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Bildungsmonitor 2010 erscheint am 19. August

Mittwoch, 4. August 2010

Berlin. Welches Bundesland hat das leistungsfähigste Bildungssystem? Und wie können die Länder gute Bildung in Zeiten von Sparpaketen und Schuldenbremse finanzieren? Antworten auf diese Fragen gibt der Bildungsmonitor 2010. Die umfassende bildungsökonomische Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) wird am 19. August in Berlin vorgestellt.

Der in diesem Jahr zum 7. Mal vorgelegte Bildungsmonitor vergleicht die Bildungssysteme aller 16 deutschen Bundesländer in 13 bildungsökonomisch relevanten Handlungsfeldern mit insgesamt mehr als 100 Indikatoren. Er zeigt Stärken und Schwächen der Bildungspolitik und bewertet, wie erfolgreich jedes Bundesland sein Bildungssystem so ausgestaltet, dass daraus optimale Wachstums- und Beschäftigungsimpulse entstehen können. In diesem Jahr lautet das Schwerpunktthema des Bildungsmonitors „Bessere Bildung und Haushaltskonsolidierung – Die Chancen des demografischen Wandels nutzen“.

Der Bildungsmonitor 2010 wird am Donnerstag, 19. August, um 11.00 Uhr im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin vorgestellt.

www.insm.de/presse

Studie: “Geschäftsmodell Deutschland” bleibt intakt

Montag, 31. August 2009

export_teaser.jpgDie Export- und Weltmarktorientierung wird auch zukünftig das bestimmende Geschäftsmodell der deutschen Wirtschaft bleiben. Zu diesem Schluss kommt eine vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellte Expertise, die IW-Direktor Prof. Dr. Michael Hüther in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Deutschland sei von der Krise besonders hart getroffen – als Kehrseite einer starken Weltmarktorientierung, sagte Hüther. Dies rechtfertige aber nicht, das „Deutsche Geschäftsmodell“ als überholt und nicht mehr zukunftsfähig in Frage zu stellen.

Als entscheidendes Indiz werten die Autoren der Studie, neben Hüther sind dies die Wissenschaftler Michael Grömling, Manfred Jäger und Rolf Kroker, dass weder in Deutschland noch auf globaler Ebene eine Phase der Überinvestition festgestellt werden kann. „Die erfreuliche Dynamik bei den Ausrüstungsinvestitionen im Zeitraum 2005 bis 2008 ist auch vor dem Hintergrund der vorhergehenden langjährigen Investitionsschwäche zu sehen“, sagte Hüther. Vor allem bei der Infrastruktur könne in Deutschland keinesfalls von Überkapazitäten gesprochen werden. Auch die Investitionsquote in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften lag in den letzten Jahren mit rund 21 Prozent um gut einen Prozentpunkt unter dem Durchschnitt der zweiten Hälfte der 1990er Jahre, und vor allem deutlich unter dem Durchschnitt der 1980er Jahre mit 23 Prozent. In den Schwellen- und Entwicklungsländern habe sich das Investitionsvolumen im Zeitraum 2002 bis 2008 zwar mehr als verdreifacht, doch legten diese Volkswirtschaften damit den Grundstein für ihr künftiges Wirtschaftswachstum. Fazit: Da eine globale Überinvestition nicht bestand, ist nun auch keine Korrekturphase zu erwarten.

Auch eine falsche, die Exportorientierung unterstützende und nach Auffassung von Kritikern die Binnennachfrage vernachlässigende Lohnentwicklung ließe sich laut Studie nicht erkennen. „Auch hier trifft eher das Gegenteil zu, denn dank der gesamtwirtschaftlich insgesamt relativ moderaten Lohnpolitik konnten viele neue Arbeitsplätze entstehen, mit denen Einkommen und Konsumkaufkraft erwirtschaftet wurde“, sagte Hüther. Die deutsche Industrie sei für die Zeit nach der Krise gut aufgestellt. Die Unternehmen hätten alle Chancen, von den globalen Megatrends zu profitieren. Als solche Megatrends benannte Hüther die globale Wohlstandsorientierung mit ihrem steigenden Bedarf an Investitions- und Gebrauchsgütern, die demografische Entwicklung, die Urbanisierung mit folglich steigendem Bedarf an Infrastruktur, die Ressourcenknappheit, steigende Anlageinvestitionen in den bevölkerungsreichen Schwellenländern sowie den Klimawandel. „Die Weltmarktorientierung der deutschen Wirtschaft war kein Fehler, sondern sorgt dafür, dass wir mit den expandierenden Zukunftsmärkten mitwachsen“, formuliert INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer die Schlussfolgerung aus diesen Ergebnissen.

Außerdem untersuchten die Wissenschaftler die Risiken einer lang anhaltenden Deflations- und Depressionsphase, wie sie für die 90er Jahre in Japan prägend war. In der Studie wurden 10 Kriterien bewertet, die eineVolkswirtschaft in eine solche Situation führen könnten: 1. eine übermäßige Expansion der Investitionen in Boomzeiten, 2. eine durch niedrige Zinsen und Risikoprämien verursachte Spekulationsblase, durch deren Platzen eine Deflation-Debt- Spirale ausgelöst werden kann, 3. die aus einer Bankenkrise möglicherweise resultierende Kreditklemme, die Investitionen auf Grund des fehlenden Vertrauens zwischen den Banken hemmt, 4. der Realzins, der in rezessiven Phasen ansteigt, 5. der Reallohnanstieg, der sich am Arbeitsmarkt negativ niederschlägt, 6. die Ertragsprobleme der Unternehmen, 7. stark volatile Rohstoffpreise, 8. geldpolitische Fehlreaktionen, die Kreditfinanzierungen teuer werden lassen, 9. finanzpolitische Fehlreaktionen, wenn Regierungen Steuern erhöhen oder Ausgaben kürzen, sowie 10. Protektionismus durch eine Verschärfung von tarifären und nicht-tarifären Handelshemmnissen.

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Fünf der zehn Indikatoren – Überinvestitionen, geplatzte Spekulationsblase, Realzins- und Reallohnanstieg sowie volatile Rohstoffpreise – können laut Studie als neutral eingestuft werden. Von ihnen gehen demnach weder eine Gefahr der Destabilisierung, noch expansive Impulse aus. Von den übrigen fünf Indikatoren signalisieren drei eine strukturelleGefahr: „Der Bankensektor ist noch nicht wieder in einer Verfassung, die eine vollständige Entwarnung rechtfertigen würde“, sagte Hüther. Auch der drastische Rückgang der Unternehmenserträge belastet die Liquidität und Investitionskraft der Wirtschaft. Eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands geht von der weltweit schleichenden Zunahme des Protektionismus aus. „Als exportorientiertes Land ist Deutschland wie kaum ein anderes Land auf offene Märkte und einen liberalen Außenhandel angewiesen“, sagte Hüther. Sein Gutachten stellt jedoch auch richtige Weichenstellungen bei anderen Indikatoren fest. Als Beispiel nannte Hüther den „klaren Anti-Deflations-Depressionskurs“ bei der Geld und Finanzpolitik.

Die Gefahr einer langen und zähen wirtschaftlichen Entwicklung sei „keineswegs gleich Null“, so die Wissenschaftler des IW Köln. Es komme darauf an, dass die Politik zu einer mutigen Wachstumspolitik zurückfindet. Das „Deutsche Geschäftsmodell“, die export- und weltmarktorientierte Ausrichtung der deutschen Wirtschaft, stecke in einer Schwächephase steckt, aber nicht in einer existenziellen Krise.

Zur Studie ‘Geschäftsmodell Deutschland’ des IW Köln

INSM-Termin mit Ex-Wirtschaftsminister: Wolfgang Clement mahnt Koalition, auf Agenda 2010-Kurs zu bleiben

Mittwoch, 24. September 2008

INSM-Termin mit Wolfgang Clement: “Nicht in alte Denkmuster zurückfallen!”

“Sozial ist, was Beschäftigung schafft”: Bereits 2003 hatte Wolfgang Clement beim Berliner Kongress der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) dafür geworben, alles zu unternehmen, damit in Deutschland neue Jobchancen möglich werden. Im Rahmen der von ihm vorangetriebenen Agenda 2010 ist dies Wirklichkeit geworden, Experten rechnen damit, dass die Arbeitslosenzahl in nicht allzulanger Zeit unter drei Millionen fallen könnte.Fünf Jahre später – auf einer heute in Berlin stattgefundenen INSM-Veranstaltung - warb der frühere Bundeswirtschaftsminister dafür, die Reformpolitik der Agenda 2010 konsequent fortzusetzen. Die Politik dürfe nicht “in alte Denkmuster zurückfallen”. Clement sieht sich durch die aktuelle Entwicklung am Arbeitsmarkt in seinem Kurs bestätigt: ”Deutschland hat mit der Agenda 2010 unzweifelhaft aufgeholt: Immer mehr Menschen schaffen den Einstieg in Arbeit.” Nach 30 Jahren sinke erstmals die Sockelarbeitslosigkeit. Dies sieht der SPD-Politiker als “eine wirkliche Chance auch für die, die lange arbeitslos waren und endlich wieder einen Job finden wollen”.

Der INSM-Termin stand unter dem Titel “Ordnungspolitische Sündenfälle der Großen Koalition”. Politische Beobachter fürchten, dass erfolgreiche Reformen der Vergangenheit wieder zurückgenommen werden. Auch Clement warnte die Große Koalition in seiner Rede davor, “in alte Denkmuster” zurückzufallen. Der Bundesarbeitsminister a. D. machte deutlich: “Sicherheit im Konjunkturabschwung und in der Globalisierung erreichen wir nur durch eine wettbewerbsfähige und wachstumsstarke Wirtschaft. Deshalb müssen wir erheblich mehr Geld in Bildung und Innovation stecken und die Bürokratie kräftig zurückfahren. Unser Land braucht eine Rundumerneuerung und keine Kappung, sondern eine Fortsetzung der Reformpolitik, für die die Agenda 2010 nur ein Anfang war”.

Florian Gerster, Wolfgang Clement und Johann EekhoffEin Beispiel für den Turn-around sind die jüngsten Rentenbeschlüsse der Regierung Merkel. Hierzu nahm INSM-Botschafter Professor Bernd Raffelhüschen Stellung. ”Die Rücknahme der modifizierten Bruttolohnanpassung belastet nicht nur zukünftige Generationen, sondern ist ein eklatanter Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz”, sagte der Freiburger Demografieexperte. Während Arbeitnehmer lediglich 0,5 Prozent mehr Einkommen hätten, wachse gleichzeitig die Rente um 1,1 Prozent”.

INSM-Botschafter Professor Johann Eekhoff, früherer Staatsekretär im Bundeswirtschaftsministerium und Direktor des Instituts für Wirtschaftspolitik an der Universität Köln, betrachtet den Gesundheitsfonds als weiteren “ordnungspolitischen Sündenfall” der Großen Koalition. Zitat: “”Der Gesundheitsfonds löst kein einziges INSM-Geschäftsführer Dieter Rath begrüßte die zahlreichen ZuhörerKernproblem der Gesetzlichen Krankenversicherung!” Der Fonds schaffe weniger statt mehr Wettbewerb, sei weniger effizient und führe nicht zu Kostensenkungen.

Bundeskartellamts-Präsident Dr. Bernhard Heitzer schließlich befasste sich mit dem Thema Mindestlohn. Er präsentierte sich als Kritiker der Aufnahme der Briefdienstleister-Branche in das Entsendegesetz. Damit habe sich die Post als Monopolist lediglich Konkurrenz vom Leibe halten wollen.

Mehr Informationen zur INSM-Veranstaltung mit Wolfgang Clement und anderen finden Sie in der Pressemitteilung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

Der Dalai Lama, sein Deutschlandbesuch und seine Sicht auf die Chancen des Wachstums

Donnerstag, 15. Mai 2008

Dalai Lama, Copyright: C. Bachert FotodesignDer Dalai Lama, das geistige Oberhaupt der Tibeter, ist in Deutschland. Er trifft sich unter anderem mit der Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD). Auf dem Terminkalender des 72-jährigen Friedensnobelpreisträgers stehen weitere Treffen mit Politikern. Vorgesehen sind auch vier Vorträge in Bochum, Mönchengladbach, Nürnberg, Bamberg. Höhepunkt des Besuchs wird am kommenden Montag eine Ansprache des Friedensnobelpreisträgers auf einer “Großen Solidaritätskundgebung für Tibet” vor dem Brandenburger Tor sein. Im jüngst erschienenen INSM-Buch “Chancen des Wachstums” hat der Dalai Lama in einem Beitrag seine Sicht der internationalen Wirtschaftsbeziehungen beschrieben.

INSM-Buch Chancen des WachstumsZitate:

„Die Entwicklung der Europäischen Union ist ein Beispiel dafür, wie aus einem kleinen Handelsabkommen so etwas wie ein Staatenbund geworden ist. Ähnliche, wenn auch nicht so stark vertiefte Organisationen finden sich auf der ganzen Welt. Diese Bündnisse sind ein Beweis für das Bemühen der Menschen, sich zum allgemeinen Wohl zusammenzuschließen sowie für den Wunsch der Gesellschaft, sich unentwegt fortzuentwickeln.“

„Die Chancen des Wachstums entstehen dann, wenn wirtschaftlicher Wettbewerb, technologischer Fortschritt und Wohlstand im Kontext einer globalen Verantwortung entstehen, die wiederum eine Basis für solidarisches Engagement und für gerechtes Handeln schaffen.“

„Unsere moderne Weltgemeinschaft mit ihren Vor- und Nachteilen ist das Resultat vieler verschiedener Faktoren; deshalb würde man einem Trugschluss verfallen, wenn man die Lösung unserer Probleme in einer Ablehnung des materiellen und technischen Fortschritts sehen würde.“

Lesen Sie hier mehr darüber.

Das Buch der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) ist auch auf Amazon.de erhältlich.

Weitere Autoren in diesem Buch der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft sind:

Daron Acemoglu vom Massachusetts Institute of Technology,

- David Bruce Audretsch, Direktor des Fachbereichs »Entrepreneurship, Growth and Public Policy« am Max-Planck-Institut für Ökonomik in Jena,

- Gavin Cameron, Nicholas Fawcett und Rosa Fernandez von der Oxford University,

- der Regierungsberater und Naturwissenschaftler Hartmut Graßl,

- Raghbendra Jha von der National University of Australia,

- Eberhard von Koerber, Co-Präsident des Club of Rome und Botschafter der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft),

- Richard G. Lipsey von der Simon Fraser University,

- der Kameruner Volkswirtschaftler John Mukum Mbaku,

- Thomas Pogge von der Columbia University in New York, 

- Makram El-Shagi von der Universität Mannheim

- EZB-Präsident Jean-Claude Trichet,

- Nobelpreisträger Joseph Stiglitz,

- Achim Steiner, Exekutiv-Direktor des United Nations Development Programm,

- Abtprimas Notker Wolf.

Chancen des Wachstums: Das INSM-Buch geht in die zweite Auflage

Donnerstag, 24. Januar 2008

INSM-Buch Chancen des Wachstums: Website des Campus-VerlagesDer Campus-Verlag druckt aufgrund der regen Nachfrage eine zweite Auflage des INSM-Buches Chancen des Wachstums. “Das Buch präsentiert die neuesten Forschungsergebnisse, Theorien und Themen rund um das Wachstum und bleibt stets leicht verständlich”, schrieb die Neue Zürcher Zeitung über dieses Buch. Prominente Autoren schreiben darin über das Thema “Nachhaltiges Wirtschaftswachstum” und gehen dabei auch auf die spezielle deutsche Situation ein.

Ihre Beiträge zeigen: Wachstum birgt viele Chancen. 35 Jahre nach Erscheinen des Buches »Grenzen des Wachstums « hat sich die Welt stark verändert. Die Globalisierung hat die Volkswirtschaften flexibler gemacht und der Begriff des “nachhaltigen Wachstums” setzt sich immer mehr durch. International renommierte Wissenschaftler und erfolgreiche Staatsmänner stellen in dieser INSM-Publikation Thesen zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum auf. Mit dabei sind unter anderem:

INSM-Buch Chancen des Wachstums - hier bestellen

Daron Acemoglu vom Massachusetts Institute of Technology,

- David Bruce Audretsch, Direktor des Fachbereichs »Entrepreneurship, Growth and Public Policy« am Max-Planck-Institut für Ökonomik in Jena,

- Gavin Cameron, Nicholas Fawcett und Rosa Fernandez von der Oxford University,

- der Dalai Lama,

- der Regierungsberater und Naturwissenschaftler Hartmut Graßl,

- Raghbendra Jha von der National University of Australia,

- Eberhard von Koerber, Co-Präsident des Club of Rome und Botschafter der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft),

- Richard G. Lipsey von der Simon Fraser University,

- der Kameruner Volkswirtschaftler John Mukum Mbaku,

- Thomas Pogge von der Columbia University in New York, 

- Makram El-Shagi von der Universität Mannheim

- EZB-Präsident Jean-Claude Trichet,

- Nobelpreisträger Joseph Stiglitz,

- Achim Steiner, Exekutiv-Direktor des United Nations Development Programm,

- Abtprimas Notker Wolf.

Das Buch der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) ist auch auf Amazon.de erhältlich.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Notker Wolf

Montag, 21. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Notker Wolf, der ab Seite 355 über „Wachstum für alle – Freiheit und Eigenverantwortung für alle“ schreibt:

„Notker Wolf, Abtprimas des Benediktinerordens, widmet sich den Widersprüchen der westlichen Entwicklungspolitik. Eines der Hauptprobleme bei der Armutsbekämpfung in weiten Teilen des afrikanischen Kontinents sieht Wolf in der Vergabe von Entwicklungsgeldern. Nach Wolf sollten die reichen Länder in erster Linie durch Handelsliberalisierung, also durch die Öffnung ihrer Märkte für Produkte aus den ärmeren Ländern, zum Wachstum beitragen. Er fordert neben der Beseitigung von Handelsbarrieren in erster Linie Eigenverantwortung »[Angenommen] die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den armen Ländern würden sich zum Besseren wenden, die Korruption könnte unter Kontrolle gehalten werden, wir hätten es mit Politikern zu tun, die ernsthaft an der Beseitigung der Armut ihres Landes interessiert sind, die Politiker der Geberländer würden sich mit denen der Empfängerländer zusammensetzen und nach Wegen suchen, die beide in die Verantwortung nehmen, die Handelsschranken würden beseitigt – [...] All das wäre zumindest eine minimale Voraussetzung«, so Wolf.“

Zitate aus dem Aufsatz „Wachstum für alle – Freiheit und Eigenverantwortung für alle“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Freiheit und Verantwortung im Sinne von Mitverantwortung und Eigenverantwortung können so zu einer nachhaltig prosperierenden Weltgemeinschaft führen.“

„Eigenverantwortung gilt nicht nur im kleinen, individuellen Bereich, sondern muss in allen Bereichen und Stufen ermöglicht und zugemutet werden. Sie muss aber beim Einzelnen ansetzen. Wie allgemein der Staat subsidiär dem Bürger zur Seite stehen muss, es aber letztlich auf den Bürger ankommt, so gilt das auch in der großen Weltgemeinschaft. Dann besteht Hoffnung auf Wachstum für alle.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor:  Notker Wolf, geboren 1940, ist Abtprimas des Benediktinerordens. In seiner Rolle als oberster Repräsentant der Benediktiner ist er weltweiter Sprecher einer der ältesten christlichen Orden mit circa 7500 Mönchen und 17100 Nonnen. 2006 brachte Notker Wolf das Buch Worauf warten wir? Ketzerische Gedanken zu Deutschland heraus. Darin plädiert er für mehr Eigenverantwortung des Einzelnen. In seinem aktuellen Buch Die Kunst, Menschen zu führen beschäftigt er sich erneut mit relevanten gesellschaftspolitischen Fragestellungen.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Jean-Claude Trichet

Samstag, 19. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Jean-Claude Trichet, der sich ab Seite 55 mit der Frage beschäftigt, „Wie Europa zu mehr Wachstum kommt“:

„Jean-Claude Trichet, der Präsident der Europäischen Zentralbank, untersucht das europäische Wachstumspotenzial seit Mitte der neunziger Jahre im Vergleich zu anderen fortschrittlichen Wirtschaftsräumen, insbesondere den Vereinigten Staaten. Er zeigt auf, dass das schwächere Produktionswachstum Europas mit einer niedrigeren Arbeitsproduktivität und einer geringeren Auslastung des Arbeitskräftepotenzials erklärt werden kann. Er fordert Strukturreformen, um das langfristige Wachstumspotenzial Europas zu steigern. Die Hauptprioritäten sieht er in einer höheren Zahl von Erwerbstätigen und in einer Intensivierung des Wettbewerbs, um die Produktionseffizienz zu steigern und bessere Investitions- sowie Innovationsanreize zu setzen. Als weitere Voraussetzung sieht Trichet die Schaffung eines unternehmerfreundlichen wirtschaftlichen Umfelds, in dem sich mehr junge und erfolgreiche Unternehmen ansiedeln und entwickeln können, sowie Maßnahmen zur Förderung von Innovation durch höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung. Nicht zuletzt weist Jean-Claude Trichet darauf hin, dass diese Reformen durch einen angemessenen und stabilen Rahmen seitens der Finanz- und der Geldpolitik flankiert sein müssen.“

Zitate aus „Wie Europa zu mehr Wachstum kommt“in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„In meinen Augen ist das Fehlen ausreichender Strukturreformen in Europa eine der Hauptursachen für das unterschiedliche Wirtschaftswachstum in Europa und den Vereinigten Staaten sowie einigen anderen hoch entwickelten Industrienationen und außerdem für das sich verringernde Wachstumspotenzial Europas. Alles in allem scheint das vordringliche politische Problem Europas in der gleichzeitigen Erreichung eines stabilen Beschäftigungsniveaus und eines festen Produktivitätswachstums zu bestehen.“

„Alles in allem müssen angesichts dieser Herausforderungen erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um das Produktionswachstum sowie die Anpassungsfähigkeit des Euroraums im Allgemeinen und die Flexibilität der Arbeitnehmer im Besonderen zu erhöhen. Die europäischen Regierungen sollten die günstigen Wachstumsentwicklungen der letzten Zeit dazu nutzen, Strukturreformen voranzutreiben.“

„Wenn die Länder des Euroraums jetzt all ihre Stärken bündeln und Strukturreformen ehrgeizig vorantreiben, wird dies die Verbesserung der konjunkturellen Entwicklung im Euro-Währungsgebiet stützen und ausweiten.“

„Doch gehen die Reformen noch immer nicht weit genug und gerade ihre Umsetzung ist zu langsam – insbesondere angesichts der Dringlichkeit solcher Reformen und der mit dieser langsamen Entwicklung verbundenen Opportunitätskosten.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor:  Jean-Claude Trichet, geboren 1942, ist seit November 2003 Präsident der Europäischen Zentralbank und Vorsitzender der G-10-Zentralbankpräsidenten. Er wurde 1993 Präsident der französischen Notenbank, nachdem er die französische Regierung in Wirtschafts- und Finanzfragen beriet. Trichet spricht sich gegen eine expansive Wirtschaftspolitik auf Kosten der Stabilität des Euros aus und sieht in einem dauerhaften inflationsfreien Wachstum die Basis für die effiziente Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Wiederholt verteidigte er die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank. Er erhielt 2006 den Deutsch-Französischen Kulturpreis.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Joseph Stiglitz

Donnerstag, 17. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Joseph Stiglitz, der ab Seite 225 über „Das Entwicklungsversprechen“ schreibt:

„Joseph Stiglitz, Ökonom und Nobelpreisträger, ist der Auffassung, dass das Bruttoinlandsprodukt zwar ein nützlicher Maßstab für das Wirtschaftswachstum sei, er jedoch nicht ausreiche, um den Entwicklungsstand eines Landes und seines Volkes realistisch zu bestimmen. So könne Wachstum beispielsweise mit einer Verringerung von Armut einhergehen, oftmals könne es jedoch auch finanzielle Einbußen für eine bestimmte Bevölkerungsschicht bedeuten. Es sei zwingend notwendig, nachhaltiges Wachstum zu fördern, welches den Lebensstandard des Einzelnen verbessert und Möglichkeiten für Bildung, Arbeit und Gesundheit schaffen kann. Die Globalisierung und die Hochtechnologie fordern »hohe öffentliche Investitionen«. Stiglitz zeigt an Beispielen, wie Entwicklungsländer die Herausforderungen meistern, wobei die Erfolgsgeschichten leider bisher die Ausnahme bilden. Den richtigen Lösungsansatz sieht Stiglitz jedoch in eigenständigem Handeln: »Die übrigen Länder können die Probleme der Entwicklungsländer nicht lösen. Das müssen sie selbst tun.« Die richtigen Ausgangsbedingungen dafür zu schaffen, ist jedoch Aufgabe der Weltgemeinschaft, so Stiglitz.“

Zitate aus „Das Entwicklungsversprechen“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Wenn die Entwicklungsländer ihre eigenen Probleme besser gelöst hätten, wenn sie weniger korrupte Verwaltungsapparate, weniger einflussreiche Sonderinteressen, effizientere Firmen und besser qualifizierte Arbeitskräfte hätten – wenn sie nicht unter all den Nöten litten, die mit der Armut verbunden sind –, dann hätten sie mit dieser ungerechten und dysfunktionalen Globalisierung leichter umgehen können.“

„Die übrigen Länder können die Probleme der Entwicklungsländer nicht lösen. Das müssen diese selbst tun. Wir können jedoch wenigstens für gleiche Ausgangsbedingungen sorgen.“

„Wenn die Wirtschaft in den Entwicklungsländern wächst, dann wächst auch die Wirtschaft in den Industrieländern. Mehr Stabilität und Sicherheit in der Dritten Welt kommen auch der Stabilität und Sicherheit in den Industrieländern zugute.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Joseph E. Stiglitz, geboren 1943, ist Ökonomieprofessor an der Columbia University. Den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften gewann er 2001 zusammen mit George A. Akerlof und Michael Spence für seine Arbeiten über das Verhältnis von Information und Märkten. Stiglitz war von 1993 bis 1999 Chefberater von US-Präsident Bill Clinton und von 1997 bis 2000 Chefökonom der Weltbank. Er lehrte an zahlreichen renommierten Universitäten, darunter Yale, Stanford, Oxford und Princeton. Stiglitz fungiert heute als weltweite Ikone der Globalisierungsdebatte. Er hat die führende Wirtschaftszeitschrift The Journal of Economic Perspectives gegründet, leitet das Brooks World Poverty Institute, steht dem Committee on Global Thought vor und rief die »Initiative for Policy Dialogue« ins Leben.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Achim Steiner

Dienstag, 15. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Achim Steiner, der ab Seite 269 über „Grünes Licht für Wachstum: Natürliches Kapital als Schlüssel zur Nachhaltigkeit“ schreibt:

„Achim Steiner, Exekutiv-Direktor des United Nations Development Programm in Nairobi, diskutiert die Nachhaltigkeit des Wachstums angesichts des knappen und erschöpfbaren natürlichen Kapitals, wie stabiles Klima, reine Luft und sauberes Trinkwasser. Die Kosten am natürlichen Kapital zu erkennen und die ökologische Bilanz in die wirtschaftliche Bilanz fest zu integrieren, ist Kernbestandteil des Umdenkens, zu dem Steiner aufruft. Er nennt konkrete Beispiele, wie einerseits ökologisch kostspielige politische Entscheidungen korrigiert werden müssen – etwa im Feld der Fischereisubventionen – und andererseits wirtschaftliche Anreize geschaffen werden können, ökologische Zerstörung zu vermeiden – etwa bezüglich der Vermeidung von Abholzungen. Während manche Wachstumsprozesse der letzten Jahrzehnte einerseits hohe Kosten für die Natur verursacht haben, sieht Steiner so andererseits Chancen, Wachstum mit geringeren Kosten für die Umwelt zu erreichen, sowie Umweltressourcen und nachhaltige Technologien selbst zu Wachstumsbranchen zu entwickeln.“

Zitate aus „Grünes Licht für Wachstum: Natürliches Kapital als Schlüssel zur Nachhaltigkeit“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Im vergangenen Vierteljahrhundert hat das Wachstum in manchen Gesellschaften Wunder bewirkt, weil es sehr viele Menschen aus der Armut befreit hat. Aber diese Entwicklung hatte einen sehr hohen Preis für die Umwelt. Dies wiederum wird Rückwirkungen auf diejenigen Volkswirtschaften haben, deren Wachstum sich mittel- bis langfristig als nicht nachhaltig erweisen dürfte.“

„Im nächsten Vierteljahrhundert sollten wir versuchen, die Umweltkosten des Wachstums deutlich zu senken und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Umweltzerstörung sowie die wirtschaftlichen Vorteile eines intelligenten und nachhaltigen Managements sehr viel sichtbarer als in der Vergangenheit zu machen.“

„Damit wird nicht nur die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung gesichert, sondern auch gewährleistet, dass das Thema der Gerechtigkeit zwischen den Generationen – eine wichtige ethische Überlegung, die zunehmend als Verpflichtung der heutigen gegenüber den kommenden Generationen betrachtet wird – stärker in das Bewusstsein der Menschheit rückt.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor:  Achim Steiner, geboren 1961 in Brasilien, trat 2006 die Nachfolge von Klaus Töpfer zum Exekutiv-Direktor des UN-Umweltprogramms UNEP mit Sitz in Nairobi an. Steiner studierte unter anderem an der University of Oxford, der University of London und an der Harvard Business School Politikwissenschaft und Volkswirtschaft. Der überzeugte Umweltschützer sammelte zunächst bei Umweltverbänden auf lokaler Ebene Erfahrung, bevor er als Generalsekretär für die World Commission on Dams in Kapstadt und als Generaldirektor für die weltweit größte Naturschutzorganisation IUCN tätig wurde.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Ellen Johnson Sirleaf, Steven Radelet

Sonntag, 13. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Ellen Johnson Sirleaf und Steven Radelet, die ab Seite 147 über „Gute Nachrichten aus Afrika Demokratie, Stabilität und endlich wieder Wachstum und Entwicklung“ schreiben:

„Aus einer afrikanischen Perspektive nähern sich die liberianische Staatspräsidentin Ellen Johnson Sirleaf und ihr Co-Autor Steven Radelet, Berater der liberianischen Regierung und Senior Fellow am Center for Global Development in Washington, der Diskussion an: Der tristen Wachstumsbilanz Afrikas insgesamt und der Analyse der Faktoren, die zu einer in vielen Fällen verheerenden Lage der postkolonialen Volkswirtschaften des Kontinents geführt haben, werden Wachstumschancen gegenüber gestellt. Der Vergleich Afrikas mit den asiatischen Tigerstaaten betont das Ausmaß der Rückständigkeit der afrikanischen Wachstumsbilanz: »Während die asiatischen Tigerstaaten historisch einmalige Wachstumsraten und Erfolge in der Armutsbekämpfung verzeichneten, versank der größte Teil Afrikas im Elend.« Der Abschied von undemokratischen und korrupten Regimes ist für einen Neuaufbruch Grundvoraussetzung, so die Autoren. Liberia selbst hat Symbolkraft, denn es galt jahrzehntelang durch seine zermürbenden Bürgerkriege als Inbegriff der Instabilität und Anarchie, die jegliche Chancen auf Wachstum unmöglich machten. Die Präsidentin beschreibt den schwierigen Pfad des Wiederaufbaus, aber auch die nötigen Rahmenbedingungen und die Hoffnung, die mit dem langsamen Prozess eines selbstverantwortlichen Liberias verbunden werden. Sie stellt hier dar, welche Wachstumspolitik Korruption, Armut, die Schuldenfalle und interne Konflikte überwinden kann.“

Zitate aus „Gute Nachrichten aus Afrika Demokratie, Stabilität und endlich wieder Wachstum und Entwicklung“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Die gute Nachricht aus Afrika lautet, dass viele Länder auf dem ganzen Kontinent endlich anfangen, nach 30 Jahren der Misswirtschaft und der wirtschaftlichen Stagnation eine Wende einzuleiten. An die Stelle von Diktatur, Machtmissbrauch und Zerstörung treten allmählich Demokratie, vernünftige Wirtschaftspolitik und Wachstum. Es ist seit vielen Jahren die beste Chance für diese Länder, der Armut zu entkommen. Aber eine Fortsetzung der bisherigen Erfolge ist keineswegs garantiert.Die afrikanischen Regierungen und die internationale Gemeinschaft müssen diese Chance nutzen, um den Trend zu stärkeren, verantwortungsbewussten Regierungen und wirtschaftlichem Aufschwung zu beschleunigen. Nichts weniger wünschen und verdienen die Völker Afrikas.“

„Die Erfolge des vergangenen Jahrzehnts sind keineswegs Garanten der Zukunft. Das Risiko eines Rückfalls in die Gewalt, weil etwa eine kleine Elite ihre Privilegien verteidigen möchte oder weil wirtschaftliche Faktoren Krisen auslösen, darf nicht vernachlässigt werden. Der Fehler, nun in Selbstgefälligkeit zu verfallen, wäre fatal.“

„Notwendig sind … mutige Schritte, um die Wirtschaft zu diversifizieren und neue Chancen für die Armen zu schaffen. Dazu gehört es, das Dickicht der Vorschriften und der Bürokratie zu lichten, die Infrastruktur für die ländliche Entwicklung auszubauen und die Wettbewerbsfähigkeit von Herstellern arbeitsintensiver Produkte zu fördern.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren: Ellen Johnson Sirleaf, geboren 1939, ist seit Januar 2006 Präsidentin von Liberia. Sie ist die erste Frau, die durch eine demokratische Wahl das Amt eines Staatsoberhauptes in Afrika erlangte. Sie gilt als konsequente Gegnerin der politischen Korruption und zugleich als Hoffnungsträgerin, Liberia politisch und wirtschaftlich zu stabilisieren. Johnson Sirleaf hat in Harvard studiert und arbeitete von 1982 bis 1985 als Vizepräsidentin der Citibank Group für Afrika. Ihr Beitrag wurde gemeinsam mit ihrem Co-Autor Steven Radelet verfasst, der als Senior Fellow und Wachstumsexperte im Center for Global Development in Washington tätig ist. Der in Harvard promovierte Wirtschaftswissenschaftler ist entwicklungspolitischer Berater der liberianischen Regierung.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Thomas Pogge

Freitag, 11. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Thomas Pogge, der ab Seite 329 zum Thema „Wachstum ist gut! Nur welches?“ schreibt:

„Die Frage der internationalen Gerechtigkeit bewegt auch Thomas Pogge von der Columbia University in New York. Er postuliert, dass die internationale Gerechtigkeit nicht am Vergleich des Bruttoinlandproduktes verschiedener Volkswirtschaften festgemacht werden dürfe, vielmehr müsse jeweils die Position der schwächsten Bevölkerungsschichten als Maßstab genommen werden. Die konsequente Bekämpfung der Armut müsse so zum Ziel einer gerechten Wachstumspolitik werden. »Die Analyse zeigt, dass das Problem globaler Armut sowohl erstaunlich klein als auch erstaunlich groß erscheinen kann. In ökonomischer Hinsicht ist es erstaunlich klein: Denjenigen 40 Prozent aller Menschen, die unterhalb der 2-Dollar-pro-Tag-Armutsgrenze der Weltbank leben, fehlen zusammengenommen im Jahr gerade einmal 300 Milliarden Dollar, um diese Grenze zu erreichen, viel weniger, als die USA für ihr Militär ausgeben. [...] Auf der anderen Seite ist das Problem der globalen Armut in menschlicher Hinsicht erstaunlich groß, denn es ist verantwortlich für ein Drittel aller Todesfälle und für den Großteil von Mangel, Krankheit und Leid auf der Welt.« Wachstum sei nur dann positiv zu verstehen, wenn auf internationale Gerechtigkeit Rücksicht genommen werde und es für alle Bevölkerungsschichten Vorteile schaffe.“

Zitate aus „Wachstum ist gut! Nur welches?“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Eine wichtige Komponente der Globalisierung ist, dass die Welt von einem immer dichteren und folgenreicheren System von Regeln beherrscht wird, die Handel, Investitionen, Kredite, Patente, Copyrights, Warenzeichen, Doppelbesteuerung, Arbeitsstandards, Umweltschutz, die Nutzung von Meeresrohstoffen und viele andere Dinge bestimmen.“

„Der größte Teil der massiven gravierenden Armut, mit der wir es heute auf der Welt zu tun haben, ließe sich vermeiden durch gerechtere Institutionen, die für die Reichen nur winzige Opportunitätskosten zur Folge hätten.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Thomas Pogge, geboren 1953, ist Professor für Politikwissenschaft und Politische Philosophie an der Columbia University in New York. Er ist einer der wichtigsten Philosophen zum Thema Internationale Gerechtigkeit. Er promovierte an der Harvard University unter der Leitung von John Rawls. Pogge vertritt eine liberale, kantianische Philosophie der Internationalen Gerechtigkeit, ein Forschungsgebiet, das er in den letzten Jahren mit definiert hat. Pogge, der 2008 an die Yale University wechseln wird, hat außerdem Forschungsstellen am Centre for Applied Philosophy and Public Ethics der Australian National University und am Centre for the Study of Mind in Nature an der Universität Oslo inne.

Das INSM-Buch:
Das Buch „Chancen des Wachstums“ der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) kann bei amazon vorbestellt werden. Es wird ab 15. Januar 2008 ausgeliefert.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: John Mukum Mbaku

Mittwoch, 9. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über John Mukum Mbaku, der ab Seite 169 über „Institutionen, Unternehmertum und Wirtschaftswachstum in Afrika“ schreibt:

„Der Kameruner Volkswirtschaftler John Mukum Mbaku von der Weber State University in Utah sieht in der Schwäche der marktwirtschaftlichen Institutionen sowie in der staatlichen Korruption die Hauptursachen für die Wachstumsschwäche Afrikas. Auslandsinvestitionen und Unternehmensgründungen würden direkt von der Abwesenheit transparenter Rahmenbedingungen für die afrikanischen Märkte beeinträchtigt. In einer Perspektive der Wirtschaftsliberalisierung einerseits und der Sicherung des Rechtsstaats andererseits, sieht Mbaku die besten Chancen einer Kehrtwende für den afrikanischen Kontinent, der auf dramatische Weise seit Jahrzehnten die schwächsten und oft negativen Wachstumsquoten vorweist. Er fordert einen radikalen Wechsel, weg von einer Rentiersmentalität, hin zu Eigenverantwortung: »Zur Steigerung nachhaltigen Wirtschaftswachstums in Afrika und zur effektiven Bekämpfung der Armut, müssen die Afrikaner Mechanismen zur Schaffung von Wohlstand entwickeln, statt sich auf so genannte globale Programme zur Umverteilung von Wohlstand zu verlassen.“

Zitate aus „Institutionen, Unternehmertum und Wirtschaftswachstum in Afrika“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Zur Steigerung nachhaltigen Wirtschaftswachstums in Afrika und zur effektiven Bekämpfung der Armut müssen die Afrikaner Mechanismen zur Schaffung von Wohlstand entwickeln, statt sich auf sogenannte globale Programme zur Umverteilung von Wohlstand zu verlassen.“

„Was die Afrikaner brauchen, sind Gesetze und Institutionen, die Unternehmer auf Chancen zur Schaffung von Wohlstand aufmerksam machen, ihnen deren Wahrnehmung erleichtern und ihren Wohlstand vor den parasitären und aufgeblähten Bürokratien schützen, die sich in den letzten 50 Jahren fast ausschließlich als Plünderer betätigt haben.“

„In vielen afrikanischen Ländern gibt es mehr als genug Unternehmer und der Unternehmergeist ist dort nach wie vor ausgeprägt. Doch weil Gesetze und Institutionen diesen Unternehmern verkehrte Anreize geben, betätigen sich diese fast ausschließlich unproduktiv und evasiv und behindern dadurch de facto die Entstehung von Wohlstand.“

„Die Schaffung von Wohlstand ist der einzige nachhaltige Weg zur Steigerung des Wirtschaftswachstums und zur effektiven Bekämpfung der Armut auf dem Kontinent.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: John Mukum Mbaku, geboren 1950, ist Professor für Volkswirtschaft an der Weber State University in Utah. Der gebürtige Kameruner ist einer der führenden afrikanischen Wirtschaftswissenschaftler. In Corruption and the Crisis of Institutional Reforms in Africa und Institution and Development in Africa (2005) analysiert er die afrikanische Entwicklungspolitik der letzten Jahrzehnte und macht für ihr Scheitern die Schwäche der marktwirtschaftlichen Institutionen sowie die staatliche Korruption verantwortlich. Er erhielt den John Hinckley Award, ist Afrika-Chef des Journal of Third World Studies und Präsident der African Educational Foundation for Public Policy and Market Process. Mbaku war außerdem mehrfach Wirtschaftsberater in Kenia, Senegal und Kamerun.

Das INSM-Buch:
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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Richard G. Lipsey

Montag, 7. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Richard G. Lipsey, der ab Seite 27 über „Wachstum, Technologien und Institutionen: Parameter der geschichtlichen Entwicklung“ schreibt:

„Richard G. Lipsey von der Simon Fraser University zeigt, welche Rolle den technologischen Innovationen in einem historischen Rahmen für langfristiges Wirtschaftswachstum zugekommen ist. Der Wirtschaftshistoriker stellt die These auf, dass ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum im Sinne langzeitiger volkswirtschaftlicher Entwicklung nur durch einen grundlegenden technologischen Wandel zu begründen sei. »Man stelle sich vor, was geschehen wäre, hätte man im Jahr 1900 den technologischen Wissensstand eingefroren und nur noch in bereits vorhandene Technologien und Methoden investiert. [...] Ein Wirtschaftswachstum ohne technologischen Wandel bedeutet lediglich eine Vermehrung dessen, was bereits vorhanden ist und kann den materiellen Lebensstandard auf Dauer nicht signifikant erhöhen.« Die Entwicklung von effizienten Mehrzwecktechnologien setzte sich mit der Zeit branchenübergreifend durch und ließ dabei nicht nur eine Vielzahl verwandter Technologien entstehen, sondern veränderte gesellschaftliche, politische und ökonomische Strukturen wesentlich.“

Zitate aus „Wachstum, Technologien und Institutionen: Parameter der geschichtlichen Entwicklung“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

[…] der Schutz und Erhalt der Umwelt bei gleichzeitiger Verbesserung des allgemeinen Lebensstandards lässt sich am besten durch wachstumsfördernde technologische Innovationen umsetzen. Die meisten innovativen Technologien verbrauchen pro produzierter Einheit weniger Ressourcen als die Technologien, die sie ersetzen, was einen zunehmend wirtschaftlicheren und schonenderen Einsatz der verfügbaren Ressourcen zur Folge hat. Zudem zeichnen sich viele der modernen Technologien durch einen drastisch verringerten Schadstoffausstoß aus.

[…] anhaltendes Wirtschaftswachstum ist auch für die Industrienationen die einzige Möglichkeit, den allgemeinen Lebensstandard ihrer Bürger weiter anzuheben. Die Gefahr der Verarmung, aber auch Bildungsdefizite und steigende Kosten im Gesundheitswesen sind Probleme, mit denen die Industrienationen noch immer zu kämpfen haben, und Lösungen lassen sich einfacher finden, wenn die Wirtschaftskraft nicht stagniert, sondern wächst.

Langfristig betrachtet ist der technologische Wandel der stärkste Wachstumsmotor.

Ökonomien, die noch in der Entwicklung begriffen sind, sollten nach der neoklassischen Lehre die institutionellen Grundvoraussetzungen schaffen, um den Schutz des Eigentums und rechtsstaatliche Prinzipien zu gewährleisten. Des Weiteren sollten regierungspolitisch verursachte Verzerrungen wie Einfuhrzölle und bestimmte Subventionen abgeschafft werden, um die Kräfte des Marktes ungehindert wirken zu lassen. Das Hauptargument der neoklassischen Theorie für eine politische Förderung technologischer Neuentwicklungen – für eine technologiefreundliche Politik – ist die Nicht-Rivalität des Wissens, denn neues Wissen kommt nicht nur denen zugute, die es entdecken, sondern auch vielen anderen.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Richard G. Lipsey, geboren 1928, ist Professor Emeritus für Volkswirtschaftslehre an der kanadischen Simon Fraser University und Fellow des Canadian Institute for Advanced Research. Lipsey promovierte an der London School of Economics, wo er im Laufe seiner Karriere auch einen Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre inne hatte. Lipsey wurde 2006 für sein Buch Economic Transformations – General Purpose Technologies and Long Term Economic Growth, das er zusammen mit Kenneth I. Carlaw und Clifford T. Bekar verfasste, der Schumpeter-Preis verliehen. Lipsey berät die kanadische Regierung und ist durch seine Medienpräsenz in Nordamerika über den wissenschaftlichen Bereich hinaus bekannt.

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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Eberhard von Koerber

Samstag, 5. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Eberhard von Koerber, der ab Seite 249 über „Chancen oder neue Grenzen des Wachstums? Verträgliches Wachstum für das 21. Jahrhundert“ schreibt:

„Eberhard von Koerber, Unternehmer und Vizepräsident des »Club of Rome«, beleuchtet den Paradigmenwechsel von »Grenzen« zu »Chancen« des Wachstums. Aus von Koerbers Sicht müssten die Ansätze, die der »Club of Rome« vor über 30 Jahren im Rahmen seiner Publikation »Grenzen des Wachstums« veröffentlicht hat, überdacht und der heutigen Welt angepasst werden. »Richtig gestaltet, kann Wachstum die treibende Kraft auf dem Weg zu einem ökologischen Gleichgewicht sein, indem es hilft, ressourcenintensive Technologien durch neue, Umwelt schonende Verfahren abzulösen.« Der Vizepräsident definiert die wichtigsten Trieb- und Gestaltungskräfte für eine langfristige Wachstumsdynamik vor dem Hintergrund der heutigen Globalisierungsprozesse. Letztlich sei die Politik der Bevölkerung Antworten auf drängende und komplexe Fragen schuldig und müsse vor allem die Frage nach einer neuen Sozialen Marktwirtschaft beantworten. In diesem Sinne fordert von Koerber eine langfristige, globale Denkweise, die – basierend auf Gerechtigkeit und Menschlichkeit – Erfolg für die Gesellschaft, aber auch für jeden Einzelnen versprechen kann.“

Zitate aus „Chancen oder neue Grenzen des Wachstums? Verträgliches Wachstum für das 21. Jahrhundert“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Nur wer flexibel genug ist und die globale Dynamik zu nutzen vermag, wird dauerhaft den Aufschwung der Wachstumsregionen der Welt auch für das eigene Land in Wohlstand umsetzen können.“

„Weltweit gilt: Wer keinen Anteil am Wachstum hat, der bremst Veränderungen und hat kein Interesse an wirtschaftlicher Freiheit. Wachstum kann und muss deshalb auch sozial sein und die Teilhabe vieler am Wohlstand sichern.“

„Wachstum braucht, wie jede menschliche Aktivität, Verantwortung und eine werteorientierte Ethik als Rahmenbedingungen. Die rund um die Welt immer wieder auftauchenden Fälle von Millionenbetrug und Bilanzfälschungen in Unternehmen schaden der Legitimation der Marktwirtschaft als Wirtschaftssystem.“

„Eine über Jahrzehnte beispielhaft erfolgreiche deutsche Soziale Marktwirtschaft muss sich plötzlich in einem neuen globalen Wettbewerb des Denkens, der Innovation, der Kosten und der besten Politikkonzepte bewähren. Überlagert wird dies noch durch die Überalterung der Gesellschaft, Zukunftsängste und Hilflosigkeit angesichts dieser neuen globalen Gemengelage.“

„Wachstum ist weltweit in politische, wirtschaftliche, ökologische und soziokulturelle Gesamtsysteme eingebunden. Daraus ergibt sich, dass die künftige neue Soziale Marktwirtschaft nicht die lineare Fortschreibung des deutschen Nachkriegsmodells sein kann, sondern das Ergebnis eines neuen, systemischen und gesamthaften Denkens sein muss, in dem es nicht um links oder rechts, sondern um eine langfristige, globale Denkweise geht, die sich an den Grundsätzen der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit orientiert.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Eberhard von Koerber, geboren 1938, leitet die internationale Vermögens- und Beratungsgesellschaft Eberhard von Koerber AG in Zürich. Er ist Co-Präsident des Club of Rome und Mitgründer des Wittenberg Zentrums für Globale Ethik. 1972 veröffentlichte der Club of Rome das Buch Die Grenzen des Wachstums, dessen Thesen von Koerber in seinem Beitrag »Chancen oder neue Grenzen des Wachstums? Verträgliches Wachstum für das 21. Jahrhundert« neu thematisiert. Von Koerber ist Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und engagiert sich in zahlreichen sozialen und kulturellen Einrichtungen.

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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Raghbendra Jha

Donnerstag, 3. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Raghbendra Jha, der ab Seite 197 über das „Wachstumsland Indien – überwundene Hindernisse und strukturelle Stärken“ schreibt:

„Raghbendra Jha von der National University of Australia, langjähriger Regierungsberater Indiens in Wirtschaftsfragen, untersucht das Wachstumspotenzial Indiens und zeigt, dass die aktuelle Entwicklung vor dem Hintergrund der Wirtschaftsgeschichte Indiens und einer lang anhaltenden Wachstumsschwäche zu verstehen ist. Gleichzeitig prüft er, wie Indien ein anhaltendes Wachstum durch Innovationsstrategien sichern sollte. Er stellt dabei die Produktivitätssteigerungen im Produktions- und Dienstleistungssektor, die Verbesserungen auf der Angebotsseite des Arbeitsmarktes, sowie die Konsolidierungspolitik des letzten Jahrzehnts als zentrale Faktoren heraus. Trotz bleibender Probleme in der gemeinsam mit China bevölkerungsreichsten Volkswirtschaft der Welt zeigt die Analyse Indien als »Land mit physischem Kapital, mit jungen, qualifizierten und disziplinierten Arbeitskräften und einer Kultur von Innovation.« Ein Land, das aus unzähligen Schocks gelernt hat, so Jha.“

Zitate aus Wachstumsland “Indien – überwundene Hindernisse und strukturelle Stärken” in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Indiens Wachstumsgeschichte ist einzigartig.“

„Das Land hat aus unzähligen Schocks gelernt, Widerstandskraft zu entwickeln und parallel dazu die Leistungsfähigkeit der fundamentalen Motoren des Wirtschaftswachstums laufend weiter zu steigern.“

„Aus diesem Grund ist die Geschichte des indischen Wachstums als ernstzunehmendes unabhängiges Modell zu betrachten, das in näherer Zukunft auch weiterhin für positive Wirtschaftsmeldungen sorgen und anderen Ländern als Lehrstück dienen wird“.

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: 
Raghbendra Jha, geboren 1953, ist einer der international bedeutendsten indischen Wirtschaftswissenschaftler. Neben seiner Professur an der Australian National University in Canberra und seiner Rolle als Direktor des Australia South-Asia Research Centre nimmt er an zahlreichen überregionalen Forschungsprojekten teil. Zudem berät er die Weltbank und die indische Regierung. Jha verbindet makroökonomische Analysen des Wirtschaftsraums Südasien mit den Themen Armut, Konsum und Umwelt. Seine Monografie »Economic Growth, Economic Performance and Welfare in South Asia« (2006) ist ein Standardwerk über die Wirtschaftsentwicklung in Südasien.

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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Hartmut Graßl

Dienstag, 1. Januar 2008

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Hartmut Graßl, der ab Seite 289 über „Klima, Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit: Die Sicht eines Naturwissenschaftlers und Regierungsberaters“ schreibt:

“Aus Sicht der Klimaforschung arbeitet Hartmut Graßl den Zusammenhang zwischen Wachstum, Globalisierung und Klimawandel heraus. Auch er weist einen strikten Gegensatz von Wachstum und Klimaschutz zurück und unterstreicht stattdessen die Rolle der Forschung und der Innovation, mit denen er auf die Chancen einer klimaverträglichen Wachstumspolitik hinweist. Graßl stellt Entwicklungsszenarien vor, welche die Verzahnung von Innovation, Wirtschaftswachstum und Klimawandel darlegen. Die Energieversorgung spielt eine Schlüsselrolle: »Ohne Zugang zu Elektrizität ist die Entwicklung, die sich alle Länder wünschen, nicht möglich. [...] Die zukünftige Energieversorgung der Menschheit ist der Schlüssel zu Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und mehr Gerechtigkeit zugleich.« Für eine langfristige Klimapolitik gilt es, einen realisierbareren nachhaltigen Entwicklungspfad zu entwickeln, der die schlimmstmöglichen Auswirkungen der Klimaerwärmung noch vermeiden kann und gleichzeitig Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit sichert.”

Zitate aus „Klima, Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit: Die Sicht eines Naturwissenschaftlers und Regierungsberaters“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Wer kein Ziel hat, kommt auch nicht an. Haben wir das Ziel »Globale Entwicklung bei Klimaschutz«, so brauchen wir aber Leitlinien, die unseren Korridor zum Ziel einengen und uns dabei helfen, den richtigen Weg zu finden. Diese Leitlinien sind sowohl im gesellschaftlichen als auch im biophysikalischen Bereich zu definieren.“

„Die zukünftige Energieversorgung der Menschheit ist der Schlüssel zu Wirtschaftswachstum, Nachhaltigkeit und mehr Gerechtigkeit zugleich.“

„Der globale Klimawandel ist bereits so weit voran geschritten, dass die Klimapolitik eine durch den Klimawandel stark veränderte Welt nicht mehr vermeiden kann. Erst in Jahrzehnten wird die heute eingeleitete Klimapolitik greifen.“

„Eine global koordinierte Klimaschutzpolitik ist die Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Hartmut Graßl, geboren 1940, zählt zu den wichtigsten Experten der deutschen Klimaforschung. Auch international genießt der langjährige Direktor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie den Ruf eines hochkarätigen Klimaforschers. Graßl warnte bereits in den achtziger Jahren vor dem Klimawandel. Er leitete von 1994 bis 1999 das Weltklimaforschungsprogramm der Vereinten Nationen in Genf sowie den Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung. Graßl erhielt für seine Verdienste das Bundesverdienstkreuz erster Klasse, das Große Bundesverdienstkreuz, den Deutschen Umweltpreis sowie die Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin.

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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Makram El-Shagi

Sonntag, 30. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Makram El-Shagi, der ab Seite 123 über „Korruption, Wachstum und institutionelle Entwicklung“ schreibt:

„Die Analyse der Korruption steht im Mittelpunkt des Beitrages von Makram El-Shagi von der Universität Mannheim. El-Shagi diskutiert die institutionellen Voraussetzungen, um Korruption zu verhindern, und analysiert die Wechselwirkungen zwischen politischer Korruption, der institutionellen Entwicklung – verstanden als Rahmenbedingung für die Politikgestaltung – und dem Einkommen. Eine Erhöhung des Volkseinkommens, so die Untersuchung, kann, wenn sie nicht durch eine entsprechend positive institutionelle Entwicklung begleitet wird, langfristig sogar negative Folgen haben. Korruptionswillige Politiker können bei erhöhtem Volkseinkommen aufgrund der verbesserten Zahlungsfähigkeit der Bürger und des Umsatzes der Wirtschaft ein höheres Einkommen aus Korruption erzielen, ohne dabei proportional höheren Risiken ausgesetzt zu sein. Langfristig kommt es bei einer solchen Entwicklung daher zu verstärkter Korruption, die nicht nur das Wirtschaftswachstum begrenzt, sondern auch zur weiteren Erosion der institutionellen Rahmenbedingungen beiträgt. El-Shagi kommt somit ebenfalls zu dem Schluss, dass die Förderung einer demokratischen Entwicklung und des Aufbaus rechtsstaatlicher Institutionen zentrale Entwicklungsvoraussetzungen sind.“

Zitate aus „Korruption, Wachstum und institutionelle Entwicklung“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Wirtschaftspolitik ist sicherlich die Grundvoraussetzung für solides Wachstum. Aber die institutionelle Entwicklung wiederum ist die zentrale Voraussetzung, um eine Wachstums fördernde Wirtschaftspolitik nachhaltig zu gewährleisten. Die Förderung einer demokratischen Entwicklung und des Aufbaus rechtsstaatlicher Institutionen ist daher nicht nur wegen des grundsätzlichen Rechtes der Menschen auf Selbstbestimmung relevant, sondern auch, um die ökonomische Entwicklung anzukurbeln.“

„Daher sollte Entwicklungshilfe – auch die internationaler Organisationen wie des IWF – verstärkt auf eine Unterstützung der institutionellen Entwicklung abstellen. Denn die Gefahr, dass Finanzhilfe und an sich gut gemeinte wirtschaftspolitische Vorschläge, die keine nachhaltige Verbesserung der Institutionen gewährleisten, im Eigeninteresse der Politiker pervertiert werden können und dann mehr schaden als nutzen, ist kaum auszuschließen.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Makram El-Shagi, geboren 1979, ist Assistent am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim, wo er im Bereich internationale Wirtschaftsbeziehungen forscht. Er erhielt den Südwestmetall- Förderpreis 2004 für die beste Dissertation an der Universität Mannheim. 2001 war er mit 21 Jahren jüngster Absolvent seines Jahrganges. El-Shagis Forschungsinteresse gilt der Neuen Ökonomie sowie der institutionellen Korruption.

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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: der Dalai Lama

Freitag, 28. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über den Dalai Lama, der ab Seite 309 über „Ideale sind der Motor des Fortschritts“ schreibt:

„Der Dalai Lama plädiert dafür, dass die steigende Verflechtung durch Globalisierung, Wachstum und Fortschritt auch dazu genutzt wird, das Verantwortungsbewusstsein für andere Menschen auf der Welt zu schärfen. Die Chance besteht darin, dass in einer Weltwirtschaft, die immer stärker miteinander verschmilzt, die Bedeutung von Staatsgrenzen schwindet und sogar befeindete Staaten zur Kooperation gezwungen sind, etwa in der Nutzung von gemeinsamen natürlichen Ressourcen. Allerdings weist der Dalai Lama auch auf die Risiken eines ungezügelten Strebens nach materiellem Wohlstand hin: »Die Gier nach endlichen Dingen kann nie wirklich befriedigt werden«, und sie schaffe gleichzeitig die Grundlage für Neid und Unzufriedenheit. Dass Reichtum per se nicht glücklich macht, würde wohl niemand leugnen. Allerdings schließt der Dalai Lama daraus nicht, dass man dem technischen und wissenschaftlichen Fortschritt abschwören, sondern sich vielmehr der globalen Verantwortung bewusst werden sollte. Unter globaler Verantwortung versteht er die Einsicht, dass alle Handlungen weit reichende, ja universelle Konsequenzen haben und fordert eine Haltung, die vom Respekt für andere Menschen geprägt ist. Die Chancen des Wachstums entstehen in Verbindung mit dem globalen Verantwortungsgefühl, denn die Anteilnahme am Leben anderer Menschen ist die Grundlage für ein solidarisches und gerechtes Handeln.“

Zitate aus dem Aufsatz „Ideale sind der Motor des Fortschritts“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„Die Weltwirtschaft verschmilzt immer mehr zu einer Einheit und unterschiedliche Nationen hängen immer stärker voneinander ab.“

„Ähnlich wie bei globalen Umweltproblemen, die nicht auf rein nationaler Ebene gelöst werden können, verschwindet auch für die moderne Wirtschaft die Bedeutung von Staatsgrenzen.“

„Die Entwicklung der Europäischen Union ist ein Beispiel dafür, wie aus einem kleinen Handelsabkommen so etwas wie ein Staatenbund geworden ist. Ähnliche, wenn auch nicht so stark vertiefte Organisationen finden sich auf der ganzen Welt. Diese Bündnisse sind ein Beweis für das Bemühen der Menschen, sich zum allgemeinen Wohl zusammenzuschließen sowie für den Wunsch der Gesellschaft, sich unentwegt fortzuentwickeln.“

„Unsere moderne Weltgemeinschaft mit ihren Vor- und Nachteilen ist das Resultat vieler verschiedener Faktoren; deshalb würde man einem Trugschluss verfallen, wenn man die Lösung unserer Probleme in einer Ablehnung des materiellen und technischen Fortschritts sehen würde.“

„Die Chancen des Wachstums entstehen dann, wenn wirtschaftlicher Wettbewerb, technologischer Fortschritt und Wohlstand im Kontext einer globalen Verantwortung entstehen, die wiederum eine Basis für solidarisches Engagement und für gerechtes Handeln schaffen.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: Seine Heiligkeit der XIV. Dalai Lama wurde 1935 in der tibetischen Provinz Amdo geboren und im Alter von vier Jahren inthronisiert. Seitdem ist der buddhistische Mönch zugleich das geistliche und politische Oberhaupt der Tibeter. In Zeiten der Globalisierung und des wirtschaftlichen Wachstums sind nicht nur einzelne Staaten, sondern auch Menschen immer stärker miteinander verbunden. Der Dalai Lama verfolgt mit seiner Idee der globalen Verantwortung das Ziel, dieses menschliche Miteinander positiv zu gestalten und der Globalisierung ein menschliches Gesicht zu verleihen. Für seinen unermüdlichen Einsatz für Gerechtigkeit, Völkerverständigung und Menschenrechte wurde er 1989 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: Gavin Cameron, Nicholas Fawcett, Rosa Fernandez

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über Gavin Cameron, Nicholas Fawcett, Rosa Fernandez, die ab Seite 73 zum Thema „Der Wirtschaftsstandort Europa: Über die Lissabon-Strategie hinaus“ schreiben:

„Gavin Cameron, Nicholas Fawcett und Rosa Fernandez von der Oxford University gehen ebenfalls vom Vergleich zwischen Europa und dem US-amerikanischen Wachstum aus und diagnostizieren einen relativen Verlust an Produktivität in den großen EU-Ländern. Die Autoren argumentieren, dass ein unflexibler Arbeitsmarkt, die schwache Einbindung bestimmter Altersgruppen sowie eine niedrige Quote arbeitstätiger Frauen die Gesamtleistung der europäischen Wirtschaft drücke. »Das Arbeitsangebot in Europa ist nicht von schlechter Qualität, doch wird es keinesfalls optimal genutzt.« Wenige Steueranreize für Unternehmer sowie die starke Positionierung von Arbeitnehmerverbänden wirken sich ebenfalls nachteilig auf die Wachstumsentwicklung der EU aus. Erst eine Reform der starren, institutionellen Rahmenbedingungen sowie eine Flexibilisierung des Arbeitsmarktes könne die wirtschaftliche Situation Europas konsolidieren: »Westeuropa sollte sich auf die wachsende Auslastung seiner Arbeitsressourcen konzentrieren und außerdem auf die Steigerung des Wettbewerbs und die Förderung des Unternehmertums«, so die Wissenschaftler.“

Zitate aus „Der Wirtschaftsstandort Europa: Über die Lissabon-Strategie hinaus“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):

„In der Summe ist es eher unwahrscheinlich, dass die europäische Strategie für Wachstum und Beschäftigung in naher Zukunft greifbare Vorteile bringen wird. Eine Steigerung der Flexibilität der europäischen Wirtschaft ist jedoch eine äußerst wichtige Aufgabe für die Politik, und zwar nicht nur deshalb, weil es einen einfachen Zusammenhang zwischen der Auslastung der Arbeitsressourcen und der Steigerung der Produktivität gibt, sondern weil ein gemeinsamer Satz an institutionellen Merkmalen Europas Leistung in beiden Bereichen gleichzeitig schmälern könnte, statt dass ein Bereich zu unterdurchschnittlichen Ergebnissen im anderen führt.“

„Das Arbeitsangebot in Europa ist nicht von schlechter Qualität, doch wird es keinesfalls optimal genutzt.“

„Westeuropa sollte sich auf die wachsende Auslastung seiner Arbeitsressourcen konzentrieren und außerdem auf die Steigerung des Wettbewerbs und die Förderung des Unternehmertums.“

„Arbeitsmarktflexibilität in Bezug auf Partizipation und Auslastung wird schnellere und passgenauere Reaktionen auf veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen ermöglichen.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren: Gavin Cameron (1969–2007), war Professor für Makroökonomik an der Oxford University und einer der vielversprechendsten Nachwuchswissenschaftler im führenden Fachbereich der renommierten Institution. Kurz vor Erscheinen des Buches starb Gavin Cameron mit nur 38 Jahren an den Folgen einer Mukoviszidose-Erkrankung. Cameron erlangte in seiner kurzen Laufbahn internationales Ansehen. Sein Forschungsgebiet lag insbesondere in Untersuchungen der Bedeutung und Rolle von Forschungs- und Entwicklungsprozessen beim Wirtschaftswachstum. Darüber hinaus nahm er zahlreiche beratende Tätigkeiten für politische und wirtschaftliche Institutionen wahr. Cameron verfasste den Beitrag zu Chancen des Wachstums gemeinsam mit Rosa Fernandez und Nicholas Fawcett. Rosa Fernandez ist Research Fellow am Centre on Skills, Knowledge and Organisational Performance an der Oxford University und Spezialistin der ökonomischen Arbeitsmarktanalyse. Nicholas Fawcett ist Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Department of Economics an der Oxford University.

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INSM-Buch Chancen des Wachstums – die Autoren im Kurzporträt: David B. Audretsch

Montag, 24. Dezember 2007

Beatrice Weder di Mauro, Herausgeberin des INSM-Buches Chancen des Wachstums, über David B. Audretsch, der ab Seite 91 über „Die Entrepreneurial Society im Zeitalter der Globalisierung“ schreibt: „Der Beitrag von David B. Audretsch betont die Bedeutung von »Entrepreneurship«, um Beschäftigung, Wachstum und somit auch gesamtgesellschaftlichen Wohlstand zu schaffen. Eine allein kapitalorientierte Wirtschaftspolitik, so Audretsch, sichert kein langfristiges Wachstum. Aber auch die Investition in Wissen und Forschung allein ist hierfür kein Garant. »Es bedarf mehr als Investition in Wissen, Bildung und Humankapital. Die neuen Ideen müssen auch ihren Weg in den Markt an dem Ort ihrer Entstehung finden, um dort Beschäftigung und Wachstum zu schaffen.« Der Ökonom vom Max-Planck-Institut für Ökonomik in Jena sieht im Entrepreneurship die fehlende Verbindung zwischen kreativen Ideen und ihrer kostenintensiven Markteinführung. Um Wachstum zu sichern, sei es notwendig, wirtschaftspolitisch so umzudenken, dass die grundlegenden politischen, rechtlichen und ideellen strukturellen Voraussetzungen für eine neue Entrepreneurial Society geschaffen werden.“

Zitate aus „Die Entrepreneurial Society im Zeitalter der Globalisierung“ in Chancen des Wachstums, eine Publikation der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft):
„Entrepreneurship ist … ein Weg, neue Arbeitsplätze zu schaffen, die im Zuge der voranschreitenden Globalisierung zuvor verloren gingen, da Entrepreneurship insbesondere dazu beiträgt, bislang ungenutzte Potenziale aus Investitionen in Wissen, Universitäten, Bildung und Forschungsinstitute zu vermarkten.“

„Europäischen Politikern wurde bewusst, dass die zielorientierte politische Unterstützung einer Entrepreneurial Society durch geeignete Rahmenbedingungen zur Entstehung prosperierender Regionen wie München, Helsinki, Stockholm oder Randstad (die Region zwischen Rotterdam und Amsterdam) beiträgt.“

„Europa verfügt bereits über eine Vielzahl von Grundvoraussetzungen für eine Entrepreneurial Society. Dazu zählt ein umfassendes Angebot an hoch gebildeten und qualifizierten Arbeitern sowie die Existenz von Forschungsinstituten auf Weltklasseniveau, aber auch die lange Tradition der Kooperation zwischen Regierung, Industrie und Arbeiterschaft als Garant für sozialen Frieden. Darüber hinaus verkörpern Deutschland und ganz Europa seit der Aufklärung jene Tugenden, die für eine auf Kreativität und Innovationen basierende Entrepreneurial Economy unerlässlich sind: Kreativität, Originalität und Unabhängigkeit.“

INSM-Buch Chancen des Wachstums – der Autor: David Bruce Audretsch, geboren 1954, ist Direktor des Fachbereichs »Entrepreneurship, Growth and Public Policy« des Max-Planck-Instituts für Ökonomik in Jena. Audretsch gelangte durch seine Entrepreneurship- Forschung zu internationalem Renommee. Seine Forschungen konzentrieren sich auf die Verbindungen zwischen Unternehmertum, Regierungspolitik, Innovation, wirtschaftlicher Entwicklung und globaler Wettbewerbsfähigkeit.

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