ist keineswegs garantiert.Die afrikanischen Regierungen und die internationale Gemeinschaft müssen diese Chance nutzen, um den Trend zu stärkeren, verantwortungsbewussten Regierungen und wirtschaftlichem Aufschwung zu beschleunigen. Nichts weniger wünschen und verdienen die Völker Afrikas.“

„Die Erfolge des vergangenen Jahrzehnts sind keineswegs Garanten der Zukunft. Das Risiko eines Rückfalls in die Gewalt, weil etwa eine kleine Elite ihre Privilegien verteidigen möchte oder weil wirtschaftliche Faktoren Krisen auslösen, darf nicht vernachlässigt werden. Der Fehler, nun in Selbstgefälligkeit zu verfallen, wäre fatal.“

„Notwendig sind … mutige Schritte, um die Wirtschaft zu diversifizieren und neue Chancen für die Armen zu schaffen. Dazu gehört es, das Dickicht der Vorschriften und der Bürokratie zu lichten, die Infrastruktur für die ländliche Entwicklung auszubauen und die Wettbewerbsfähigkeit von Herstellern arbeitsintensiver Produkte zu fördern.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren: Ellen Johnson Sirleaf, geboren 1939, ist seit Januar 2006 Präsidentin von Liberia. Sie ist die erste Frau, die durch eine demokratische Wahl das Amt eines Staatsoberhauptes in Afrika erlangte. Sie gilt als konsequente Gegnerin der politischen Korruption und zugleich als Hoffnungsträgerin, Liberia politisch und wirtschaftlich zu stabilisieren. Johnson Sirleaf hat in Harvard studiert und arbeitete von 1982 bis 1985 als Vizepräsidentin der Citibank Group für Afrika. Ihr Beitrag wurde gemeinsam mit ihrem Co-Autor Steven Radelet verfasst, der als Senior Fellow und Wachstumsexperte im Center for Global Development in Washington tätig ist. Der in Harvard promovierte Wirtschaftswissenschaftler ist entwicklungspolitischer Berater der liberianischen Regierung.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Thomas Pogge

Freitag, den 11. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Thomas Pogge, der ab Seite 329 zum Thema „Wachstum ist gut! Nur welches?“ schreibt:

„Die Frage der internationalen Gerechtigkeit bewegt auch Thomas Pogge von der Columbia University in New York. Er postuliert, dass die internationale Gerechtigkeit nicht am Vergleich des Bruttoinlandproduktes verschiedener Volkswirtschaften festgemacht werden dürfe, vielmehr müsse jeweils die Position der schwächsten Bevölkerungsschichten als Maßstab genommen werden. Die konsequente Bekämpfung der Armut müsse so zum Ziel einer gerechten Wachstumspolitik werden. »Die Analyse zeigt, dass das Problem globaler Armut sowohl erstaunlich klein als auch erstaunlich groß erscheinen kann. In ökonomischer Hinsicht ist es erstaunlich klein: Denjenigen 40 Prozent aller Menschen, die unterhalb der 2-Dollar-pro-Tag-Armutsgrenze der Weltbank leben, fehlen zusammengenommen im Jahr gerade einmal 300 Milliarden Dollar, um diese Grenze zu erreichen, viel weniger, als die USA für ihr Militär ausgeben. [...] Auf der anderen Seite ist das Problem der globalen Armut in menschlicher Hinsicht erstaunlich groß, denn es ist verantwortlich für ein Drittel aller Todesfälle und für den Großteil von Mangel, Krankheit und Leid auf der Welt.« Wachstum sei nur dann positiv zu verstehen, wenn auf internationale Gerechtigkeit Rücksicht genommen werde und es für alle Bevölkerungsschichten Vorteile schaffe.“

Zitate aus „Wachstum ist gut! Nur welches?“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Eine wichtige Komponente der Globalisierung ist, dass die Welt von einem immer dichteren und folgenreicheren System von Regeln beherrscht wird, die Handel, Investitionen, Kredite, Patente, Copyrights, Warenzeichen, Doppelbesteuerung, Arbeitsstandards, Umweltschutz, die Nutzung von Meeresrohstoffen und viele andere Dinge bestimmen.“

„Der größte Teil der massiven gravierenden Armut, mit der wir es heute auf der Welt zu tun haben, ließe sich vermeiden durch gerechtere Institutionen, die für die Reichen nur winzige Opportunitätskosten zur Folge hätten.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Thomas Pogge, geboren 1953, ist Professor für Politikwissenschaft und Politische Philosophie an der Columbia University in New York. Er ist einer der wichtigsten Philosophen zum Thema Internationale Gerechtigkeit. Er promovierte an der Harvard University unter der Leitung von John Rawls. Pogge vertritt eine liberale, kantianische Philosophie der Internationalen Gerechtigkeit, ein Forschungsgebiet, das er in den letzten Jahren mit definiert hat. Pogge, der 2008 an die Yale University wechseln wird, hat außerdem Forschungsstellen am Centre for Applied Philosophy and Public Ethics der Australian National University und am Centre for the Study of Mind in Nature an der Universität Oslo inne.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: John Mukum Mbaku

Mittwoch, den 9. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über John Mukum Mbaku, der ab Seite 169 über „Institutionen, Unternehmertum und Wirtschaftswachstum in Afrika“ schreibt:

„Der Kameruner Volkswirtschaftler John Mukum Mbaku von der Weber State University in Utah sieht in der Schwäche der marktwirtschaftlichen Institutionen sowie in der staatlichen Korruption die Hauptursachen für die Wachstumsschwäche Afrikas. Auslandsinvestitionen und Unternehmensgründungen würden direkt von der Abwesenheit transparenter Rahmenbedingungen für die afrikanischen Märkte beeinträchtigt. In einer Perspektive der Wirtschaftsliberalisierung einerseits und der Sicherung des Rechtsstaats andererseits, sieht Mbaku die besten Chancen einer Kehrtwende für den afrikanischen Kontinent, der auf dramatische Weise seit Jahrzehnten die schwächsten und oft negativen Wachstumsquoten vorweist. Er fordert einen radikalen Wechsel, weg von einer Rentiersmentalität, hin zu Eigenverantwortung: »Zur Steigerung nachhaltigen Wirtschaftswachstums in Afrika und zur effektiven Bekämpfung der Armut, müssen die Afrikaner Mechanismen zur Schaffung von Wohlstand entwickeln, statt sich auf so genannte globale Programme zur Umverteilung von Wohlstand zu verlassen.“

Zitate aus „Institutionen, Unternehmertum und Wirtschaftswachstum in Afrika“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Zur Steigerung nachhaltigen Wirtschaftswachstums in Afrika und zur effektiven Bekämpfung der Armut müssen die Afrikaner Mechanismen zur Schaffung von Wohlstand entwickeln, statt sich auf sogenannte globale Programme zur Umverteilung von Wohlstand zu verlassen.“

„Was die Afrikaner brauchen, sind Gesetze und Institutionen, die Unternehmer auf Chancen zur Schaffung von Wohlstand aufmerksam machen, ihnen deren Wahrnehmung erleichtern und ihren Wohlstand vor den parasitären und aufgeblähten Bürokratien schützen, die sich in den letzten 50 Jahren fast ausschließlich als Plünderer betätigt haben.“

„In vielen afrikanischen Ländern gibt es mehr als genug Unternehmer und der Unternehmergeist ist dort nach wie vor ausgeprägt. Doch weil Gesetze und Institutionen diesen Unternehmern verkehrte Anreize geben, betätigen sich diese fast ausschließlich unproduktiv und evasiv und behindern dadurch de facto die Entstehung von Wohlstand.“

„Die Schaffung von Wohlstand ist der einzige nachhaltige Weg zur Steigerung des Wirtschaftswachstums und zur effektiven Bekämpfung der Armut auf dem Kontinent.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: John Mukum Mbaku, geboren 1950, ist Professor für Volkswirtschaft an der Weber State University in Utah. Der gebürtige Kameruner ist einer der führenden afrikanischen Wirtschaftswissenschaftler. In Corruption and the Crisis of Institutional Reforms in Africa und Institution and Development in Africa (2005) analysiert er die afrikanische Entwicklungspolitik der letzten Jahrzehnte und macht für ihr Scheitern die Schwäche der marktwirtschaftlichen Institutionen sowie die staatliche Korruption verantwortlich. Er erhielt den John Hinckley Award, ist Afrika-Chef des Journal of Third World Studies und Präsident der African Educational Foundation for Public Policy and Market Process. Mbaku war außerdem mehrfach Wirtschaftsberater in Kenia, Senegal und Kamerun.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Richard G. Lipsey

Montag, den 7. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Richard G. Lipsey, der ab Seite 27 über „Wachstum, Technologien und Institutionen: Parameter der geschichtlichen Entwicklung“ schreibt:

„Richard G. Lipsey von der Simon Fraser University zeigt, welche Rolle den technologischen Innovationen in einem historischen Rahmen für langfristiges Wirtschaftswachstum zugekommen ist. Der Wirtschaftshistoriker stellt die These auf, dass ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum im Sinne langzeitiger volkswirtschaftlicher Entwicklung nur durch einen grundlegenden technologischen Wandel zu begründen sei. »Man stelle sich vor, was geschehen wäre, hätte man im Jahr 1900 den technologischen Wissensstand eingefroren und nur noch in bereits vorhandene Technologien und Methoden investiert. [...] Ein Wirtschaftswachstum ohne technologischen Wandel bedeutet lediglich eine Vermehrung dessen, was bereits vorhanden ist und kann den materiellen Lebensstandard auf Dauer nicht signifikant erhöhen.« Die Entwicklung von effizienten Mehrzwecktechnologien setzte sich mit der Zeit branchenübergreifend durch und ließ dabei nicht nur eine Vielzahl verwandter Technologien entstehen, sondern veränderte gesellschaftliche, politische und ökonomische Strukturen wesentlich.“

Zitate aus „Wachstum, Technologien und Institutionen: Parameter der geschichtlichen Entwicklung“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

[…] der Schutz und Erhalt der Umwelt bei gleichzeitiger Verbesserung des allgemeinen Lebensstandards lässt sich am besten durch wachstumsfördernde technologische Innovationen umsetzen. Die meisten innovativen Technologien verbrauchen pro produzierter Einheit weniger Ressourcen als die Technologien, die sie ersetzen, was einen zunehmend wirtschaftlicheren und schonenderen Einsatz der verfügbaren Ressourcen zur Folge hat. Zudem zeichnen sich viele der modernen Technologien durch einen drastisch verringerten Schadstoffausstoß aus.

[…] anhaltendes Wirtschaftswachstum ist auch für die Industrienationen die einzige Möglichkeit, den allgemeinen Lebensstandard ihrer Bürger weiter anzuheben. Die Gefahr der Verarmung, aber auch Bildungsdefizite und steigende Kosten im Gesundheitswesen sind Probleme, mit denen die Industrienationen noch immer zu kämpfen haben, und Lösungen lassen sich einfacher finden, wenn die Wirtschaftskraft nicht stagniert, sondern wächst.

Langfristig betrachtet ist der technologische Wandel der stärkste Wachstumsmotor.

Ökonomien, die noch in der Entwicklung begriffen sind, sollten nach der neoklassischen Lehre die institutionellen Grundvoraussetzungen schaffen, um den Schutz des Eigentums und rechtsstaatliche Prinzipien zu gewährleisten. Des Weiteren sollten regierungspolitisch verursachte Verzerrungen wie Einfuhrzölle und bestimmte Subventionen abgeschafft werden, um die Kräfte des Marktes ungehindert wirken zu lassen. Das Hauptargument der neoklassischen Theorie für eine politische Förderung technologischer Neuentwicklungen – für eine technologiefreundliche Politik – ist die Nicht-Rivalität des Wissens, denn neues Wissen kommt nicht nur denen zugute, die es entdecken, sondern auch vielen anderen.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Richard G. Lipsey, geboren 1928, ist Professor Emeritus für Volkswirtschaftslehre an der kanadischen Simon Fraser University und Fellow des Canadian Institute for Advanced Research. Lipsey promovierte an der London School of Economics, wo er im Laufe seiner Karriere auch einen Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre inne hatte. Lipsey wurde 2006 für sein Buch Economic Transformations – General Purpose Technologies and Long Term Economic Growth, das er zusammen mit Kenneth I. Carlaw und Clifford T. Bekar verfasste, der Schumpeter-Preis verliehen. Lipsey berät die kanadische Regierung und ist durch seine Medienpräsenz in Nordamerika über den wissenschaftlichen Bereich hinaus bekannt.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Eberhard von Koerber

Samstag, den 5. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Eberhard von Koerber, der ab Seite 249 über „Chancen oder neue Grenzen des Wachstums? Verträgliches Wachstum für das 21. Jahrhundert“ schreibt:

„Eberhard von Koerber, Unternehmer und Vizepräsident des »Club of Rome«, beleuchtet den Paradigmenwechsel von »Grenzen« zu »Chancen« des Wachstums. Aus von Koerbers Sicht müssten die Ansätze, die der »Club of Rome« vor über 30 Jahren im Rahmen seiner Publikation »Grenzen des Wachstums« veröffentlicht hat, überdacht und der heutigen Welt angepasst werden. »Richtig gestaltet, kann Wachstum die treibende Kraft auf dem Weg zu einem ökologischen Gleichgewicht sein, indem es hilft, ressourcenintensive Technologien durch neue, Umwelt schonende Verfahren abzulösen.« Der Vizepräsident definiert die wichtigsten Trieb- und Gestaltungskräfte für eine langfristige Wachstumsdynamik vor dem Hintergrund der heutigen Globalisierungsprozesse. Letztlich sei die Politik der Bevölkerung Antworten auf drängende und komplexe Fragen schuldig und müsse vor allem die Frage nach einer neuen Sozialen Marktwirtschaft beantworten. In diesem Sinne fordert von Koerber eine langfristige, globale Denkweise, die – basierend auf Gerechtigkeit und Menschlichkeit – Erfolg für die Gesellschaft, aber auch für jeden Einzelnen versprechen kann.“

Zitate aus „Chancen oder neue Grenzen des Wachstums? Verträgliches Wachstum für das 21. Jahrhundert“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Nur wer flexibel genug ist und die globale Dynamik zu nutzen vermag, wird dauerhaft den Aufschwung der Wachstumsregionen der Welt auch für das eigene Land in Wohlstand umsetzen können.“

„Weltweit gilt: Wer keinen Anteil am Wachstum hat, der bremst Veränderungen und hat kein Interesse an wirtschaftlicher Freiheit. Wachstum kann und muss deshalb auch sozial sein und die Teilhabe vieler am Wohlstand sichern.“

„Wachstum braucht, wie jede menschliche Aktivität, Verantwortung und eine werteorientierte Ethik als Rahmenbedingungen. Die rund um die Welt immer wieder auftauchenden Fälle von Millionenbetrug und Bilanzfälschungen in Unternehmen schaden der Legitimation der Marktwirtschaft als Wirtschaftssystem.“

„Eine über Jahrzehnte beispielhaft erfolgreiche deutsche Soziale Marktwirtschaft muss sich plötzlich in einem neuen globalen Wettbewerb des Denkens, der Innovation, der Kosten und der besten Politikkonzepte bewähren. Überlagert wird dies noch durch die Überalterung der Gesellschaft, Zukunftsängste und Hilflosigkeit angesichts dieser neuen globalen Gemengelage.“

„Wachstum ist weltweit in politische, wirtschaftliche, ökologische und soziokulturelle Gesamtsysteme eingebunden. Daraus ergibt sich, dass die künftige neue Soziale Marktwirtschaft nicht die lineare Fortschreibung des deutschen Nachkriegsmodells sein kann, sondern das Ergebnis eines neuen, systemischen und gesamthaften Denkens sein muss, in dem es nicht um links oder rechts, sondern um eine langfristige, globale Denkweise geht, die sich an den Grundsätzen der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit orientiert.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Eberhard von Koerber, geboren 1938, leitet die internationale Vermögens- und Beratungsgesellschaft Eberhard von Koerber AG in Zürich. Er ist Co-Präsident des Club of Rome und Mitgründer des Wittenberg Zentrums für Globale Ethik. 1972 veröffentlichte der Club of Rome das Buch Die Grenzen des Wachstums, dessen Thesen von Koerber in seinem Beitrag »Chancen oder neue Grenzen des Wachstums? Verträgliches Wachstum für das 21. Jahrhundert« neu thematisiert. Von Koerber ist Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und engagiert sich in zahlreichen sozialen und kulturellen Einrichtungen.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Raghbendra Jha

Donnerstag, den 3. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Raghbendra Jha, der ab Seite 197 über das „Wachstumsland Indien – überwundene Hindernisse und strukturelle Stärken“ schreibt:

„Raghbendra Jha von der National University of Australia, langjähriger Regierungsberater Indiens in Wirtschaftsfragen, untersucht das Wachstumspotenzial Indiens und zeigt, dass die aktuelle Entwicklung vor dem Hintergrund der Wirtschaftsgeschichte Indiens und einer lang anhaltenden Wachstumsschwäche zu verstehen ist. Gleichzeitig prüft er, wie Indien ein anhaltendes Wachstum durch Innovationsstrategien sichern sollte. Er stellt dabei die Produktivitätssteigerungen im Produktions- und Dienstleistungssektor, die Verbesserungen auf der Angebotsseite des Arbeitsmarktes, sowie die Konsolidierungspolitik des letzten Jahrzehnts als zentrale Faktoren heraus. Trotz bleibender Probleme in der gemeinsam mit China bevölkerungsreichsten Volkswirtschaft der Welt zeigt die Analyse Indien als »Land mit physischem Kapital, mit jungen, qualifizierten und disziplinierten Arbeitskräften und einer Kultur von Innovation.« Ein Land, das aus unzähligen Schocks gelernt hat, so Jha.“

Zitate aus Wachstumsland “Indien – überwundene Hindernisse und strukturelle Stärken” in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Indiens Wachstumsgeschichte ist einzigartig.“

„Das Land hat aus unzähligen Schocks gelernt, Widerstandskraft zu entwickeln und parallel dazu die Leistungsfähigkeit der fundamentalen Motoren des Wirtschaftswachstums laufend weiter zu steigern.“

„Aus diesem Grund ist die Geschichte des indischen Wachstums als ernstzunehmendes unabhängiges Modell zu betrachten, das in näherer Zukunft auch weiterhin für positive Wirtschaftsmeldungen sorgen und anderen Ländern als Lehrstück dienen wird“.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: 
Raghbendra Jha, geboren 1953, ist einer der international bedeutendsten indischen Wirtschaftswissenschaftler. Neben seiner Professur an der Australian National University in Canberra und seiner Rolle als Direktor des Australia South-Asia Research Centre nimmt er an zahlreichen überregionalen Forschungsprojekten teil. Zudem berät er die Weltbank und die indische Regierung. Jha verbindet makroökonomische Analysen des Wirtschaftsraums Südasien mit den Themen Armut, Konsum und Umwelt. Seine Monografie »Economic Growth, Economic Performance and Welfare in South Asia« (2006) ist ein Standardwerk über die Wirtschaftsentwicklung in Südasien.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Hartmut Graßl

Dienstag, den 1. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Hartmut Graßl, der ab Seite 289 über „Klima, Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit: Die Sicht eines Naturwissenschaftlers und Regierungsberaters“ schreibt:

“Aus Sicht der Klimaforschung arbeitet Hartmut Graßl den Zusammenhang zwischen Wachstum, Globalisierung und Klimawandel heraus. Auch er weist einen strikten Gegensatz von Wachstum und Klimaschutz zurück und unterstreicht stattdessen die Rolle der Forschung und der Innovation, mit denen er auf die Chancen einer klimaverträglichen Wachstumspolitik hinweist. Graßl stellt Entwicklungsszenarien vor, welche die Verzahnung von Innovation, Wirtschaftswachstum und Klimawandel darlegen. Die Energieversorgung spielt eine Schlüsselrolle: »Ohne Zugang zu Elektrizität ist die Entwicklung, die sich alle Länder wünschen, nicht möglich. [...] Die zukünftige Energieversorgung der Menschheit ist der Schlüssel zu Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und mehr Gerechtigkeit zugleich.« Für eine langfristige Klimapolitik gilt es, einen realisierbareren nachhaltigen Entwicklungspfad zu entwickeln, der die schlimmstmöglichen Auswirkungen der Klimaerwärmung noch vermeiden kann und gleichzeitig Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit sichert.”

Zitate aus „Klima, Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit: Die Sicht eines Naturwissenschaftlers und Regierungsberaters“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Wer kein Ziel hat, kommt auch nicht an. Haben wir das Ziel »Globale Entwicklung bei Klimaschutz«, so brauchen wir aber Leitlinien, die unseren Korridor zum Ziel einengen und uns dabei helfen, den richtigen Weg zu finden. Diese Leitlinien sind sowohl im gesellschaftlichen als auch im biophysikalischen Bereich zu definieren.“

„Die zukünftige Energieversorgung der Menschheit ist der Schlüssel zu Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und mehr Gerechtigkeit zugleich.“

„Der globale Klimawandel ist bereits so weit voran geschritten, dass die Klimapolitik eine durch den Klimawandel stark veränderte Welt nicht mehr vermeiden kann. Erst in Jahrzehnten wird die heute eingeleitete Klimapolitik greifen.“

„Eine global koordinierte Klimaschutzpolitik ist die Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Hartmut Graßl, geboren 1940, zählt zu den wichtigsten Experten der deutschen Klimaforschung. Auch international genießt der langjährige Direktor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie den Ruf eines hochkarätigen Klimaforschers. Graßl warnte bereits in den achtziger Jahren vor dem Klimawandel. Er leitete von 1994 bis 1999 das Weltklimaforschungsprogramm der Vereinten Nationen in Genf sowie den Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung. Graßl erhielt für seine Verdienste das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, das Große Bundesverdienstkreuz, den Deutschen Umweltpreis sowie die Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Makram El-Shagi

Sonntag, den 30. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Makram El-Shagi, der ab Seite 123 über „Korruption, Wachstum und institutionelle Entwicklung“ schreibt:

„Die Analyse der Korruption steht im Mittelpunkt des Beitrages von Makram El-Shagi von der Universität Mannheim. El-Shagi diskutiert die institutionellen Voraussetzungen, um Korruption zu verhindern, und analysiert die Wechselwirkungen zwischen politischer Korruption, der institutionellen Entwicklung – verstanden als Rahmenbedingung für die Politikgestaltung – und dem Einkommen. Eine Erhöhung des Volkseinkommens, so die Untersuchung, kann, wenn sie nicht durch eine entsprechend positive institutionelle Entwicklung begleitet wird, langfristig sogar negative Folgen haben. Korruptionswillige Politiker können bei erhöhtem Volkseinkommen aufgrund der verbesserten Zahlungsfähigkeit der Bürger und des Umsatzes der Wirtschaft ein höheres Einkommen aus Korruption erzielen, ohne dabei proportional höheren Risiken ausgesetzt zu sein. Langfristig kommt es bei einer solchen Entwicklung daher zu verstärkter Korruption, die nicht nur das Wirtschaftswachstum begrenzt, sondern auch zur weiteren Erosion der institutionellen Rahmenbedingungen beiträgt. El-Shagi kommt somit ebenfalls zu dem Schluss, dass die Förderung einer demokratischen Entwicklung und des Aufbaus rechtsstaatlicher Institutionen zentrale Entwicklungsvoraussetzungen sind.“

Zitate aus „Korruption, Wachstum und institutionelle Entwicklung“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Wirtschaftspolitik ist sicherlich die Grundvoraussetzung für solides Wachstum. Aber die institutionelle Entwicklung wiederum ist die zentrale Voraussetzung, um eine Wachstums fördernde Wirtschaftspolitik nachhaltig zu gewährleisten. Die Förderung einer demokratischen Entwicklung und des Aufbaus rechtsstaatlicher Institutionen ist daher nicht nur wegen des grundsätzlichen Rechtes der Menschen auf Selbstbestimmung relevant, sondern auch, um die ökonomische Entwicklung anzukurbeln.“

„Daher sollte Entwicklungshilfe – auch die internationaler Organisationen wie des IWF – verstärkt auf eine Unterstützung der institutionellen Entwicklung abstellen. Denn die Gefahr, dass Finanzhilfe und an sich gut gemeinte wirtschaftspolitische Vorschläge, die keine nachhaltige Verbesserung der Institutionen gewährleisten, im Eigeninteresse der Politiker pervertiert werden können und dann mehr schaden als nutzen, ist kaum auszuschließen.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Makram El-Shagi, geboren 1979, ist Assistent am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim, wo er im Bereich internationale Wirtschaftsbeziehungen forscht. Er erhielt den Südwestmetall- Förderpreis 2004 für die beste Dissertation an der Universität Mannheim. 2001 war er mit 21 Jahren jüngster Absolvent seines Jahrganges. El-Shagis Forschungsinteresse gilt der Neuen Ökonomie sowie der institutionellen Korruption.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM tritt in Infoband zur Globalisierung mit Fakten gegen Vorurteile an

Donnerstag, den 13. Dezember 2007

INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft)">INSM-Sachbuch “Globalisierung verstehen”: Fakten gegen Vorurteile„Wir werden nicht gegen die Globalisierung, sondern nur mit ihr erfolgreich sein.“ Das sagt Bundespräsident Horst Köhler und wirbt für einen Vernunft gesteuerten Umgang mit den Entwicklungen einer zunehmenden weltweiten wirtschaftlichen Vernetzung, der auch den Blick auf die enormen Chancen, die für alle darin liegen, nicht verstellt. Köhler hat das Schlusswort im neuen Infoband Globalisierung verstehen, den die INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) jetzt veröffentlicht.  

Globalisierung verstehen liefert Argumente für alle, die sich in der die sich in der Debatte um die zunehmende weltweite Vernetzung von Fakten und nicht von Vorurteilen leiten lassen wollen.

Das im Heinrich Bauer-Verlag erschienene INSM-Buch beleuchtet mit vielen wissenschaftlich fundierten - gleichwohl allgemein verständlichen - Beiträgen Fragen, die sich die Menschen im Zeitalter der weltweiten Vernetzung stellen:

- Wandern unsere Jobs ins Ausland ab?
- Wer gewinnt vom freien Welthandel?
- Überholen uns China und Indien?
- Wie viel Wohlstand bringt uns die Globalisierung?
- Bekommen wir die Umweltprobleme in den Griff?
- Welche Chancen bringt uns die Globalisierung?

Volkswirte des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) geben allgemein verständliche Antworten auf solche Fragen. 

Zahlreiche prominente Gastautoen runden das auf 196 gezeichnete umfassende Bild über die Entwicklungen der Globalisierung ab – darunter sind Autoren wie Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts, der aus Indien gebürtige US-Ökonom Jagdish Bhagwati, Jeffrey Sachs, UN-Sonderbeauftragter für die Millennium Development Goals.

Der INSM-Infoband entstand in Kooperation mit der International Chamber of Commerce (ICC Deutschland) sowie den Zeitschriften Geldidee und Wertpapier des Heinrich-Bauer-Verlages. Der Band ist am Kiosk und im Buchhandel sowie über amazon.de erhältlich. (ISBN 978-3-87748-663-4).

INSM-Studie: Staatsrechtler Karpen kritisiert Koalitions-Kauderwelsch und „Schlamperei“ in der Gesetzgebung

Donnerstag, den 29. November 2007

Focus online berichtete über die INSM-Studie von Professor Karpen“Gesetzgebung laut Studie voller Mängel”, titelte Focus online. Anlass: eine am Donnerstag, 29. November, vorgestellte Studie des Hamburger Staatsrechtlers Professor Ulrich Karpen im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Mehr als drei Viertel  der neu erlassenen Gesetze verursachen noch mehr Bürokratiekosten. Weit mehr als die Häfte aller Gesetze werden nach kurzer Zeit wieder geändert, jedes zweite Paragraphenwerk der Großen Koalition ist schlicht unverständliches Kauderwelsch.

Für „unlesbaren Paragraphenwahn“ hält Karpen beispielsweise diese Formulierung:

„(Rinder): Anforderungen nach dem Anhang der Entscheidung der Kommission 84/247 EWG vom 27. April 1984 zur Festlegung der Kriterien für die Anerkennung von Züchtervereinigungen und Zuchtorganisationen, die Zuchtbücher für reinrassige Zuchtrinder halten oder einrichten (Abl EG Nr. L 125 S. 58) sowie bei Vorliegen von genetischen Besonderheiten und Erbfehlern nach Kapitel III Nr. 1 letzter Absatz des Anhangs der Entscheidung der Kommission 2006/427 EG vom 20. Juni 2006 über die Methoden der Leistungsprüfung und Zuchtwertschätzung bei reinrassigen Zuchtrindern (Abl. EU Nr. L 169 S. 56)“.

Oder auch diese Passage aus der „Neunten Verordnung zur Änderung der Binnenmarkt-Tierseuchen-Schutzverordnung“:

„Die Verordnung regelt auch das innergemeinschaftliche Verbringen sowie die Einfuhr nicht in Satz 1 Nr. 1 aufgeführter Tiere, die für Zoos, Wildparke oder sonstige Einrichtungen bestimmt sind, die nach den zur Umsetzung des Artikels 13 der Richtlinie 92/65 EWG des Rates vom 13. Juli 1992 über die tierseuchenrechtlichen Bedingungen für den Handel mit Tieren, Samen, Eizellen und Embryonen in der Gemeinschaft, soweit sie diesbezüglich nicht den spezifischen Gemeinschaftsregelungen nach Anhang A Abschnitt I der Richtlinie 90/425 EWG unterliegen (ABl. EG Nr. L 268 S. 64) in der jeweils geltenden Fassung erlassenen jeweiligen innerstaatlichen Vorschriften zugelassen sind.“

Der Professor ärgert sich auch über „schlampig“ gemachte Gesetze, die wieder geändert werden müssen und nennt als Beispiel die Berichtigung der Viehverkehrsordnung: Sie korrigiert die Höhe der Ohrmarken für Rinder von 68mm auf 58mm.

Als weiteres Beispiel dafür nennt er die Berichtigung der Achtzehnten Verordnung zur Änderung der Rückstands-Höchstmengenverordnung. Hier wird in Artikel 1, Doppelbuchstabe bb) die Angabe 0,2 mg/kg durch die Angabe 0,02 mg/kg ersetzt – eine folgenreiche fehlende Null.

„Wenn die Gesetze für den Bürger nicht mehr verständlich sind, können sie auch nicht korrekt angewandt werden und verursachen dadurch Rechtsunsicherheit”, kritisierte INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer bei der Vorstellung der Studie in Berlin. Sein  Fazit: „Wir können der großen Koalition bei der Gesetzgebung nur die Note mangelhaft ins Halbjahreszeugnis schreiben.“

Die detaillierten Auswertungen aller 698 Gesetze und Normen ist im Netz unter www.insm-gesetzescheck.de zu finden.

Good bye Münte – PS. zu “Wie gehts weiter, Herr Scholz?”

Donnerstag, den 22. November 2007

Bei seinem letzten Auftritt im Bundeskabinett hat der zurückgetretene Vizekanzler und Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) die große Koalition nach dpa-Informationen zu einem “engerem Schulterschluss” aufgefordert. Die Zusammenarbeit der beiden großen Parteien auf Zeit sei auch ein Beitrag zur politischen Kultur. “Die große Koalition hat Verantwortung für das Ganze und nicht für Teilmengen.”

 INSM-Anzeige für den neuen Bundesarbeitsminister: Hier geht es zum MotivBereits am Vortag hatte die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) Münteferings Nachfolger im Bundesarbeitsministerium, Olaf Scholz, mit einer bundesweit verbreiteten Anzeige begrüßt und die Frage gestellt: “Wie gehts weiter?”

Wird Scholz das Format haben, eine notwendige aber unpopuläre Reform wie zum Beispiel die Rente mit 67 auf den Weg zu bringen, wie sein Vorgänger Franz Müntefering?

INSM-Buch: Endlich gefunden – “Deutschlands wahre Superstars”

Donnerstag, den 8. November 2007

Deutschlands wahre Superstars - die Website

Heute in Berlin vorgestellt: Ein aktuelles Buch der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) präsentiert 50 Entwürfe junger Wissenschaftler für die Welt von morgen. Aus Sicht der INSM sind dies jenseits aller Casting-Shows “Deutschlands wahre Superstars”, so lautet auch der Titel des Buches. Die jungen Forscher beschreiben ihre Visionen und zeigen, wie ihre Projekte unsere Welt zu einem besseren Ort machen können. Sie bauen damit Brücken in die Zukunft – mit ihrem Know-how, ganz ohne Bohlen oder Planken.

Das INSM-Buch bietet Beispiele

- aus der Naturwissenschaft, etwa den 23-jährigen Entwickler verbesserter Brennstoffzellen,

- aus der Medizin, zum Beispiel einen 26-jährigen Forscher, der ein virtuelles Modell menschlicher Anatomie zur Vorbereitung minimalinvasiver Operationen entwickelt hat,

 - aus sozialen Projekten, zum Beispiel eine 26-Jährige, die sich in Entwicklungsprojekten brasilianischer Favelas engagiert.

Vorgestellt werden auch junge Forscher aus den Gebieten der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, der Biologie – kurz: eine spannende Mischung junger Menschen, die Deutschlands Zukunft gestalten: eben „Deutschlands wahre Superstars“. Das Buch ist ab heute erhältlich.

superstar-t-shirt.jpgDaten zum Buch: “Deutschlands wahre Superstars”

50 Entwürfe junger Wissenschaftler für die Welt von morgen Heel Verlag 2007
ISBN: 978-3-89880-885-9
Preis: € 19,95 zzgl. € 3,- Versand
Mehr Informationen auch unter www.wahre-superstars.de.P. S. Ein “Wahre-Superstars”-T-Shirt gibt es dort auch noch zu bestellen.

Unicheck, die FR und die Debatte um die richtige Verwendung von Studiengebühren

Montag, den 1. Oktober 2007

“Viele Löcher zu stopfen.” So überschriebUnicheck-Anzeige: Studenten als an den Hochschulen die Frankfurter Rundschau einen Bericht vom 1. Oktober, der sich mit der Verwendung der Einnahmen aus den Studiengebühren an deutschen Hochschulen beschäftigt. Unter Berufung auf Aussagen von Ulrich Müller, Centrum für Hochschulentwicklung, CHE, schreibt die FR, dass “Missbrauch” von Studiengebühren zwar “kein großes Problem” sei. Allerdings, so der Artikel weiter, flössen die Gebühren “bislang an Stellen, an denen immer schon Geld fehlte”. Müller meint, dass die Universitäten nun langsam zur “Strategieplanung” übergehen müssten, was über Verbesserungen der technischen Ausstattung zum Beispiel mit Beamern und Computern hinaus zur Verbesserung der Lehre geschehen solle. Es müssten mehr Professoren eingestellt werden. Weiter heißt es in dem Artikel: “Die Studierenden selbst bemängeln etwa im Online-Portal unicheck – dahinter steht die von Arbeitgeberverbänden betriebene “Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft” – mangelnde Transparenz und wenig Mitbestimmung.” Zitiert wird auch der Projektleiter des INSM-Studentenportals, Ronald Voigt: “Obwohl sie (die Studenten) eine Art Drittmittelgeber sind, erfahren Sie oft nichts”, meint Voigt. Das Unicheck-Portal finden Sie hier.

Zitiert: Debatte um Studiengebühren

Donnerstag, den 16. August 2007

Unicheck-Anzeige: Studenten als an den HochschulenAus FOCUS-MONEY Heft 34, Seite 66: “Studiengebühren behindern im internationalen Vergleich keineswegs den Zugang zu Bildung auf Hochschulniveau, im Gegenteil: Internationale Studien zeigen, dass in Ländern mit Studiengebühren der Zugang zu Bildung gerechter verteilt ist”, sagt Mark Wahrenburg, Prof. an der Johann-Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt. Er hat an seinem Lehrstuhl für Bankbetriebslehre den Zusammenhang zwischen Studiengebühren und dem Zugang zu Hochschulbildung untersucht und einen positiven Zusammenhang festgestellt, der letztendlich dem gesamten Bildungsstandort Deutschland zugutekommen kann.”

Mehr zum Thema finden Sie auch auf dem Studentenportal www.unicheck.de.

Hier finden Sie mehr zum Unicheck-Anzeigenmotiv.

Und hier finden Sie alles über unicheck im INSM-Tagebuch.